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Urlaubs seine Gesundheit sich von Neuem befestigen werde, sich nicht erfüllt habe.“ ö
— Gegen den„Attentäter“ Lugowskg ist bisher von allen Seiten, von Behörden, Ver wandten und von Personen, die mit ihm in Ver⸗ kehr standen, so viel Material eingelaufen, daß man jetzt erst das bewegte Vorleben desselben
wirklich kennt und daß man positiv weiß, man
habe es mit einem Individuum Namens Lugowsky Der„France“ zufolge sind die Truppen in Paris,
zu thun. Derselbe ist zum ersten Male als Soldat im Jahr 1867 kriegsrechtlich verurtheilt. In Spandau suchte er zu desertiren, wurde ergriffen und wieder kriegsrechtlich verurtheilt. Als Sträf⸗ ling verübte er Diebstähle und Unterschlagungen, so daß er bis zum Jahre 1875 14 Mal bestraft ist; nebenher empfing er noch einmal in dieser Zeit als Sträfling in Danzig 15 Stockhiebe. In den ersten beiden Jahren feiner Dienstzeit
hatte er sich ordentlich geführt und es bis zum aufnahme der
Gefreiten gebracht.
mit dem Matschall conferirt. Er bildet ein Cabinet mit Daru, Depeyre, Ancel, Montgolsier, Leguay ꝛ. Alle Mitglieder der Rechten sind heute bei Lareinty versammelt. Batbie befürwortet die Auflösung, sofern die Kammer das Budget verweigert.
— 10. Dec. Die republikanische Presse ist darin einstimmig, daß dem Marschall nur die Wahl zwischen Rücktritt oder Revolution bleibe.
Versailles und Vincennes consignirt.
— Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein Decret des Haudels-Ministers, wodurch die Ein- fuhr lebendigen Schaf und Ziegen Viehs aus Deutschland wieder freigegeben wird.
— 10. December. Die Mitglieder der con- stitutionellen Partei beauftragten den Herzog v. Audiffret⸗Pasquier, sich an den Marschall⸗ Präsidenten zu wenden und denselben zur Wieder- Verhandlungen mit Dufaure zu veranlassen. Heute Vormittag kam Audiffret mit
— Die Nachricht, daß das vom Präsidenten des Ober⸗Kirchenraths Herrmann eingereichte Ent⸗
lassungs-Gesuch ein wiederholtes sei, wobei man keit Anerkennung gefunden, auf Vorgänge aus vergangenem Sommer verweist, Transaction hinsichtlich der Wahl der Minister wird der„Nat.⸗Ztg.“ von berufener Seite als des Krieges, der Marine und des Auswärtigen. unrichtig bezeichnet; das dem Kaiser jetzt vor- Audiffret begab sich darauf zum Marschall, welcher liegende Entlassungs-Gesuch sei das einzige das ihn aber dahin beschied, daß sein Entschluß bereits
gefaßt, und das neue Ministerium gebildet sei;
Herrmann eingereicht habe.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 10. Dec. In der gestrigen geheimen Sitzung des Ausschusses der ungarischen Delegation für auswärlige Ange legenheiten gab Graf Andrassy nach der„Pester Corr.“ mehrfache Aufklärungen über die euro— päische Lage und die Politik der Regierung: nachdem der Minister sich dagegen verwahrt hatte, daß seine Politik in den sogenaunten officiösen Blättern angedeutet sei, erklärte er sich mit der Ansicht einverstanden, daß in Europa neben den Verträgen noch ein Factor entscheide, nämlich die Macht, und den Verträgen nur insofern Geltung gesichert sei, als man sie nachdrücklich unterstützen könne. Das Drei-Kaiser-Bündniß berührend, äußerte Graf Andrassy: Die Monarchie verfügt frei über ihr Schicksal; kein Staat Europa's
kann sicherer darauf rechnen, daß seine gerechten
und billigen Interessen zur Geltung gelangen werden. Was die Stellung der kleinen Grenz— Staaten aulange, so erklärte sich der Reichskanzler entschieden dagegen, daß man die christlichen Völker- schaften des Orients noch länger dem Vorurtheil überlasse, als hätte Oesterreich-Ungarn kein Herz für ihre Wohlfahrt, und als wäre es unser In- teresse, die Türkei in dem Zustande, worin sie vor der Bewegung war, unverändert zu erhalten. Ihm fehle der Muth, für den Status quo der Türkei in solchem Sinne einzustehen und die Macht der Monarchie für einen Zweck einzusetzen, an dessen Berechtigung und Erreichbarkeit kein Staatsmann Europa's glaube, auch die türkischen Staatsmänner nicht. Der Minister widerlegte auch noch die irrige Ansicht, daß Oesterreich Ungarn unter dem Drucke einer Macht handle: es gebe keine Macht Europa's, die ohne uns die Regelung der orientalischen Angelegenheiten unternehmen könnte.
