letztien Dritttel
ernannt. Die Deputirtenkammer soll Mitte der nächsten Woche zusammentreten; die Senatswahlen
werden am Ende derselben stattfinden. — 16. April. Der neuernannte Minister des
Auswärtigen Cogalniceanu hat an die rumänischen 0 M. 8 16. April. 0 0 15 1 9 e f irn* f ai 25 40. Korn per Mui 30. Hafer per Mai Agenten bei den auswärtigen Regierungen ein 1690. Ruböl per Mal 35.20.
Rundschreiben gesendet, worin erklärt wird, die auswärtige Politik werde dabin streben, keinerlei nationales Interesse zu verletzen, den Frieden zu erhalten und stricte Neutralität zu beobachten.
Rußland. Petersburg, 15. April. Eine russische Jacht ist im Hafen von Constantinopel eingetroffen, um das Personal der russischen Bot schaft, sobald Befebl zur Abreise desselben eintrifft, nach Odessa zu befördern. Die russischen Unter- thanen in der Türkei sollen alsdann unter den Schutz der deutschen Botschaft gestellt werden.
— 17. April. Der Kaiser nimmt nicht an der Campagne Theil und wird nur die Truppen besichtigen. Ein Befehl des Kaisers, den Krieg zu erklären, ist bisher immer noch nicht erlassen. Die gegenwärtige Lage zwingt Rußland gewisser⸗ maßen zum einseitigen Handeln. Rußland allein hat mobilißrt. Die schroffe Art, womit die Türkei das Protokoll verwirkt, würde von Rußland einen Rückschritt verlangen, der sich durch Nichts mo tiviren läßt.
Kischeneff. Der Palast Katargiu wird zum Quartier für den Zaren hergerichtet. Der Hafen von Odessa ist für fremde Schiffe gesperrt.
Aus Stadt und Land.
Alsfeld. Der Reichstags- Abgeordnete Wadsack, welcher sich zur Zeit in Berlin befindet, ist daselbst von einem Schlaganfall betroffen worden, in Folge dessen er auf eine Seite gänzlich gelähmt wurde. Dem Vernehmen nach schwebt derselbe jedoch nicht in Lebens gefabr.
Allerlei.
Frankfurt, 17. April. Der Andrang junger Leute zur Aufnabme in die Foribildnuas- Schule war gestern ein ganz außerordenilicher; über 200 Schüler ließen sich einschreiben.
Straßburg. Ueber einen neuen, auf dbiesiger Uni⸗ versitäts⸗ Sternwarte am 5. April entdeckten Kometen theilt man mit, daß dersesde in den nächsten Wochen die Sternbilder Pegasus, Eidechse, Kassiopea ducschläuft und seine Hlliskeit so zunimmt, daß er dem freien Auge im des April vielleicht sichtbar werden kann. Den Nachforschungen büfiger Polizei— Beamten ist es gelungen, eine aus fünf Personen bestebende Falschmünzerbande sestzunetmen. Wie die„Magdeb. Zig.“ bört, hatten sich die Verbrecher die ganz ssolirt siebende Scharfrichierei zu Eilenstedt bei Halberstadt zum Schauplatz ibrer Wirksamkeit ausgesucht; sie hauten im Keller ihre Werkstalt auf zeschlagen und daselb wurden Ein-Thaler- und Zwei⸗Malk⸗ und Zwanzig⸗Mark-Sück. geprägt, wie die vorgefundenen Stanzen ꝛc. und Falschstücke nachgewiesen.
Handel und Verkehr
Friedberg, 18. April. Walzen M. 27.—. Korn M. 21.—. Gerste M. 20.—. Hafer M. 15—20 Kar⸗ toffen M. 6.50. Alle Preise vertehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpiund.
Frankfurt, 16. April. Der heutige Viehmarkt war bei ziemlicher Zufuhr sehr theuer. Viel wurde rhein⸗ abwäfts und nach Elsaß⸗Lospringen, auch Frankreich verkauft. Angelrieben waren 320 Ochsen, 210 Kühe und Rinder, 190 Kälber und 180 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochien 1. Qual. M. 68— 70. 2. Qual. M. 63-66. Kübe und Rinder 1. Qual. M. 60—. 2. Qual. M. 50
Magdeburg.
stemder je nach Quol. M. 21— 26. Korn M. 19— 20.75.
