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Morgens geweckt und zu dem Kranken geholt
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1877.
Samstag den 8. September.
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Oherhessis.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Erscheint jeden
Betreffend: Friedberg-Hanauer Eisenbahn.
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Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Friedberg am 5. September 1877.
i d 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Fauerbach b. Fr., Bruchenbrücken, Ossenheim, Assenheim, Ilbenstadt, Bönstadt, Burg—
Gräfenrod, Kaichen und Heldenbergen.
Nach einer Benachrichtigung des Königlichen Eisenbahn-Baumeisters, Herrn Franke dahier, soll zur Vorbereitung des Grunderwerbs Verfahrens
1 für die Friedberg ⸗ Hanauer Eisenbahn im Großherzoglichen Gebiete die Grenzen des für die Bahn erforderlichen Terrains durch starke Pfähle in den 4 Ackerfurchen markirt werden.
Indem wir Ihnen hiervon Kenntniß geben, tragen wir Ihnen auf, dafür zu sorgen, daß diese Pfähle nicht ausgepflügt oder entfernt werden.
Betreffend: Colorabokäfer.
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Friedberg den 4. September 1877.
Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Die bestellten Nachbildungen des Coloradokäfers sind eingetroffen und zur Ersparung von Porto, und weil sich die Ausstattung uicht gur zur
Versendung per Post eignet, auf unserer Amtsstube möglichst bald abzuholen.
Ein Exemplar koste
Auszahlung des Betrags an den Kreisamtsgehülfen Fink dahier für die von Ihnen bezw. den diese mit dem Gelde dem zur Empfangnahme Beauftragten zur Quittung mitgeben, wozu Ihnen, wenn sich keine frühere Gelegenheit finden sollte,
bei der in nächster Woche stattfindenden Generalversammlung der Lehrer passende Gelegenheit geboten sein dürfte.
Betreffend: Generalconferenz der Lehrer des Kreises.
t 65 Pfennige. Sie wollen also Anweisung zur Ichulvorständen bestellten Exemplare ausstellen und Dr. Braden.
Friedberg am 4. September 1877.
Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises.
Zu der auf Freitag den 14. dieses Monats, Vormittags 9½ Uhr, auf dem Rathhause dahier stattfindenden General⸗ versammlung der Lehrer des Kreises werden dieselben hiermit sämmtlich eingeladen, wovon Sie dieselben baldigst in Kenntniß setzen wollen. Auf der Tagesordnung steht hauptsächlich die Frage: Was ist zu thun, daß bei den höheren Anforderungen an die Volksschule die Gesund—
heit der Kinder nicht Noth leidet? Dr., Br A D e Deutsches Reich.[Zeitungen drücken das lebhafteste Bedauern über“— 6. Sept. Im Schipka-Passe findet eine Darmstadt. Der Großherzog und die das Ableben Thiers' aus. sehr heftige Schlacht statt. Ebenso soll bei Lowatsch
Großherzogin nebst ihren Kindern werden am 8. Sept. wieder hier eintreffen. ö
— Dem zum Consul der Schweizerischen Eid⸗ genossenschaft für das Großherzogthum Hessen und die Preußischen Provinzen Hessen-Nassau und Rheinprovinz mit dem Sitze in Frankfurt a. M. ernannten Banquier von Frisching ist Namens des Deutschen Reichs das Exequatur ertheilt worden.
Berlin. Aus Bad-⸗Gastein wird der„Pr.“ geschrieben:„Fürst Bismarck scheint sich nicht des besten Gesundheits-Zustandes zu erfreuen; vor einigen Tagen erkrankte der Reichskanzler spät in der Nacht an einer so heftigen Kolik, daß der behandelnde Bade- Arzt Dr. Härdtl um 2 Uhr
wurde. Wie in Kissingen ist der Fürst auch hier nirgends sichtbar, man sieht ihn weder auf der Promenade, noch beim Straubinger, noch auf den Waldwegen, die alle Welt einschlägt— wie man versichert, ist Fürst Bismarck ta, uber mit Arbeiten beschäftigt und gönnt ah 115 kurze Zeit der Erholung, die er in dem Gärtchen seines Hau ses zubringt.“
Ausland.
Oesterreich⸗Uinge. en. Wen. Nach dem „Irbl.“ wurden zwei Diurnisten des Arxsenals unter der Beschulelgung verhaftet, den Versuch en boleen, der russischen und der deutschen 77 Schriflstücke über die Fabrikation der
ekanonen zu verkaufen.
