Jamstag den 1. Juni.
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berhessischer Anzeiger.
Nr 8 de N A e F-„ J— Wird hier„ e 500 Kreisblatt für den Artis Friedberg. e eee eee, Ing Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bel Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. reish Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nach genommen. 8 0— Rr 7 ERNI 2 e. 70 W eee br 5 1— elsent ö f Deutsches Reich. a daß das Vertrauen in eine bleibende Lösung lange Amerika. Washington, 28. Mai. Der l eller Wilbelmshaven. Das am 27. Mai zusammen⸗ auf sich warten lassen und die Handels-Interessen Senat genehmigte eine Bill zur Verhinderung zudeim getretene Uebungsgeschwader geht zunächst nach Ply⸗ in suspenso bleiben würden. Ein weiterer Punkt abermaliger Einziehung von Grlenbacks. Die neben mouth. Die Abgangszeit ist noch nicht bestimmt.sei die Begrenzung der kleinen Nachbar- Staaten.] Kammer der Repräsentanten nahm eine Bill an, 88 8 Ausland. Oesterreich wolle dem Wohle und der Entwicklung] welche den Heeresstand auf 20,000 Mann reducirt ent n Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Oester⸗ der christlichen Völker im Orient nicht entgegen- und die Verwendung von Truppen in Angelegen⸗ 11 1 rl en b treten. Die Conserenz von Constantinopel habe! heiten der Civil-Verwahsung untersagt. — e des. Bulgariens, Reduction der Ver- eine Vergrößerung Montenegro's in Aussicht ge ·— 29. Mai. Der Congreß genehmigte den n Au 8 größerung Serbiens auf ein Minimum, Ein- nommen. Die österreichische Regierung habe im Gesetz-Entwurf, nach welchem die gegenwärtigen * 1 schränkung Montenegro's auf Spizza und die Allgemeinen kein Bedenken gegen einen Gebiets- Gehaltssätze für die Gesandtschaften austecht er⸗ A e Schifffahrt auf der Bojana. Die bulgarischen Zowachs für Serbien und Nen e deten werden, eee, . 100 Nat x.. Feslungen sollen nicht in den Händen Rußlands handle sich aber darum, daß die natürlichen Ver. sich zum 17 Juni definitiv zu vertagen. In den n. verdlelben während der Occupation. Die Ab- bindungen der Monarchie mit dem Orient nichteinem Schreiben des Congreß- Mitgliedes Stephens . 1 tretung Bessarabiens soll sich durch eine neue abgeschnitten und nicht die Keime zu weiteren Den mer di Nee ee. e Catl 1782 eee Grenzen er- pationen und Formationen gegeben würden. Dieses der Vanlouver-Insel werden Befestigungen errichtet. Ilitz. 10 9 Die bosnischen Flüchtlinge sollen nach Punkte seien den Mächten und Rußland offen New Nork. General-Postmeister Key hat fenster 1 ichs Bedingungen 6 gekennzeichnet worden. Dafür werde die Regierungssan die Bevölkerung der Sübdstaaten eine Zuschrift 1 1 3 N. mee auf dem Congresse offen und ebrlich wirken. gerichtet, worin erklärt wird, die Resolution n batesse Gen eee deres keuse Frankreich. Patte, 29. Mal Midpat Potter sei Iatsachuß n in der österreichischen Delegation ein Exposé, worin eee e e l ung des von — er die Ioatsächliche Inanspruchnabme eines Theils Pascha ist hierselbst eingetroffen und wird einige den Demokraten des Nordens 1871 gegebenen en Klee des Credits motivirt. Die Monarchie dürfe nicht Tage 51 verweilen. 2 Der Post: Congreß be- Versprechene, rem Süden 4 belsen. Die Be⸗ 1 in moralische Abhängigkeit von anderen Staaten stimmte Lissaben als nächsten Versammlungs-Ort. wegung zun Sturze des Präffdenten Hahes könnte een geratben; sie müsse als gleichwerthiger Factor Großbritannien. London. Das Ge- nur gelingen um den Preis eines blutigen Bürger⸗ Waltber Bt, dastehen; es könnten Complicotionen entsteben, rücht von einem angeblichen Atlentat auf den krieges. Er hoffe, die Leiter der Bewegung würden
die auch bei einer Einigung über die europätschen Fragen unsere Interessen gefährden. Zunächst seien
chule,
ind schube Verstärkungen in Dalmatien und Siebenbürgen
5 und eventuell ein Aufmarsch zur Sicherung der U- dschde 92 sch zur S ung . 1 Communicationen beabsichtigt. Der baldige Zu- ud wn t Beg.
sammentritt des Congresses in Aus sicht.
stehe Der Standipunkt
Zimmer Seetag Krauch.
