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1877.
Samstag den 18. August.
M96.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Betreffend: Die Einsendung der Gemeindevoranschläge
Betreffend: Armenkrankenpflege.
Amtlicher Theil.
für 1878.
Dr. B rio d e n.
Friedberg am 15. August 1877. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
7 Es baben bis jetzt nur zwei von Ihnen unserer Verfügung vom 13. Juni dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 69, nachgelebt, wesbald wir hier— mit die Säumigen an die Einsendung der Voranschläge bis längstens zum 30. dieses Monats bei Meidung unangenehmer Verfügung erinnern.
Friedberg am 15. August 1877.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Es stehen noch, ungeachtet unserer Erinnerung vom 26. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 87, 24 von Ihnen mit der geforderten Berichts-
erstattung zurück, weshalb wir an die sofortige Erledigung bei Meidung unangenehmer Verfügung erinnern.
Betreffend: Die Einsendung der Kirchenvoranschläge für 1878 resp. 1878/80.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchenvorstände des Kreises.
Es stehen noch 21 von Ihnen mit der Einsendung der Voranschläge zurück, weshalb wir hieran wiederholt erinnern.
Der Unterricht an der Ackerbauschule zu
2. November dieses Jahres in zwei Abtheilungen.
auf Fortbildungsfächer sowie besonders auf die Naturkunde und Land wirthschaftslehre. Außer zw dem Vereins- Wiesenbautechniker unterrichten noch daß jedes Fach entsprechend vertreten ist.
Der Unterricht wird durch Besichtigung nahe gelegener Güter, sowie Jeden Abend von 7—9 Uhr finden
durch zahlreiche Lehrmittel unterstützt. unter Aufsicht eines Lehrers Wiederholungs- und wird das Verhalten der Schüler in und außer überwacht.
Aufnahmsfähig sind junge Leute vom 14. Lebensjahre an,
Dr. Braden.
Bekanntmachung,
Friedberg beginnt am Derselbe erstreckt sich verschiedenen Zweige der ei ständigen Lehrern und mehrere Hülfslehrer, so untern 45 M. gegen, welches auch zu Friedberg am Arbeitsstunden statt und
halb der Schule strenge Dr.
Kreisrath.
D Meade
Friedberg den 15. August 1877.
Winter⸗Ackerbauschule des landw. Vereins f. d. Provinz Oberhessen betr.
welche die in einer Volksschule erreichbaren Kenntnisse besitzen. Aufzunehmenden treten in die untere Abtheilung ein, oder, wenn sie die nöthigen Vorkenntnisse besitzen, in die obere, welche von denjenigen Schülern gebildet wird, die im vorigen Jahre den unteren Cursus besucht haben.
Das Schulgeld beträgt für den oberen Cursus 35 M. und für den Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium ent-
Die neu
jeder weiteren Auskunft gern bereit ist. 14. August 1877.
Das Curatorium der Ackerbauschule Friedberg. Braden,
Schmidt, Kreisschulinspector.
Küchler, Kreis ⸗Assessor.
Deutsches Reich. Darmstadt. Der Weiterbau der Oden— wald- Bahn ist nach einer längeren Audienz, die Gutsbesitzer Jung, Vorsitzender des Veerfeldener Eisenbahn- Comites, bei dem Großberzog gehabt, hinsichtlich der Linie Schöllenbach endgültig ent schieden, doch sei die für Beerfelden im höchsten
Grade wichtige Frage, ob der Bahnhof oberhalb oder
Gesellschaft ernannt. Regierungs-Commissär bei der Oberhess.-Eisenb.“ HGesellschaft, Eickemeyer, temporär— und der Ver⸗ Halter und Rechner bei der Hauptstempelverwaltung, Steuerrath Pabst, beide auf Nachsuchen und unter Anerkennung ihrer Dienste, in den Ruhestand versetzt.
unterhalb Hetzbach angelegt werden soll, noch offen.
— Der Finanzminister hat sich bereit erklärt, auf Ersuchen der Stände ein vollständiges zum Nachtragen von Veränderungen geeignetes Iventar über die zu dem Familien- Eigenthum des großh. Hauses und über die zu dem gehörenden Domänen aufstellen
ständische Archiv gelangen zu lassen.
— Der Finanz- Ausschuß der zweiten Kammer hat gelegentlich der Rechenschafts Ablage für 1869—1872 die schwere Schädigung constatirt, welche Hessen in Folge der Einführung der neuen Besteuerung des Branntweins erlitten. Im Jahre 1869 ertrug in unserem Lande die Steuer in runder Summe 378,500 Gulden. führung der neuen Besteuerungsweise sank das Erträgniß, obgleich die Steuer Sätze gegen früher verdoppelt wurden, in rapider Weise: im Jahr 1870 auf 307,779 fl., 1871 schon auf 204, 279 fl. und 1872 sogar auf 187,436 fl.
