Ausgabe 
10.7.1877
 
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Frankfurt, 7. Juli. Der heutige Heu⸗ und Strob⸗

Markt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität per Center M. 55.80., neues Heu M. 3..

Stroh per Ceniner M. 34. Butter im Großhandel das Pfund 1. Qual. M. 1.20., 2. Qual. M. 1.510.; im Klein⸗ bandel 1. Qual. M. 1.40., 2. Qual. M. 1.20 30. Eier, das Hundert gewöbnliche M. 4.50. italienische M. 5.60. Kartoffeln per 100 Kildar. M. 89. Ochsen⸗ fleisch per Pfund 70 Pf. Rinofleisch 5560 Pf., Kalbfleisch 6070 Pf., Schweinefleisch 7580 Pf., Hammesfleisch 50-63 Pf. Erbsen, geschälte, per 100 Kilogr. M. 2830., ganze Erbsen M. 2426., Bohnen, weiße, M. 2326., Linsen M. 34 38.

Main; 7. Juli. Producten-Markt. Waizen per Juli M. 24 10., per Nov. M. 22.90. Korn per Juli

M. 16 50. per Nov. M. 16.. Hafer per Juli M. 15 55., per Nov. M. 15.25. Rüböl per Juli M..., per Oct. M. 35.35.

Arbeiter und Proletarier.

Unter obiger Ueberschrift bringt dieSocial⸗

Corresp. nachfolgenden beherzigens werthen Aufsatz: Die Führer der Socialdemokratie lassen es sich angelegen sein, die BegriffeArbeiter undProle tarter mit einander zu verqauicken. Und doch, welch' bimmelweiter Unterschied besteht zwischen diesen! Wer arbeitet, der ist ebenso wenig ein Proletarier, wie sich Derjenige, welcher faullenzt, zum Arbeiterstande rechnen darf. Spricht man vom Proletarier, so denkt man an körperlich und wirthschaftlich heruntergekommene Leute, welche einst der Arbeiterklasse oder irgend einem anderen Stande angehört baben mögen, jetzt aber der

Staates gegen die Socialdemokratie einerseits die Gegner wichtiger, als sie sind, erscheinen lassen, andererseits aber denselben Urseche zur Aufregung und zum Widerstande gegen die staatliche Ord- nung geben würde. Eines aber unterlaßt, ihr Nebenbuhler des Catilina! Bleibt eurer Farbe treu und hört auf, die Männer der Bluse mit dem blutigen Roth zu beflecken! Wer die Gelegen haben und daher erst beim Umsturz gesellschaft- heit, die Kraft und die Tugend besitzt, sich oder licher Ordnung zu gewinnen boffen! Schreit auch eine ganze Familie mit den Früchten seiner hinaus in's Volk, daß Alle, welche auf anderen Arbeit zu ernähren, wird zwar die Schäden der Lebensbahnen gescheitert sind, hinter euch stehen! bestehenden Gesellschaftsordnung nicht übersehen und Der RufNieder mit den Palästen, welcher gern mit Hand anlegen, um die Wunden des erst vor wenig Tagen wieder in einer social- Staates zu verbinden oder die Quellen zu ver demokratischen Zeitung ertönte(der Chemnitzer stopfen, aus denen neues Unheil entspringen könnte.

Gesellschaft zur Last fallen und daher von dieser als Bürde betrachtet und behandelt werden. Man spricht nicht nur von einem Arbeiter-, sondern auch von einem Handwerker- und Fabrikanten⸗, sowie von einem Gelehrten und Adelsproletariat. Bekennt also Farbe, ihr Führer der Social- demokratie! Verkündet laut, daß ihr euch auf solche Existenzen stützt, welche nichts zu verlieren

