Verbältnisses bei. Daß die Passage der britischen Flotte lediglich von einem Protest der Türkei be gleitet worden ist, wird mit der angeblichen Ent- blößung der meisten Dardanellen Forts von Ge. schützen erklart; letztere seien nach Tschataldja transportirt gewesen.
— 16. Febr. Man schreibt dem Frankfurter Journal von hier: Folgendes kann ich Ihnen ver— bürgen: Rußland verzichtet auf den directen Ein- marsch in Konstantinopel keineswegs zufolge eng- lischer Drohungen oder der Einfahrt der britischen Flotte im Marmara Meer, sondern zufolge der kategorischen Einsprache Oesterreichs, welches in Petersburg telegrapbisch erklärte, die Besetzung Stambuls tangire die Interessen Europas und könne daher nicht geduldet werden. Deutschland kannte und billigte Oesterreichs Veto. Nachdem Rußland dasselbe respectirte, hat die Spannung der Situation erheblich nachgelassen.
— 16. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ enthält ein Telegramm von hier welches meldet, die Verhandlungen in Betreff einer Conferenz seien formell zum Abschlusse gelangt. Statt der ursprünglich beantragten Form sei nunmehr die Form eines Congresses acceptirt worden. Die Bestimmung des Congreß-Ortes sei Oesterreich— Ungarn, jedoch unter Ausschluß der Hauptstädte der Signatar-Mächte, überlassen worden und werde von Osterreich- Ungarn Baden-Baden beantragt werden.
Belgien. Brüssel, 15. Febr. Wie man der„Ind. belge“ aus dem Haag schreibt, ist dort das Gerücht verbreitet, der König von Holland denke daran, zu Gunsten des Prinzen von Oranien abzudanken.
Großbritannien. London, 14. Febr. Oberbaus. Derby antwortete auf eine Anfrage Stratheden's, nur Rußland habe Wien als Con— ferenz Ort beanstandet; er meint, diese Schwierig— keit werde weder lange andauern, noch die Con— ferenz verhindern. Auf eine Anfrage Granville's antwortend, sagt Derby, die eingelaufenen Schiffe seien vor Constantinopel, oder richtiger, sie ankerten bei den Prinzen Inseln, zwei englische Meilen unterhalb der Stadt. Der Admiral habe völlig freien Willen in Betreff der Ankerung der Schiffe und Wahl des Platzes, wo ihm dieselbe am sichersten scheine. In Betreff der Einwände der Pforte habe die Regierung sich sofort mit der Pforte in Verbindung gesetzt und Layard bedeutet, derselben zu erklären, daß das Einlaufen der Schiffe absolut nothwendig sei. Die Pforte habe hierauf formellen Protest erlassen, aber keine Schritte zur Verbinderung des Einlaufens gethan. Das britische Cabinet, obschon bereit, den Einwand der Pforte zu respectiren, habe geglaubt, daß die Pforte in dieser Angelegenheit nicht frei handeln könne.
— Die Behörde in Malta wurde angewiesen, über den disponiblen Barackenraum zu berichten, da es wünschenswerth erscheine, in Malta Reserve⸗ Mannschaften zur schleunigen Verstärkung der Orient⸗Flotte zu stationiren.
— 16. Febr. Eine heute auf Trafalgar- Square siattgehabtes von 2000 Personen besuchtes Meeting nahm zwei Resolutionen an, in denen das Vertrauen der Versammelten zur Pelitik Beaconssield's ausgedrückt und gegen eine eventuelle russische Besetzung Constantinopels gegen die Er— weiterung der russischen Macht am Schwarzen Meere und die Verletzung der Integrität der Türkei protestirt wird.
Italien. Rom, 14. Febr. Gestern Abend um 6 Uhr begaben sich die Cardinäle aus der Scala del Consistorio hinunter in die Capella del Sacramente, um dem Papst zum letzten Male die Füße zu küssen. Msgr. Folicaldi, der Erz- bischof von Ephesus, umgeben vom Dom Capitel, besprengte hierauf unter Absingung des„Miserere“ die Leiche mit Weihwasser; um 6/ ͤ Uhr begab sich darauf der Zug durch das mit zahllosen Fackeln beleuchtete Mittel Schiff zur Confession an das Grab des Apostels, woselbst 89 ewige Lämpchen brennen; voran schritten Herolde, ihnen folgten das Capitel und die Erz Prister von
sich unmittelbar der päpstliche Hof, die Kammer- Herren, sowie die Eingeladenen an. Der Zug ging dann an der alten ebernen Statue des Apostels Petrus vorbei und um das Tabernakel Bernini's herum zur Capella del coro, wo unter dem Gesang der päpstlichen Capella Glulia die Leiche beigesetzt werden sollte. Der Mafordomus Ricci breitete ein weißes Tuch über die Leiche; dann erhoben die Capläne von St. Peter den Körper von der Bahre und legten ihn, der mit vollem päpstlichem Ornat geschmückt ist, in einen
russe“ siebt übereinstimmend mit dem„Journal de St. Petersbourg“ und anderen Journalen in der trotz des Protestes des Sultans erfolgten Einfabrt der britischen Flotte in den Bosporus eine Verletzung des Pariser Vertrages von 1856.
