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1877.
Samstag den 6. Januar.
2.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petttzell wird mit 11 Pfennig berechnet.
Betressend: Die Aussübrung des Gesetzes vom 6. Juni 1853, die Bersichetung der Gebäude
und die Vergütung der Brandschäden.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedb Es stehen noch Viele von Ihnen mit Erledigun wir die Säumigen an deren sofortige Erledigung hiermit erinnern.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
gegen Feuersgefahr
Betreffend: Die Statisiit der Bewegung der Bevölkerung, hier die Führung von Registern über die Zu⸗
und Wegzüge.
J. K. d.
Friedberg am 3. Januar 1877.
erg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. g unserer Verfügung vom 13. November vorigen Jahres, Kreisblatt Rr. 137, zprück, weshalb
K.⸗St.: Klielsch, Kreis- Assessor.
Friedberg am 3. Januar 1877.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt.
Wir erinnern Sie an die Einsendung der rubricirten Register innerhalb 14. Tagen
J. E. d. K.⸗St.: Klietsch, Kreis- Assessor.
Betreffend: Die Taubstummen⸗Sstatistik im Großherzogthum.
Das Großherzogliche
Kreisamt Friedberg an die
Friedberg am 3. Januar 1877.
Ortsschulvorstände des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unset Ausschreiben vom 2. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 145, bringen wir die vorschristsmäßige Berichtserstattung
in Erinnerung.
In Gemäßheit der Instruction vom 2.
Macht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, folgendermaßen und zwar für je 100 Kilogramm berechne
Friedberg den 3. Januar 1877.
Betreffend: Die Reichstags⸗ Wahlen.
Bekanntmachung.
September
3
d. K.⸗ St.: RKlietsch, Kreis- Assessor.
1875 zur Ausfübrung des Reichsgesetzes über die Naturallcistungen für die bewaffnete daß die Durchschnittepreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Detember 1876 sich n: Hafer M. 19.—, Heu M. 11.—, Stroh M. 12.—.
Groß herzogliches Kreisamt Friedberg.
J. did.:
Klietsch, Kreis Assessor.
Der Unterzeichnete bringt hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß die Ermittelung des Ergebnisses der Abstimmung Behufs der Wahl eines
Abgeordneten zum Deutschen Reichstage im zweiten Wahllteise des Großberzogthums Hessen,
den 14. dieses Monats, Vormittags 10 Uhr, im Kreisamtsgebäude zu Büdingen stattfinden wird.
Büdingen den 2. Januar 1877.
Der allgemeine Klag- und Anruftag des biesigen Landsgerichts wird Mittwochs in den Stunden von 8—12 Uhr
Nachmittags abgehalten.
Bad⸗Nauheim den 2. Januar 1877.
welcher jeder Waͤhler beizuwohnen berechtigt ist, Sonntag
Kekulé,
Großherzoglicher Kreisrath, als bestellter Wahlcommissär.
Bekanntmachung.
Morgens und 2—5 Uhr
Großberzogliches Landgericht Bad- Nauheim.
Hempel.
Deutsches Reich. Darmstadt,
Ministerial- Sekretär Rothe der Charakter als
„Legationsrath“, dem Ministerialsekretär Achenbach
der Charakter als„Regierungsrath“, dem Ministe—
rialsekretär von Kreß der Charakter als„Justizrath“ nister-Conseil d und dem Minsterlalsekretär Hörr der Charakter allen Delegirten Besuche.
als„Finanzrath“ verliehen. Berlin.
Salisbury zu Midhat Pascha. Letzterer erklärte,
Am 30. v. M. wurde dem er sei bereit, seine Entlassung zu geben, denn er
könne die mit der Unabhängigkeit und Integrität der Türkei un verträglichen Conferenz-Vorschläge nicht annehmen. Hierauf fand ein türkischer Mi— Heute machte Midhat Pascha Graf Chaudordy sollte beim Sultan haben. Zia Bey
heute Audienz
Die Eröffnung des Landtages wird wurde zum General-Gouverneur Spriens ernannt.
am 12. Januar erfolgen und die„Prov.-Corr.“ Graf Chaudordy bielt in der Sitzung einen ein- schreibt, daß voraus sichtlich der Kaiser in Person gebenden Vortrag über die Arbeiten der Conserenz.
den Erxöffnungsact vornehmen werde.