Freien Presse vom 12. Juni), wird dann ver Voll Dank für das, was er hat, verachtet er ständlicher sein. Habt ihr aber das Visir eurer aber die Pläne Derer, welche die Gesellschaft, Mannen gelüftet, dann wird auch die Gesellschaft als deren rüstiger Mitarbeiter er berufen wurde, nicht zögern, Stellung zu nehmen. Ihre Boll- in ihren Grundfesten zu erschüttern streben. Daher werke ind zwar stark genug, um euch eine Zeit klinge laut in alle Lande:Arbeiter und Pro⸗ lang gewähren zu lassen; da sich aber doch dieser letarier sind nicht Eins; hie Arbeiter, oder jener Stein lockern möchte, wenn ihr nicht hie Proletarier! f unterlaßt, gegen den Bau anzustürmen, den die 5 5 Gesellschaft auf tausendjährigem festem Untergrund 2 1 2 us zu g g aufgeführt hat, so könnte sie sich wie sauer aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg, es ibr auch ankommen dürfte doch vielleicht Geboren:

entschließen, einst aus der Defensive herauszutreten!. ene ee bre N

Uns wäre dies entschieden zuwider. Wir sind 2. Juli. Slise Brack, Tochter des Lademeisters Daniel der Ansicht, daß ein offensives Vorgehen des Brack, 18⅛ Jahr alt.

or 5 5 Holzversteigerung. 2076 Mittwoch den 11. d. Mts. kommen in den Wald⸗ ungen des Großherzoglichen Hauses, Distrikt Frauen⸗ wald, Schlag XIX, folgende Holzsortimente zur öffent⸗ lichen Versteigerung: 280 Stück 1,61 Festmeter Eichenschälholz- Reis- stangen, zu Baumstützen geeignet, 16 Raummeter Eichenschälholz-Scheiter, 1 Knüppel, 7378 Wellen Eichenschälholz-Reisig, 10 Raummeter Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlag. Ober⸗Rosbach am 3. Juli 1877. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. era Holz ⸗Versteigerung. Im Ober- Rosbacher Gemeindewald,

2109

Hoheburg, wird Mittwoch den 11. d. Mts. nachstehendes

Holz öffentlich meistbietend versteigert: 17 Raummeter geschält Eichen Scheitholz, 64 5 5 Knüppelholz, Wellen geschält Eichen-Reiserholz,

8400 1200 2515 Buchen Reiserholz, 16600 Eichen⸗Birken⸗Reiserholz, 225 Nadel-Reiserholz,

9 Haufen Späne.

Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Schlag auf dem

Distrikt

Land-& Ackerwirthe.

22

5 75% gef Engl. Futterrüben⸗Samen. Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 1 bis 3 Fuß im Umfange groß und 5, 10 bis 15 Pfund schwer, ohne Bearbeitung. Die erste Aussaat geschieht Ausgangs März oder im April. Die zweite Aussaat im Juni, Juli, auch noch Anfangs August und dann auf solchem Acker, wo man schon eine Vorfrucht abgeerndtet hat, z. B. Grünfutter, Frühkartoffeln, Raps, Lein und Roggen. In 14 Wochen sind die Rüben vollständig ausgewachsen und werden die zuletzt gebauten zum Winterbedarf auf⸗ dewahrt, da dieselben bis im hohen Frühjahr ihre Nähr- und Dauerhaftigkeit behalten. Das Pfund Samen von der großen Sorte kostet 6 Mark, Mittelsorte 3 Mark. Unter ½ Pfund wird nicht abgegeben. Aussaat pro Norgen ¼ Pfünd. Culturanweisung füge jedem Auftrage bei. Es offerirt diese Samen:

Ernst Lange, Schöneberg bei Berlin W.

Frankirte Aufträge werden mit umgehender Post expedirt, wo der Betrag nicht beigefügt, wird solcher durch Postvorschuß entnommen. 2123

Holzversteigerung.

21³0 Die heute im Freiherrlich v. Ritter'schen Walde Hasselheck abgehaltene Versteigerung ist genehmigt und der erste Abfuhrtag auf Mittwoch den 11. Juli l. J. bestimmt worden. Die Abfuhrscheine können gegen Baar⸗ zahlung oder Einlegung von Bürgscheinen Dienstags und Donnerstags bei dem Unterzeichneten in Empfang ge nommen werden.

Versteigerung von Früchten auf dem Halme.

