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Deutsches Meich. Darmstadt, 3. Juli. Der Landtag wurde heute Morgen 11 Uhr durch den Großherzog im Thronsaale dee Schlosses geschlossen. In der Thronrede dankte der Großherzog den Ständen für ihre arbeitsvolle Hingebung an ibre ständischen Pflichten. Durch das Zusammenwirken zwischen Ständen und Regierung seien die Gesetzgebung und die Einrichtungen des Landes, insbesondere auch in Bezug auf den öffentlichen Unterricht, er— gänzt und verbessert worden; er spricht die Hoff— nung aus, daß solches noch in weiterem Umfange werde erreicht werden, wenn die durch den Krieg im Osten hervorgerufene Beunruhigung durch den Frieden beseitigt sei und Handel und Gewerbe einer neuen Blüthe entgegengehen. In festem Anschlusse an das deutsche Reich und dessen ehr— würdiges Haupt, das kaum erst einer schweren Gefahr entgangen, in dem Vertrauen auf die Leitung des Reiches und durch die Theilnahme der Staatsbürger an der Pflege des öffentlichen Wohles werde cs gelingen, die vielfach betrüben— den Erscheinungen der Gegenwart zu überwinden. Die Thronrede erwähnt schließlich der Theilnahme bei den Todesfällen, von welchen die großherzog⸗ liche Familie im vorigen Jahre betroffen wurde. Es werde das eifrige Streben der Regierung ssein, für das Wohl des Volkes zu sorgen. Hier- auf wurde der Landtags- Abschied verlesen.
— 3. Juli. Der Großherzog und die Groß⸗ lherzogin reisen morgen nach England ab, um daselbst in einem Seebade Aufenthalt zu nehmen. Flügeladjutant von Herff mit den großherzoglichen Kindern ist bereits heute dahin abgereist.
Berlin, 2. Juli. Auf dem Congreßpalais weht heute die Handelsflagge als Friedensspmbol. Es gilt dies als ein Zeichen, daß der Friede ge— ichert ist. Die Börse ist daher sehr gut gestimmt. Die österreichische Occupation Bosniens ist vertagt.
— 3. Juli. In der gestrigen elften Congreß- Sitzung soll in Betreff der Donaufrage die Neu—
ralität der Donau Mündungen sestgesetzt, betreffs der Kriegs-Entschädigung der englische und russische Borschlag verworfen, dagegen der französische An- rag angenommen worden sein, wonach die Türkei einen Theil ihres Territoriums als Pfand für die richtige Einhaltung der Zahlungstermine an Kußland zu geben habe. Der Congreß beschloß außerdem angeblich die Bildung einer autonomen Orovinz West⸗Rumelien aus Macedonien, Thessalien end Epirus. Der südliche Theil von Epirus, unterhalb Janina fällt an Griechenland, welches ber Krcta zunächst sich mit England speciell ver— ändigen soll. Es laufen ziemlich glaubhafte Derüchte um, denen zufolge Fürst Bismarck privatim leklärt habe, der Congreß werde Mittel finden, im einen möglichen Widerstand der Pforte gegen das europäische Mandat Oesterreich-Ungarns zu brechen. 3. Juli. Heute tagte das Speclkal-Comite inter dem Fürsten Hohenlohe: morgen kommt der bericht der Abgrenzungs⸗Commission über Serbien, Nontenegro, Bosnien und Ost Rumelien zur Be— sathung. Zu den Becathungen der Commission zurden die verschiedenen Milltärattachés der hie— hen Botschaften zugezogen. Die Commisstons- Arbeiten rücken sehr langsam vor, namentlich weil ur englische Militär- Bevollmächtigte General Summons täglich neue Einwürfe erhebt. Im klaue der Berathungen sind heute sehr wichtlge
tire sultate zu Tage gesördert worden. Ofstciell 21. ar die griechische Frage der Gegenstand der nn lrhandlungen, die in gemeinsamer Conferenz der 35767074 ürtreter Englands, der Türkei und Griechenlands n es r Erledigung kam. Nach privatim getroffenen nel estsetzungen erhält Griechenland den größhesten . Theil Thessallens von Larissa bis zum Golf von —„
Volo, zwischen den Flüssen Epidernus und Sa— fumbria. Seitens des italienischen Vertreters Corti beim Congreß der Antrag gestellt worden, Iriechenland außerdem einen Küstenstrich in Epirus, 1
Oberhelsischer Anzeiger.
