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1878.
Dienstag den 3. Dezember.
143.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Donnerstags und Samstags.
Dienstags,
wie einspaltige Petitzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bet uns haben),
bet größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Deutsches Reich. Friedberg. Dem„Fr. Journ.“ schreibt nan aus Oberhessen: Schon bei dem Entwurfe es Budgets der vorigen Finanz- Periode bestand
die Absicht, die Blinden ⸗Anstalt in Friedberg, die
privat Anstalt ist, an den Staat übergehen zu assen. Indessen konnte damals jener Absicht aus zerschiedenen Gründen, insbesondere weil das für zie Anstalt bestehende Curatorium seine Einwillig— ug nicht gab, nicht näher getreten werden. In-
wischen ist dieses Curatorium aufgelöst worden
nnd sind sämmtliche Immobilien auf den Leiter
in den Ruhestand versetzt, und dem Lehrer Magel
Jiußf.⸗Regis. Nr. 118 versetzt.
er Anstalt überschrieben worden, sodaß dessen Erklärung zur Uebergabe an den Staat genügt. kuf Grund dieses Verbältnisses hat nun die essische Regierung mit dem genannten Leiter ein übkommen getroffen, nach dessen Genehmigung urch die Stände die obige Anstalt Staats-Anstalt verden wird. Darmstadt. er Hofcantor Reitz wurden beide auf Nachsuchen,
Der Hoforganist Glaser und
e Hoforganisten- und Hofeantor⸗Stelle übertragen, — Militärdienst- Nachrichten. Dr. Schäfer,
Stabs-Arzt vom Leibfüs.⸗Bat. 4. Großh. Inf.
ARegts. Nr. 118, wurde zum Oberstabs arzt 2. Kl. nd Garnisons Arzt in Posen befördert; Dr. Schell
nann, Stabs- Arzt vom Füs.⸗Bat. 2. Nass. Inf. Regis. Nr. 88, zum Leib Füs. Bat. 4. Groß).
— Nach einer Mittheilung des„D. Azgr.“ weabsichtigen die Großherzoglichen Herrschaften auf üirztliches Anrathen, behufs Luftveränderung einen Angeren Aufenthalt in einem der Großherzoglichen Schlösser zu nehmen. Ueber Antritt und Ziel es Domieilwechsels verlautet vorerst noch Nichts, och seien Mainz, Friedberg und Frankfurt, geuerdings auch Heidelberg, in Vorschlag gebracht. — Ueber den den Ständen wieder vorgelegten Besetz Entwurf wegen Errichtung einer Landes- Fultur⸗Renten-Kasse hört man, daß in dem Budget ür die nöthigen Culturtechniker ein Betrag von 4.000 M. vorgeseben ist. Hiervon sollen an- lestellt werden: Ein Cultur-Jnspector mit 4400 M. und zwei Cultur Ingenicure mit 3800 und bezw. 2800 M. Auf Büreaubedürfnisse und Reisekosten er Culturtechnäker würden 3500 M. entfallen. Indessen ist ausdrücklich im Budget hervorgehoben, vaß die Regierung keineswegs sofort das ganze vorgesehene Personal anzunehmen beabsichtige, viel“ mehr nur nach fortschreitendem Bedürfnisse über vie bewilligten Mittel verfügen werde. — Das„Fr. Journ.“ schreibt: Die Regier- ung beabsichtigt, in der neuen Kammer Session die auf dem letzten Landtage am Widerspruche
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der ersten Kammer gescheiterten, lange vorbereiteten HGesetze über die Modification Princip der Declarationepflicht beruhenden Capital feuer nicht mehr vorzulegen. efsorm- Frage ist vertagt, bis entschieden ist, inwie⸗ weit die vom Reiche in Aussicht genommene Aen⸗ d des Reichssteuer-Systems auf die hessischen Finanzen einen Einfluß ausüben wird.— In
4 ö 1 * 1 ö das Staats-Budget sollen nachträglich für die
Besoldung eines Fabrik- Inspectors 3600 Mark
und ein entsprechender Betrag für Reisekosten, Diäten und Büreaukosten eingestellt werden.— Der Budgetentwurf sieht einen jährlichen Zugang
non 244,500 Gulden Einkommen-, 74,900 Gulden
Gewerbsteuer- und 69,500 Gulden Grundsteuer- kapital vor, was bei den seitherigen Steuer— ausschlägen eine jährliche Mebr Einnahme von 391,454 Gulden ergeben würde
Berlin, 29. Nov. Die beutigen Morgen- blätter sprechen mit ernster Zurückhaltung über die Verhängung des sogenannten eivilen Belagerungs- Zustandes und erklären sich, sofern derselbe den Schutz des Kaisers bezweckt, damit einverstanden.