200 Pfund Zollgewicht= 100 Kilo.
Gerste M. 1921.50. Haßer M. 15-18 50. Erbpsen M. 21—24., Wicken M. 18.—, Unsen M. 2130. Küböl M. 74.—. Die Preise bersitehen sich sämmtlich per
D. Frankfurt a. M., 17. April. Die polilschen Nachrichten, welche heute vorliegen, beschränklen sich auf die Wiedergabe einer Rede, welche Losd Granville in Oberhause gehalten hat, einer Antwort Derby's die Neues nicht meldet, und englis er Zeitungsansichten. Es fehlt also Material von ihafsächlicher Bedeutung und die Stimmung war in Folge dessen keine deutlich prononcirie. Man eröffnete dem Eindruck der allgemeinen Situation entsprechend in matter Tendenz mitgegen gestern schwächeren Nollrungen. Als späler Berlin eiwas höhere Course fandie, folgte man dieser Auregung, sowie weiterhin einer gleichen in enigegengesetzter Richtung sich bewegenden. Nach der officiellen Noliz trat wieder eine leichte Erholung ein. Das Geschäft war am internatsonalen Spekulations— markt ziemlich belebt. Creditactien bewegten sich zwischen 104- 104½— 5 und 104½ Staalsbahnaclien zwischen 166 ½— 167/8166 ¼ und 167. Lombarden nah 56. Von ausländischen Fonds blieben Oesterreichische Gold— tente 1¼% vöher, Süberrente zog ebenfalls im Cou se au; Papiectense hingegen stallie sich mater. Ungarische Schatzbons gaben um Kleinigkeiten nach. Von Anlehens: loosen 1860 9¼/% matter. Oesterr. Bahnen wurden meist zu anz ebenden Coursen ehandelt. Galizier besserten sich 1 fl. Elisabetb ½ fl. Oesterr. Prioritäten wenig verändert, 3% Lombardische elwas besser. Banken sind in der Mehrzahl schwächer, Oesterr. Nationalbank verloren 11 fl., Darmstädter ½% böbet. Wechsel billiger, Wien 75 Pf., Amsterdam ibeurer.
Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Ueber den bobhen Nutzen des Abwelken⸗ lassens der Setzkartoffehn bat Herr Friedrich Pfätzer zu Saalbof bei Ralbtact der höheren landweribschasteichen Lehranstalt zu Worms einen Bericht erstattet, der es ver— dient, gerade jetzt in den Kreisen des interessigten Publi⸗ kums bekannt zu werden. Er schreibt:„Wie wobl es ziemlich allgemein bekaunt ist, daß das Abwe kenlassen der für die Aussaat besmmten Setzkartoffelu für den Ertrag von Vortheil ist, so werd doch Seitens gar vieler Land— wiribe diesem Grunosatze die gebührende Berücksichligung versagt. Wenn ich auch nicht im Entferntesten Zwasel in die Vortheile des Abwe kensassens setzie, so machle ich mir doch im Frübjahre 1871 ein Vergnügen daraus, durch einen vergleichenden Ve sach, diese Vortheile augen: fällig zu ermitlein. Zu diesem Behufe bepflanzte ich einen in allen seinen Theilen gleichmäßig beschaffenen Acker zur Hälfte mil Zwiebelkerioffeln, die ich Ende Februar zum Abwelken aus dem Kellec in einen trockenen frostfreien Raum halle bringen lassenz die andere Hälfle des Ackers aber bepflanzie ich mit Zwiebelkartoffeln von demselben Haufen, die aber direkt aus dem Keller genommen wurden. Zeigte schon die ganze En wicklung der aus den abge— welkten Setzknollen enistandenen Stöcke gegenüber den aus nicht gewelken Setzuöcken gewachsenen Pflanzen vorth'il— hafte Unteischiede, so zeigte die Ernse das ganz über⸗ raschende Resultat, daß der Mehrertrag von den abge welklen Kartoffeln 17% belrug.