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gegenüber den Jonischen Inseln, zu geben. Es ist indeß nicht sehr wahrscheinlich, daß der Antrag zur allseitigen Annahme gelangen wird. Waddington hat den Antrag eingebracht, daß Griechenland den Landstrich bis zum Olympos und die Insel Kreta erhalten soll. Auf die Tagesordnung der heutigen Sitzung ist die bosnische Frage(Occupation durch Oesterreich in Verbindung mit dem Protest der Türkei) gesetzt. Es hat alle Wahrscheinlichkeit für sich, daß der Congreß über den Protest der Türkei zur Tagesordnung übergehen wird. Nach der bosnischen kommt heute die griechische Frage an die Reihe und, wenn diese erledigt werden sollte, auch noch die Frage wegen Batum's und die armenische Angelegenheit. In Bezug auf die Wahl eines Fürsten für Bulgarien ist eine neue Combination aufgetaucht, vie aber, wie es scheint, nicht sehr große Aussicht hat, acceptirt zu werden. Es handelt sich um eine Personal-Union zwischen der Krone Rumänien und dem Fürstenthum Bul— garien für eine begrenzte Zeitdauer. Die Militär [(Commission, die sich mit der Abgrenzung des Ge— bietes von Sosia zu beschäftigen hat, ist mit ihren Arbeiten noch immer nicht zu definitiven Resultaten gelangt. Erst sobald dies geschehen, wird man von einer wirklichen Erledigung der bulgarischen Frage sprechen können. Die Donau- Festungen werden beseitigt; die internationale Donau-Com— mission wird erweitert und daneben eine Donau— Ufer-Commission errichtet. Bei der Zahlung der türkischen Schulden soll den älteren Gläubigern Priorität zugesichert werden. Für die Verwaltungs- fragen Bulgariens und West-Rumeliens ist eine Botschafter⸗Commission bestimmt. Der Congreß will von der Pforte die Bürgschaft für die Aner— kennung des Friedens- Vertrages verlangen, die direct von Konstantinopel ertheilt werden soll. Der Congreß ist seinem Abschlusse nahe. Durch die umsichtige Leitung seines Präsidenten überwand er in kürzester Zeit alle Schwierigkeiten und steht nun am Ziele seiner Arbeiten.
— 4. Juli. Sämmtliche Wunden des Kaisers sind nunmehr geheilt und ist in den Kräften eine allmähliche Zunahme bemerkbar,
Wilhelmshaven. Am 27. d. ist auf der hiesigen Werft ein neues Kanonenboot erster Classe vom Stapel gelassen. Es ist dies ein Schwester— schiff des Kanonenbootes„Wolf“ und bestimmt, eines der älteren Kriegsfahrzeuge, den„Meteor“, zu ersetzen. Der Stapellauf ging, nachdem Contre— Admiral Batsch die Schiffstaufe vollzogen und dem Schiffe den Namen„Hyäne“ beigelegt hatte, ohne jedes Hinderniß von Statten.
Ansland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 3. Juli. Die Pforte versagt ihre Zustimmung nicht nur zu der Occupation Bosniens, sondern auch zu der Un— abhängtgkeits-Erklärung Serbiens und Rumäniens. Zur politischen Verwaltung Bosniens sollen zu meist böhmische Beamte herangezogen werden und ist der Ministerialrath Chaloupka angeblich zum Civil Commissär designirt. Heute hat unter dem Vorsig des Kaisers ein Ministerrath stattgefunden, in welchem der Kalser das Demissionsgesuch des Cabinets nicht genehmigte.
— Dem„Fremdenblatt“ zufolge werden sich demnächst im Ganzen steben Divisionen auf dem Kriegsfaß befinden, um die Aetion jenseits der Grenzen entsprechend den orientalischen Verhält- nissen mit impentrender Macht zu beginnen. Das Blatt bedauert die widerstrebende Haltung der Pforte, in deren Interesse es gerade läge, sich mit Oesterreich über die Modalitäten des Ueberganges sriedlich zu verständigen und die politischen Be— hörden entsprechend zu instrulren. g
Frankreich. Paris, 2. Juli. Der Schah von Persien ist heute abgereist, um sich nach Wien zu begeben.— Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist gestern Abend hier angekommen und am Bahn- hof vom Marschall⸗Präsidenten empfangen worden.