— der Monarchie zu wahren. Andrassp bittet unter 1 Sellerie
ieee gierungs-Politik, die Inanspruchnahme zur Kennt , Lebmann. niß nehmen zu wollen. Die Delegation beschloß —— die Zuweisung des Exposés an den Budgetausschuß.
— Die Wiener„Abendpost“ constatirt, daß,
nt wenngleich die formelle Einladung zum Congreß 1„Steg Bü, auch noch nicht, sondern lediglich vorläufige An- ue. fragen ergangen, so sei die vollständige Sicherung
— des Congressee, sowie der Eröffnungstag(11 Juni) bed allgemein festgehalten.
angen
ee kit die Interpellatson Sturms wegen Vorlegung des Aer eis Vertrags von San Stefano und auf die Frage, 5 1277 Punkte desselben die Interessen 5 r 1 berühren, erklärte Andrassy: In Betreff der Mit— Faugefüͤge heilung des Vertrags 5 er schon een Siser getroffen. Ia Betreff der zweiten Frage sei eine K bim— fetaillirte Auskunft zu geben jetzt unmöglich. Erf
„ ben be wolle aber die Hauptpunkte bekannt geben: er
. vrierrich. berlange einen wirklichen Frieden und nicht den abe; steim zu neuen Complicationen. Die Ausdehnung . zer Grenzen Bulgariens errege begründete Be rnit sorgnisse. Die freie Entwicklung der christlichen fabtt..„ncht Völker des Orients sei nicht gegen das Interesse 10 214% Oesterreichs und Europas. Anders stehe es um 5* stellen die Constituirung eines Staates, der andere 1* 17711 Nationalitäten unterdrücken könnte und in sich nicht 1 70 die Bedingungen eines friedfertigen Bestandes habe. — Reine Regierung habe ein Interesse, für die, Inte— e 15 grität oder den Status quo der Türkei einzutreten. * e Dagegen seises Oesterreichs und Europas Interesse, * daß Das, was der Türkei verbleibe, auch bleibend intdbtrg erhalten werde. Besorgniß errege ferner die Frage
t des Ueberganges vom Kriege zum Frieden. Eine
jveijährige Occupation Bulgarsens und theilweise Besetzung Rumäntens nebst freiem Truppen⸗Durch- suge daselbst sei zu lange. Es sei zu Aürchten,
der Regierung sei: für den europälschen Frieden zu wirken und die Interessen
Betonung des unveränderten Charakters der Re-
0— 29. Mat. Oesterreichische Delegation. Auf
deutschen Kronprinzen hat seinen Ursprung in dem am letzten Sonntag ver der deutschen Botschaft von einer Anzahl deutscher Social- Demokraten gemachten Versuche, die Ueberreichung einer Loyalitäts-⸗Adresse der deutschen Arbeiter Londons an den Kronprinzen zu verhindern. Die Social- Demokraten, durch einige Franzosen verstärkt, rotteten sich zusammen, sangen die Marsfeillaise und riefen: Nieder mit dem Kronprinzen! Schließlich brachte die Polizei die Tumultuanten auseinander.
— 29. Mai. Lord John Russel ist gestern Abend gestorben. Türkei. Constantinopel, 28. Mai.
Der Premier⸗Minister Sadyk Pascha wurde abge— setzt. An seine Stelle tritt Mehemet Ruschdi Pascha mit dem Titel Großvezir.
— Die Pforte hält zwei Documente in Be— reitschaft, welche sie zuerst den befreundeten Mächten zu notificiren, hierauf dem Congresse zu unter— breiten gedenkt. Dieselben wurden bereits dem englischen und französischen Botschafter eingehändigt. Das eine resumirt die Verhandlungen, welche dem Vertrage von San Stefano vorangingen, und verbreitet sich eingehend über Schwierigkeiten, mit welchen die türkischen Unterhändler zu kämpfen hätten. Das andere enthält ein ausführliches Programm der im ottomanischen Reiche einzu— führenden Reformen.
— 29. Mai. Der türkische Gouverneur von Skutari, Hussein Pascha, besteht categorisch auf unverweiltex Räumung der von den Montenegrinern besetzten senegischen Punkte bei Podgoritza. Fürst Nikolaus sucht Hussein vertröstend zu beschwichtigen; bis jetzt deutet jedoch nichts auf die Absicht der Montenegriner, jene Position gutwillig aufzugeben.