— 17. Febr. Der„Agence Russe“ zufolge ging nach dem Hauptquartier der Besehl ab, daß Gallipoli von den Russen nicht besetzt werde.
— 14. Febr. Die türkischen Bevollmächtigten aus Erzerum trafen bei dem Commandeur des
Rußland. Petersburg. Die„Agenek
64 goldene und silberne Medaillen,
Pontificats Pius“ IX. der Sarg zugeschraubt
schildert. und
Dann
Act verlas.
Nußholz eingehoben.
monie beendet. — 16. Februar.
in der Pantheonskirche abgehalten.
Civil- und Milität-Behörden bei.
waren ausgerückt.
Kammer ein Deeret, durch welches die Kammer aufgelöst wird.
— 15. Febr. getheilt, daß der Kaiser von Rußland an den Sultan telegraphirt habe, er werde, falls die britische Flotte vor Constantinopel erscheine, die
besetzen. — 15. Februar. Die englischen Panzer- Schiffe„Alexandra“,„Temeraire“,„Sultan“ und „Achilles“ sind Morgens 8 Uhr bei den Prinzen Inselg vor Anker gegangen.„Agincourt“ und „Swiftsure“ sind bei Gallipoli,„Raleigh“,„Hot— spur“ und„Ruby“ in der Besika Bay geblieben. — 16. Febr. Die Pforte bat zur Einfahrt weiterer Panzerschiffe in die Darnellen keine Er— mächtigung ertheilt.— Die Russen haben gestern die in der neutralen Zone gelegenen vorgeschobenen Befestigungen Constantinopels oecupirt. Die Frie— dens⸗Verhandlungen haben in Adrianopel begonnen. — 17. Febr. Die britische Flotte ist nach Mondania, 40 Meilen von Constantinopel ent- fernt, zurückgegangen, und zwar soll dieses auf Wunsch des Sultans geschehen sei. Namyk Pascha ist zucückberufen worden, somit nicht nach Adria— nopel abgereist.
Serbien. Belgrad. Hier herrscht Be— stürzung über die geringe Berücksichtigung Serbiens in den Friedens Bedingungen. Der Metropolit hat den Zaren auf telegraphischem Wege um größere Berücksichtigung Serbiens gebeten. Ristit geht nach Adrianopel, um mil Ignatieff zu con- feriren.
Griechenland. Athen, 17. Febr. Die griechische Angelegenheit ist folgendermaßen beige— legt: Die Türkei wird keine Schiffe nach dem Piräus, auch keine Truppen nach Thessalien und Epirus senden. Griechenland ruft seine Truppen zurück und wied sich ruhig verhalten. Die Mächte
St. Peter, hierauf kam der Sarg, von Caplänen und Nobel Garden getragen, und ihm schlossen
werden auf der Conferenz die Ansprüche und Rechte Griechenlands, sowle dessen Beziehungen zu den türkischen Griechen regeln.
geschlossen. Türkei. Constantinopel, 14. Febr. Der erste Secretär des Sultans verlas in der
Layard bat Lord Derby mit—
Umgebung der Stadt in freeundschaftlicher Absicht
ersten mit Carmoisin-Sammt gefütterten Sarg russischen Corps ein, um wegen der Räumung von Pinusholz; in diesen Sarg wurden zugleich Erzerums binnen steben Tagen in Verhandlung sowie ein zu treten. Pergament niedergelegt, das die Geschichte des Erzerum am 17. Februar besetzen. ward in einen zweiten wurde zum Gesandten in Berlin, William Good loe bleiernen gehoben, dessen Blei Deckel zugelöthet zum Gesandten in Brüssel ernannt.
ward, während der zugezogene Capitels-Notar den über das Begräbniß aufgenommenen notatiellen mit Der siebensach versiegelte Sarg trägt Blan d'schen Bill, welche von dem Finanz- Aus- als Schmuck ein Kreuz, das päpstliche Wappen schusse beantragt worden, und welche den Artikel mit der dreifachen Krone, ohne die beiden Schlüssel, sowie eine Inschrift mit dem Namen des Papstes Silbergeld und der Angabe der Dauer seiner Regierung; 7 Millionen Dollars monatlich beschränken, ange- er ward schließlich in einen dritten Sarg von nommen.
