im Princip acteptirt, glaube Deutschland, die Unter- bandlungen über die Detalls könnten bequemer direct geführt werden. Rußland sei völlig bereit, die Unterbandlungen direct fortzusetzen, und hosse, Salisbury werde seine rein negative Kritik auf geben; aber es sei unbekannt, wie England zu handeln gedenke. Rußland wünsche aufrichtig eine friedliche Lösung und sei bereit, jedwedes Arrange⸗ ment zu acceptiren, wodurch der Hauptzweck des Krieges gesichert und eine mäßige Entschädigung für die von ihm gebrachten Opfer erlangt würde. Die Annexion Bessarabiens betreffend, würde Rußland der von Russen bevölkerte Theil besrie⸗ digen. Eine friedliche Lösung sei jedoch nur möglich, wenn die Unterhandlungen den Punkt, daß der ganze Vertrag dem Congreß formell unter- breitet werde, vermieden würde, weil dies für Ruß⸗ land demüthigend sei.
— Der„Regierungsbote“ veröffentlicht eine lange Reihe von Ernennungen, darunter diejenige der Großfürsten Nikolaus und Michael zu General Feldmarschällen. Geoßfürst Nikolaus ist aus Ge⸗ z
sundbeitsrücksichten vom Okereommando abberufen Welt,
und General Totleben zum Ober⸗Commandanten
ernannt worden; dessen Stabs Chef ist General englischen Hilfstruppen brachten zum Beginn dreißigjährigen Krieges 1620 den Tabak und die Pfeife nach Sachsen und in's böhmische Land. letzter doch hindern die Schwäche und gichtische Noch andere Seltsamkeiten, als die Art des Genusses, welcher Wahrnehm: knüpften sich an den Tabak.
gar kein Genußmittel sondern ein Medicament; die situirt ist,
Fürst Emeretinsky.
— 29. April. besser, Leiden den Reichskanzler noch an der ung der Geschäfte.
Gortschakoff's Befinden ist
Amerika. Wasbington, 29. April. Der grünen Blätter waren ein vorireffliches Wundkraut. Regierung ist keinerlei officielle Mittheilung zuge- Mit dem Rauche füllten die Indianer die Hütten, in welchen Kranke lagen, um die Leidenden zuffast alle mit der heilen.
gangen über Vorbereitungs- Maßregeln Rußlands zur Aus rüstung von Kreuzern in San Francisco
Wilden hätten Feuer gefressen und wie die Europäer Raucherei schwinden, zumal bei den Deutschen, dabei ebenso erstaunten als die Indianer, da ste die von jeher so gern hohen Beispielen gefolgt sind! zum erstenmele einen Reiter zu Pferd sahen und Es war aber auch keintswegs bloße Liebhaberei, dabei den Gedanken hatten, es sei der Mensch was den preußischen Soldatenkönig bewog, den mit dem Thiere zusammengewachsen. Offenbar Tabak zu Ehren zu bringen. Der nüchterne prak- hat die seltsame Art des Genusses viel dazu bei- tische Monarch hatte wahrgenommen, daß dem getragen, daß die Verbreitung desselben so außer. Kraute eine anregende, ermunternde, die Lebens- ordentlich langsam erfolgte. Nachdem schon 1496 1geister weckende und wacherhaltende Kraft beiwohnt durch den Eremiten Romano Pane genaue Nachrichten und diese Eigenschaft war ihm unschätzbar für von der Tabakpflanze und ihrem Gebrauche nach seine Slodaten. Nachdem er Alles seiner persön⸗ Europa gekommen waren, dauerte die erste Ein- lichen Prüfung unterzog, konnte es ihm nicht ent⸗ führung der Pflanze durch den Franzosen Nikot gehen, daß die Disciplin mit der Pfeife wuchs, noch 64 Jahre, indeß das Rauchen erst zu Anfang daß der Krieger die Strapazen unendlich leichter des siebenzehnten Jahrhunderts, also wiederum erträgt, wenn er zu rauchen hat, daß er bei den vier Jahrzehnte später, von den Franzosen nachge- bärtessen Entbehrungen guten Muthes bleibt, wenn macht wurde. Etwas früher waren die Spanier sein Pfeischen dampft und glübt. Vor anderthalb dahlnter gekommen, daß Rauchen ein Genuß sei; Jahrhunderten wurde diese Entdeckung gemacht, aus Amerika heimkehrende Seeleute waren im seitdem in allen Feldzügen auf's Neue wahr- Land dee Weines und der Gesänge die Apostel genommen und am glänzendsten bestätigt durch den des blauen Dunstes gewesen. Und unser deutsches Krieg von 1870, darin der Sieg des Tabaks dem Vaterland, darin jetzt die Cigarre mehr Anhäager der Waffen sich zugesellte. Von den Meistbe⸗
ählt, als in irgend einem andern Lande der
war von den europäischen Staaten der allerletzte, der sich auf's Rauchen einließ: die
des
Er war ursprünglich
Als man guf die Idee verfiel, den Rauch
oder anderen Häfen der Union für den Fall eines zum Vergnügen einzusaugen, geschah dies zuerst
Krieges mit England.
