Ausgabe 
29.8.1876
 
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Die Fortsetzung des Kampfes wäre nur zweckloses gegenseitiges Opfern von Menschenleben und weitere

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24. August. Abends die Vertreter der Garantie-

zu entsprechen, kundgegeben, und sie ersucht, jene

herbeizuführen.

N 1 serbischen Regierung nunmehr officielle Form an⸗ genommen haben. Nach den für beide Theile aussichtslosen sechstägigen Kämpfen bei Alexinatz sei der Waffen⸗Ehre vollkommen Genüge geschehen.

Zerstörung. Deßhalb habe Fürst Milan am Mächte berufen, denselben seine Bereitwilligkeit, die angebotenen guten Dienste dankend anzunehmen

und den Wünschen und Rathschlägen Europa's

Dienste behufs der Wiederherstellung des guten Einvernehmens zwischen ihm und der Pforte ein treten zu lassen, und so das Aufhören der Feind⸗ seligkeiten überall, auch Montenegro gegenüber, Die Vertreter des Auslandes machten unverzüglich entsprechende telegraphische Vorschläge an ihre Regierungen und zwar auf Grundlage der Aufrechterhaltung des Status quo ante bellum.

25. August.(Amtliche Meldung.) Am sechsten Kampftage haben die Serben bedeutenden Sieg über den zweifach überlegenen Feind davon getragen. Die Türken versuchten, sich vor den serbischen Linien zu verschanzen, mußten aber, durch die Serben hieran gehindert, den Kampf im offenen Felde annehmen und wurden vollständig geschlagen. Sie flohen bis hinter Katun und räumten das ganze Terrain von St. Stefan bis zur Morawa. Während der Flucht wurden von den Türken große Ouantitäten Artillerie-Munition zurückge- lassen; auf dem Schlachtfelde blieben von denselben einige Hundert Todte und Verwundete. Die in Folge des beständigen sechsstündigen Kampfes ein getretene äußerste Ermattung hinderte die serbischen Truppen, den deroutirten Feind weiter zu verfolgen.

interessant für Erwachsene ist und daß die Gesellschaft in allen Städten die größten Erfolge errungen bat.

e Laubach, 25. August. Gestern Abend batten wir den Genuß den blinden Pianisten Hartung im Orgel⸗ Concert in hiesiger Stadtkirche zu hören. Wenn die von ihm gelpielten Piscen schon schwierig für einen Sehenden sind, so ist es um so erstaunlicher, dieselben von einem Blinden in solch ausgezeichneter Vollendung spielen zu hören. Wie wir hören, wird Hartung in den nächsten Tagen auch nach Friedberg kommen, um dort in der Kirche ein Orgelconcert zu geben, dessen Besuch wir nur allen Musik⸗ freunden aufs Angelegentlichste empfehlen können.

Unglück zu verzeichnen, das dritte innerhalb einer Woche. In der Dampf, Kunst- und Schönfärberei von Jessing im Gartenfelde brach gestern Abend bald nach 10 Uhr Feuer aus, welches das Färbereigebäude bis zum Erdboden und von dem angrenzenden Wohnhause das obere Stockwerk zerstörte.

Alzey, 25. August. Die Eröffnung ber biesigen In⸗ dustrie-Ausstellung hat heute unter zahlreicher Betheiligung des Publikums statigefunden; der Präsident der Ausstell⸗ ung, Preetorius, und Bürgermeister Dr. Seubert hielten Ansprachen.

Allerlei.

Orb. In der Nähe unserer Stadt sind durch einen ausgebrochenen Brand 120 Casseler Acker mit 40jährigem eichenem Kernwuchse bestockte Waldfläche niedergebrannt. Ueber die Eutstehung dieses Feuers hat man gar keine Anhaltspunkte oder einen genügenden Verdacht.

Hochdahl. Am 19. August Abends wurde, wie die Z.⸗B. berichtet, zwei Mal auf den don Hochdahl nach Düsseldorf abgelassenen Personenzug geschossen, und zwar durch ein Coupe der zweiten und eines der dritten Classe. Verletzt wurde Niemand, nur im Coups dritter Classe ein Mädchen von der Kugel am Kleide gestreift.