Rumänien. Bukarest, 28. Mai. Gestern passirte eine ungewöhnlich große Anzahl russischer Truppen Bukarest, ein Theil derselben bezog zu Plumbinta, zwei Stunden von Bukarest, Quartiere.
Rufiland. Petersburg. Die„Agence russe“ bestätigt, indem sie anderweitige Zeitungs- Angaben widerlegt, daß die Cabinete bis jetzt lediglich vertraulich befragt worden seien, ob der ins Auge gefaßte, aber noch nicht festgesetzte Datum des 11. Juni für den Zusammentritt des Con-
gresses ihnen eonvenire.
im Süden nicht die Unterstützung finden, auf welche sie rechneten.
Aus Stadt und Land.
Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts vom III. Quartal werden Montag den 1. Juli, Vorm. 9 Uhr, unter dem Vorsitze des Hofgerichtsrash Wiener ihren An⸗ sang nehmen und sind die Haupt⸗Geschworenen in solgender Reibenfelge ausgeloost worden: 1) C. Dietz II., Landw. von Heisters. 2) C. Nispel, Gutsbes. von Gedern. 3) A. Schneider, Händler von Ulrichstein. 4) Ph. Sonder⸗ mann III., Holzb. von Alsfeld. 5) L. von Rotsmann, Großh. Kammerherr, von Hof⸗Dotzeltod. 6) Is. Freimark, Fruchth. von Binesachsen. 7) Fr. Heimburg, Landw. von Bönstadt. 8) Fr. Philipp, Müller ron Büdesheim. 9) Fr. Engisch, Ober⸗Steuer-Insp. in Gießen. 10) Joh. Rodemer IV., Landw. von Angersbach. 11) F. Löwen⸗ thal, Fruchtb. von Bönstadt. 12) J. Flach II., Roihg. von Butzbach. 13) A. Wendel, Weinb. von Butzbach. 14) H. Keudel II., Landw. von Liedertach. 15) Aug. Schlesinger, Fabrik. in Gießen. 16) J. Weber II., Schilow. in Nieder-Seemen. 17) G. Pfeffer II., Landw. don Eichelsachsen. 18) A. Mendelsohn, Ellenwaarenh. von Gießen. 19) J. Korell, Landw. von Schwabenrod. 20) L. Riedesel, Freiherr zu Eisenbach, von Frischborn. 21) K. Urich, Forsim. von Büdingen. 22) J. Müller, Leinwandfabr. von Frischborn. 23) Dr. K. Gaquoin, Gymnasiallebhrer von Gießen. 24) J. Dietz, Gaslw. von Gießen. 25) K. Völzing, Landw. von Groß-Felda. 26) F. Burk, Müller von Gießen. 27) H. Bernhardt, Landw. von Sleinberg. 28) L. Reiß, Eisend. von Boben⸗ hausen, 29) A. Katz, Frucht. von Gießen. 30) K. M. Schudl, Muͤller von Dorheim.
Darmstadt, 29. Mai. Der Cassalionsbof hat heute die Nichtigkeits-Beschwerde der zum Tode verurtheilten Raub⸗Mörder Müller und Göttekmann von Uffhosen als unbegründet verworfen.
Mainz. Das von der„M. Ztg.“ milgetheilte Ge⸗ rücht von der Wiederverhaftung ded Mitzgerburschen Berg aus Friesenheim hal sich nicht bestätigt.
Allerlei. 5 Soden. Es war das Gerücht verbreitet, der Kaiser von Rußland beabsichtige, in diesem Sommer unseren Badeort zu besuchen. Das Gerücht wird jetzt bestätigt.
Handel und Verkehr. 8 Frankfurt, 29. Mat. Der heutige Heu- und Stroh⸗ Markt war gut befahren. Heu kostete e nach Qual. per Cent. M. 250— 3.20, Stroh per Cent. M 1.60 2.20, Butter im Großen 1. Qual. M. 1.15, 2. Qual. M. 11.10. im Detall 1. Qual. M. 1.30, 2. Qual. M. 1.15— 20, Eier per 100 M 4.50— 5.80. Kartoffeln M. 56. Erbsen geschaͤlte (per 100 Kilogr.) M. 28.— 33. ganze Erbsen M. 24.—28, Bohnen M. 25—28. Linsen M. 28.—36. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 68—75 Pf. Kub⸗ und Rindfleisch
55— 62 Pf., Schweinefleisch 68—75 Pf., Hammelfleisch 55-68 Pf., Kalbfleisch 60—70 Pf.