Erbsensaaten gegen Mäuse zu schützen. Es geschiebt gar nicht selien, daß die Gartenerbsen trotz der Keimsähigkeie des Saatgutes und trotz der günstigen Witterung entweder gar nicht oder doch vereinzelt oder unvollstäudig aufgeben. Untersucht man die Sache näher, so findet man, daß sie eine Beute der Mäuse geworden sind. Hiergegen schützt man sich in soigender Weise: Vie undzwanzig Stunden vor der Aussaat weicht man die Erbsen in Wasser ein, nimmt s sie dann beraus und über⸗ fläubt sie, wenn sie noch feucht sind, mit Mennige, indem man sie in dieser Substanz herumwälzt. Men säct sie dann in gewöhnlicher Weise und wird keinen Verlust zu
eine hinreichende Menge Petersilienpflanzen im Garten aus und bringt die Krone jeder Pflanze am Boden des Fasses in ein Loch; die Wurzeln werden mit Gartenerde bedeckt, sowie die Pflanze weiter fortschreitet. So fährt man fort, bis das Faß gesüllt ist; dann werden einige Pflanzen obenauf gesetzt. Das Faß wird in einen warmen Keller gebracht.
Versälschung von Cichorienkaffee. Clonet berichtet über die Vergiftung von 4 Personen durch den Genuß von Cichorienkaffee, welcher aus Lille bezogen war. Durch die chemische Untersuchung wurde in dem Aufgusse dessesben Hyoscyzmin nachgewiesen und mit Hülse des Mikroskopes bei 250 facher Vergrößerung unzweifelhafte Reste von Bilsenkraulwurzeln. Obgleich Bilsenkraut und Cichorie sehr leicht zu unterscheiden sind, so haben doch die Wurzeln einige Aehnlichkeit.
Allgemein beachtenswerthe Versuche über das Gypsen des Klee's. Von dem außerordent⸗ lichen Vortheile des Frühgypsens im Vergleiche zum Spät⸗ gypsen überzeugt, bal die höhere lancwirthschaftliche Lehr— anstalt in Worms eine Reihe von Vetsuchen anstellen lassen, die es verdienen, nicht nur dem großen Grund— besitzer, sondern auch dem kleinbegüterten, kleepflauzenden Bauer bekennt zu werden. In 18 verschiedenen Lagen mit von einander abweichenden Bodenarten der Provinz Rheinpessen und der bayerischen Pfalz wurden zum Zwecke der Versuche ausgewählze Kleefelder in zwei gleiche Theile getbellt. Die Theile 1 wurden am 7. Januar, die Teile 2 am 19. April genypst. Schon bei Beginn des Frühjahrs zeigten die sämmtlichen srübgegypsten Felder im Vergleich zu den spälgegypsten eine recht kräftige Eniwickelung und der erste Kleeschnitt ergab im Durchschniit berechnet auf ¼ Hectare, von ersterem 9 Centner Kleeheu mehr, als von letzterem. Der Gebrauch, den Klee eist im Früg⸗ jahre, wenn er bereits im Wachsen begriffen ist, zu gypsen, rührt noch aus der Zeit ber, in welcher die Frübjahre erößere Mengen von seuchten Niederschlägen brachten, als es in dem letzten Jahrzehnt der Fall war und in welcher man den Nutzen des auf den Klee gestreuten Gypses nur in der Ammoniak auffangenden Kraft erkannte. Jetzt wo man weiß, daß der Gyps auch einen lösenden Einfluß auf die Mineralstoffe des Bodens insbesondere auf seinen Kaligebalt übt, findet man es mit Recht naturgemäßer, den Gyps in einer Zeit auezustreuen, in der süs seine Löslichwerdung noch Feuchtigkeit genug zu erwarien ist. Wer das Frübgypsen noch nicht versucht har, der probite ee.
Aus zug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg.
Getraut: Peter Heinrich Jacob Sträten, Gerber aus Geldern u. Louise Helene Drott aus Friedberg. Felix Blum, Handelsmann aus Nieder⸗Rödern und Jettchen Garde aus Friedberg. Friedrich Wahl, Bierbrauer aus Hirschbrunn und Friederike Eleonore Rausch aus Friedberg. Geboren: Dem Schuhmacher Heinrich Georg Wilhelm Heck eine Tochter.