Wiesbaden, 24. Aug. In der Reitbahn des kgl. Schlosses ist man eben beschäftigt, die letzten Anordnungen für die hiesige erste große Blumen- und Pflanzen-⸗Ausstell⸗ ung, die am 27. August eröffnet wird, zu treffen. Die sandige Bahn ist wie mit einem Zauberschlage in eine saft⸗ grüne Wiese verwandelt, in der die schönsten Pflanzen⸗ Gruppen und auserlesene Blumen Sortimente im buntesten Farbenspiele, sowie prächtige Blattpflanzen aufgestellt find.

Die Türken befinden sich noch auf dem linken Ufer der Morawa, wo sie während der letzten sechs Tage einige Verschanzungen errichtet haben. Die serbischen Truppen haben Leiden und Müh⸗ seligkeiten vergessen und sind voll Enthusiasmus.

Aus Stadt und Land.

Friedberg. In den nächsten Tagen wird das Wiener Kinderschauspiel⸗Ensemble hier einige Vorstellungen geben, welche Donnerstag beginnen. Wir lesen über das zuerst zur Aufführung gelangende StückAschenbrödel in der Cöln. Zeitung Folgendes: Gestern Abend wohnten wir der Vorstellung der Wiener Kinder⸗Schauspiel-Gesellschaft bei. Es wurde das dramatisicte MärchenAschenbrödel ge⸗ geben. Den Mittheilungen nach, welche uns duch ver⸗ schiedene Zeitungen über die Vorstellungen der Gesellschaft wurden, erwarteten wir wohl, daß das Spiel der Kinder Beifall verdiente. Unsere Erwartungen wurden jedoch bei Weitem übertroffen. Die Kinder spielten ausgezeichnet; selbst der strengste Kritiker würde kaum einen Fehler im Spiel entdecken. Besonders wollen wir der Trägerin der Tileltolle:(Maria König) erwähnen. Ihr Spiel war so natürlich, sie verstand es so gut, Lust und Schmerz in den Ton ihrer Stimme zu legen, daß gewiß Jeder mit großer Befriedigung ihrer Darstellung des Aschenbrödel folgte. Ebenso auch die anderen Spieler. Reichen Beifall fand das Spiel der kleinen, wohl kaum sechs Jahre zählenden Peppi König(Puck). Wenn Eltern ihren Kindern eine große Freude machen wollen, so mögen sie mit ihnen eine Vorstellung der Wiener Kinder⸗Schauspiel⸗Gesellschaft be⸗ suchen. Bemerken wollen wir noch, daß die Vorstellung durchaus nicht nur für Kinder berechnet, sondern ebenso

Außer den Handels und Kunstgärtnern haben auch viele biesige Herrschaftsgärtner schöne und kostbare, selbstgezogene emen für die Ausstellung geliefert, deren interessantes und werthvolles Material gewiß jeden Besucher befriedigen wird. Zweibrücken. Um den Wanderlagern, Wander⸗ Auctionen ꝛc. die Nahrung abzuschneiden, haben vorigen Sonntag viele hiesige Kaufleute und Gewerbtreibende eine Besprechung gepflogen und sind zu dem Beschluß gekom⸗ men, die biesigen Wirthe und Gastgeber zu ersuchen, ihre Locale zu Wander-Auclionen u. dgl. nicht mehr herzugeben. Alle Gastgeber, welche hierzu geeignete Räumlichkeiten be⸗ sitzen, haben diesem Wunsche bereitwillig entsprochen.

Kissingen. Aus Brückenau, 22. August, berichte dasSchw. Tagbl.: Noch immer ist der große Trümmer⸗ haufen mit Rauchwolken bedeckt, und überall, wo man mit dem Aufräumen des Schultes beginnt, schlagen die Flammen wieder empor. Nach der gestern beendigten Schätzung sind 221 Gebäude abgebrannt, die mit 286,000 Mark versichert waren, eine Summe, kaum hinreichend, um die ungeheuren Schuftmassen wegzufahren und neue Fundamente zu legen. Unter diesen Umständen ist es sehr fraglich, wie viele der Abgebrannten überhaupt an einen Wiederaufbau denken können, da die Unterstützungen von Außen in Hinsicht auf den Bedarf bis jetzt verschwindend klein sind.