— Oberbaurath Renner wurde zum ersten, Ministerialrath Weber zum zweiten Regierungs- Cemmissär bei der Hessischen Ludwigs Eisenbahn- Ferner wurde der seitherige
Nach Ein-
— Der Großherzog wird dem Vernehmen nach im Laufe der nächsten Woche nach Frank- reich reisen, um die in einem französischen See— bade weilende Großh. Familie abzuholen. Tag der Abreise ist bis jetzt noch nicht festgesetzt.
— Nach den nunmehr festgestellten und ge— prüften Rechnungen belaufen sich, was das Groß— herzogthum Hessen betrifft, die Ausgaben zu Lasten
21½ kr., die Einnahmen in Folge des Krieges hingegen auf 26,529,720 fl. 16 kr., der Ueber— schuß mithin auf 11,902,604 fl. 54½ kr.
Berlin. Der„Kreuz⸗Zeitung“ zufolge, hat
Staats- Vermögen sich die Prinzessin Elisabeth, die zweite Tochter Dispositionen bekundete. und an das des Prinzen Friedrich Karl, mit dem Erb-Groß' mangeln, meine bereitwilligen Bemühungen ein ·
herzog von Oldenburg verlobt.
— Der bisherige Dirigent der ersten Abtheil⸗ ung des hiesigen Polizei-Präsidiums, v. Hertzberg, ist zum Regierungs-Präsidenten in Oppeln ernannt. Ulm, 14. Aug. Heute wurden auf hiesigem Güterbahnhof in mehr als 100 Fässern 1,900,000 Chassepot Patronen unter der Adresse des griechi- schen Kriegsministeriums verladen. Sie gehörten zu der in Frankreich gemachten Kriegsbeute und sind an Griechenland verkauft worden.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Aug. Ein Abgesandter der bosnischen Insurgenten,
Drugovie, begab sich heute mit einer Petition,
Oesterreich verlangen, nach Wien.
Frankreich. Paris, 15. August. Aus Anlaß des Napoleons-Tages wurde heute in der Kirche St. Augustin eine feierliche Messe ge— halten, welche von Bonapartisten zahlreich be— sucht war.
des deutsch⸗französischen Krieges auf 14,627,115 fl.
in welcher Erstere die Occupation Bosniens durch
Großbritannien. London, 14. Aug. Die Thronrede, mit welcher das Parlament heute geschlossen wurde, besagt Folgendes:„Die Be—
Der ziehungen zu den fremden Mächten sind freund-
schaftlich.“ Nach Erwähnung der erfolglosen Bemühungen, den Frieden aufrecht zu erhalten, beißt es weiter:„Nach dem Ausbruch des Krieges zwischen Rußland und der Türkei habe ich die Absicht zu erkennen gegeben, Neutralität zu be— obachten, insoweit die Interessen des Landes nicht berührt werden. Diese Interessen wurden in einer an die russische Regierung gerichteten Mittheilung dargelegt, deren Beantwortung freundschaftliche Ich werde nicht er-
treten zu lassen, wenn sich eine günstige Gelegen- heit bieten wird, um die Wiederherstellung des Friedens unter Bedingungen herbeizuführen, welche mit der Ehre der Kriegführenden, der allgemeinen Sicherheit und der Wohlfahrt der anderen Nationen vereinbart sind. Wenn während des Kampfes die Rechte meines Reiches angegriffen werden oder in Gefahr gerathen, so rechne ich auf Ihre Unter— stützung, um sie zu schützen und aufrecht zu er— halten.“ Die in der Sitzung vorgelegten diplo— matischen Correspondenzen in der Orient-Frage reichen vom 14. Juni bis zum 30. Juli. Ein großer Theil betrifft die Grausamkeiten der Krieg— führenden. Eine Depesche des Lord Loftus an Lord Derby vom 31. Juni berichtet über eine Unterredung mit dem Fürsten Gortschakoff, welcher sagte, die russische Regierung betrachte die Unab— hängigkeits⸗Erklärung Rumäniens als eine de facto und nicht de jure vollendete Thatsache. Man müsse die Frage im Einvernehmen mit den euro- päischen Mächten später verhandeln. Oesterreich sei gleicher Ansicht. Bezüglich Serbiens habe der


