5 2686.
221.— 4073 4089
7 720 4733.
. M Nr. J,
8. 4052 * 1 00 fl. E. 270
28
l 10 8 0 40,
5 Rt. 20,
amerikanische oder englische Handwerker“, sagte
5 N f
6 19, S. 18606 Nr. 16, S. 19266 Nr. 20 à 1000 fl. Alle nicht angeführten Nummern oviger Serien 3 600 fl. Zahlbar 1. April.
markt- Braunauer Silber⸗ Obligationen. S. 866 Nr. 1— 25 à 200 fl. ö. W. Zablbar 2 November.
mit denen er sich seiner Arbeit widmet, den deut⸗ schen Arbeiter in der Regel übertrifft, dürfte von
Kaiserin Elisabethbahn. Wien, 1. Mai. Neu⸗
Ein Arbeiterspiegel.
„Ihr haltet uns die Engländer zum Muster vor“, ruft man uns zu,„wißt Ihr denn nicht, daß der englische Arbeiter mehr als irgend ein anderer unter dem Drucke der durch ihren Reich— thum beispiellos mächtigen Lords und Schlotjunker steht? Habt Ihr niemals von den Missethaten gelesen, mit welchen diese schon vor Jahrhunderten ihre Leute peinigten? Ist es daher ein Wunder, daß gerade dem englischen Arbeiter die Ehrerbiet- ung vor seinen Arbeitgebern und das gesittete, gesetzte Verhalten eingebläut wurden, welches Ihr uns so sehr anpreist? Für solche Beispiele danken wir!“— Wir geben gern zu, daß dieser Einwurf wenigstens zum Theil begründet ist, und ergreifen daher diese Gelegenheit, bei Beurtheilung der deutschen Arbeiterwelt auch die Arbeiter anderer Völker zu betrachten. So möge vorläufig das aristokratische England verlassen und das demokra— tische Nordamerika aufgesucht werden.
Die Behauptung, daß der Amerikaner, was Ernst, Tüchtigkeit und Gewissenhaftigkeit anlangt,
allen Sachkundigen bestätigt werden und ist in der That in den Vereinigten Staaten Gemeinplatz ge- worden. Insbesondere berufen wir uns auf das Urtheil der in Amerika arbeitenden deutschen Ingenieure, welche beide Arbeiterwelten kennen
lernten.— Recht bezeichnend versicherte uns einst oft ein kleines Kapital. der deutsche Capitän einer großen deutschen Dampfer- Arbeiter gezwungen, seine Hand den Werkzeugen];
linie, deren Schiffe englische und amerikanische
Häfen berühren, daß er, wenn irgend möglich, e Schiffsausbesserungen in Southampton oder Bal könnte daher von
timore ausführen zu lassen pflege und nur im Nothfalle an deutsche Arbeiter vergebe.„Der
unser Gewährsmann,„kommt pünktlich zur fest⸗ gesetzten Stunde an Bord, verschafft sich einen Ueberblick über die begehrte Leistung und gibt mir genau die dazu erforderliche Zeit und Kosten an. Schlage ich zu, so kann ich auch darauf bauen, die Bestellung am verabredeten Tage solid ausge— führt zu sehen. Der deutsche Handwerker dagegen schüttelt den Kopf, zuckt die Achseln und versucht in der Regel nicht einmal, jene Berechnung anzu- stellen. Bestehe ich auf dem Anschlag, so schätzt er meistens flüchtig und unrichtig ab. Den einen oder andern Arbeitstag läßt er ausfallen und hat, ist er endlich fertig, seine Sache gar oft nicht einmal zu meiner Zufriedenheit gemacht.“
Die größere Gewandtheit des nordamerikani- schen Arbeiters ist zum Theil wohlbegründet. Der Mangel an Arbeitskräften, welcher bei gewöhn⸗ lichem Geschäftsgange der jenseitigen Wirthschaft einen eigenthümlichen Stempel aufdrückt, zwang bei gleichzeitiger hoher Ausbildung der Arbeits- (heilung von jeher den Einzelnen, sich auf verschie- denen Feldern zu versuchen. Die überaus mannig- saltigen und in europälschen Augen abenteuerlichen Schicksale, die der in Amerika ausschließlich auf eine Arbeit Angewiesene zu erleiden pflegt, wer— den daher durch die besonderen Verhältnisse des
amerikanischen Wirthschaftslebens leicht erklärt. „Hans Dampf in allen Gassen“ ist nicht noth— wendigerweise ein Taugenichts. Ist er fleißig, so wird er bei allem Thun an Gewandtheit Denen überlegen sein, welche sich ihr Leben lang einem eng begrenzten Felde widmen. Denn tägliche Uebung derselben Handgriffe steigert das Geschick durchaus nicht ins Unendliche, dagegen sind zeit— ersparende Vortheile aus einem Handwerk in ein anderes leicht herübergenommen.