Das Repräsentantenhaus nicht durch den Mund, sondern durch die
Nase;
verwies die Bill wegen Aufhebung des Vertrages ein gabelförmiges Rohr führte man in beide Nasen⸗
mit dem genwärtigen Anleihe Spadicate an die löcher und es steigerte diese Commission und genehmigte die Bill betreffs Ver- narkotische binderung der abermaligen Einziebung gesetzlichen täubung. samen Ju dianern heilig gehalten, man betrachtete ihn als zu machen. ein Geschenk des„großen Geistes“ und brachte gebrauch meist geradezu
Papiergelds mit 177 gegen 35 Stimmen.
Allerlei. Posen, 30. April. Die Rinderpest in Osnice(Kreis Plock) in Polen ist erloschen.
Vom edlen Kraut Tabak. Nun langt er, denk i, auch in Sack
Und trinkt e Pfiffli Rauchtabak
singt der Bauer in Hebels allemanischem. Gedichten, als er Feierabend macht und sich das Glück eines Fürsten neben dem seinigen ausmalt. ein Pfeischen Rauchtabak, sagt der herzige Volks dichter; alle Wonne, alles Behagen des Genusses
liegt in diesem Worte, und der Bauer stellt sich allgemein das Rauchen als einen Unfug auf. nutzen, den Fürsten vor, daß er, gleich ihm, den Stummel Kaum war die alles Unwesen begünstigende Kriegs entziehen; aus der Tasche ziehe, ihn demnach auch als steten zeit, die vielleicht die Einführung der Pfeifen verstopfen,
Begleiter mit sich führe. Er kann sich den höchst⸗ gestellten Mann vicht ohne die Pfeife denken, so wenig als sich selbst.
Wenn mein Pfeifchen dampft und glüht
Und der Rauch von Blättern
Wirbelnd um die Nase zieht,
Tausch' ich nicht mit Goͤttern! singt der elsässische Poet und versteigt sich von den Fürsten der Welt gleich zu den Herrschern des Himmels. Hebel hat Recht und Pfeffl auch: es gibt kein Genußmittel, das so für alle Stände gleichmäßig geschaffen wäre, wie der Tabak. Man kann sich die Menschheit jetzt kaum mehr ohne den Tabak denken und doch sind noch nicht vier Jahr- hunderte verflossen, seil Kolumbus auf Guanahani zuerst die Indianer rauchen sah und kaum dreihundert Jahre, seit die Kunde von dem braunen Kraut in unser Vaterland gelangte. Der Entdecker Amerikas und seine Gefährten sahen 1492 bei ihrer Landung an der genannten Insel mit großem Erstaunen die am Ufer weilenden friedlichen Indianer Rauchwolken aus Mund und Nase ausstoßen. Aus ö
einem krocknen Kraut, in ein Malsblatt gewickelt, bildeten sie cylinderförmige Rollen, deren eines Ende sie in den Mund nahmen, während sie das andere Ende anzündeten, den Rauch einziehend und ausblasend. Eine solche Rolle nannten die Ein- gebornen Tabako. Wenn wir von unsern heutigen Gewohnheiten ganz absehen, so können wir uns
denken, wie der Anblick der rauchenden Indianer selligkeit erhob in seinem Tabakskollegium.
bei den Spaniern die Vorstellung erweckte, die
Genußmethode die vollkommenen Be— heil⸗
wurde der Tabak von den
Wirkung bis zur Wohl hauptsächtlich wegen seiner Eigenschaften
diesem ebersten Gott durch Rauchen ein Opfer,
machte also gewissermaßen einen Weihrauch aus dem Kraut. Ganz das Gegentheil der Verehrung entrathen.
erfahr der Tabak, als er zuerst den civilisteten Nationen bekannt wurde, speziell bei unsern deutschen Landsleuten und unsern Nachbarn, den Schweizern. Die ersten Verwegenen, die sich als Raucher auf,
vom„starken Arm der Gerechtigkeit“ faßte
verhöhnt, verfolgt, vom bohen Rath bestraft; man
ermöglicht hatte, vorüber, als man mit scharfen Verboten vorging; die hohe Weisheit in geistlichem
wie in weltlichem Gewande diktirte barte Strafen, sehr großen jeder ertappte Bösewicht zahlte drei Pfund Heller, zwiespältigen.
