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1878.
Samstag den 16. November.
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Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere
nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der
Amtlicher Theil.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf zetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Der Wiesenwärter Jacob Schneider von Okarben wurde als Jagdaufseher für die Gemarkung Okarben ernaunt und verpflichtet.
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Deutsches Reich. Darmstadt, 13. Nov. Nachdem die Prin-
zessin Victoria vor einigen Tagen an Diphtheritis
erkrankt ist, sich jedoch gegenwärtig wieder auf dem Wege der Besserung befindet, wurden gestern die Prinzessinnen Alix und Marie, und heute auch die Prinzessin Irene von der Krankheit befallen.
— 14. Nov. Die Besserung der Prinzessin Victoria schreitet voran. Bei den Prinzessinnen Marie und Irene ist der Krankheitsproceß noch im Fortschreiten begriffen. Bei der Prinzessin Alix ist eine leichte Besserung zu bemerken. Heute ist auch der Erbgroßherzog Ernst Ludwig an Diph— theritis erkrankt.
Berlin, 13. Nov. Wie die Morgenblätter melden, hat der Kronprinz gestern Nachmittag außer dem Fürsten Bismarck auch sämmtliche prtußische Minister empfangen und mit ihnen längere Zeit conferirt. Die Vorberichte über die Vorlagen für den Landtag, sowie die Eröffnungs—
rede hätten, wie berichtet wird, den Gegenstand
der Verhandlung gebildet.
— 13. Nov. Heute tritt hierselbst die ständige
Eisenbahntarif-Commission zusammen, welcher die
Aufgabe obliegt, das für die Fortentwickelung des
deutschen Eisenbahntarifes sich bietende Material zu sichten und zu bearbeiten. Die Commisston besteht aus Vertretern von 16 deutschen Eisenbahn- Verwaltungen und aus Delegirten aus den Kreisen ündustrieller und commercieller Intertssenten.
Wilhelmshaven, 8. Nov. Das Kanonen⸗ boot„Wolf“, welches am 26. October die Reise hatte in der Nordsee sschwere Stürme zu bestehen und ist in Sheerneß mit beschädigtem Ruder und unklarer Schraube eingelaufen. Nach beendeter Reparatur wird das Schiff die Reise fortsetzen.
Wiesbaden, 13. Nov. Der Kaiser hat in den letzten Tagen verschiedene Besuche gemacht. Das Regenwetter verhinderte größere Spazierfahrten. Heute ist der erste sonnenhelle Tag. Dem gestrigen Diner wohnte die landgräflich hessische Familie bei. Am Abend besuchte der Kaiser das Theater, in welchem der 11jährige Violinspieler Dengremont auftrat. Heute Mittag 12 Uhr hat der Kaiser die Kaiserin am Bahnhofe im offenen Wagen ab- geholt. Der König von Württemberg traf Nach- mittags 2 Uhr mit Extrazug hier ein und wurde von dem Kaiser und der Kaiserin am Bahnhof herzlich empfangen. Der Kaiser und der König fuhren im offenen Vierspänner vom Bahnhof zum Schloß, von dem zahlreich versammelten Publikum lebhaft begrüßt.
— Die„Magdeb. Ztg.“ veröffentlicht eine Erklärung des bekanntlich hier lebenden Vice— Admirals a. D. Werner, laut welcher er nur für
das Brockhaus'sche Conversationslixicon die die zee Marine betreffenden Artikel verfaßte und außer—
dem in seiner amtlichen Stellung der„Kieler Zeitung“ officielle Marinenachrichten zugehen ließ. Ausland.
Oesterreich-⸗ Ungarn. Wien. Die „Presse“ meldet: Ein ehemaliger Zolleinnehmer aus Rulenvakuf wurde ungeachtet der Generalamnestie
Munitions-Vorrätbe vorgefunden wurden, Pest, 13. Nov.
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Das Unterhaus hat den die die russischen Antrag Iranyi's, betreffend die Vorlegung der auf medanischen Flüchtlinge in den Weg legen. Um diesem den Abschluß der Convention mit der Türkei bezüg- auf die Verdrängung des mohamedanischen Elements lichen Correspondenz abgelehnt, nachdem Minister aus Rumelien abzielenden Verfahren der Russen daß die Verhandlungen noch zu begegnen, beantragt die Pforte in Ueberein- nicht abgeschlossen seien und die Vorlegung solcher stimmung mit dem diesbezügl
standrechtlich erschossen, weil bei ihm Waffen und Pforte läßt ein neues Rundschreiben verbreiten, in
Schwierigkeiten hingewiesen wird, Behörden der Heimkehr der moha—
welchem auf die
ichen Beschlusse der
Actenstücke dem Minister des Auswärtigen zustehe. internattonalen Commission in Philippopel, den
— 13. Nov.
Sitzungen das Kriegs-Budget im Wesentlichen nach der Regierungsvorlage erledigt. Nur die von der Regierung angesprochenen Beträge von 1,712,000 fl. zur Adaptirung der Werndlgewehre
Der Budget- Ausschuß der Zusammentritt der Botschafter in Constantinopel Delegation des Reichsraths hat gestern in zwei zu einer Conferenz ad hoc.
Griechenland. Athen. Ueber Englands Antwort auf eine Depesche Waddington's, betreffs
der griechischen Angelegenheit verlautet in hiesigen
für verstärkte Patronen, von 250,000 fl. für die
Versuche zur Erzeugung stahlbronzener Kanonen rohre und von 200.000 fl. zur Beschaffung von 25 Festungs⸗Geschützen und zur Ausbesserung der
Festungs⸗Minirungen wurden trotz der eingehendsten Befürwortung seitens des Kriegsministers abgelehnt.