2136 Montag den 16. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr

anfangend, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen

Erben die auf den

öffentlich

Antrag der Johannes Walz III.

nachstehenden Grundstücken befindliche Erndte an den Meistbietenden versteigert werden:

ühnerpfad.. pee Nes bach om 5. Jul 1877. 1 enen Fanz ee Friedberg den 6. Juli 1877. Großherzogliche e Ober⸗Rosbach. 343. Im kleinen Wartfeld mit Gerste, In 50 5 2 8 5 273. daselbst mit Hafer, N 1 8 N14 2 421. im Großwartfeld mit Hafer, 5. 8 M 0 b il tar⸗ 1 n D V 1e 0 7 934. im Großgalgenfeld mit Waizen, 41 5. 0 3 0 0 1 95 1 1 15 1 940. im kleinen Wartfeld mit Gerste 2132 Freitag den 13. d. M., Vormittags 8% d V EN st f 1 9 E 1 1 g. 400. daselbst mit 9 050 sie im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, nach⸗ 2095 Nächsten Freitag als den 13. d. M., von Morgens 310. im Kleingalgenfeld mit Waizen, benanntes Gehölze versteigert werden 8 Uhr an, werden in der Behausung der verstorbenen 411. im Großgalgenfeld mit Waizen, 57 Raummeter geschältes Eichen⸗ Scheitholz, Sattler Karl Schaubach Eheleute dahier nachbenannte 320. daselbst mit Hafer, 91 0 e Prügelholz, Gegenstände gegen gleich baare Zahlung öffentlich meist⸗ 315. im kleinen Wartfeld mit Hafer. 7 5. . f 7 adel⸗

bietend versteigert; N 1 Ziege, 4 bis 5 Fuder ver

3 N Gemarkung Fauerbach b. Fr. 22047 Stück Eichen⸗Schälholzwellen,

2 Kühe, 3 Schweine, Klafter f n 0 195 schiedene Sorten Stroh, ein Quantum Mist, 1 voll⸗ 5 8 158w Mgeschaͤlte Eichen⸗Baumstüßzen. 107 Wagen, 1 Egge, 2 Pflüge, ein großes 197 ae a a Gerste, Zahlungstermin: 1. Dezember 1877. Quantum des verschiedensten Leders, ein großes 235. daselbst mit Wai 0 vafer, Ober⸗Mörlen am 7. Juli 1877. 5 Quantum Schnallen und Ringe, 1 Sopha, 1 Commod, 242. daselbst mit 5 f Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. 4 Bettstellen mit ee 1 5 158. 80 Nina u Hafer, Ice schiedene Tische und son tige Haus un en⸗ 160. m Osterluzei nüß Abt f 0 7 8 g geräthschaften. 5 1456. in der Töpfenkaute mit Waizen, Faselochs ⸗Versteigerung. Melbach am 5. Juli 1877. 5 870. am steinernen Brückchen mit Korn, 910 f ind. 5 8 9 Großherzogliches Ortsgericht Melbach. 910. daselbst mit Waizen 212²⁸ Ein der Gemeinde Dorheim zustehender Faselochse . 246. 1 der Wüstung 00 Korn, en Ge 1915 170 Ju 18. 5 0. n 5 2 j J Fr orheim am 7. Juli 1877. Bekanntmachung. 258. am Dienheimerpfad mit Walzen, a Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim. 2131 Das am 14. und 15. Mai l. J. im hiesigen 555. daselbst mit Waizen. Z er b. Gemeindewalde, Distrikt Reserveschlag, versteigerte Holz Gemarkung Dorheim. kann abgefahren werden und ist der erste Abfahrtag auf 989. An der Kieskaut(Ringgraben) mit Hafer. Butter Ulver Mittwoch den 11. Juli l. J. festgesetzt worden. Die] Hierbei wird bemerkt, daß die Verkäufer selbst, sowie. 0 0 N Abfahrzeit dauert bis zum 1. August l. J. an allen die' hiesigen Feldschützen über die Lage der Aecker fede verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester

Wochentagen von 7 bis 12 Uhr Vormittags. Ober⸗Mörlen am 7. Juli 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen, 93

(utter Kltesanen

ist noch zu haben bei

2135 Ph. Dan. Kümmich.

das Ranzig-

und schmackhäfter und verhindert ausreichend für

werden derselben. Ein Paquet, 500 Liter Milch, à 50 Pf.

Küse und Butterfarbe, per Flacon à 60 Pf., zu haben bei Frau Hofl. Windeeker in Friedberg, Ph. J. Weiss in Bad-Nauheim.

äußerst billig bei K. Friedrich.

gewünscht werdende Auskunft ertheilen. d Gegen Bürgschaft wird Credit bis 1. Oetober l. J. bewilligt. Friedberg den 9. Juli 1877. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou c a r.

Stidene Umknöpftücher K Fonlauds

360 in den schönsten Farben billigst bei Friedrich.

1950

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