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die und die
bug. 18277.
Seitz zu Seeheim.
beschlossen.
hat überhaupt die vollste Zustimmung des Raths zu seiner Ortent- Politik erhalten. vornehmsten eventuellen Fälle für eine Vermehrung;
Jamstag den 4. August.
1 90
berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Betreffend: Die Ausführung des Gewerbesteuergesetzes.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 1. August 1877.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Da die Fälle nicht selten sind, in welchen Gewerbtreibende die Niederlegung eines Gewerbes für einen bestimmten Zeitpunkt der betreffenden Großherzoglichen Bürgermeisterei anmelden, dieses Gewerbe jedoch über den bemerkten Zeitpunkt hinaus, und oft sogar dauernd, fortsetzen, ohne hier⸗ von weitere Anzeige zu machen, so weisen wir Sie in Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 28. vorigen Monats, zu Nr. M. d. J. 11482, hiermit an, die Niederlegung eines Gewerbes, dissen Eintrag in das Handelsregister vorgeschrieben ist, erst dann in dem Ge⸗ werbetagebuch zu merken, wenn der Nachweis darüber erbracht ist, daß die erforderliche Löschung der Firma im Handelsregister stattgefunden hat. Dieser Nachweis kann durch Vorlage der Darmstädter Zeitung oder des Lotalblattes, in welchen das Gericht die Löschung der betreffenden Firma
bekannt gemach: hat, oder durch Vorlage einer Benachrichtigung des Gerichts an den betheiligten Gewerbtreibenden von der auf sein Gesuch verfügten Löschung seiner Firma in dem Handelsregister erbracht werden.
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Deutsches Reich.
Darmstadt. Militärdienstnachricht. Ritt- meister v. Nordeck zur Rabenau zum Major à la suite der Cavalerie ernannt. Dr. Heinrich, Unter arzt der Reserve vom 1. Bat. Landwehr-Regts. Nr. 17, Maurer, Unterarzt der Reserve vom 1. Bat. Landw.⸗Regts. Nr. 115 zu Assist⸗Aerzten 2. Classe der Reserve befördert.
Darmstadt. Der Kreisrath zu Altenstadt, Dr. Kullmann wurde auf Nachsuchen unter Aner- kennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.
— Mit der Führung der Geschäfte des Oberst— Stallmeisteramts ist der General- Adjutant von Trotha, mit der Leitung des Hofstalls der Major v. Nordeck zur Rabenau beauftragt worden.
— Es wurden: Oberst und Flügel- Adjutant p. Westerweller zum wirklichen Hofmarschall, Hof— Kanzlist Rothermel zum Cabinetskasse- Buchhalter
ernannt; Rechnungsrath Wernher seiner Nebenstelle
als Kassier enthoben; in Ruhestand versetzt: Leib a setzung des Krieges wird Midhat aus seinen hier
kammerdiener Fleck, Hossilberverwalter Jöckel, Hof— Ofsiziant Balzer, Weißzeugverwalterin Schiffler, Kanzteidiener Rausch, die Leib Laquaien Desor und Wachtel, Hofküchengehülfe Arnheiter, Hof— Zimmerwärter Griebel; Cabinetskasse- Buchhalter Welsch zur Disposition gestellt; ihrer Functionen enthoben: Hofgarten-Ingenieur Blumhof, Hof— gartenkanzlist Appel, Hofgarten-Inspector Schnitz⸗ spahn zu Auerbach und Hof- Anlage- Inspector
Berlin, 31. Juli. Einem Telegramm aus Syra zufolge ist das deutsche Geschwader dort eingetroffen und nach kurzem Aufenthalte nach Salonichi abgegangen.
— Der biesige türkische Botschaster, Sadullah Pascha, ist ermächtigt, die aus einem Wiener Blatte in Berliner Zeitungen übergegangene Nach- richt von einem Blutbade unter den Christen von Jenisagra und Covarna formell zu dementiren mit dem Hinzufügen, einige vereinzelte Ermord⸗ ungen schienen als Grundlage der Nachricht ge-
dient zu haben.
— Der„Reichs ⸗Anzeiger“ bezeichnet die Nach— richt, daß seitens des Cultusministers an den Bischof von Hildesheim ein telegraphisches Verbot, kirchliche Funktionen für das Bisthum Paderborn auszuüben, ergangen sei, als ihrem ganzen Um fange nach unrichtig. Ein derartiges Verbot sei weder auf telegraphischem Wege noch auf irgend eine andere Weise ergangen.
Ausland.
Oesterreich⸗UUngarn. Der gesirige Kron-Ratb hat die Vermehrung der Grenz-Truppen um 30,000 Mann im Prineip Der Zeitpunkt der Durchführung ist dem Grasen Andrassy anheimgestellt. Graf Andrassy Kron⸗
Wien, 1. Aug.
Die
der Grenz⸗Truppen sind: dringende Gefahr eines Christen- Gemetzels, Aufstand in Serbien und Oesterreich feindliche Schritte Serbiens und Mon— tenegros.— Die österreichtschen Consuln in Adria— nopel und Philippopel sind bkauftragt, die Con- sular- Archive nach Constantinopel zu bringen. In militärischen Kreisen verlautet, die Mobilmachung von sieben Infanterie-Divisionen, einer Cavalerie-Diviston und 5 Fuhrwesens- Escadronen sei unmittelbar bevorstehend. Als vorläufige Sammelpunkte werden Pest, Prag und Brod genannt. Bestätigung bleibt abzuwarten. — 1. Aug. Midhat befindet sich in Wien als
persönlicher Vertrauensmann des Sultans, mit dem
er sich vor längerer Zeit ausgesöhnt hat. Die Aufgabe Midhat's geht im Wesentlichen dahin, daß er sich darüber vergewissere, ob und welchen Schutz die Pforte bei Oesterreich finden würde, falls ihr durch die Verhältnisse der Abschluß des Friedens aufgedrängt werden sollte. Ermuthigung zur Fort-
gewonnenen Eindrücken schwerlich geschöpft haben.
