Deutsches Reich. Darmstadt.
Commission ernannt.
— Militärdienstnachrichten. Lt. vom 2. Inf. Regt. Nr. 116 dauernd commandirt zu den Gewehrfabriken und zum Prem. Et. befördert. Budde, Sec.-Lt. vom Inf. Regt. Nr. 81, unter Beförderung zum Prem. Lt., in das 2. Inf.-Regt. Nr. 116 versetzt. Kraus, Vicewachtm. vom 2. Bat. Landw.⸗Regts. Ne. 17 zum Sec.⸗Lt. der Reserve des 2. Drag.-Regts. Nr. 24,
und v. d. Velden, Vice Wachtmeister von der
Reserve des Regts. Nr. 81 zum Sec. Lt. der Reserve des 1. Drag. Regts. Nr. 23 befördert.
darunter die Intelligenz sehr zahlreich vertreten. Regierungs-Rath Spamer Helsy sagte unter stürmischem Beifall:„Gebt uns wurde zum Mitglied der Civildiener-Wittwenkasse Waffen gegen Rußland!“ Helsy verlas Depeschen, 0[wonach Russen in einem bulgarischen Dorfe 637 Weimar, Sec. Einwohner ermordet haben.
„Niederwerfung der Türkei Oesterreich angegriffen und verlangt eine österreichisch englische Allianz; dem entsprechend wurde eine Resolution angenommen. Die Türken⸗Meetings in Ungarn werden fortgesetzt.
Frankreich. Paris, 27. Juli. Mar- schall Mac Mahon ist heute nach Orleans und Bourges abgereist; derselbe wird morgen in Bourges eine Rede halten.
Bourges, 28. Juli. Auf die Ansprache des Maires erwiederte Mae Mahon folgender—
Klapka sieht nach
Glaser, Sec.-Lt. der Landw. Inf. des 2. Bats. maßen: Nach Außen den Frieden zu erhalten, Landw. ⸗Regts. Nr. 117, Becker, Sec. Lt. von im Innern auf dem Boden der Verfassung an der Landw.- Inf. des T. Bats. Nr. 118, Laist, der Spitze der Ordnungs-Männer aller Parteien Sec. Lt. von der Landw. Inf. des 2. Bats. vorzuschreiten, die Parteien nicht nur gegen zer— Nr. 118 zu Pr.⸗Lt. befördert. störende Leidenschaften, sondern auch gegen ihre
Berlin. Der Gesetz. Entwurf über die Fest eigenen Ausschreitungen zu schützen, von ihnen stellung des Feingehaltes der Gold- und Silber zu verlangen, daß sie der Uneinigkeit Einhalt Waaren ist fertig gestellt und dem Bundesrath thun, um den Radikalismus, unsere gemeinsame zur Berathung nach den Ferien zugegangen. Gefahr, in Schranken zu halten: das ist mein
— Consistorial-Präsident Hegel hat dem Ziel, ich habe niemals ein anderes gehabt. Man Prediger Rhode wegen einer Rede über das haite mich wegen meiner Absichten angeklagt, man Apostolicum auf der Synode Berlin Cölln einen hat meine Handlungen entstellt, von Gefährdung ernsten und nachdrücklichen Verweis auferlegt. der auswärtigen Beziehungen, Verletzung der
Mühlbeim. Nach amtlichen Nachrichten Verfassung, Bedrohung der Gewissens Freibeit,
ist der Coloradokäfer bei Mühlheim in der Nähe sogar von Wiederkehr der Mißbräuche des ancien
der früher inficirten Fläche wiederum aufgefunden régime und des„Priesterherrschaft“ genannten worden. Der Minister für die landwirthschaftlichen Einflusses gesprochen: dies sind Verleumdungen. Angelegenheiten hat sofort den Decernenten seines Der gesunde öffentliche Sinn, in Frankreich sowie Ministeriums, Regierungsassessor Sterneberg, behufs im Auslande, nahm sie als solche auf. Diese Leitung der Vertilgungsmaßregeln an Ort und Verleumdungen entmuthigen mich nicht und werden Stelle entsandt. Auch Professor Dr. Wutetter mich nicht abhalten, meine Aufgabe zu vollenden ist ersucht worden, sich nach Mühlheim zu begeben. unter Mitwirkung der Männer, welche meine
Metz. An der deutsch⸗ französischen Grenze Politik unterstützen. Ich vertraue, daß die Nation ist in den letzten Tagen das AufsichtsPersonal meinen Ruf durch die Wahl ihrer neuen Man-
verstärkt worden, um eine stricte Durchführung datare beantwortet, auf daß der Kampf beendigt