über die Vorbereitung zum höheren Verwaltungs- dienst würden dem Landiage nur dringende, minder erhebliche Vorlagen zugehen.
Ausland.
Oesterreich- Ungarn. Pest, 2. Jan. Die Donau- Monitors„Maros“ und„Leitha“ sind von Belgrad nach Ofen zurückbeordert, um dort zu überwintern.
Türkei. Constantinopel. Die türklschen Gegen vorschlage vom Samstag Abend enthalten die Durchführung der Vllajets. Gesetze vom 1. Febr. 1807 für das ganze Reich mit völliger Ignortrung der Conferenz-Vorschläge, und betonen, daß künftig alle Gesetze der Genehmigung der Kammer bedürfen.
— 3. Januar. Gestern nach statigehabter Sigung der Conserenz, begab sich der Marquis
Außer dem Hierauf folgte die Verlesung des Protokolls und dann Staatshausgalts⸗Etat und dem Gesetz⸗Entwurff eine Discusston der Delegirten. Saltsburp sprach sic
sehr entschieden gegen die Hartnäckigkeit der Pforte aus. Die Sitzung wurde auf Donnerstag vertagt. Die europäischen Delegirten sprachen der Reuter'schen Meldung zusolge die Absicht aus, Constantinopel zu verlassen. Ignatieff suchte die Erlaubniß nach, eln russisches Kriegsschiff zu seiner Disposttlon ber— beizurufen zu dürfen. Die Erlaubniß hierzu wurde ibm erthellt. Die Griechen Philippopels forderten ihre Delegirten auf, hier gegen ihre Gleichstellung mit den Bulgaren formell zu protestiren. Auch der Brüsseler„Nord“ will wissen, daß die sechs Großmächte übereinkammen, ihre Vertreter in Constantinopel gleichzeitig abzuberufen, salls die Pforte die Vorschläge der Conserenz zurüdwelse. Es sei Grund zur Annahme, daß Marquis Salis⸗ bury den Groß vezier nicht in Zweifel ließ, daß diese Entschließung der Maͤchte unwiderruflich sel.
— 3. Januar. Cs wird das Eintreffen des
Legations- Raths Busch von Berlin erwartet, der angeblich als Geschäststräger nach der eventuellen Abreise des deutschen Gesandten Baron Werther fungiren soll. Die Conferenz soll fortan in Bern tagen, ohne Zulassung der Türkei. Rußland ver— tagt seine militärische Action in Erwartung der Beschlüsse dieser zweiten Conferenz.
Rutland. Petersburg, 3. Jan. Die Nachricht, daß die neue Recrutirung in Russisch— Polen sistirt sei, entbehrt der Begründung; viel— mehr werden die Rüstungen in ganz Polen mit Energie sortgesetzt. Aus Preußen langen Extra- Züge mit Pulver an. Es geht ferner das Gerücht, Rußland wolle noch sechs Armee-Corpe mobili— siren, da die aufgestellte Armee von angeblich 200,000 Mann bereits auf 150,000 zusammen- geschmolzen sei. An einen ernstlichen Vormarsch denke Niemand, da die Wege von der russischen Grenze an die Donau für Kriegsmatertial gar nicht zu passiren seien, die eine Eisenbabnlinie aber absolut nicht ausreiche.
Amerika. New Nork, 3. Jan. Die republikanische Legislatur von Louisiana hat erklärt, der Republikaner Packard sei zum Gouverneur ge-; wählt; die demokratische Legislatur hat dagegen den Demokraten Nichols als Gouverneur proclamtrt.
Aus Stadt und Land.
Friedberg, 4. Jan. Bei einer beute dapier abge⸗ baltenen Wahlversammlung wurde von der Gentrumo⸗ partel als weiterer Candidat für den Wahlkreis Friedberg Obertechnungsrath Backe aus Darmstadt aufgestellt.