Salzburg. Kaiser Wilhelm wird am 7. d. hier eintreffen und am 8. d. nach Ischl zur Be⸗ gegnung mit dem Kaiser von Oesterreich fahren.
Belgien. Brüssel. Der deutsche Kronprinz ist fast mehr hier in Brüssel als in Ostende. In den Offizters-Kreisen ist es sehr aufgefallen, daß der König dem Prinzen den General Brialmont
— 1. August. Unterhaus. Die Comite-Be⸗ rathung der Bill, betreffend die südafrikanische Conföderation, wurde gestern um 4 Ubr Nach— mittags, somit nach einer Sitzung von 26 Stunden, beendet. Die Discussion war sehr stürmisch.
Spanien. Madrid. Die„Gaceta“ ver- öffentlicht den Plan der spanischen Acmee- Organi- sation. Danach besteht die Armee in Kriegs-Zetten aus 243,000 Mann Infanterie, 30,000 Pferden und 206 Geschützen. Das Truppen-Contingent wird in Friedens-Zeiten nach den Bedürfnissen des Budgets vermindert.
Türkei. Constantinopel. Osman Pascha meldet vom 30. Juli aus Plewna: Heute Morgen griffen drei starke feindliche Abtheilungen zwei Stunden hindurch, durch heftiges Artilleriefeuer unterstützt, unsere Stellungen an. Der Kampf dauerte bis 10 Uhr Abends. Schließlich zogen sich die Russen in ihr Lager zurück. Nach den Aussagen Gefangener betrugen die Streitkräfte des Feindes 60,000 Mann Infanterie, 3 Regi- menter Cavalerie und 50 Kanonen.
— 1. Aug. Osman Pascha meldet, daß er gestern wieder einen bedeutenden Sieg üder die Russen erfochten habe. Die Russen wurden vollständig geschlagen und deroutirt. Dieselben waren 60,000 Mann stark. Die Russen, von Artillerie unterstützt, stürmten mehrere Male, wurden aber immer wie- der zurückgeworfen. Sie ließen 800 Todte und
zum Cicerone bei seiner zweiten und eingehenden 1600 Verwundete zurück und mußten sich in ihr Besichtigung der Antwerpener Festungs werke gegeben. Lager zurückziehen. Die Türken hatten nur 100
Der General- Inspector der Artillerie, der selbst Todte und 300 Verwundete.
Die Armee Osman
die meisten Pläne zu den Antwerpener Festungs- Pascha's zählte 70,000 Mann.— Suleiman Werken entworfen, und den man schon seit Jahren Pascha schlug gestern die Russen bei Eskisagra und als den belgischen Tottleben bezeichnet, war aller- fügte denselben große Verluste bei. Die Türken dings der beste und geeignetste Fachmann, um rückten in Eskisagra ein.
dem deutschen Thronfolger das verschanzte Lager
— Der Minister des Aeußern Aarifi Pascha
Belgiens zu zeigen, aber General Brialmont hat hat seine Entlassung gegeben, die vom Sultan eine ganz besondere Offenherzigkeit an sich und auch angenommen wurde. Server Pascha wurde
spricht frank und frei von der Leber weg; darum zum Minister des Aeußern ernannt.
wollte man Anfangs gar nicht daran glauben,
daß er zum Begleiter des Kronprinzen ausersehen war. Letzterer behandelte übrigens den General mit auffallender Auszeichnung. Brialmont ist durchaus Anhänger des allgemeinen, obligatorischen und persönlichen Militär-Dienstes. Es heißt die Regierung studire eine Art Uebergangs⸗System. Es wird schwer halten, dasselbe den belgischen Bourgeois mundgerecht zu machen.
Großbritannien London. Eine De— pesche Layard's vom 18. Juli berichtet: Die von den Consuln bestätigten Nachrichten über Nieder- metzelungen beruhen ohne Zweifel auf Wahrheit, obgleich er es für möglich halte, daß Manches darin übertrieben sei. Eine Mittheilung des eng— lischen Militär-Bevollmächtigten auf dem astatischen Kriegs Schauplatze, Kemball, bestätigt die Nach— richten über die Massacres in Bajazid, erklärt dagegen die Meldung über die Grausamkeiten in Ardahan für unwahr.
Montenegro. Cettinje, 2. August.
Gestern haben die Montenegriner das Fort Tschad—
schavitz, den Schlüssel der Festung Niksie, erstürmt. Die Mehrzabl der Weiber und Kinder flüchtete in die mit 12 Geschützen armirte eigentliche Festung
Niksic. Stadt und Festung sind stark verbarri— kadirt. Serbien. Belgrad, 1. August. Der
hiesige griechische Consul, Doxos, welcher in einer Mission seiner Regierung in Kragujevatz weilte, ist wieder hier eingetroffen. Seine Mission, welche sich auf eine Allianz Offerte Griechenlands bezogen hätte, soll gescheitert sein.
Rumänien. Bukarest, 31. Juli. Ein fürstliches Deeret weist Credite zur Vermehrung der Armee Cadres und Offiziere an.— Die Russen feuerten auf drei vor Oltenitza kreuzende türkische Dampfer und brachten einen zum Sinken, die anderen zwei flüchteten sich hinter die dort gelegene Insel.


