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Alabama, Delamare, Florida, Georgia, Kentuckp, Louisiana, Maryland, Mississippi, Missouri, Nord- und Süd Carolina, Tenessee, Texas und Virginien. Die Republikaner haben eine große Anzahl Con- greßsitze gewonnen.
Philadelphia. Das gelbe Fieber nimmt in Folge des Anhaltens der kühleren Witterung beständig ab. Nach dem Gesundheits Amte in Neworleans hat die Epidemie dort aufgehört, und beginnen allmählich Diejenigen, welche ihrer Ge— sundheit halber sich nach dem Norden begeben hatten, nach dem Süden zurückzukehren; so sind in der vorigen Woche in Memphis allein wieder 15,000 Personen eingetroffen. Die Eisenbahnen nehmen den Verkehr von Neuem auf und die
Geschäfte beginnen im ganzen Süden sich wieder
zu beleben. Nach den bisherigen Feststellungen erkrankten im Ganzen am gelben Fieber 18,648 Personen, von denen 7778— u. A. 3998 in New- Orleans und 2985 in Memphie— gestorben sind.
Aus Stadt und Land.
Darmstadt. Im Matbilden⸗Landkrankenhaus wur⸗ den im Monat October 81 Kranke mit 1794 Pflegetagen ärztlich behandelt und verpflegt.
Rüsselsheim. Gleich nach dem Brande am Samstag meldete sich Jobann Jakob Ellchen von Rüsselsheim, ein verkommenes Individuum, als Brandstifter und es kosteie Mühe, denselden vor der Volksjustiz zu schützen. Ellchen ist ein arbeitsscheuer, dem Trunke ergebener Mensch, 30 Jahre alt; bei verschiedenen Anlässen soll er mit„Licht anstecken“ gedroht haben. Er ist natürlich verhaften und
wird die Untersuchung ergeben, ob sein freiwilliges Ge-
ständniß auf Wahrheit beruht. Zur Beruhigung gereicht es einigermaßen, daß bei den Bränden kein Mensch ver⸗ unglückt ist..
Mainz, 6. Nov. Die Unsicherheit nimmt in hiesiger Stadt in vedenklicher Weise immer mehr zu und fast täg⸗ lich mebren sich die Einbrüche. So wurde gestern Abend im Hause des Fubrmanns C. eingebrochen und aus einer Kommode 450 Mark entwendet. Glücklicherweise wurde der Thäter in der Person eines Taglöhners aus Uffhofen erkannt und heute Morgen verhaftet.
Nierstein, 3. Nod. Die Zigeuner, welche zeitweilig hier als Landplage auftreten, indem sie die Orischaften
brandschatzen, ließen sich heute Nachmittag zu einem Ge-
waltact hinreißen, der dem hiesigen Wirth Becker das Leben kosten kann. Die Zigeunerfamtlien versuchten näm⸗ lich ihren Karren an ein Fubrwerk des Genannten anzu— hängen, was sich derselbe jedoch verbat. Die braunen Söhne der Pusta suchten aber mit Gewalt zu erreichen, was man gutwillig nicht gestatten wollte und mißbandel—
ten den Fuhrwerk besitzer der Art, daß ihm mehrere Rippen gebrochen sind und er lebensgefährlich darniederliegt. Die Halbwilden wurden, als die That hier bekannt wurde, von den hiesigen Einwohnern nicht auf's Zärtlichste fest⸗ genommen und dem Gerichte in Oppenheim überantwortet, wo die Untersuchung bereits im Gange ist. Die Weiber und Kinder derselben wurden über den Rhein geschafft.
Allerlei.
Frankfurt. Wie man erzählt, soll die Summe, welche der flüchtig gewordene Postassistent Goldmann unter⸗ schlagen hat, gegen 20,000 Mark betragen. Erst am Samstag meldete das„Amtsblatt“ dessen defininve An— stellung bei der Post und zugleich die Versetzung einer Reihe biesiger Postbeamten nach den ösilichen Puovinzen. Frankfurt. Nach einem in der Stadt umlaufenden Gerüchte soll ein Procurist eines hiesigen Bankgeschäftes sich Unreolichkeiten bis zum Betrag von 40,000 fl. zu Schulden haben kommen lassen.