Wien, 24. Aug. Capitän Boyton, der sich auf einer Schwimmtour von Preßburg nach Pest befindet, ist vor⸗ gestern Nachts bei Komorn verunglückt. Er wurde während der Nacht in der Nähe dieser Stadt gegen eine Mühle getrieben, verletzte sich den Kopf und trifft daher erst heute in Pest ein.

Prag, 22. Aug. Seit 5 Uhr Abends steht Adam Fischers Oelsabrik in Carolinenthal in Flammen. Das

Mainz, 24. Aug. Wiederum haben wir ein Brand⸗ Y

Feuer brach in den gewölbten Magazinen aus, durch

deren Fenster die Flammen burchschlugen, worauf sofort durch Entleerung des Dampfkessels eine Explosion ver⸗ hindert wurde. Um 7 Uhr brannten bereits 30 000 Ceniner Raps. Das ganze Haupigebäude, in welchem die Ma⸗ schinen, die Schreibstuben mit der Cassa sich befanden, sleht bis zum Dachgiebel in Flammen, welche auf die Neben⸗ gebäude sich zu ersirecken beginnen. Die Kraus'schen Mühlen, die Schick'sche Fabrik, die Staatsbahn⸗ und Nordwestbahn⸗ Gebäude werden geschützt, doch ist für dieselben keine Ge fahr mehr, trotz heftigen Funkenregens.

Antwerpen, 25. August. Der belgische Dampfer Funch von der Whitesroß⸗Linie kam gestern von New⸗ ork mit voller Ladung in brennendem Zustande auf der Vliessinger Rhede au. Sämmiliche an Bord befindlichen Personen wurden geretiet; Schiff und Ladung werden als verloren betrachtet und find zusammen mit 2 Millionen

versichert.

Handel und Verkehr.

Grünberg, 26. Aug. Die Preise auf unserem heulgen Fruchtmarkie betragen: Waizen 11 M. 54 Pf.; Korn 9 M. 86 Pf.; Gerste 8 M. 80 Pf.; Hafer 8 M. 85 Pf.; Molter M. Pf.; Erbsen 9 M. 44 Pf.; Linsen M. Pf.; Samen 16 M. 64 Pf.; Kartoffeln M. Pf. Die Preise verstehen sich sämmtlich per Kilo= 100 Pfund.

Frankfurt, 26. Aug. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität M. 5.5.50. Strob per Centner M. 45. Bulter erhielt abermals einen Ausschlag. 1. Qual. im Groß⸗ bandel das Pfund M. 1.40. 2. Qual. M. 1.30. im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.70., 2. Qual. M. 1.50. Eier das Hundert M. 5.15. Gurken das Hundert Prima M. 2.20., geringere Waare M. 1.70.

Manz, 26. Aug. Producten⸗Markt. Waizen per Nov. 19.90. Roggen per Nov. 14.95. Hafer per Nov. 16.10. Rüböl per October 35.40. 5

Marburg, 26. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10 1.25. Eier pr. Stück 56 Pf. Käse per Stück 810 Pf. Tauben das Paar 5560 Pf. Hähnchen per Stück 5060 Pf. Kartoffel 2 Liter 20 Pf. und per Korb M. 1.802., Bohnen per Korb M. 1.6080 Pf.

Für die Paul⸗Gerhardt⸗Stiftung sind bei dem Unlerzeichneten ferner eingegangen: Von Herrn Pfarrer Sartorius zu Groß-Karben 3 M., von Frau Völker in Fr. 3 M., Frau Senator Mack in Frankfurt 10 M., Fräulein M. Mack daselost 10 M., Fräulein M. Fink daselbst 3 M., Fräulein L. L. 3 M., Fräulein M. H. 3 M., Fräulein K. J. 2 M. Den Empfang mit bestem Danke bescheinigend erlaubt sich der Unterzeichnete an Diejenigen, welche sich noch an obengenannter Sliftung zu betbeiligen gedenken, die Bitte zu richten, ihre Beiträge baldgefälligst einsenden zu wollen, da die Sammlung dem⸗ nächst geschlossen und das Gesammtergebniß der an das Comité der Stiftung übersandten Beträge veröffentlicht werden sollen.

