bazar, ein Gefecht mit den vier Bataillonen und
ein Cavalerie-Regiment starken Russen statt. Die- ungs⸗Geschütze mit Flößen auf das rechte Donau- Ebenso wurden Ufer bei Pyrgos gebracht.
selben wurden zurückgeschlagen. die Russen bei Kadikoi zurückgewiesen.
— 24. Juli. Die Pforte beschloß, falls die Strom und stieß zu den Cernirungs-Truppen von die Khalifen-Fahne Rustschuk.
Russen Adrianopel einnehmen, zu entfalten. Dagegen wollen die Großmächte protestiren, im Orient die dort lebenden Europäer gefährde. Die Pforte ist entschlossen, den Protest zu igno- riren, weil andere Abwehrmittel fehlen. Die Mächte wollen in solchem Falle mit einer gemein- samen Action zum Schutze der Christen drohen. Erzerum. Ein Telegramm Mukhtar Pascha's vom 19. Juli meldet: Die Russen rückten aus ihrem Lager bei Terkdighi mit Cavalerie gegen unsern rechten Flügel bei Khediller vor. Wir zogen ihnen mit Cavalerie entgegen. Nach einem hart⸗ näckigen Kampfe wurden die Russen zum Rückzuge
genöthigt und bis zum Lager verfolgt. Der Ver⸗ und Werkstätten der Eisenbahnen und richteten das
lust der Russen beträgt 250 Todte, der unsrige 35 Todte und 58 Verwundete. Mukhtar Pascha veclegte sodann sein Lager von Albinara 1½ Stunden vorwärts.
Montenegro. Cettinje, 21. Juli. Die Türken drangen gestern von der Suttorina gegen Granitza vor, wurden aber vor Ueberschreitung der Grenze zurückgeworfen.
— 23. Juli. Der Fürst von Montenegro hat die Montenegriner in sechs Abtheilungen zu je 2000 Mann getheilt. Das Commando führt Dosidar Petrowitsch. Die eine der Abtheilungen
steht in der Nahia- Wassojewitschi, die übrigen an der zerstreut. In Pittsburg herrscht vollständige Anar Der Fürst hat mit Die Strike dehnt sich immer weiter aus.
8 Bataillonen die Cernirung von Niksie begonnen. Milizen von Pensylvanien sind überall gegen den Gestern wurden die Höben Heerd des Aufstandes hin in Bewegung. von Trebjeschka Glaviga, eine halbe Stunde süd- Baltimore werden Truppen unter General Hancock
Südgrenze von Montenegro. 2Fuli.
östlich von der Festung Niksie, durch die Mon— tenegriner erstürmt. Gestern beschossen die letzteren das Fort Gernojopoljski; nach dem zwanzigsten Schuß ergab sich die Besatzung, welche aus 53 Nizams bestand. Im Fort wurden Pferde, Munition und Proviant gefunden.
Numänien. Bukarxrest, 22. Juli. Das zweite rumänische Armeecorps, bisher in Kalarasch und Turnu⸗Magurelli, erhielt Befehl, in Eilmärschen nach Carabia abzumarschiren. Die rumänische Armee wird als selbständiges Ganzes die Donau nicht überschreiten; nur eine Division des zweiten Corps unter Befehl des Generals Manu wird die Donau überschreiten und einem größeren Corps unter dem Commando des Großfürsten Wladimir einverleibt werden.
— 23. Juli. Unter den für die russische Armee bestimmten Vieh⸗Transporten ist die Rinder- pest in verheerender Weise ausgebrochen.
Griechenland. Athen, 23. Juli. Das Journal„Temps“ enthält die von irgend einer anderen Seite noch nicht bestätigte Meldung aus Athen, daß auf Kreta der Aufstand ausgebrochen sei.
Rußland. Petersburg. Officiell wird aus Tirnowa vom 19. d. gemeldet: Der Schipka- Paß wurde heute genommen und durch das Orlow'sche Regiment und zwei Geschütze besetzt. Am 17. Juli kämpfte das Orlow'sche Regiment mit außerordentlichem Muthe gegen 14 Tabors und verlor dabei 100 Todte und 100 Verwun- dete von den Soldaten und 2 todte und 5 ver— wundete Offiziere. An demselben Tage besetzte General Gurko Kasankyk und das Dorf Schipka. Am 19. Juli nahm das Orlow'sche Regiment die Offensive wieder auf. Die Türken ergriffen aber die Flucht, ohne sich in einen Kampf einzulassen, ja sogar ohne einen Schuß zu thun. Sie wandten sich westwärts und ließen drei Fahnen und acht Geschütze, sowie viele Waffen zurück.— Aus Tirnowa vom 21. d. wird ofsiciell gemeldet: Am 19. Juli stieß Adjutant Scherebkoff mit einer Schwadron Garde-Kosaken, vier Sotnien Infan— terie und zwei Geschützen hinter Salwi auf einen Haufen Tscherkessen, Baschi⸗Bozuks und Infanterie, im Ganzen etwa 1500 Mann stark. Es entspann sich ein heftiges Gefecht, das mit der Besetzung der Stadt Lowatz durch die Russen endete. Der Feind ließ 50 Todte zurück. Auf Seiten der Russen wurden drei Kosaken verwundet.