— 13. Nov. Schuwaloff, der heute eine mehrflündige Conferenz mit Andrasst hatte, reift morgen nach London ab. Gegen eine politische
hierher gekommen, um die Erklärung abzugeben,
in allen Theilen auszuführen, gleichzeing aber auch in Erinnerung zu bringen, daß der Berliner Vertrag Rußland nicht nur Pflichten auferlegt,
Schutzbefohlenen bestehen muß. Ich freue mich,
wird, das Werk des Berliner Vertrages friedlich zu Ende zu sühren, und ich habe Grund zu hoffen, daß eine gleiche Gesinnung auch in London vor— herrschend ist.
Frankreich. Paris, 13. Nov. In Folge der Schritte der französischen Reglerung zu Gunsten Griechenlands erklärte Fürst Orloff dem Minister des Auswärtigen, Waddington, daß die striete Ausführung des Berliner Vertrags die Basis der gegenwärtigen Politik Rußlands bilde. Die fran— zösische Regierung könne bei ihren Schritten zu Gunsten Griechenlands auf die Mitwirkung Ruß- lands rechnen und habe Fürst Labanoff bereits darauf bezügliche Weisungen empfangen.
Spanien. Madrid. Der Meuchelmörder Moncasi ist zum Tode verurtheilt worden.
Italien. Rom, 13. Nov. Die aus Deutschland ausgewiesenen Bischöfe haben an die Curie ein Memorandum gerichtet, in welchem sie in Folge erhaltener Aufforderung ihre Anschau— ungen betreffs einiger Punkte der schwebenden Unterhandlungen darlegen. Die Bischöfe sprachen den Wunsch aus, daß man zu einem billigen Uebereinkommen gelangen möchte.
— Officielle Nachrichten versichern, die von den Mailänder Behörden gegen einige Deutsche ergriffenen Maßregeln seien nicht durch deren internationalistische Meinungen, sondern wegen begangener Vergehen veranlaßt worden.
Türkei. Constantinopel, 13. Nov. Die
Persönlichkeit äußerte Schuwaloff heute: Ich bin griechischen Gesandten in Constantinopel die Er— daß Rußland gewillt sei, den Berliner Vertrag
Verlust der sondern ihm auch Rechte garantirt, auf deren strikter Ausführung Rußland im Interesse seiner
politischen Kreisen: England habe zwar erklärt, sich den in jener Depesche befürworteten Schritten nicht anschließen zu können, habe indeß gleichzeitig betont, daß es hoffe, die Pforte werde es sich an⸗ gelegen sein lassen, dem in der Depesche ausge sprochenen Verlangen nachzukommen, überdies werde England seinen Einfluß in diesem Sinne bei der Pforte geltend machen. Weiter wird von unter- richteter Seite versichert, daß Layard bereits in dieser Richtung die erforderlichen Schritte gethan habe. In Folge derselben hat die Pforte dem
nennung von Delegirten zur Rectifieirung der griechischen Grenze vorgeschlagen.
Rußland. Petersburg. Der Gesammt- russischen Armee im letzten Kriege stellt sich auf 130,000 Mann, welche bereits in Rumänien und Bulgarien gestorben oder gefallen
sind, und auf 151,950 Kranke und Verwundete,
constatiren zu können, hier eine Gesinnung vorge⸗ funden zu haben, welche es Rußland ermöglichen 29,000 Mann noch in den Hospitälern befinden,
welche nach Rußland befördert wurden. Von diesen sind 80,000 geheilt worden, während sich
so daß von den in die Heimath beförderten Kranken und Verwundeten abermals 42,950 Mann gestorben sind, wodurch die Zahl der Todten auf 172,950 steigt. Es ist beachtenswerth, daß dies nur die Verluste sind, welche die russische Armee auf dem europäischen Kriegsschauplatze erlitten bat. Die Verluste in Asien werden sich wohl niemals genau eruiren lassen.
Aus Stadt und Land.
Butzbach, 14. Nov. Der„Wö B.“ schreibt: Heute früh enisprang ein aus dem Zuchthaus Marienschloß zur Untersuchung nach Gießen transportirter Sträfling zwischen Griedel und Butzbach dem zur Aussicht beigegebenen Gens⸗ darmen. Der betr. Sträfling, welcher die Richtung nach dem Griedeler Walde eingeschlagen hatte, wurde dahin verfolgt und unter Hülfeleistung unserer hiesigen Gens⸗ darmerie bald darauf im Walde selbst wieder verhaftet, so daß derselbe mit dem nächsten Eisenbahnzug nach seinem vorläufigen Bestimmungsorte Gießen gebracht werden konnte.
Gießen, 14. Nov. Wegen groben Unsugs wurde gestern Abend ein eben aus dem Zuchthaus zu Ziegenhain Entlassener aus einem Zuge der Weserbahn ausgesetzt und da derselbe die Belästigung des Publikums auf dem Perron und im Warlesaal sortsetzte, verhaftet.
Mainz, 12. Nov. Unter Bedeckung von Gensdarmerie kamen heute Vormitiag diejenigen Zigeuner hier an, die in Nierstein und Oppenbeim sich Excesse haben zu Schulden kommen lassen. Die Gruppe bestand aus drei Männern und zwei Frauen mit je einem Säugling. Die Zigeuner wurden in das Arresthaus abgeliefert.
Darmstadt, 13. Nov. De Bary wurde beute zu 3 Jahr 10 Monat Gesängniß und 1000 M. Gelostrafe
eventuell 4 Monat Haft verurtheilt.


