1876.
Dienstag den 28. März.. 38.
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* N. Na 8 2 U 7 a 1 u. 5 5 5 An, Nel Jan 8 1—— 3 0 ne 1 Die Petitzeile r 1 i E int jed 12 nu! wird mlt 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Dienstag, Nee Samstag. L. Bete esuch Amtlicher Theil. dne, Betreffend: Den Abvetdienß unzablbater Feldstrafen. Friedberg am 25. März 1876. +. 850 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 3. Wir sehen der sofortigen Einsendung der Nachweise über den Abverdienst der zur Verarbeitung überwiesenen Feldstrafen entgegen. des X gp p. E Betreffend: Nachforschungen nach dem Aufenthaltsort des Leon Berthelot aus der Vendor. Friedberg den 25. März 1876. ann Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.— 26„Nach einer durch Großberzogliches Gesammt-Ministerium dem Großherzoglichen Ministerium des Innern zugekommenen Mittheilung des e Französischen General- Consulats zu Frankfurt a. M. ist des im Departement der Vendée geborenen LC&on Berthelot persönliche Anwesenheit in org Gre Jrankreich behufs Regelung des Nachlasses seiner Eltern nothwendig und wird daher, da die Familie des genannten seinen dermaligen Aufenthaltsort — nicht kennt, ersucht, Nachforschungen darüber austellen zu lassen, ob sich ꝛc. Berthelot augenblicklich etwa im Großherzogthum aufhält. —— Sie wollen hiernach über den etwaigen Aufenthalt des ꝛc. Berthelot in Ihren Gemeinden binnen 8 Tagen Bericht erstatten. 57 2 1 Tera pp. II 0 Deutsches Reich. daß dieselbe auf Gesetz, Concession oder Vertrag Besitzes und durch die volle Entfaltung des im ö 1 Darmstadt. Bekanntlich ist im Budget- beruhen, an das Reich übertragen werden; 3) in Besitze und der Verwaltung der preußischen Staats- r Entwurf die Errichtung einer dritten Präparanden- gleichem Umfange alle sonstigen dem Staate an bahnen liegenden Einflusses das Uebergewicht der 1 Anstalt(für Rbeinhessen) vorgesehen; dieselbe soll Eisenbahnen zustehenden Antheils- und ander- mit den preußischen Bahnen verknüpften Interessen A id sscherem Vernehmen nach in Wörrstadt errichtet weiten Vermögensrechte gegen angemessene Ent. sich über die Grenzen des preußischen Staatsge⸗ ern Dir ch werden, nachdem die dortige Gemeinde sich bereit schädigung an das Reich abgetreten werden; 4) bietes hinaus fühlbar machen würde. un e Kut rklärt hat, die erforderlichen Localitäten zu stellen. ebenso alle Verpflichtungen des Staates bezüglich Bebra, 23. März. Die Ex⸗-Kaiserin Eugenie 4 bn— Militärnachricht. von Wachter, Sec.-Lt. der nicht in seinem Eigenthum stehenden Eisen- passirte heute Vormittag mit dem Zuge von Kassel Teundlie zom 4. Großb. Inf.⸗Reg.(Prinz Carl) Nr. 118, bahnen gegen angemessene Vergütung vom Reich die hiesige Station. Ihr nächstes Reise Ziel ist zum Pr.⸗Lt. befördert. übernommen werden; 5) die Eisenbahnaufsichts- Eisenach. In ihrer Begleitung will man den eder Worms. Dem„M. J.“ wird von bier rechte des Staates auf das Reich übergehen.§ 2. Herzog von Gramont erkannt haben. * 1 leschrieben:„Wie wir vernehmen, ist Pfarrer Bezüglich der in§ 1 unter 1, 3 und 4 erwähnten München, 24. März. Die Kammer der den a, Bramling von Bechtheim wegen Entlassung des Vereinbarungen bleibt die Genehmigung des Land- Abgeordneten berieth heute über den Antrag des
Zehrers von der Organisten-Stelle vor den Unter-
— 7 5 iuchungs-Richter von Alzey zur Vernehmung ge— 1 aden. Der überwiegend protestantische Gemeinde⸗ dd u Ui Rath hatte jenen Katholiken als Vertreter der le zalholischen Gemeinde in den zu bildenden gemein- g amen Schul- Vorstand gewählt, welcher allein
nebst dem Lehrer mit den Protestanten für Auf- sebung der katholischen Schule gestimmt hat.“
Berlin, 24. März. Das Herrenhaus ge⸗ sehmigte nach längerer Berathung den Staats- aus halts Etat und das Etatsgesetz unverändert lach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses. Das Haus erledigte ferner den Bericht über die Rachweisung der Bestände für die Kreis- Dota— ionssonds.
— Der„Keiche⸗Anzeiger“ veröffentlicht einen Erlaß des Kaisers an den Reichskanzler, worin ür die dem Kaiser bei der Säcularfeier der
Königin Louise und bei seinem Geburtstage von ah und Fern in sehr großer Anzahl zugegangenen Blückwünsche, Widmungen und Zuwendungen der Dank des Monarchen öffentlich kundgegeben wird.
— Die Raths Kammer des hiesigen Stadt- gerichts hat durch Beschluß vom 8. d. M. die zorläufige Schließung des biesigen socialistischen AUrbeiter⸗Wahl-Vereins ausgesprochen.
