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Samstag den 19. October.
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elan 1878.
berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
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Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Ae einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere
berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
nicht Jahres-Conto bei uns haben),
welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Letreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in 318 Es wird biermit zur Kenntniß aller in de
gung der Grundstücke in den Fluren V., VI. und VII. und noch in Theilen der
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
der Gemarkung Nieder-Wöllstadt.
r Gemarkung Nieder Wöllstadt begüterten Grundbesitzer gebracht, daß der Plan über die Zusammen⸗
Fluren I., II. und VIII. dieser Gemarkung nebst den Abschätzungs ·
yrotokollen, dem Verzeichniß über die zu verwerthenden Massestücke, dem Verzeichniß über die an Stelle der bieherigen Unterpfänder tretenden neuen
sfandgrundstücke, den Gütergeschossen ꝛc. heute 14 Tage lang auf dem Rathbause daselbst offen em 22. October und endigt mit dem 5. November l. J. Ter min zur Vorbringung von Reclamationen, egen die den neuen Grundstücken angewiesene Lage, gegen den denselben zugetheilten Flä ullenen Obstbäume— ist auf Mittwoch den 6. k. Mts., von Vormittags 8 bis Mittags
Reclamationen vorbringen, Einverständniß mit den
aß von denjenigen Betheiligten, die in diesem genommen wird und daß spätere Reclamationen Friedberg den 16. October 1878.
12 Uhr Termine keine
gelegt worden sind.
Diese Offenlegung beginnt mit welche diesmal nur gerichtet sein können:
cheninhalt und gegen die Abschätzung der denselben zuge-
anberaumt und wird hierzu ausdrücklich bemerkt, Bestimmungen der Commission
gesetzlich nicht mehr zulässig sind, solche auch nicht mehr berücksichtigt werden. Der Vorsitzende der Zusammenlegungs- Commission:
Küchler, Kreis ⸗Assessor.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Militärdienstnachricht. Stud. r. Riedel wurde zum Unterarzt beim 3. Großh. inf.-Regt. Nr. 117 ernannt.
Offenbach. Bei den Verhandlungen der fer Staaten über die Canalisirung des Mains at die hessische Regierung die Interessen der Stadt Offenbach zu wahren gewußt, und die Hentuelle Ausvehnung der Canalisirung bis Offenbach ins Auge gefaßt. Einem Antrage auf etheiligung der Stadt an den Verhandlungen vnnte seiner Zeit nicht stattgegeben werden, weil ah die Berathungen nur auf die vorliegenden vrojecte über die Canalistrung bis Frankfurt be— ogen. Daß die Frage der Weiterführung in
Kuester Zeit in ein günstigeres Stadium getreten,
eweist der Umstand, daß der Bürgermeister vor nigen Tagen in Berlin direet mit der preußischen stegierung verhandelte und für die Interessen der Stadt eintrat.
Berlin, 16. Oct. Nach einer beute in Wiesbaden eingetroffenen officiellen Nachricht trifft aiser Wilhelm, von Coblenz kommend, am „November dort ein.
— 16. Oct. In der heutigen Reichstags-
ung kam zunächst§. 20 des Sotcialistengesetzes Bestimmungen über den sogenannten Belagerungs- zustand) zur Berathung. Hierzu liegt das Umendement Ackermann vor, wonach die Beding- ung, daß unmittelbare Gefahr für die öffentliche Ruhe vorhanden sein muß, um die bezüglichen husnahme Maßregeln zu treffen, fortfallen und serner die Einschränkung, daß verdächtigen Per- sonen der Aufenthalt nur außerhalb ihrer Wohn- inte versagt werden dürfe, gestrichen werden soll.
Redner beantragte, daß die Anordnung von Aus-
vahme- Maßregeln durch den Kaiser mit Zustimm- ung des Bundesrats solle getroffen werden können; zrner, daß dem Reichstage von den getroffenen Unordnungen Mittheilung(anstatt„Rechenschaft“) segeben werde. Bei der Abstimmung wurde das Aumendement angenommen. Die übrigen Anträge wurden abgelehnt, und§. 20 mit den Anträgen Uckermann mit großer Majorität angenommen (dagegen stimmten die Fortschritts Partei, das sentrum, die Social Demokraten und von den Pational- Liberalen: Lasker, Schlieper, Braun, Thilenius und Schröder(Friedberg). 8. 24 wurde nach unerheblicher Debatte angenommen. zu§. 22(Zeitdauer des Gesetzes) befürwortete gucius den Antrag v. Schmid auf Ausdehnung ner Geltungsdauer bis zum 31. März 1883. Windhorst kündigte an, er werde für den Commisstons-Antrag stimmen, damit die möglich
kürzeste Dauer eintrete, jedoch würden er und seine Partei gegen das Ganze stimmen. Ackermann beantragte, daß jederlei Bestimmung über die Gültigkeits⸗Dauer gestrichen werde. Bei der Ab- stimmung wurde das Amendement Lucius. Schmid mit großer Majorität abgelehnt, ebenso das Amende⸗ ment Ackermann und schließlich der Parapraph in der Commissions-Fassung angenommen.