Wie verlautet, werden die Russen
Amerika. New Jork. Bayard Taylor
Washington, 16. Febr. großer Majorität die
Der Senat hat Amendements zur
des Gesetzes über
aufheben
die freie Ausprägung von und die Ausprägung auf
In Folge der Annahme der Amende—
Gegen 8 Uhr war diese, ments wird auch eine Commission eingesetzt werden, Einsargung vollendet, und nun wurde mit An- welche den Auftrag erhält, mit der sogenannten wendung von Maschinenkraft dieser dreifache Sarg lateinischen Münz Vereinigung in Europa und zum vorläufigen Sarkophag gegenüber dem Monu- mit andern Staaten in Verbindung zu treten, um ment Innocenz' VIII. emporgehoben und unter eine gemeinsame Silber- und Goldwährung her— Absingung des„Benedictus dominus Deus Israel“ beizuführen.
vermauert; um 8 Uhr war auch diese Cere—
— Den Bestimmungen der vom Senate an— genommenen Silberbill zufolge werden Silber—
Das Requiem für Victor Dollars als gesetzliche Zahlungsmittel zu ihrem Emanuel wurde heute in sehr feierlicher Weise nominellen Werthe für alle öffentlichen und Privat- Es wohnten schulden anerkannt, ausgenommen in sochen Fällen, demselben die Minister, die hohen Würdenträger, wo es im Contract ausdrücklich anders stipulirt die fremden Botschaster, sammt dem Personal der ist; ferner wird der Schatz-Secretär ermächtigt, Die Truppen Börse und Kaufläden waren
monatlich Silber im Werihe von nicht weniger als zwei und nicht mehr als vier Millionen Dollars zu Münz⸗Zwecken anzukaufen.
Allerlei.
Regensburg, 8. Febr. Eine Zigeunerbande stahl gestern bei ihrer Durchreise dahier ein Kind des Gerichts— vollziehers Rötzer von hier, ein Mädchen von 3 oder 4 Jabten. Glücklicherweise gelang es jedoch, die Bande noch techtzeitig einzuholen und hierher zurückzuliefern, wo sie ibrer Strase nicht enigehen wird. Das Kind wurde unversebrt seinen Eltern zurückgebracht.
Handel und Verkehr. Friedberg, 16 Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0 90 1.00, Eier per Stück 7 Pf. Gießen, 16. Febr. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 85— 96 Pf., Eier per Stück 9 Pf., Tauben das Paar M. 1 20. Hühner per Stück M. 1 50, Hahnen per Stück M 170 Enten per Stück M. 2 60 Kartoffeln 100 Kilo
M 7 50, Ochsenfleisch 64 und 70 Pf per Pfd, Kuh—
fleisch 50 und 60 Pf., Rindfleisch 50 und 56 Pf., Schweine⸗
fleisch 6064 Pf.,
Hammellleisch 60 Pf. U
Kalbfleisch 50 54, 56, und 60 Pf.,
rankfurt, 16. Febr. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war ziemlich gut befahren. Heu kostete je nach Qual. per Cent. M 2.20—3 50, Stroh per Cent. M 22.30. Butter im Großen 1. Qual. 75 Pf., 2. Qual. 70 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1. 2. Qual. 90 P.. Eier per 100 M 7— 8.40. Kartoffeln per 100 Kllogr. M. 6.50—7. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfund 7075 Pf. Kuh⸗ und Rindfleisch 55— 64 Pf., Kalbfleisch 60— 75 Pf., Hammelfleisch 50—63 Pf., Schweinefleisch 70- 75 Pf. Erbsen, geschälte(per 100 Kilogr.) M. 28—33, ganze M. 24—28. Bohnen M. 25— 28. Linsen M. 30—38.
Mainz, 14. Febr. Produeten-Markt. Walzen per März M. 21.60, per Mai 21.40 Korn per März M. 15 35, ver Mal 15.20. Hafer per März M. 14.80. Rüböl per Mai M. 36.30
Marburg, 16. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 90— 100 Pf., Eier per Stück 8— 9 Pf., Hühner per Stück 80 100 Pf.
Verloosung
Anlehen der Stadt Homburg. Ziehung vom 7. Februar 1878. Anlehen von 1860. Lit. A. Nr. 75. — B. Nr. 260 61. Anlehen von 1861. Lit. A. Nr. 36. Anlehen von 1869. Nr. 76 161 72 276.
Geld Cours.
Frankfurt am 16. Februar 1878 20 ⸗Frankenstucke 1 M. 16 19— 23 Englische Sovereigns„ 20 30-35 Russische Imperlales 16 65—70
16 65
Holländische. 10 Stüde 5 5 5 1 9 8000 *
Buca Ducaten al marco Dollars in Gold.
9 55—60 4 16 19
Verleih Vorzug Klage werden. tons rif stattet.
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