Heute ist der Erzherzog wieder abgereist nach dem Seebad Trouville.
Italien. Rom.„Diritto“ weist mit Be⸗ zug auf Gerüchte in Betreff eines angeblich Italien gemachten Gebotes, in Albanien eine Compensation oder ein Pfand zu suchen, welche Gerüchte man zu beglaubigen versuchte, jede derartige Idee, als den Principien und Interessen der natsonalen Politik des Landes widersprechend, zurück.
— 3. Juli. Bei Berathung der Kammer über die definitiven Einnahmen des Budgets von 1878 und die darauf bezüglichen Finanzfragen wies der Finanzminister Seismit Doda die Rich- tigkeit seiner Voranschläge und die von der Linken gemachten Ersparungen nach, erläuterte die in dem Exposé angekündigten Entwürfe und schloß seine Darlegung an die Kammer, ihr volles Vertrauen in die Finanzpolitik der Regierung zu bekunden. Die Kammer nahm die sodann von Tajani bean⸗ tlagte motivirte Tagesordnung, worin der Finanz⸗ plan des Ministers gebilligt wird, mit 204 gegen 60 Stimmen an.
Türkei. Constantinopel, 2. Juli. Die den Congreß⸗Delegirten der Pforte gegebenen neuen Instructionen sollen die Occupation Bosniens und der Herzegowina unter der Bedingung zu⸗ lassen, daß die Dauer der effectiven Besetzung durch die Truppen und die Grenze des zu besetzenden Gebietes genau festgesetzt werden.
— 4. Juli. Der Pascha, welcher sich auf Kreta der Mißverwaltung schuldig gemacht hat, ist seines Amtes entsetzt worden. Der englische Gesandte Layard hat die Pforte aufgefordert, für die Unterdrückung der Ausschreitungen zu sorgen. Die Verhandlungen zwischen Zichy und der Pforte wegen Zurückziehung der türkischen Truppen aus Bosnien und der Herzegowina anläßlich der be— vorstehenden österreichischen Occupation dauern fort. Bis jetzt hat die Pforte die Zurückziehung verweigert.
Rumänien. Bukarest. Das zwölfte und das dreizehnte russische Armee ⸗Corps haben seit einer Woche ihre Stellungen verändert. Dieselben stehen heute zwischen Varna, Silistria und Schumla. Von Widdin bis Silistria stehen nur 6 russische Reserve-Bataillone.
Griechenland. Athen, 2. Juli. Das Cabinet hat seine Entlassung eingereicht in Folge von militärischen Beförderungen, die vom Kriegs-
minister verfügt waren. Der König hat die Demission des Cabinets abgelehnt, nur wurde zum Nachfolger des bisherigen Kriegsministers
Petmezas, General Soutzos ernannt. Rußland. Petersburg. Das„Journal de St. Petersbourg“ bezeichnet die Annahme, die Türkei könnte sich der Ausführung der Congreß— Beschlüsse widersetzen, als absurd. Eine Eventualität dieser Art anzunehmen, hieße glauben, daß Europa nur zum Congreß zusammengetreten sei, um fromme Wünsche auszusprechen. Der Congreß werde, ehe er auseinandergehe, die Gewißheit erlangt haben, daß die Pforte seinen Beschlüssen zustimme und dicselben ausführe oder aber der Congreß werde Maßregeln anordnen, welche er für nothwendig halte. Amerika. Washington, 4. Juli. In militärischen Kreisen fürchtet man, daß der gegen wärtige indianische Krieg sich auf alle Indtaner— stämme ausdehnen werde. Geld Cours. Frankfurt am 4. Juli 1878.
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Bekanntmachung. Am 1. Juli d. J. werden zu Nieder-Wöllstadt eine Telegraphen-Anstalt und zu Assenheim und Bönstadt Fern⸗ sprech⸗ Anstalten mit beschränktem Lagesdienst eröffnet. Darmstadtuden 24. Juni 1878.
Der Kaiserliche Ober ⸗Postdirector
Deininger.


