Ausgabe 
17.4.1877
 
Einzelbild herunterladen

scirme

chloß.

eee

Dienstag den 17. April.

M 44.

berhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreishlatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

detreffend: Die Einträge in das Handelsregister vom 1. Quartal dieses Jahres.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

ofort die

Dr. Bra den.

Betreffend: Die Benutzung der öffentlichen Straßen mit schwerem Fuhrwerk

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Friedberg am 11. April 1877.

Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 14 September 1875, im Oberhessischen Anzekger Nr. 108 von 1875, fordern wir Sie auf, Auszüge rubricirten Betreffs beziehungsweise Negativbescheinigungen an die Großherzoglichen Landgerichte abzusenden. *

Friedberg am 16. April 1877.

Amtsblatt Nr. 6, zurück. Wir erinnern

Es stehen noch Viele von Jbnen mit Erledigung unserer Verfügung vom 10. vorigen Monats, Klietsch, Kreis- Assessor.

letan umgehend. J. B. d. K.:

Bekanntmachung.

Da Collekten für Hagelbeschädigungen nicht gestattet werden, machen wir in Folge Anordnung Großberzoglichen Ministeriums des Innern arf die durch die bestehenden Hagelversicherungs-Anstalten gebotene Gelegenheit zur Versicherung der Felderzeugnisse gegen Hagelschlag ganz besonders aufmerksam.

Friedberg den 16. April 1877.

Großberzogliches Kreisamt Friedberg.

J. B. d. K.: Klietsch, Kreis- Assessor.

betressend: Dir jährliche Neoifien der Hvpolbekentücher. Das Großherzogliche Landgericht Vilbel an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Bezirks. Unser General-Ausschreiben vom 26. April 1869, wiederholt in Nr. 37 des Obechessischen Anzeigers von 1875, bringen wir hiermit aber

nals in Erinnerung. Vilbel am 14. April 1877.

detreffend: Die Hundswulb.

Bekanntmachung.

In Muschenheim hat ein der Tollwuth höchst verdächtiger Hund mehrere Hunde gebissen.

Zur Verhütung von Unglücksfällen wird deßhalb auf Grund des Art. 261 des Dorf- Gill, Eberstadt, Ober ⸗Hörgern, Bellersheim, Bettenhausen und Langsdorf verordnet: Weiteres in den Hoftaithen in sicherem Gewahrsam zu halten.

perhindernden Maulkorb verseben sind.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der bemerkten Gemeinden haben das Polizeiper

Alle Ausnahmen sind nur gestattet,

sonal

Zuwiderhandlungen sofort Anzeigeprotokolle aufzunebmen und anher einzusenden.

Gießen den 11. April 1877.

Sager.

Polizeistrafgesetzes für die Gemeinden Muschenheim, Birklar,

Hunde in den genannten Gemeinden sind bis auf

wenn Hunde mit einem das Beißen vollständig

hiernach entsprechend zu instruiren und sind über

Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. ö der.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Großherzogliche Regiet ungsblatt Nr. 17 enthält:

I. Gesetz, die Competenz der Gerichte in Strassachen in den Provinz Starkenburg und Oberhessen betreffend.

II. Fekanntmachung, die Vereinigung des Bezuks⸗ srafgerichts Michelstadt mit Darmsladt, sowie des Bezuks, ira sgerichts Alsfeld mii Gießen betressend.

III. und IV. Uctetsichten der füt 1877 genehmigten Umlagen in den israelitischen Religionsgemeinden des Kleises Worms und in den Gemeinden des Kreises Alzey.

V. Ertheilung von Erfindungspatenten. a

VI. Concurtrenz Eröffnungen. Erledigt sind: die wang. Pfarrstelle zu Münster, Gehalt 1373 M.; das Präsentalionsrecht sieht dem Fürsten zu Lolms⸗Lich zu; die Schulstelle zu Rommelhausen, Gehalt. 685 M. 71 Pf.; bie 3. Schulsielle zu Klein⸗Steinheim, Gevalt 750 M.

Darmstadt. DenN. H. B.- Bl. zufolge beabsichtigt die Regierung demnächst eine Vorlage wegen Abänderung der nicht mehr zeitgemäßen Berordnung vom 2. November 1841, die Bildung der Vorslände der israelitischen Religionsgemeinden betreffend, zu machen.

Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben am 7. August die Kreisärzte für die Kreisgesundheitsämter Allergnädigst zu nennen geruht: Dr. Landmann zu Furth für bensheim, Dr. Kaiser zu Dieburg für Dieburg, Dr. Langhainz zu Erbach für Erbach, Dr. Münch n Groß- Gerau für Groß-Gerau, Ir. Scotti n Heppenheim für Heppenbeim, Dr. Köhler zu Offenbach für Offenbach, Dr. Glasor zu Grün-

berg für Gießen, Dr. Schlosser zu Alsfeld für

Alefeld, Or. Büdingen für

Westernacher zu

Büdingen, Dr. Lorenz zu Friedberg für Friedberg, Dr. Sartorius zu Lauterbach für Lauterbach, Dr. Helwig zu Mainz für Mainz, Dr. Schenk zu Wöllstein für Alzey, Dr. North zu Gedern

bält. Der Abg. Schröder Friedberg erinnerte an den im vorigen Jahre gefaßten Beschluß wegen Ermäßigung der Telegraphengebühren für die erste Zone. Außerdem wünschte er u. A. Gleichheit

für Bingen, Dr. Heumann zu Pfungstadt für in der Behandlung der für das Ausland bestimmten Oppenheim, Dr. Neidhart zu Oppendeim für Waarenproben- und Kreuzbandsendungen. Betreffs Worms, Dr. Stubenrauch zu Schotten für Fürth, des ersteren Punktes bemerkte Stephan, daß noch

Dr. Müller zur Worms für Pfeddersheim. An demselben Tage wurde der Kreisarzt Dr. Sauer- mann zu Alzey unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt. Ferner wurden am 7. April ernannt: Oberrechnungsprobator Schuchard und Unliversitätsrentamtmann Schmidt zu Ober rechnungsrevisoren bei der Oberrechnungskammer, Kalkulator Welsch, die Oberrechnungsprobatoren 2. Klasse Metzendorf, Becker und Petry zu Ober⸗ rechnungeprobatoren 1. Klasse, die Revisionsgehülfen Ffeick aus Nonrod und Graubert aus Friedberg zu Oberrechnungsprobatoren 2. Klasse der Ober⸗ rechnungskammer.

Berlin, 12. April. Reichstags Sitzung. Schluß. Mehrere Punkte der Post- und Tele- graphenverwaltung, insbesondere auch der Tele- graphentarif werden kritisirt. Generalpostditector Stephan bekämpft diese Ausführungen. Klagen über zu starke Inanspruchnahme der Eisenbahnen durch die Post, über Verletzung des Briefgeheim- nisses, über zu langsame Beförderung der englischen Post werden geführt und von Stephan und mehreren Abgeordneten als unbegründet zurückgewiesen. Rabenau wünscht Herabsetzung des Zeitungs- tarifes, was Stephan momentan für unthunlich!

nicht hinreichende Erfahrungen vorlägen, um die Frage definitiv zu entscheiden. Im Uebrigen be tont er, wie die Postverwaltung bemüht sei, den Wünschen des Publikums nach Möglichkeit gerecht zu werden. 13. April. Auf der Tagesordnung steht das Schreiben Bismark's, betressend dessen Beurlaubung. Die Diskussion, woran sich die Ab- geordneten Hanel, Windthorst und v. Bennigsen be- theiligen, bespricht die Vertheilung der Geschaͤste des Reichskanzlers auf drei unabhangig nebenein- anderstehende Ressorts, als einer unvollkommnen Lösung der Kanzlerkrisis, würdigt die Politik Bismarck's und behandelt die Frage der Reichs- ministerien. Dem Reichskanzler gebühre Dank, daß er trotz seiner angegriffenen Gesundbeit sich in diesem kritischen Augenblicke bewegen lasse, auf seinem Posten zu verbleiben und dem Reichstage gezieme es, diesen Dank auszusprechen. Daß Deutschland in wenigen Jahren zu seiner jetzigen Stellung erhoben worden, das sei das Verdienst des Kaisers und Reichskanzlers, die Vertretung rer Nation habe die Pflicht, volle Anerkennung dieser Verdienste auszusprechen. Hierauf Fort- setzung der zweiten Lesung des Etats der Post⸗ verwaltung. Die Diskusston dreht sich um bessere