— 17. Oct. Eine Verständigung der beiden conservativen und der nationalliberalen Fraction über die noch streitigen Punkte des Socialisten⸗ Gesetzes ist dahin erfolgt, daß zu§. 6 die Com- missionsfassung beibehalten und zu§. 16 hinzu- gefügt wird: ein Agitator muß mindestens sechs Monate seinen Wohnort in der betreffenden Ort. schaft gehabt haben, um der ohne Weiteres er— folgenden Ausweisung zu entgehen.§. 19 soll einen Zusatz erhalten, wonach dem Kaiser die Ernennung eines zehnten Mitgliedes der Recurs- Commission zusteht. Diese Amendements sollen von den gedachten drei Fractionen gemeinsam eingebracht werden. Den Reichstag wird der Reichskanzler schließen. Die Vereinbarung des Sotialistengesetzes ist durch die heutige Verständig⸗ ung gesichert.
ö— Der Berliner„Actionär“ kündigt die Ein— setzung eines Landes-Eisenbabn-Raths zur Ver- tretung des Handels, der Landwirthe und der Industrie für den Anfang des Jahres 1879 an. — Der Reichskanzler hat die Regierungen aufgefordert, die Arbeiten der Bezirks⸗Commissionen für die Tabaks Enquete zu fördern, damit die Haupt⸗Commission zu Anfang November zusammen- trete und bis Detember ihren Bericht erstatte.
e 17. Oct. Heute Nachmittag fand eine Plenarsitzung des Bundesrathes zur Besprechung über das Socialistengesetz statt.
— Die„Nat.⸗Ztg.“ bringt von einem außer— gewöhnlichen Pariser Corrtspondenten einen Leit- artikel über die Rede Bismarck's im Reichstage und die öffentliche Meinung Frankreiche. Es beißt darin, Bismarck's Rede gegen Sonnemann hätte höhere Ziele verfolgt und der internationalen Lage gegolten, da Frankreich unter Gambetta's Thätigkeit jetzt nicht dazu angethan sei, Deutsch⸗ land in Sicherheit zu wiegen, insbesondere da
Gambetta's französischer Culturkampf nur ein Manöver sei, um Italien herüberzuziehen. Ausland.
Oesterreich⸗-UUngarn. Wien, 16. Oct. Die„Presse“ meldet, der seitherige österreichische Finanz Minister von Pretis habe vom Kaiser den Austrag erhalten, die Bildung eines parla⸗
mentarischen Ministeriums zu versuchen. Die ge⸗ meinsamen Minister v. Hofmann und v. Bylandt, sowit der Ministerpräsident Auersperg, Minister von Pretis und Sectionschef Axtus sind heute Nachmittag nach Pest gereist,
— In dem Protest der Pforte gegen die Occu⸗
pation Bosniens beschuldigte dieselbe die öster⸗ reichischen Truppen der größten Grausamkeiten. In der Antwort Oesterreichs darauf erhebt letzteres der Pforte gegenüber den Vorwurf, daß dieselbe bei den Mächten so schwere Beschuldigungen gegen Oesterreich vorgebracht habe, ohne sich vorher wegen Ertheilung von Renseignements an Oester⸗ reich gewendet zu haben. Oesterreich würde der Pforte jede Gelegenheit gegeben haben, sich zu überzeugen, daß die Beschuldigungen durchaus unwahr seien. Hiernächst bestreite die Antwort auf's Bestimmteste, daß Serajewo von den öster⸗ reichtschen Truppen geplündert worden sei. Zu⸗ gleich ziehe die Antwort einen Vergleich zwischen dem Verhalten der Oesterreicher bei Besetzung Bosniens und dem Auftreten Omer Pascha's und seiner Truppen im Jahre 1851. Endlich wird hervorgehoben, daß die österreichische Armee im Bewußtsein ihrer Ehre gehandelt habe und genau im Sinne der gelegentlich der Occupation erlassenen Proclamation. L— Officiell. General Reinländer meldet auf telegraphischem Wege aus Zacalje vom 15. d. seine Rückkehr von der Expedition in der Kralna, sowie die nahezu vollendete Pacificirung dieses Gebietes. Nach den Gefechten am 6. und 7. d., welche den Insurgenten einen Verlust von 500 Todten und Verwundeten verursachten, war der Widerstand auch in der nördlichen Krajna ge— brochen. Die Bewohner kehrten in ihre Häuser zurück und lieferten überall willig die Waffen ab. Auf dem Gefechtsfelde selbst wurden über 100 Todte vorgefunden. Nur in der Feste Kladus leistet eine geringe Anzahl Insurgenten noch Wider- stand. Dieselben sind jedoch eingeschlossen.
Mostar, 16. Oct. Feldmarschall Lieutenant Jovanovit hielt heute feierlichen Einzug in das mit Triumphbögen, österreichischen und nationalen Fahnen geschmückte Mostar. Ein zahlreiches, aus Christen und Türken gebildetes Banderium ritt dem Commandanten entgegen und geleitete den- selben in die Stadt, wo beide Bischöfe, ein türkischer Geistlicher, Würdenträger und die Schul- jugend den Commandanten erwarteten. Der Em- pfang war ein enthusiastischer. Heute wird die Stadt festlich beleuchtet.
Großbritannien. London. Ein Tele- gramm der„Daily News“ aus Kasanti vom