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weil die Entfesselung des Fanatismus burg befindet sich in den Händen von 3000 striken⸗
— 24. Juli. Gestern wurden 20 Belager⸗ An derselben Stelle setzte der rechte Flügel des 11. Corps über den
Amerika. New⸗Nork, 23. Juli. Pitts⸗
den Eisenbahn-Beamten. Am 21. Juli Nachmit⸗ tags feuerte die Miliz auf die Ruhestörer, wobei 20 Personen getödtet und 29 verwundet wurden. Brandstiftungen sind auch anderwärts vorgekommen. Der Bahnverkehr in Pensylvanien ist gestört. Der Strike dehnt sich voraussichtlich auch auf die Beamten der Bahn Ohio-Mississippi aus. In Baltimore sind einige Hundert Unruhestifter ver— haftet worden. In der Nacht zum Sonntag haben weitere Ausschreitungen in Pittsburg stattgefunden. Die Aufständischen bemächtigten sich der vorhan- denen Gewehre und Geschütze, feuerten auf Wagen
Feuer auf das Maschinenhaus, wo die Miliz sich verschanzt hatte. Ein erster Versuch der Miliz, das Maschinenhaus zu verlassen, wurde zurückge- wiesen, ein zweiter Versuch gelang aber mit einem Verluste von 30 Todten und vielen Verwundeten. 125 Maschinen und 250 Wagen sind zerstört. Der Schaden beträgt 2 Millionen Dollars. Der Sheriff von Pittsburg wurde getödtet, der General der Miliz, Pearson, verwundet Die Miliz hat sich auf das rechte Ufer des Alleghany zurückge⸗ zogen und sich, von den Aufständischen verfolgt, chie. Die
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concentrirt.
— 23. Juli. Wie es heißt, würde Seitens der Regierung der General Sheridan nach Pittsburg entsendet werden, um den Befehl über die Truppen gegen die Aufständischen zu übernehmen. Die Regierung zieht aa mehreren Punkten Truppen zusammen, damit diese im Nothfall einzuschreiten vermögen. Der Betrag des durch die Verwüst— ungen zu Pittsburg angerichteten Schadens wird auf 3 bis 4 Mill. Dollars geschätzt, mit Ein- rechnung des Werthes von den zerstörten 125 Locomotiven und 2000(2) Wagen. Die Bürger von Pittsburg haben gestern, um neuen Gewalt— thaten vorzubeugen, ein Sicherheits-Comite ge— bildet. Die strikenden Arbeiter von Philadelphia verhindern den Eisenbahn-Verkebr. Der Gou— verneur von Pittsburg hat bei Präsident Hayes Unterstützung durch Bundes- Truppen nachgesucht. Der Strike hat sich noch auf die aus den Staaten Pensylvanien und New⸗Nork nach Westen führen den Linien ausgedehnt. Man befürchtet Ruhe- störungen in Buffalo und St. Louis, doch ist bisher noch don keinem Zusammenstoß gemeldet. Der Eisenbahn Verkehr ist vorläufig ganz sus; pendirt. Nach Philadelphia sind Bundestruppen auf dem Marsche. Die Arbeiter schließen sich im Allgemeinen dem Strike an. Ein Theil der Auf ständischen zu Pittsburg hat die Waffen nieder- gelegt.
Aus Stadt und Land.
Bad⸗ Nauheim, 24. Juli. Heute Nachmittag wurde im Waldteich die Leiche des seit 10 Tagen vermißten pensionirten Flurschützen L. gefunden.
Mainz, 23. Juli. Heute Mittag erfolgte die Fertig⸗ stellung der unterirdischen Telegraphenlinie Berlin-Mainz⸗ Frankfurt, indem das Kabel durch den Rhein gelegt wurde. Der General-Postmeister Stephan und etwa fünzig hervor— ragende Personen fuhren auf dem reich geschmückten Dampf— boot Hohenzollern von Kastel nach Mainz, worauf die Kabelverbindung am Mainzer Ufer erfolgte, diesem Schluß— akte folgte eine Rheinfahrt unter Musikbegleitung.
Allerlei.
Marburg. Am 31. d. M. wied das 350jährige Universitäls⸗Jubiläum in großartiger Weise gefeiert werden. Die verschiedenen Comites sind seit Wochen mit Vor— richtungen beschäftigt.
Dresden, 24. Juli. Gestern Abend 8 Uhr stülrzte in dem Steinbruch zwischen Rathen und Wehlen eine große unterhöhlte Felswand in die Elbe, wodurch die Schifffahrt an bieser Stelle gänzlich gesperrt ist.
Wuczen. Hier haben einige sonst renommirte Metzger
milzkrankes Vieh ausgeschlachtet und verkauft, so daß sast
ganz Wurzen erkcankte. Es sind so viele Personen ge⸗ storben, daß das Wurzener Blatt mit Trauerrand erschien.
