zellerie, Lauch men et freie Stifliche
16 ˙
5
c
L
Dien.
e g e ud,
ö „ tb Kinde L. Fnchtih. — — 2 5 75 25 : 26 21 3 „ 74 75
Samstag den 27. Mai.
N. 63.
berhessischer Anze
0
iger.
Die Petitzeile vird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Fur den Monat Juni kann auf den„Obeihessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 34 Pf., bei den Poststellen mit 50 Pf. abonnirt werden.
Zetreffend: Die Lehrerconferenz des Kteises Friedberg.
Friedberg den 20. Mai 1876.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Dadurch, daß die meisten Gemeinden des Kreises Vilbel dem Kreise Friedberg einverleibt worden sind, hat auch eine Erweiterung des Bezirks ger Conferenzen der Lehrer des Kreises und eine andere Zutheilung der Gemeinden in die einzelnen Conferenz-Bezirke eintreten müssen.
Indem wir Sie hiervon in Kenntniß setzen, beauftragen wir Sie zugleich, die Beiträge der Gemeinden von jeder Schule zur Unterhaltung ger Lebrerbibliotbek des Kreises, die noch vom Jahre 1875 sämmtlich zurückstehen, sowie vom ersten halben Jahre 1876 vor Ablauf desselben, und auch in Zukunft vor Ablauf eines jeden halben Jahres, zur Zahlung an die mit Erhebung dieser Beiträge in den einzelnen Conferenzbezirken auftragten Lehrer anzuweisen und den Gemeinde- Einnehmern aufzugeben, sofortige Berichtigung eintreten zu lassen. 5
Rechner der einzelnen Conferenzbezirke, welche die fraglichen Beiträge zu erheben haben, sind: 1) Für den Conferenzbezirk Vilbel Herr
ehrer Rausch in Vilbel. derr Lehrer Meyer in Griedel.
NB. In dem Erlaß in Nr. 61 ist unter 3. ein Verseben unterlaufen und bier jetzt berichtigt.
Jelreffend: Die Ausführung des Gesetzes über das Besteuerungsrecht der Kirchen- und Religionsgemeinschaften. Das Grofherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nachdem nunmebr die sämmtlichen Erhebregister über die Communal- und Kirchensteuer zur Veranlassung der Erhebung durch die Gemeinde—
Zinnehmer Ihnen zugegangen sind, weisen wir Sie an, die pünktliche Erhebung zu überwachen und den Gemeinde-Einnebmern aufzugeben, die Kirchen- teuern in den auf die einzelnen Erhebungsziele folgenden Monaten direet an den Rechner des evangelischen Central-Kirchensonds Herrn F. Laute—
chläger in Darmstadt einzusenden
Die Ablieferung kann durch die Post geschehen. gebörige Ausfüllung des Coupons nicht versäumt werden.
2) Für den Conferenzbezirk Friedberg Herr Lehrer Nagel in Ossenheim.
3) Für den Conferenzbezirk Butzbach eee
Friedberg am 23. Mai 1876.
In denjenigen Fällen, in welchen die Einsendung durch Postanweisung erfolgt, darf die Derselbe muß enthalten: Den Namen und Wohnort des absendenden Rechners, Datum
ver Einzahlung und die kurze aber genaue Angabe, worauf geliefert wird; z. B. 175 M. 37 Pf. eingezahlt von Gemeindeeinnehmer N. zu Bruchen⸗
———
v»rücken am 15. Juni 1876. 25 Pf., aus der Gemeinde Fauerbach 45 M. 12
Pf.; Zusammen 175 M. 37 Pf.
Bemerkungen: Evangelische Kirchensteuer pro 1876, zweite Abschlagszahlung, aus der Gemeinde Bruchenbrücken 130 M. Um getrennte Quittung wird gebeten.
In„Werihbriefe“ dürfen nur solche Banknoten eingelegt werden deren Annahme von den Großherzoglichen fiscalischen Kassen nicht beanstandet
dird. igenthümer der betreffenden Werthpapiere ist.
Zinscoupons von Staatepapieren oder Hessische Ludwigsbahn Prioritäten müssen auf der Rückseite die Bezeichnung des Fonds enthalten, welcher Die Aufrechnung von Ausgabebelegen des Centralkirchenfonbs ist zulässig.
Ueber uneinbringliche oder in Folge von Reclamation erlassene Beträge haben die Gemeinde Einnehmer am Schlusse des Jahres besondere Zerzeichnisse aufzustellen, und Ihnen zur Beglaubigung zu übergeben, welche Verzeichnisse Sie spätestens am 15. Januar an uns einsenden müssen.
Wir erwarten pünktliche Befolgung.
Deutsches Reich. Berlin, 22. Mai. Fürst Bismarck ist heute
zit Familie zu einem mehrtägigen Aufenthalt nach
igte die zweite Lesung der§§. 1—34b des Com-
auenburg abgereist.