— 10, Dee. Der Budget-Ausschuß des Abgeordnetenhauses nahm den Gesetzentwurf über die Bestreitung des Staats-Aufwandes bis Ende März 1878 an und ermächtigte den Finanz- Minister zur Ausgabe von 150 Millionen Reute zur Rückzahlung der 1878 fälligen Capitalien der in Noten verzinslichen Staats Schuld.
Pest, 10. Dee. Der Finanz Ausschuß des Abgeordnetenhauses hat beschlossen, die provisorische Verlängerung des Ausgleichs mit Oesterreich bis Ende März 1878 und die Verlängerung der Handels-Verträge mit Frankreich, Deutschland und Italien um sechs Monate zur Annahme zu empfehlen. Auf die Anfrage, ob die Regierung Garantien für monatlichen Proviso riums
Dufaure zusammen, welcher erklärte, er sei, wenn einmal das Princip der Minister⸗Verantwortlich- geneigt zu einer
es könne weber von Transaction, noch von Ver— söhnung die Rede sein. Audiffret entgegnete mit einigen Worten des tiefsten Bedauerns über diese Entschließung.
— Die vom Senat eingesetzte Commission zur Untersuchung über den Nothstand der Industrie
hat den Handels-Minister Ozenne vernommen; dieser legte Angaben über die commercielle Lage Englands, Oesterreichs, Deutschlands und der vereinigten Staaten von Amerika vor nebst Ziffern, welche die Bewegung der Ein- und Ausfuhr dieser Länder veranschaulichen; daraus gehe hervor, daß die Krise auch bei ihnen bestehe.
Italien. Rom, 10. Dec. Gestern Nach- mittag ist eine Verschlimmerung im Zustand des Papstes eingetreten; Athem⸗Noth ist vorherrschend.
Türkei. Constantinopel. Die über die angeblich von den Serben begangene Grenzver— letzung eingeleitete amtliche Untersuchung hat er- geben, daß dabei nur ein Mißzverständniß vorliegt. Im letzten Kriege nämlich war eine Reihe Palli⸗ saden, welche die Grenze bezeichneten, zerstört worden, und seitdem noch nicht wiederhergestellt; auf diesem somit noch nicht wieder abgegrenzten Gebiete hatten sich die Serben bewegt.
— Der Minister-Rath hat beschlossen, die Gouverneur Stellen der Provinzen und Distrikte sowie andere Verwaltungs-Posten auch Christen anzuvertrauen. Die bevorstehende Thronrede des Sultans werde voraussichtlich diesen Beschluß be⸗ reits erwähnen.
— Ein Telegramm Mehemed Ali's meldet aus Kamarli vom 9. Dec.: Beide Armeen halten sich fortgesetzt in der Defensive und errichien Be. festigungen. Die Witterung verhindert Operationen.
— Reuf Pascha ist interimistisch an Stelle Mustapha Pascha's zum Kriegs- Minister ernannt worden,
— Nachrichten aus Rustschuk vom 9. zufolge dauert das Bombardement zwischen Rustschuk und Giurgewo unausgesetzt fort. Mehrere türkische Monitors wurden bei einer Recognoscirungsfahrt von einer russischen Abtheilung aus Kadikibi mit drei Geschützen angegriffen; der Monitor„Fethi Islam“ wurde von zwei Kugeln getroffen, ohne jedoch größeren Schaden für Schiff oder Mann⸗ schaft zu erleiden.
— Sämmtliche türkische Staats- Männer stimmen überein, bei einem eventuellen Friedensschluß vie europäischen Interessen nicht zu berücksichtigen.
Serbien. Belgrad, 10. Dee. Man
1 Bataillone ins Feld stellen. Gestern ist im Lager zu Kraguj⸗watz in Folge communistischer und conservativer Umtriebe eine Meuterei ausgebrochen.
Der Ministerrath beschloß energische Maßregeln; der Commandant des Schumadja Corps wurde mit zwei Bataillonen und vier Batterien nach Kragujewatz entsendet, wohin auch von Semendria Truppen abgingen.
Gestern Morgen 7½ Uhr griff die gesammke
des Wid zu durchbrechen. Der Angriff erfolgte mit verzweifelter Energie; ein Theil der Türken drang sogar in unsere Trancheen und Batterien.