— Der an den Landtag gelantzende Gesetz tutwurf wegen Uebertragung des Eigenthums und ber sonstigen Rechte des preußischen Staats an
Lisenbahnen auf das Reich lautet wie folgt: 1. Die Staatsregierung ist ermächtigt, mit im Deutschen Reich Verträge abzuschließen, wo
urch 1) die gesammten im Bau oder Betriebe n b sindlichen Staatsbahnen nebst allem Zubehör und
2¹ 5 allen hinsichtlich des Baues oder Betriebes von 8 NMAbet Stagtsbahnen bestehenden Berechtigungen und
— Aierpflichiungen des Staates gegen angemessene Jutschädigung kausweise auf das Reich übertragen
cen, 8 erden; 2) alle Vefugnisse des Staates bezüglich err Verwaltung oder des Betriebes der nicht in diem Eigenihnm stehenden Eisenbahnen, sei es,
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tages vorbehalten.
Abgeordneten Stief und Genossen, das Schulgeld
— Die Motive zu dem Gesetz-Entwurf, be- für die Volks⸗Schulen aufzuheben; nachdem Merkle, treffend Uebertragung der preußischen Staats- Hermann und Seits dagegen, anderseits Philipp Eifenbahnen an das Reich, welche 16 enggedruckte Schmitt und Frankenburger für den Antrag ge⸗ Seiten umfassen, geben eine ausführliche Darstellung sprochen, auch Minister von Lutz sich im Princip der Mängel des jetzigen Eisenbahn-Wesens. Der damit einverstanden erklärt hatte, wurde derselbe Gesetz-Entwurf sagt über den zu stipulirenden in namentlicher Abstimmung mit 78 gegen 69 Kauspreis, daß derselbe in einer Entschädigung Stimmen verworfen. bestehen solle, welche dem wirklichen Werthe der
Ausland.
Gesammtheit der abzutretenden Staatsbahnen
entspricht, wobei diese Gesammtheit als ein Objeet“ Oesterreich-Ungarn. Wien, 23. März. angesehen werden soll. Der Werth desselben soll“ Die in Linz internirte Amazone Johanna Mareus, unter zu Grundelegung des wirklichen Anlage- die Gefährtin Ljubobratie's, ist gestern aus Ling Capitals mit Berücksichtigung der bisherigen und entflohen. Es ist offenbar gelungen, die sie über⸗ zukünstigen Ertrags⸗Verhältnisse im Wege billiger wachenden Organe zu täuschen und sich nach Wien Veranschlagung ermittelt werden und die Entschädig- zu begeben, Von hier konnte sie, da ihre Flucht ung in einer amortisirbaren Rente bestehen. Die aus Linz noch nicht bekannt war, ungehindert Hoheits Rechte der Einzel-Staaten in Ansehung nach Pest weiter reisen. Sie begibt sich wahr der Concesstonirung neuer Bahnen sollen dem scheinlich nach Serbien.
Reiche nicht mit übertragen werden. Die Er Ragusa, 25. März. Morgen soll hier eine mächtigung des Kaisers zur Einbringung der Vorlage Zusammenkunft des Stattbalters von Dalmatien, datirt von gestern. Der Schlußsatz der Molive lautet: Feldzeugmeister von Rodich, mit dem türkischen Würden die Bestrebungen der preußischen Regierung Gouverneur Ali Pascha und dem türkischen General wegen Uebertragung des preußischen Bahnbesitzes Achmet Mukbtar Pascha stattfinden.
auf das Reich am Widerspruche der maßgebenden! Frankreich. Paris, 24. März. Der Organe des Reiches scheitern, so könnte es nicht Minlster des Innern, Ricard, empfing heute die zweifelhaft sein, daß alsdann Preußen selbst an Maires von Paris und sagte bei dieser Gelegen- die Lösung der gedachten Aufgaben mit voller heit: Wir wollen den republikanischen Staats- Energie heranzutreten und vor Allem die Er- Einrichtungen den Sieg verschaffen; aber es hieße weiterung und Consolidation seines eigenen Staats- den Praͤsidenten, das Land und uns selbst ver- bahnbesitzes als nächstes Ziel seiner Eisenbahn- rathen, wenn wir uns nicht bestrebten diesen Sieg Politik zu betrachten hätte. Den Rücksichten, durch weise und eminent conservative Maßregeln welche Preußen gegenüber seinen Bundesgenossen zu erringen.
obliegen, waͤre Genüge geschehen. Nichts würde— 25. März. Die Kammer wählte heute entgegenstehen, der nachtheiligen Zersplitterung des die Commission zur Prüfung des Amnestie- An- Eisenbahnwesen und dem Ueberwiegen der Privat-(trages Von den gewählten zehn Mitgliedern Eisenbahn-Industrie selbständig entgegenzuwirken. sind nur zwei der Amnestie günstig, die Uebrigen Die alsdann von der preußischen Eisenbahn- werden nur zu einer Amnesttrung einzelner Indi— Politik nothwendiger Weise einzuschlagende Richtung viduen rathen.
würde zur wahrscheinlichen Folge haben, daß Versailles, 23. März. In der durch die Erweiterung des preußischen Stagtsbahn-ltirtenkammer legte der Untertichtsminister
Depu⸗ einen