Paris. Aus Belleville⸗sur⸗Saößne(Burgund) wird gemeldet: Die Reblaus greift leider immer weiter um sich. Jetzt ist sie auch in Brouilly an mebreren Punkten auf⸗ getreten und desgleichen in den benachbarten Gemeinden beobachtet worden. Bald wird unser ganzes Beaujolais von der Seuche ergriffen sein. Es ist hohe Zeit, daß man endlich ein Heilmittel entdecke.
Armuth und Bettelei, wahre und falsche Wohlthätigkeit.
Aus Annaberg meldet das„Wochenblatt“, daß in Folge des außergewöhnlichen Andrangs von Bettlern, namentlich sogenannter„armer Reisender“, ein dortiger Bürger folgende Erfahrung machte: Innerhalb 16 Tagen bot er 18 Bettlern, welche ihn ansprachen, lauter gesunden, kräftigen Burschen, Arbeit an und zwar eine sofort zu beginnende: Rasen ausstechen vor dem Hause, wofür täglich 1 Mark Lohn gegeben werden sollte, außerdem Frühstück, Mittags- und Abendbrot. Was geschah aber auf dieses gute Anerbieten?— Von jenen 18 Leuten nahm nur ein Einziger an und dieser Eine war schon am nächsten Tage verschwunden. Dem Annaberger Bürger kann man nur ein herz liches Bravo zurufen, daß er diesen Versuch gemacht und das Ergebniß der Oeffentlichkeit nicht vorent⸗ halten hat. Der Vorgang bestätigt, was seit Jahrzehnten so vielfach anderwärts, namentlich durch gemeinnützige Vereine, wie z. B. den Ber— liner„Verein gegen Verarmung“, die„Johannes brüderschaft des Rauhen Hauses in Horn bei Hamburg“, auch viele staatliche Armenbehörden festgestellt ward:— daß die Mildthätigkeit vom großen Publikum in einer nicht blos ganz nutz losen, sondern geradezu schädlichen, unsittlichen Weise geübt wird. Durch Ausstreuen kleiner Gaben wird keineswegs der Armuth entgegen- gearbeitet, sondern lediglich die Arbeitsscheu, der Bettel und das Strolchenthum groß gezogen. Wer eine gedeihlich wirkende Unterstützung ge— währen kann und will, sei was er spendet noch so viel oder noch so wenig, muß die wahrhaft bilfsbedürftige Axrmuth aufsuchen, und wenn er das nicht recht anzufangen weiß, so mag er dabei Aerzte, Geistliche, Lehrer ꝛc. oder gemeinnützige Vereine zu Rathe ziehen. Was sich uns in Straßen und Häusern bettelnd entgegendrängt, verdient durch die Bank keine Unterstützung. der Hilfe Bedürftige und Würdige gibt es unter denen, die ihre Noth nicht durch Worte oder Geberden ausdrücken. Gesetzt jedoch, unter hundert Straßenbettlern wären zwei oder drei wirklich unterstützungswerthe, so werden diese auch ohne deine und meine Gabe nicht verkommen, weil sich nun einmal das Almosengeben auf's Gerathe— wohl der Masse, namentlich den Frauen, nicht ausreden läßt. Oft ist ja bei dieser Art von Almosengeben unzweifelhaft wahre Güte die Trieb⸗ feder, wohl noch häufiger aber spendet man, um die lästige Heimsuchung los zu werden, oder um vor den eigenen Kindern oder anderen Leuten nicht hart oder gar arm zu erscheinen, oder aus Gedankenlosigkeit oder aus Besorgniß vor Grobheiten, auf dem Lande zuweilen aus Furcht vor rachsüchtiger Brandstiftung. Gegen die letztere gibt es, sollte man meiner, einen wirksamen Schild, oder vielmehr zwei Schilder: das eine liefert jede Feuerversicherungs Anstalt, das andere lautet: „Mitglied des Armen Vereins“ und ist von dem Friedberger Vereine gegen einen mäßigen Jahresbeitrag zu bezieben. Beide Schilder neben⸗ einander an der Hausthür angebracht werden itte Wirkung schwerlich verfehlen. Gern sei hier zu⸗ gestanden, daß es jedem nicht ganz Herzlosen an- fangs Ueberwindung kostet, die Bitte um eine kleine Gabe abzuweisen. Hat er sich aber erst klar gemacht, daß er durch solche scheinbare Barm⸗ herzigkeit nur das Lotterleben fördert, so wird er bald davon abstehen sernen. Zum Schlusse mag hier angeführt sein, was vor Jahren ein Mitglied des italiensschen Parlaments in Rom über den Gegen- stand sagte und weiter ausführte, als hier thunlich ist: „Glauben Sie mir, unter den vielen wunden Stellen an unserem herrlichen Lande ist die Bettelei eine der bösesten, ein rechtes Seitenstück zum Räuberunwesen, sogar theilweise Vorschule für dieses. Wie bei
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