sogar die Kirchenaufseher wurden verpflichtet, die Anhänger der„Teufelskunst“ zu denunciren. Und zu den schändlichsten Verbrechen zählte man allmälig die Rauchlust: im Kanton Bern stand das im Straskodex auf gleicher Stufe wie der es wurde öffentlich an den Pranger gestellt, wer sich dem„Qualmiren“ ergab Aber alles Martyrium fördert den Kampf zum Siege, so auch hier; die edlen Dulder des blauen Dunstes gewannen um so mehr Anhänger, je mehr sie für ihren Eifer zu leiden hatten, der Reiz des Verbotes kam hinzu und gegen das Ende des achtzehnten Jahrhunderts war der Sieg des amerikanischen Krauts in der ganzen Welt entschieden, alle gegen das Rauchen erlassenen Bullen, Rescripte, Kodices und Regulative gingen— in Rauch auf. Und bald nachher kam das ehemals verlästerte Kraut gar zu ungeahnten hohen Ehren. Hatten Ludwig der Vierzehnte und seine zahlreichen Nach- äffer unter den Throninsassen blos ein Nebenpro. dukt, den Schnupftabak, kultivirt, so brachte zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts König Fried⸗ rich Wilhelm I. von Preußen den Rauchtabak in Mode, indem er die Pfeife zum Symbol der Ge- Wie sollte nun nicht das letzte Vorurtheil gegen die
Laster Ehebruch;
theiligten, den Soldaten, geht die Rauchlust auf alle anderen Waffenträger über. Der nächste ist der Jäger, der gleich dem Krieger Bewehrte, dann kommt der Postillon, der peitschenschwingende, der Lehrer, der den Backel führt und nicht in Reihe der Journalist, der Federkämpfer, den Stoff zu Leitartikeln und Feuilletons aus dem braunen Kraute zieht und sehr schlimm wenn„ihm die Pfeife ausgeht.“ Bei den Männern, welche die Würde statt der Bürde zu tragen haben, ist der Tabak nicht minder wichtig; Gottesgelahrtheit Beladenen sind große Freunde des Krautes, gleichviel ob es von den Heiden oder Türken komme, in diesem Punkte herrscht unbedingt die ersehnte confessionelle Toleranz. Alle Heilkünstler, auch die Heillssen, buldigen mit seltener Ausnahme der Cigarre, sie schützen sich damit vor Epidemicen und bleiben in der Uebung einer Kunst, die kein Arzt bei vielen Patienten entbehren kann: blauen Dunst Vom Seemann wird ein Tabak- gefordert, Wachsamkeit ist eine seiner ersten und schwersten Pflichten, da rarf er des besten Hilfsmittels denn freilich nicht Wer den Pflüger um seinen Stummel⸗ genuß bringen wollte, wäre ein großer Thor: bei Regen, Hagel oder Schnee, bei Wind und Kälte treibt er munter sein Rößiein durch die Furchen, wenn aus der verlängerten Nase blaue Wölkchen
Er„trinkt“ der Gasse zeigten, wurden von der Straßenjugend aufsteigen, und fliehen Fliegen und Bremsen entsetzt den Duft, so plagen sie den Urheber auch nicht.! nichts
Alle Reformen der Justizgesetze würden wollte man den Abvokaten die Cigarren man würde ja die Quelle der Gedanken den Einfällen ein Hinderniß bereiten,
auf deren Werth so oft die Entscheidung beruht,
Auf die groben Handwerke hat der Tabak einen
Einfluß und nicht selten einen f Beim Maurer z. B. fördert das Rauchen und Schnupfen die Arbeit, und auf der anderen Seite hindert es sie. Zwanzigmal mindestens im Tage ist die Pfeife ein willkommener Anlaß zum Ausruhen, wenn sie kaum eben so oft zur Thätigkeit ermuntert, nachdem das Maurer- handwerk, gleich den Musikern, die Pausen eben so hoch schätzt als die Thaten. Der Schmied saugt encue Kraft aus der Pfeife, wenn des schweren Hammers andauerndes Schwingen ihn erlahmen gemacht, der Schuster verscheucht sich den schlechten Dunst von Pech und Leder durch den Tabak, ohne darüber nachzudeaken, ob des letzteren Duft nicht vielleicht noch schlechter sei. Unenfbehrlich — dies Prädikat haben seit vielen Jahren Ge— lehrte und Ungelehrte dem Tabak eingeräumt und zwar ohne Unterschied der Formen des Genusses, gleichviel ob man an's Rauchen, Schnupfen oder Kauen denkt, und beim Letzteren nicht unterlassen
Formen die Hauptrolle spielt. 1 Tabak, Leckerei der Götter! Kräutlein aus Elysium! Haus verdruß und Regenwetter Führt uns in deln Heiligthum. Deine Zauber trösten wieder, Wen sein liebes Weib gequält, Fürsten werden Bettlerbrüder, Wenn's an Rauch und Feuer fehlt.
kann, die Nase zu rümpfen, die bei allen drei
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