Friedberg, 21. August 1876.

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Dr. Schwabe.

Auszug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: g Heinrich Adam Wilhelm Bechstein, Färber in Friedberg und Johanna Elisabetha Philippine Engel in Friedberg. Geboren:

24. Aug.

31. Juli. Dem Obertelegraphisten Karl Konrad Richard Metzner ein Sohn.

24. Aug. Dem Metzger Johann Georg Schäfer II. ein Sohn.

Gestorben:

20. Aug. Ein todtgeborenes Töchterchen des Oeeonomen Karl Mulch. N

24. Aug. Ein todtgeborenes Töchterchen des Metzgers Philipp Kaspar Zimmermann.

25. Aug. Maria Qberländer, geb. Falkner, 73 Jahre alt.

Bekanntmochung.

Das Schuldenwesen der Johannes Buch IV. Eheleute von Ober-Ros⸗

bach betr.. 2767 Etwaige Einwendungen unbekannter Gläubiger gegen das von Johannes Buch IV. von Ober⸗Rosbach mit seinen Gläubigern abgeschlossene Arrangement, dessen Einsicht hier zu nehmen frei steht, sind binnen 14 Tagen geltend zu machen, widrigenfalls dasselbe bestätigt und vollstreckt wird.

Friedberg den 23. August 1876. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. B. d. D:

ollenius, Landgerichts-Assessor.

Versteigerung.

2751 Mittwoch den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr,

werden daher 34 Fuder Kornstroh unter den vor Anfang

der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen

zur Lieferung öffentlich versteigert.

Martenschloß den 22. August 1876.

Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetion. Seriba.

Begnachrichtigung.

2752 Diejenigen Steigerer, welche am 23. Juni und 10. Juli l. J. in den Gräflichen RevierenBainhards undWickstadt Holz ersteigert und noch im Walde sitzen haben, werden hiermit ersucht, dasselbe binnen 8 Tagen um so gewisser abzufahren, als man sich gegenfalls ge⸗ nöthigt sehen würde, nach den Versteigerungs-Beding ungen 11 und 12 zu verfahren. Wickstadt den 23. August 1876. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schallas. Verstei ersteigerung. 2787 Unterzeichneter läßt Donnerstag den 7. September, von Vormittags 10 Uhr ab, wezen Geschäfts-Aufgabe in seiner Behausung meistbietend versteigern: 10 Pferde, 2 Ponny nebst Wagen und Geschirr, 2 Landauer Wagen, 1 Kalesche, 3 Paar zweispaͤnnige Chaise⸗Geschirre, 2 Paar einspännige Chasse⸗Geschirre, 3 Paar Post Geschirre, 3 Paar Fahr- und Acker⸗

Geschirre. 5 2 Bab⸗Nauhelm. Heinrich Schüßler, Lohnkutscher.

Immobiliar-Versteigerung 1 9 92 2798 Donnerstag den 31. Aug. I. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die Hofraithe, sowie ein Grabgarten, den Johannes Binz Erben gehörend, in Folge eingelegten Nachgebots, einer nochmaligen Ver⸗ steigerung ausgesetzt werden.

Hierbei wird ausdrücklich bemerkt, daß den Letzt⸗ bietenden der unbedingte Zuschlag ertheilt werden soll.

Friedberg den 28. August 876.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o u e a x,

* Eber⸗Versteigerung. 2785 Donnerstag den 31. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll in der Wirthschaft des Simon Schütz ein der Gemeinde gehöriger, gut genährter Eber, welcher zu schwer geworden ist, öffentlich versteigert werden. Ober Wöͤllstadt den 26. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Woͤllstadt. Feuer d a ch

782 Ein älterer Herr sucht zum 1. Oktober oder auch früher moͤblirte Wohnung, 23 Raͤume. Anerbietungen in der Exped. d. Anz.