des Pferde Ausfuhr Verbotes zu ermöglichen. werde, dessen Verlängerung den Interessen des Unmittelbar vor Inkrafttreten dieses Verbots gingen Landes nur schaden und die friedliche Entwicklung noch mehrere Pferde-Transporte über die Grenze. seiner Größe aufhalten würde.— Gegenüber dem — Nach einer Veröffentlichung des Obet- Präsidenten des Handels- Tribunals erklärte der Präsidenten sind die bisher auch im amtlichen Marschall: Frankreich tbut Alles, um den orienta— Verkehr gebrauchten französischen Namen von 90 lischen Krieg zu localistren; der Friede ist das lothringischen Ortschaften in deutsche umgewandelt erste Ziel der französischen Politik. worden. In den meisten Fällen war die bisherige; Belgien. Brüssel, 26. Juli. Der deutsche Bezeichnung nur eine französische Uebersetzung des Kronprinz und seine Gemahlin sind heute schon ursprünglichen deutschen Namens, und es konnten zum zweitenmal von Ostende nach Brüssel ge— daher vielfach die früheren Namen beibehalten kommen, um in Begleitung des Königs und der werden, was um so leichter anging, als dieselben Königin die Sehenswürdigkeiten von Antwerpen sich bis heute im Munde des Volkes erhalten zu besuchen. Der König und der Kronprinz be— haben. In mehreren Fällen hat man sich damit gaben sich ins Fort 4 von Vieux ⸗Dieux, wo sie begnügt, den französischen Orts-Namen durch Bei- geraume Zeit Alles inspicirten. Man banerkt hier fügung von Endsilben eine deutsche Form zu geben. im Lande mit Befriedigung die vertraulichen Be— Ausland. ziehungen zwischen dem deutschen Kronprinzenpaar Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Nicht blos und unserem Hofe. Namentlich scheint das Ver⸗ der Krieg, sondern auch Friedens manöver erheischen hältniß zwischen König Leopold II. und dem Menschenopfer. Am 24. d. wurde unweit von Wien Kronprinzen ein wirklich herzliches zu sein. ein solches Manöver abgehalten, und dabei bekamen!— Die„Etoile“ stellt die Demission des von 700—800 Mann, die daran betbeiligt waren, Kriegsminissers, welche von einem Antwerpener nicht weniger als 22 den Sonnenstich; 5 starben Blatt angekündigt wurde, in Abrede und erklärt, noch am selben Tage, 17 andere weilen noch im die Regierung sei vollkommen über die militärische Spitale, und man weiß nicht, ob sie am Leben Lage des Landes beruhigt. N bleiben werden. Außerdem fielen über 100 Mann Dänemark. Kopenhagen, 28. Juli. während des Marsches auf der Straße nieder und Der König bewilligte beute die Demission des mußten zurückgelassen werden. Der Vorfall macht Generals Haffner und ernannte den General in Wien das peinlichste Aufsehen, und der be. Dreyer zum Minister des Kriegs und der Marine. treffende Commandant, ein General-Major, wurde Großbritannien London. Das Kriegs- bereits zur Verantwortung gezogen. Amt hat die Eauipirung der Reserve-Feldgeschütze — Mid hat Pascha tritt hier äußerst bescheiden angeordnet. In Folge dessen ist im Arsenal von auf, verkehrt indeß lebhaft mit der Diplomatie. Weolwich eine größere Thätigkeit eingetreten.— Einige behaupten, er werde erst noch nach London„Daily News“ erfährt, daß der nationale Hülfs⸗ reisen und dann erst heimkehren, Andere lassen verein angegangen werden soll, eine gleiche An— ihn seine direkte Fahrt nach Constantinopel schon zahl Ambulanzen der russischen und der türkischen morgen Abend antreten. Die Dauer seines Auf- Armee zu senden. enthalts ist indeß von der Gestaltung des diplo—— In einer Depesche vom 10. Juli meldet matischen Verkehrs abhängig.— Mollinary's Layard, er habe Grund zu glauben, daß die angebliche Abdankung macht großes Aussehen. Bulgaren von russischen Agenten zur Ermordung Ein Gerücht bringt dieselbe mit einer bevor- der Mohamedaner aufgereizt würden, und gibt stehenden Mobilisirung in Zusammenhang. Molli⸗ neuerdings seinen Besorgnissen vor Repressalien nary soll ein Corps-⸗Commando erhalten. Ausdruck. Seitens der türkischen Minister wurde Pest. Hier wurde am 26. Juli ein Türken- Layard gegenüber bervorgehoben, wie es jeder Meeting abgehalten, welches imposant verlaufen Zeit nicht die Pforte gewesen, welche den Religions-
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von Rußland hier den Anstoß gegeben habe, in- dem er in seiner Proclamation an die Bevölkerung
die Ungläubigen Krieg führe. Nach Laypard's In⸗ formationen seien die Zeitungs Nachrichten über angebliche grausame Aete der Türken in der Do⸗ brudscha unbegründet.