ö Wien. Wien und Umgegend sind am 3. und 4. November von einem Schneesturm heimgesucht worden wie er seit Menschengedenken um diese Zeit nicht gehaust bat. In der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag ist das Unwetier losgebrochen. Am Sonntag früh lag der Schnee schon sußhoch auf den Straßen und erschwerte die Com— municalion ungeheuer, welche im Lause des Tages durch weitere Schnermassen fast gänzlich unmöglich gemacht wurde; Tramway, Omnibusse und Lohnsuhrwerke mußten die Fahrten ganz einstellen. Die Telegraphendrähte konnien die Laßt des Schnees nicht tragen und brachen allerorten zusammen, wobei leider auch Unglücksfälle vorkamen.
ö Metz. Die lästigen Gäste, von denen unser Bezirk j den Winter beimgesucht wird, nämlich die Wölse, zeigen sich in diesem Jahre außerordentlich früh. Bei dem fran⸗ zösischen Grenzdorfe Batilly wurde, wie die„Metz. Zig.“ schreibt, ein Rudel von 10 Stück geseben, wovon 2 erlegt worden sind; ferner wurde bei einem Dorfe im Kreise Bolchen und im Walde von Moyeuvre je eine dieser Bestien gelödtet.
Gloucester. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte den 21jäbrigen spanischen Matrosen Josef Garcia wegen fünffachen Mordes zum Tode durch den Strang. Garcia balie am 16. Juli in Llangibby, einem Dorfe in Mon- muihshire, eine aus fünf Personen bestehende Taglöhner— Familie kaltblütig mit einem Messer umgebracht, deren
wenige Habseligkeizen geraubt und das von der Familie
vewohnte Häuschen in Brand gesteckt.
Handel und Verkehr.
1 SGießen. Auf dem am 5. Nov. dahier abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben 690 Stück Rindvieh und 496 Schweine; die ungünstige Witterung wird die Ursache des schlechten Befahrens gewesen sein. Nächster Markt am 19. u. 20. d. M.; am letzteren Tage auch Krämermarkt. Frankfurt, 6. Nov.(Marktbericht.) Uasere kleinen und großen Landwirthe halten eben mit ihrer
Zufuhr an Heu und Stroh sehr zurück, was merklich
auf die Preise wirkt. Der Markt war so gering be fahren, daß Diejenigen, welche größeren Bedarf haben, zu dessen Deckung auf's Land gehen müssen. Je nach Dualität wurde für Heu M. 2.50—3. bezahlt, für Stroh M. 2.— 2.20. Die Zufuhr an Weißkraut ist bei sehr annehmbaren Preisen eine ganz außerordentliche, da der Versandt zu Schiff in Blüthe steht. Hundert-Tausende werden verladen und gehen mainabwärts. Der Centng wird mit M. 1.— 1.50 bezahlt, das Stück 10— 12 0 Kohlkraut 8—10 Pf. Blumenkohl 25—40 Pf. Butte das Pfund im Großen 1. Qual. 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf im Detall 1. Qual. M. 1.15— 20, 2. Qual. 1.— 1.10. Eier das Hundert M. 5— 7. Kartoffeln per 100 Kilo gewogen M. 6— 7. Ganze Erbsen 20— 22, geschälte Erbsen 24—26 Bohnen 26—28 Linsen 26—28 M. per 100 Kilo. Ochsenfleisch per Pfd. 70— 75 Pf., Kuh⸗ Rind⸗ und Farrenfleisch 50— 60 Pf., Kalbfleisch 60 bis 70 Pf., Schweinefleisch 70—75 Pf., wirkliches Hammel⸗ fleisch 6068 Pf., Schaffleisch 50—54 Pf. Der Zutrieb von gutem Hammelvieh auf dem Markte ist sehr gering, dagegen kommen Schafe massenhaft und zeigte der jüngste Markt von dieser Sorte eirea 1000 Stück. Frankfurt, 7. Nov. Fruchtbericht. Me 5
M. 39. Nr. 2 M. 35. Nr. M. 31. Nr. 40 Nr. 5 M. 21. Roggenmehl/(Berliner Marke) M. 22. do. II.(Berliner Marke) M. 19. Waizen, effectiv hie. ab Bahnhof hier M. 19.50— 20., ab unserer Umgegend M. 18.50—19., do, fremder je nach Qual. M. 19.— 20.50. Roggen je nach Qual. M. 13.50— 16.50. Gerste M. 13.—19,
Hafer M. 12.50.— 13.50. Kohlsamen M. 27.— 28. Erbsen
M. 19.—23. Wicken M 15.— 16. Linsen M. 17.—23. Rüböl, detail, M. 68 Die Preise verstehen sich sämmt⸗ lich per 200 Pfd. Zollgewicht— 100 Kilo.