Ferner hat der Mangel an Arbeitskräften in Amerika eine beispiellose Entwickelung der Maschinen bewirkt. Die Segnungen dieser bestehen auch darin, daß sie den Schweiß des Arbeiters ver- mindern und seine Nerventhätigkeit, die Anspannung der feineren Organe, befördern. Was er an roher Kraft weniger zu leisten hat, muß er durch reichlichere Benutzung des Gesicht⸗, Gehör— und Tastsinnes, sowie durch Anwendung gewählterer Handgriffe ersetzen. Außerdem lenkt der vermehrte Umgang mit Maschinen schon an sich die Auf- merksamkeit darauf, in erhöhtem Grade an Arbeit zu sparen.
Ferner sei in der beregten Richtung angeführt,
daß auch die größere Vollkommenheit„ an eee ee, ö— en, welche Theilnahme
Werkzeuge, welche sich im Völkerwettkampfe des vorigen Jahres so schlagend herausstellte, zur Aus- bildung der Geschicklichkeit der Amerikaner nicht wenig beigetragen hat. Der höhere Stand der dortigen Werkzeugmacherei beruht u. A. darauf, daß, während in Europa in den Fabriken die Werkzeuge in der Regel dem Arbeitgeber gehören, dieselben drüben gewöhnlich Eigenthum des Arbeitnehmers sind. Dieser besitzt in ihnen In Europa ist daher der
anzupassen, während er jenseits des Oceans die— selben nach eigenen Bedürfnissen auswählt. Man einer natürlichen Zuchtwahl unter den amerikanischen Werkzeugen sprechen, einer Zuchtwahl, die wir in Europa leider fast ganz vermissen.
In allen diesen Punkten liegt die Ueberlegen— heit des amerikanischen Arbeiters über den deutschen
in der Natur der Dinge, wofür letzterer nicht],
verantwortlich ist. Keine Entschuldigung gibt es aber dafür, daß unsere Arbeiter in der Regel nicht mit der nämlichen Willensanstrengung ihren Aufgaben obliegen, wie die Nankees. Thatsache ist, daß in den Vereinigten Staaten in manchen Berufszweigen die Arbeitszeit viel ausgedehnter ist als in Europa, und daß es der Mann trotz—
dem mit seiner Pflicht strenger nimmt als bei uns.
Rauchen und Schwatzen bei der Arbeit, das bei uns so allgemein eingerissen ist, kennt man dort nicht. Ja, manche deutsche Arbeiter wandern aus den Vereinigten Staaten nur deßhalb wieder nach Deutschland zurück, weil sie der Energie er mangelten ihre Kräfte so anzuspannen, wie es von ihnen verlangt wird. Zahlreiche Briefe deutscher Auswanderer sprechen sich übereinstimmend dahin aus, daß— wieviel willkommene Vortheile auch der Arbeiter in den Vereinigten Staaten im Ver— gleich zur Heimath genießen mag— in der neuen Welt unzweiselhaft größere Anstrengung von ihm gefordert wird, als im Vaterlande.
Endlich muß zugestanden werden, daß der deutsche Arbeiter, namentlich der Handwerker, in
Pünktlichkeit entschleden vom englischen und Einer großen Anzahl unserer Handwerker scheint leider das Gefühl gänzlich abhanden gekommen zu sein, daß Inne— haltung der Zeit, in welcher eine gewisse Arbeit fertig sein soll, zu den wesentlichsten Punkten jedes Vertrages gehört. Ist es doch bei uns schon so weit gekommen, daß in vielen Orten Nichterfüllung des dem Kunden gege⸗
amerikanischen übertroffen wird.
benen
Handwerkerwortes
die
Regel
bildet! Welcher Mangel an Selbstver trauen, welche Kleinheit der Gesinnung drückt sich darin aus, daß so viele deutsche Handwerker— selbst
wenn sie recht wohl wissen, daß sie das verpfän⸗
dete Wort brechen müssen— sich keine Bestellung entgehen lassen wollen! Ist es ein Wunder, wenn in Folge der ver— späteten oder schiechten Erfüllung so vieler Verträge dem deutschen Handwerker zahlreiche Bestellungen entzogen und dem Auslande zugewendet werden? Ist es ein Wunder, daß sich auch viele Gebildete von der Seite der Arbeiter abwenden, und die Kluft zwischen den handarbeitenden und den an— deren Klassen sich erweitert? Ist es endlich ein Wunder, wenn die ersteren— um einen Ersatz zu
der Millionen an den Genüssen der Wohlhabenden als ein durch gesellschaftliche Neuordnung erreich— bares Ziel hinstellen und durch Wort und Schrift zu erkämpfen streben?