— Die Besetzung Gallipoli's ist noch unent⸗ schieden, eventuell wird sie höchstens zeitweise und zwar auf die Dauer des Kriegs stattfinden.
Portsmouth, 26. Juli. Der„Euphrates“ ist gestern Abend mit 40 Offizieren und 1481 Mann nach Gibraltar und Malta abgegangen.
Italien. Rom. Nach Zeitungsmeldungen conferirten am Donnerstag die in Rom anwesenden Minister. Dieselben billigten vollständig die Politik des Ministers des Aeußern, Melegari, in der Orient Frage, kamen jedoch überein, erst dann einen definitiven Beschluß zu fassen, wenn die ab— wesenden Minister eingetroffen wären. Letztere wurden eingeladen, nach Rom zurück zu kommen.
— Die„Liberta“ und die„Fanfulla“ demen⸗
tiren die Nachricht, daß der Minister des Aeußern, Melegari, erklärt habe, eine britische Occupation von Gallipoli beeinträchtige die italienischen In⸗ teressen. Die„Fanfulla“ fügt hinzu, die Bezieh⸗ ungen zwischen England und Italien seien die freundschaftlichsten. Türkei. Constantinopel. Die türkische Garnison von Nisch ist nach Sofia abmarschirt. Die türkischen Behörden empfahlen die in Nisch verbliebenen Mohamedaner dem Schutze der christ— lichen Bevölkerung.
— 27. Juli. Der Sturz des seitherigen Großvezirs Edhem Pascha ist erfolgt. Es gilt für sicher, daß Abdul Kerim und Redif Pascha sich vor einem Kriegsrath zu verantworten haben werden. Midhat Pascha wurde nach Constantinopel zurückberufenz er verließ bereits Plombiéres, reist über Wien und beabsichtigt, Andrassy zu sprechen. Midhat übernimmt das Großvezirat. Der Scheikh⸗ ül⸗Islam ist abgesetzt und Kara Effendi zu seinem Nachfolger ernannt worden.
— 27. Juli. Bei Karabunar fand ein Gefecht zwischen den Russen und den Türken unter Suleiman Pascha statt. Die Vorhut des Letzteren wurde geschlagen, verlor 10 Geschütze und zog sich auf Adrianopel zurück. Die Straße zwischen Philip⸗ popel und Adrianopel wurde bei Chaskoi von den Russen durchbrochen, die auch bei Jamboli und zwischen Eskisagra und Tartarbuna stehen.
— 27. Juli. Die britische Flotte verließ die Besika-Bai, die Bestimmung derselben ist je⸗ doch unbekannt. Man glaubt, sie werde zum Kreuzen verwendet werden. Aus Schumla wird gemeldet, daß Aziz Pascha in einem Vor— posten-Gefechte gefallen sei.
— 27. Juli. Der französische Consul in Cavale, der griechische Consul in Burgos und der französische und italienische Consul in Gallipoli ersuchten ihre hiesigen Gesandten um die Absendung von Kriegs Schiffen, weil die Muselmanen die höchste Aufregung an den Tag legen.
— 28. Juli. Midhat ist in Wien ein— getroffen; die Nacht„Izzedin“ wird nach Triest kommen, um ihn abzuholen. Osman Pascha zog die Nischer Garnison zur Verstärkung her bei, Mehemed Ali operirt gegen Osman- Bazar. Die Russen zwingen die türkische Bevölkerung, aus Bulgarien auszuwandern. Die bulgarische Legion zieht sich bei jedem Zusammenstoß mit den Türken zurück.
Schumla. Osman Pascha eroberte auf der Verfolgung der Russen bei Wina ein sechs— pfündiges Geschütz. Die Tscherkessen lieferten einer russischen Abtheilung bei Ovendschik ein Gefecht.
Adrianopel. Die hiesigen Consuln richteten eine Note an den Gouverneur, in welcher Ga— rantien für die öffentliche Sicherheit verlangt wer— den. Der italienische Consul rieth seinen Lands leuten, von bier abzureisen. Die Russen haben fünf Eisenbahn Brücken zwischen Jamboli und Pbilippopel zerstört. Das bewegliche Eisenbahn⸗ Material wied nach Constantinopel geschafft. ö Montenegro. Cettinje. Die Montene⸗
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ist. Es waren 6000 Theilnehmer anwesend, Krieg gewünscht habe, sondern daß der Kaiser
utiner haben am 24. Juli die Vorwerke Klaeina
erklärt, daß er für den orthodoxen Glauben gegen
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