Geld⸗Cours. Frankfurt am 7. November 1878.
20 Franke nice N 18 1 Englische Sovereigns„„ 20 Russische Imperiales.„ 16 69 P 686 Holländische fl. 10⸗ Stücke.. 16 65 0 Dukaten nnnßnn;; 9 55-60 Ducaten al mareo. 9 61—66 Dollars in Gold. 1 4 17 ᷣ20
NN 775 2 2
⸗Picht*) von L. H. Pietsen i Huste Nicht Co. in Bresla 155 Honig-Kräuter-Malz-Extrakt u Caramellen)
Jeder Husten kann höchst geführlich werden. Wir machen darauf aufmerksam.
*) Zu haben in Friedberg in der Wetterau bei Herrn Wilh. Bernbeck. 3510
3.
W.
Edictalladung.
3445 Ansprüche Dritter an die in der Gemarkung Friedberg gelegenen und im Flurbuch dem Großherzog— lichen Militärfiscus zugeschriebenen Parzellen, Flur II. Nr. 288 und Flur III. Nr. 10 und 11, die unter Aner⸗ kennung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen auf Grund des Reichsgesetzes vom 25. Mai 1873 nunmehr von dem Reichs-Militär-Fiscus als Eigenthum in An— spruch genommen werden und deren diesem entsprechende Zuschreibung im Mutations Verzeichniß von Letzterem beantragt worden ist, sind binnen 3 Wochen von heute an hierorts anzumelden, widrigenfalls die beantragte Zuschreibung angeordnet werden wird
Friedberg den 28. October 1878.
Großherzogliches Landgericht Friedberg. Pi st o 1. Erdarbeiten in der Gemarkung Nieder⸗Wöllstadt.
3517 Donnerstag den 14. November, Nachmittags 1 Uhr, sollen Erdarbeiten im Gesammtbetrag von eirea 2000 Mark in der Gemarkung Nieder-Wöllstadt vergeben werden.
Zusammenkunft um die angegebene Zeit an dem Gast⸗ hause„Zur Linde“.
Nieder⸗Wöllstadt den 7. November 1878.
Wenck, Bezirksbauaufseher.
Obligations-Verloosung. 3540 Bei der heute stattgefundenen Verloosung der Partial- Obligationen der Gemeinde Fauerbach b. Fr. wurden die Nummern 45 und 71 à 171 Mark 43 Pf. zur Rückzahlung gezogen. Die Inhaber derselben werden hiermit aufgefordert, den Betrag nebst Zinsen bis zum 31. Dezember d. J. bei unserem Gemeinde Einnehmer, C. Heidt in Friedberg, in Empfang zu nehmen, da weitere Zinsen nicht bezahlt werden.
Fauerbach b. Fr. den 4. November 1878.
Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich.
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