Auszug
aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg.
Juni. Juni.
Geboren:
Dem Kreisamtsgehülfen Konrad Löhr ein Sohn.
Dem Eisenbahnbaumeister Friedrich Emil
Vollrad Alexander Engisch ein Sohn.
22. Juni. 22. Juni.
25. Juni.
lich ein Sohn.
28. Juni. 1. Juli.
Zoll ein Sohn.
„Juni.
Gestorben:
Dem Maurer Johannes Gerster ein Sohn. Dem Fruchthändler Nathan Rothschild eine Tochter.
Dem Bürgermeistereigehülfen Werner Grau—
Dem Schneider Konrad Rampe eine Tochter. Dem Schuhmacher Philipp Adam Hermann
Elisabetha Gertrude Helfenbein, Töchterchen
des Taglöhners Johannes Helfenbein, vier Monate alt.
22. Juni.
Friedrich Drott, 3¼ Jahre alt.
24. Juni.
geb. Möbus, 65 Jahre alt.
5. Juni.
Ehefrau
des Großh.
Wilhelm Drott, Söhnchen des Schlossers Johann Konrad Jung II. Wittwe, Katharina,
Auguste Christine Marie Seyd, geb. Dietzsch, Hofgerichtsadvocaten
Ernst Ludwig Heinrich Friedrich Wilhelm Seyd, 47 Jahre alt.
Juni
Treysa, 19 Jahre alt.
Juni. 30. Juni.
Marie Flach, Dienstmagd aus Schlierbach bet
Lina Charlotte Ulrich, Tochter des Oeconomen Wilhelm Ulrich, 12 Jahre alt. Albert Hermann Martin Ludwig Trapp, Sohn
des Kaufmanns Karl Maximilian Trapp, 3 Jahre alt
Geld Cours.
Frankfurt am 30. Juni 1877.
20⸗Frankenstücke Englische Sovereigns Russische Imperiales. Holländische fl. 10-Stücke.
Ducaten.
Ducaten al mareo Dollars in Gold
*
—
5*
Mk.
1
* * * * —
16 26
30
20 37-42
16 16 5 9 59 64 9 59 64 4
65-70 65 G
17-20
Holz ⸗Versteigerung. 2050 Dienstag den 3. Juli 1877, Vormittags 10 Uhr werden in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Lohr weide, nachstehende Holzsorten öffentlich meistbietend ver- beigert: 150 Eichenstangen, 1.50 Kubikmeter Inhalt, 74 Raummeter Eichen-Knüppel, 2090 Eichen wellen. 3 Gegen Bürgscheine wird Zahlungsfrist bis Martini „J. gegeben. Assenheim den 28. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Assenheim. Bee st.
f n Schachteln à 6, 9 und 12 Pfg. empfiehlt Carl Bindernagel.
weiß und
Arbeits ⸗Versteigerung.
2056 Mittwoch den 4. d. Mts., Morgens um 9 Uhr, sollen auf dem Büreau der Bürgermeisterei Boden rod
nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, laut Kostenüberschlag 77 M.— Pf., Zimmerarbeit 68„ 45„ Schreinerarbeit 8— Lieferung von Russensteinen 54„—„ 1„ Kies ie *„ Mauersteinen 285 ‚ 5„ talk 16%-„ Butzbach den 1. Juli 1877. Meß ger,
Bezirks-⸗Bauaufseher.
Fliegenfänger,
e mit Stöͤpsel, bei K Wilhelm Fertsch.
2047
H. v. Gimborn's
Fleekwasser
besitzt in höchstem Grade die Eigenschaft, alle Fette und Harze aufzulösen ohne den geringsten Rückstand
zu hinterlassen.
/ Flasche mit Gebrauchsanweisung Mark— 40, 1 5„— 70, 7*¹ 1. 20.
zu haben bei
7 U** Putzpulver in lackirten Blechdosen à 12 Pig.
Frau Hofl. Windecker in Friedberg,
2051
Ph. J. Weis in Ba
„Nauheim.
Ein Laden
auf der Kaiserstraße wird zu mi sagt die Exped. d. Anz.
*
n gesucht.
Von wem? 2062
Corsetten
billige
n Preisen bei K. Friedrich.