— 23. Mai. Das Abgeordnetenhaus eile. setenzgesetzes, welche nach den Commissionsanträgen ingenommen wurden; in einer Abendsitzung erle- ligte das Haus dann noch den Rest der Berathung des Competenzgesetzentwurfs, meistens gemäß den Veschlüssen der Commisston.
— 23. Mai. Das Herrenhaus erledigte die Specialdiscussion des Gesetzentwurfs über die wangelische Kirchenverfassung, welche theils in der fassung des Abgeordnetenhauses, theils nach den Enträgen der Commission, theils in modificirter Fassung angenommen wurde. F. 24 wurde ge srichen und sodann der Entwurf im Ganzen mit (4 gegen 25 Stimmen genehmigt. die„Prov. Corresp.“ resumstt die Be⸗ uthung des Herrenhauses über die Eisenbahnfrage und betont dabei, die Regierung verfolge das Ziel, eyne nach irgend welcher Seite hin Zwang aus-
üben, die aus der Zersplitterung und finanziellen Lusbeutung entspringenden Mißstände im deutschen bisenbahnwesen zu beseitigen und auf die Verwal-
ung der Eisenbahnen so einzuwirken, daß dieselben den Ansprüchen der Nation hinsichtlich der Ver- chrs⸗ und der Landesvertheidigung durch zweck- näßige Anlage und erhöhte Leistungsfähigkeit ge⸗ nügen. Die„Prov.-Cortesp.“ bespricht feruct den Fang der Verhandlungen in beiden Häusern des kendtags; die Ausdehnung des Session etwa bis
zum 20. Juni werde voraussichtlich genügen, um die schließliche Verständigung über alle noch vor— handenen Differenzen herbeizuführen. Auch bestätigt die Cortespondenz, daß der Kaiser im Laufe des
Sommers mehreren großen Cavallerie-Manövern,
namentlich auch bei Metz, beiwohnen werde.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Vor⸗ schläge der nordischen Mächte sind der Pforte bereits auf officiöse Weise bekannt geworden und
werden von ihr einer Prüfung unterzogen.— Rose
und Stanforth werden unverzüglich von hier ab- reisen. Die türkische Regierung hat das ihr vor— geschlagene Finanzproject endgiltig abgelehnt mit der Erklärung, bei der gegenwärtigen Lage des Landes sei dessen Ausführung unmöglich.
Pest, 23. Mai. Die Botschafter Buchanan und Nowikoff sind in Pest eingetroffen. Ersterer
überreicht dem Grafen Andrassy Englands Ant- Die⸗
wort auf die Berliner Conferenzbeschlüsse. selbe lautet vorläufig ablehnend.
23. Mai. In der Sitzung des Sub- comites der ungarischen Delegation für das Budget
des Ministeriums des Aeußern gab Graf Andrassy
auf mehrere bezüglich der allgemeinen politischen, Lage, namentlich im Orient, an' ihn gerichtete Fragen ähnliche Aufklärungen, wie im Ausschusse, der österreichischen Delegation, und machte noch ferner folgende Mittheilungen: Ebzuso wie im Vorjahre ist das Streben der Monarchie auf drei Ziele gerichtet: Aufrechthaltung des allgemeinen europäischen Friedens, Besäuftigung der Insur— reclion und Pacisication der vom Bürger⸗Kriege
r heimgesuchten Gebiete, Maßnahmen gegen die Wiederholung ähnlicher Ereignisse. Ohne das
richtige Auftreten der verbündeten Mächte, welchen sich die übrigen Mächte, willig anschlossen, stände heute die Balkan-Halbinsel in Flammen. Bezüg— lich der Paeification wurde Manches erreicht: die Rajah könnten getrost ohne Furcht vor Bedrückung in ihre Heimath zurückkehren, allein sie fürchteten die Rache wegen der von ihnen vor ihrer Flucht an den Beys und deren Familsen verübten erimi— nellen Thaten. Angesichts der neuesten Ereignisse machte sich die Nothwendigkeit geltend, Modalitäten für die zum Zwecke der Pacification erforderlichen Garantien zu finden. Er(Andrassy) war gegen eine Occupation, weil er auf Grundlage des Status quo die Schaffung besserer Zustände und die Sicherung der benachbarten Gebiete anstrebe. An einen europäischen Congreß konnte man darum nicht denken, weil, wenn die Doctoren einmal beisammen wären, sich leicht noch andere Kranke gemeldet hätten, und weil ferner auf dem Con— gresse aus ganz nebensächlichen Gründen neue Gruppirungen hätten entstehen können, was nur Mißverständnisse, vielleicht auch Collisionen ver— anlaßt hätte. Die Initiative zur Berliner Con— ferenz ging von Rußland aus; in Berlin wurde Angesichts des actuellen Standes der Dinge eine perfecte Einigung erzielt, und damit hoffentlich der europäische Frieden nach menschlicher Berechnung gesichert. Hierauf votirte das Subeomite dem Grafen Andrassy einhellig sei volles Vertrauen, Großbritannien. London. Dem „Standard“ zufolge erhielt das Canalgeschwader, das wahrscheinlich nach Madeira gehen sollte,