— Einem hiesigen Blatt wird zur Geschichte der Belagerungs-Verordnung Folgendes mitgetheilt: Die Absicht, diese Verordnung zu erlassen, wurde sehr geheim gehalten, und es soll in leitenden Kreisen peinlich berührt haben, daß die Sache gerüchtweise bereits in die Presse gekommen war. Die Verordnung wurde vom Reichskanzler den Regierungen direct mitgetheilt und dieselben ersucht, ihre Vertreter beim Bundesrath schnell zu instruiren. Vom Vertreter der preußischen Regierung soll zur Motivirung der Maßregel darauf hingewiesen worden sein, daß die Agitation der Socialdemo- kratie nun im Geheimen fortgesetzt werde und die Polizei auch von der Anfertigung gefährlicher mechanischer Apparate sichere Kenntniß erhalten
können. Die Schulden der alten Landestheile und des gesammten Staats seit 1866 betrugen nach dem Etat des laufenden Jahres 1,004, 215,136 M., durch die inzwischen aufgenommenen Anlethen, bauptsächlich zu Eisenbabnzwecken, bat sich der Schuldbetrag, wie er im Etat für das nächste Jahr zur Erscheinung kommt, auf 1,155,306,958, M. gesteigert, darunter sind Eisenbahn Schulden mit 673,952,921 M. — 29 Nov. Die österreichisch- ungarischen Commissarien zur Wiederaufnahme der commer: ciellen Verhandlungen werden Sonntag oder Mon- tag erwartet. Nach Ablehnung des von deutscher Seite gemachten Vorschlages auf einjährige Ver— längerung des bestehenden Handelsvertrages, ist statt dessen und als Ersatz ein den wichtigen Veredel- ungs-Verkehr mitumfassender Meistbegünstigungs⸗ Vertrag, wobei Tarif-Posttionen nicht in Frage kommen sollen, in Aussicht genommen. Hierauf werden die Verhandlungen gerichtet sein. Doch bleibt die Erreichung einer Verständigung immer- hin fraglich.
— 29 Nov. Abgeordnetenhaus. Der Gesetz— entwurf über die Reorganisation der säcdsischen
habe. Es wurde auch ausdrücklich bemerkt, daß Domstifte wird an eine Commission von 14 Mit⸗ weitere Beschränkungen in Gemäßheit der Alinea gliedern verwiesen, die Vorlage bete. die hessische 1 und 2 des§ 28 des Sozialistengesetzes vorerst Brandversichetungs-Anstalt in Kassel gleichfalls an keineswegs beabsichtigt seiin. Im Bundesrath eine Commission von 14 Mitgliedern. Bei der wurde denn auch kein Wit erspruch gegen die Maß. zweiten Lesung des Budgets werden die Etats für regel erhoben. Die ganze Sitzung dauerte kaum die Lotterieverwaltung, Seehandlung, Münzver- eine Stunde. waltung und das Gesetzsammlungs-Amt genehmigt.