10. April. 11. April. 12. April.
3. April.
7. April. Dem Kammmacher Johann Heinrich Dörr ein Sohn. 7. April. Dem Güterexpedienten Johann Daniel Wil⸗ helm Rauber eine Tochter. 9. April. Dem Schriftsetzer Karl Wilhelm eine Tochter. Gestorben: 9. April. Johann Joachim Büttner, Stadtthürmer,
72 Jahre alt. Elisabetha Morell, geb. Nohl, Ehefrau des
9. April. Ferdinand Friedrich Morell, 39 Jahre alt.
13. April. Friederike Schuchard, geb. Dietzsch, Wittwe des Großherzogl. Hauptzollamts Controleurs Andreas Schuchard, 76 Jahre 5 Monate alt. 14. April. Gustav Rauch, k. Bahnmeister, 69 Jahre alt.
Geld⸗ Cours. Frankfurt am 17. April 1877.
beklagen haben. Es kommt bisweilen vor, daß Hühner,
bis 53. Kälber 1. Qual. M. 65—70., 2. Qual. M. 56 a 1 a 5 bis 60. Hämmel 1. Qual. M. 58.—., 2. Qual. M. 51 Sperlinge und andere Vögel die Erbsen der ersten Aus⸗J 20 Frankenstücke. Mk. 16 24 28 bis 54. Schweine das Pfund 60 Pi. saat ausscharten und verzehren. Dagegen fteilich kann Englische Sovereign„ 20 35-40 Krankfurt, 16. April. Fruchtbericht. Mehl der. 1 der Ueberzug mit Mennige nicht schützen, aber die Mäuse Russische Imperiales e„ 16 72—77 M. 42., Nr. 2 M. 38., Nr. 3 M. 34., Nr. 4 N. 30, lassen sie unberühr⸗ Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 16 65 G. Ni. 5 N. 24. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 27., Petersilie, frische, im Winter zu baben. Man] Ducate n. 9 5358 de. II(Weriiner Marke) M. 22., Weizen ab Bahnbof bier] sägt ein starkes Faß entzwei und bringt Böhrlöcher von] Ducaten al mare 15 9 55 60 M. 27.50., ab unserer Umgegend M. 26.75—27.—. s½%½ Zoll Durchmesser und 5 Zoll Abstand am ganzen Dollars in Gold. 15 4 17—20 Oe b f f 2 Holz- Versteigerung. ffentliche Au ssorderung. f Aecker Verpachtung. 1261 Montag den 23. April l. J., des Morgens 9 Uhr
1260 Nachdem Friedrich Venitz II. von Bad⸗Nauheim seine Ueberschuldung angezeigt hat, werden dessen Gläu—
1237 Freitag den 20. d. M., Nachmittags 1 Uhr, läßt Frau Lehrer Becker Wittwe von Darmstadt ihre in
biger zur Anmeldung ihrer Forderungen, sowie zum hiesiger Gemarkung gelegenen Immobilien:
Versuche eines Arrangements auf
Freitag den 4. Mai l. J., Vormittags 8 Uhr,
unter dem Rechts nachtheil anher geladen, daß die aus-
3 Morgen Acker auf der Görbelheimer Hohle, e„ auf der Töpfenkaute, 7 1 Wiese im Mühlfeld
bleibenden oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger als auf dem Büreau des Unterzeichneten auf 1 Jahr ver— den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger pachten.
beigetreten angesehen werden. Bab⸗Nauhe im den 14. April 1877. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Hempel, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.
Ein kräftiger Zapfjunge
wird gesucht von Henn 8 Jamin.
265
Fauerbach b. Fr. den 16. April 1877. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. hf ech.
1232 ist zu vermiethen. Expedirion des Anzeigers.
Ein möblirtes Zimmer
Näheres zu erfragen bei der
anfangend, sollen in dem Nieder-Weiseler Gemeindewald, Distrikt Langscheid, nachverzeichnete Holzsortimente öffent— lich versteigert werden: 187 Raummeter Buchen- und Eichen-Scheiter, 170 1„„„ Knüppel, 1000 Stück Eichen-, Aspen⸗ und Nadel-Neisig, 2,010 Raummeter Eichen- und Nadel⸗Stöcke, 222 Stück Eichen⸗-Baustämme, 63 91 Fesim. haltend, .„ Derbstangen, 0 22„„ Die Zusammenkunft ist in der Hauptschneise ober dem Kleebrunnen Nieder Mei den 17. April 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Weisel. Reuter.
Corsetten e Friedrich
Fasse an. Noch vor Eintritt des Winters gräbt man 4
1246
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