Türken geworfen. Von allen Seiten umzingelt, ergab sich der tapfere Vertheidiger von Plewna mit seiner ganzen Armee. Osman ist verwundet, seine Truppen durch Hunger und Kälte erschöpft, Die Anzahl der Gefangenen und Trophäen genau anzugeben ist unmöglich. Jedoch Alles, was in Plewna ist, befindet sich in unseren Händen.
das Sibirische und das Samogetische Grenadier⸗ Regiment.
staltet; verschiedene Deputationen, darunter auch
National Hymne intonirend, zur Wohnung des Reichskanzlers Fürsten Gortschakoff. Hier in Petersburg fanden gestern Abend zur Feier des
den Straßen und Plätzen ertönten Hurrahs und die National-Hymne; die Stadt war zum Theil illuminirt. Heute fand ein feierliches Tedeum in der Kirche des Winter-⸗Palais und in der Isaak⸗ Kathedrale statt. Die Häuser der Stadt sind
minirt werden. Auch in Bukarest hat heute in den Kirchen ein feierliches Tedeum stattgesunden, welchem der Reichskanzler Fürst Gortschakoff und die rumänischen Behörden beiwohnten. Die „Agence Russe“ bemerkt, durch den Fall von Plewna werde, selbst wenn der Beginn von Ver⸗ handlungen zwischen der Pforte und Rußland
aufgehalten.
— In den bulgarischen Schulen wird die russische Unterrichts⸗Sprache eingeführt,
Kars, 6. Dec. Stab sind in Hassan Kaleh eingetroffen.
Aegypten. Kairo neuerdings beschlossene Verstärkung der ägyptischen
Infanterie, 1000 Mana Cavalerie und 4 Batterien bestehen.— Der englische Controleur der Ein; nahmen der ägyptischen Staats Casse hat an die
Bankier Syndikat vereinbarten Bedingungen zu sanctioniren. Malaret bot aus diesem Grunde nicht angenommen wurde.
Aus Stadt und Land. Friedberg, 12. Dec.
den Inleressenten gerne dessen Eiusicht und Benutzung. Die Redaction des Oberheisischen Anzeigers,
begonnen haben. Bedeutung, wobei Tafeln das Verständniß förderten.
Die Reichhaltigkeit des Materials und die Wich ligkeit des Gegenstandes erhellt dazaus, daß der Redner sich nicht
befaßte, sondern sein Augenmerk namentlich dem Roggen
meldet von hier, daß der Krieg gegen die Türkei
das Zustanvekoumen des sechs⸗ nunmehr nur noch eine Frage von Tagen sei. im Verhältniß mit Mit dem russischen Hauptquartier seien Verhand-
Deulschland besitze, antwortete Minister-Präsident lungen wegen des serbischen Operations-Plans im
Tis za verneinend, doch habe er die Hoffnung darauf. Frankreich. Paris, 9. Dec.
Gange. Nächstens erfolge die Veröffentlichung
f Nach diplomatischer Actenstücke bezüglich des Verhält- pfäcisen, lief durchdachten, im ersten Theil vielleicht el 0 einem Telegramm der„Independance“ hat Batbie nisses Serbiens zur Pforte. 1 9980 1 0
Serbien wird 84
und Waizenbrand, den Erscheinungen des Bluis auf ger kochten Speisen ꝛc., der Hese, der Kartoffelfäule, Trauben“ ttankhei, Diphtheritie, Masern, Kubpocken, des Mehltaues Rutlerkorn ꝛc. zuwandte. Den zweiten Vortrag hielt am 23. November Professor Dr. Köhler über Privat und Collectiv⸗Eigenthum. Aus der knappen
zu philosophisch gehaltenen Darstellung leuchtete die gan
1
Rußland. Petereburg, 11. December.
Armee Osman Pascha's unser Grenadier Corps an, um unsere Cernirungs Linie am linken Ufer
Alle Versuche jedoch, die Stellungen der Grena⸗ diere zu durchbrechen, waren vergeblich. Nach einem fünsstündigen heißen Kampfe wurden die
Unsere Verluste sind im Verhältnisse zu dem Er⸗
folge nicht groß; am meisten litten das Astrachan'sche,
reich beflaggt und werden heute allgemein illu-
eintrete, die Fortsetzung der Feindseligkeiten nicht
Hilfetruppen für den Sultan soll in 1200 Mann 0
seine Entlassung an, welche indeß vom Khedive
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Auf unsetem Comptoir ist seit heute ein Telephon im Gebrauche und gestatten wir
—1—. Friedberg. Nachträglich wollen wir berichten, daß die Vorträge im hiesigen Volksvildungsverein wieder Den ersten Vortrag hielt Reallehrer Warth am 16. November über die Pilze und ihre
allein mit Entstehung der Pilze, Existenzbedingungen, chemischen Eigenthümlichkeiten, Funktionen, Arten derselben
In Bukarest wurde mit Einbruch der Dunkelheit eine freiwillige Illumination veran⸗
deutsche, zogen mit Musik und Fahnen, die russische
Sieges in den Theatern Ovationen statt; auf
4
Loris Melikoff und sein
Die vom Khedive 1
Finanz- Commission ein Schreiben gerichtet, wonach 0 er sich weigert, die von Malaret mit dem Pariser
Mont fil, burg bulch worde geklaf Warn schüft vorge epi, das von! ef 1¹¹ des 0
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