— 19. Nov. Wie die Abendzeitungen Wa⸗ Stuttgart, 30. Nov. Die Kaiserin Augusta nehmen, sind heute Mittag etwa 50 hervorragenden ist heute von Coblenz zum Besuche des königlichen Mitgliedern der Sozial Demokratie durch das Hofes hier eingetroffen und wurde dom König
Die ganze Steuer- schwerlich gestatten wird,
Polizei- Präsidium Ausweisungs Ordre zugestellt worden. Unter den ausgewiesenen Sozialisten be— finden sich Fritzsche, Hasselmann, Baumann, Auer,
Rackow, Florian Paul, Greifenberg und Finn.
— Die Vorbereitungen zum Empfange des Kaisers werden immer großartiger; zumal es jetzt bekannt geworden ist, daß der Kaiser selbst auf alle jene Rathschläge nicht gehört hat, welche ihn bestimmen wollten, auf jeden feierlichen Einzug zu verzichten. Er soll vielmehr wiederholt den Wunsch ausgesprochen haben, bei dieser Gelegenheit dem ganzen Volke zu zeigen, daß er sich körperlich rüstig genug fühle, um die Last der Regierung wieder auf die eigenen Schultern nehmen zu können,
— Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge haben die Anstrengungen, denen sich der Reichskanzler bei dem Zusammentritte des Congresses und während der Reichstags ⸗Session, unterzog, zu einer Zeit in welcher er sich noch in Reconvalesceuz befand und großer Schonung bedurfte, wenn auch nicht einen akuten Krankheitszustand, so doch eine allgemeine Ermattung zur Folge gehabt, welche ihm nach
der allgemeinen dem Gutachten der Aerzte eine wöglichst ununter-
Einkommensteuer und Einführung einer auf dem brochene Ruhe während eines längeren Zeitraums ö
zur dringenden Pflicht macht und welche ihm die Anstrengungen bei den bevorstehenden Empfangs Feierlichkeiten zu tragen.
— Aus den Erläuterungen zum Staats- schulden Etat wird die Mittheilung über den gegenwärtigen Betrag der preußischen Staats- schulden inter essant sein. Die mit den neuen Provinzen im Jahre 1866 übernommenen Schul- den sind bis auf ganz geringe Restbeträge aus der französischen Kriegskosten Entschädigung getilgt worden, so daß sie hier bei Seite gelassen werden
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ö 2 8 N 5 0 am Bahnhof empfangen und in's Schloß geleitet,
lebhaft begrüßt von einem zahlreichen Publikum. Heute Abend reist die Kaiserin nach Karlsruhe.
Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest. Die ungari⸗ schen Staats Einnahmen im dritten Quartal 1878 betrugen 59,194,141 Gulden(in der gleichen Periode des Vorjahres 56,434,000), die Aus- gaben 74,693,032 Gulden(Vorjahr 71,421,000). 28. Nov. Die ungarische Delegation nahm die ihr gleichfalls zugegangene Zuschrift Andrassy's, betreffend die Zurückziehung der Nach- trags-Credit⸗ Vorlage zur Kenntniß.— General Mayerland beantwortete die Interpellation wegen der Verpflegung der Truppen in Bosnien dahin, daß ununterbrochen eine reichliche und gute Ver- pflegung durch die Vorräthe der Hauptmagazine in Brood, Serajewo und Metkovich sichergestellt sei. Frankreich. Paris. Man schreibt von hier: Die anläßlich des Attentats auf König Humbert in den verschiedenen Hauptstädten ge— pflogenen Untersuchungen lieferten schwer wiegende Anhaltspunkte für die Existenz eines internationalen Complots, dessen eingestandener Zweck gegen das Leben der gekrönten Häupter Europa's gerichtet ist. Das„Wiener Fremdenblatt“ betont ebenfalls mit großem Nachdruck, die Meldung komme von zu- verlässiger Seite, welche volles Vertrauen verdiene. — Den letzten ossieiellen Nachrichten aus Neu- Caledonien zufolge bedarf es noch großer An- strengungen und besonders vieler Geduld, um die Ruhe auf dieser Insel vollständig herzustellen. Holland. Haag, 28. Nov. Die 2. Kammer beendete die Generaldebatte über das Budget für Indien. Die Ausgabe Capitel wurden genehmigt,
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