Frankreich. Parte, 4. Sept. Nach weiteren Berichten über das Ableben Thiers war derselbe bis nach Beendigung seines Frühstücks vollst ündeß wohl. Gegen 12 ½ Uhr Mittags wurde Thiers von einem schweren Schlaganfall ge krossen und dadurch der Sprache beraubt. Nach 70 Minuten trat vollkommene Erschlaffung ein, welche bis zum Tode andauerte. Mat Mahon sandte der Gemahlin Thiers' ein Beileids Tele. gramm. Die Begräbniß-Feterlichkeiten sollen auf Staalskosten stattsinden. Es verlautet, Thlers
folgende
— 4. Sept. Heute Nachmittag hat bereits eine Berathung der in Paris anwesenden republi— kanischen Exdeputirten und Senatoren unter dem Vorsitz Gambetta's stattgefunden, worin beschlossen wurde, zuvörderst Grevy nach Paris zu berufen, um demselben die Führerschaft der republ. Partei anzutragen. In republik. Kreisen verhehlt man sich nicht, daß der Tod Thiers' einen wesentlichen Einfluß auf den Ausfall der Wahlen haben könne. Türkei. Constantinopel. Durch Rund— schreiben der Pforte werden die Gouverneure der Provinzen aufgefordert, die Wahlen zur Deputirten- Kammer vornehmen zu lassen, auf daß die Kammern zum 1. November eröffnet werden können. Die Provinzen haben 60 türkische und 47 christliche Deputirte zu wählen.
— Essad Bey ist zum Gesandten in Wien ernannt worden. Die Pascha's Redif, Abdul gerim, Echref Mahmud, der Ex-Commandant von Scutari, Ahmed Hamdi, der Commandant von Sistowa, Hullussi, der Commandant im Schipka- Passe, sind bis zum Ende des Kriege nach Lemnos verbannt worden und reisten mit 10 in gleicher Weise angeschuldigten Offizieren bereits dorthin ab. Der Sultan hat beschlossen, daß das Kriegsgericht erst nach dem Kriege zur Fällung des Urtheils zusammentreten soll.
— 4. Sept. Die Regierung veröffentlicht Nachrichten: Der Commandant von Rustschuk, Achmet Pascha, hat gestern neuerdings die Russen bei Kadkiöi angegriffen; letztere wur. den vollständig geschlagen und zurückgeworfen; ihr Verlust betrug 1000 Mann; der türkische nur 150.— Suleiman Pascha bombardirt fortge- setzt die Besestigungen der Russen im Schipkapaß. — Joemail Pascha beunruhigt die Russen unaus⸗ gesetzt durch Recognoscirungen in der Provinz Eriwan. Die Russen sind bei Igdezr concentrirt.
— 5. Sept. Die Hauptarmee Mehemed Ali's hat ihren Vormarsch über Bazisma und Kadiköi fortgesetzt, besetzte heute Abend Obretnik und schob ihre Avantgarde bis zwe Gegen Pyrgos ist türkische
solle im Juvaliden- Dom beigesetzt werden, wenn Familie nicht widerspricht. Sämmtliche
ung der dortigen russischen Brücke abgegangen.
zwei Stunden von Bjela vor. Cavalerie zur Zerstör⸗
feine neue Schlacht entbrannt sein. Serbien. Belgrad. Sämmtliche Gemein- den des Belgrader Kreises haben die Erklärung abgegeben, daß sie keinen Krieg wünschen. Die eee habe Frieden geschlossen und dürfe das Ministerium ohne abermaligen Volksbeschluß keine Allianz mit fremden Staaten eingehen. Die Miliz des ersten Aufgebots erbielt trotzdem Marsch— befehl und muß bis zum 13. Sept. in die Con- centrirungsorte einrücken. Für das zweite Auf— gebot der Miliz ist die Marschbereitschaft angeordnet. Das Ober-Commando der Armee übernimmt der Fürst. Zum Commandant des Drinacorps ist der ehemalige Kriegsminister Beli Markovic ernannt. Rumänien. Bukarest, 4. Sept. Der
Beginn der Offensiv- Operationen der russischen
Armee unter Großfürst Nikolaus steht unmittelbar bevor. Das Corps des Großfürsten-Thronfolgers bleibt gegenüber Mehemed Ali in der Defensive am Lom. Die russische Armee erhält fortwährend mächtige Verstärkungen, auch werden die Vorbe⸗ reitungen für ein 20,000 Mann starkes russisches Corps, das in Rumänien einrücken soll, getroffen. Die rumänische Armee steht bereits vollständig auf türkischem Gebiet. General Cernat unter dem Oberbefehl des Fürsten Karl übernimmt deren Commando.
Rußland. Petersburg, 4. September. Die von auswärtigen Zeitungen gebrachte Nach- richt, der Kaiser werde sich demnächst nach Frateschti begeben, entbehrt gutem Vernehmen nach jeder Begründung.
— 20,000 Türken versuchten am 1. Sept. von Lowatsch aus einen Angriff gegen Selwi zu machen, wurden jedoch zurückgeschlagen. An dem- selben Tage wurde auch ein türkischer Angriff am Schipka Paß vereitelt.— General Zimmer- mann meldet, er babe die wichtigsten Punkte an der Donau wie am Trajans Walle stark befestigt und telegraphisch mit einander verbunden.
e— 6. Sept. Die Schlacht bei Lowatsch am 4. Sept. wurde von den Türken begonnen, welche, durch den starken Zuwachs der Russen vor der Stadt beunruhigt, dieselben wüthend angriffen.


