Ausgabe 
25.7.1876
 
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Dienstag den 25. Zuli.

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Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Voranschläge der israel. Religionsgemeinden des Kreises Friedberg für 1877.

Das Froßherzogliche Kreisamt Friedberg an die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises.

Wir erinnern Sie an die sofortige fehlbar entgegen.

Friedberg am 22. Juli 1876.

Aufstellung der rubricirten Voranschläge und sehen der Einsendung bis Ende August dieses Jahres un

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Deutsches Reich.

Darmstadt. Am 25. Juli wird die erste Kammer zusammentreten, um das Budget zu berathen.

22. Juli. Das Bezirks- Gericht verur- 5 5 des in Bensheim erscheinendenBergsträßer Anzeigers, Böger, zu 60 Mark Geldstrafe, weil er dem katholischen Dekan Säckinger daselbst vorgeworfen, er habe zum Nachtheil der Stadt- Casse einen Günstling der ultramontanen Partei bet Vergebung von

Lieferungen für das Hospital pflichtwidrig begün⸗

stigt. Der versuchte Beweis der Wahrheit wurde für nicht erbracht erkannt.

5 Aus den neuesten Drucksachen der ersten Kammer gebt hervor, daß der Finanz⸗Ausschuß dieser Kammer in einer Reihe von Finanz⸗Ange⸗ legenheiten Beitritt zu den Beschlüssen zweiter Kammer befürwortet, namentlich gilt dies von den Regierungsvorlagen wegen Bewilligung einer außer- ordentlichen Staats- Unterstützung von 45,000 Mk. für die Gemeinde Heidesheim, wegen Erbauung eines neuen Stations-Gebäudes auf der Station Neu ⸗Isenburg, wegen Ueberbauung der Warte Säle des Stations Gebäudes der Main⸗Neckar- bahn zu Darmstadt, wegen Erbauung eines neuen Gymn isial⸗ Gebäudes in Worms, wegen Erhöhung

des Bau⸗Fonds der Main--Weserbahn und wegen

Erbauung eines Stalles für die Veterinär- Anstalt in Gießen.

Berlin. DerReichs Anzeiger erklärt,

daß die deutsche Regierung dem Agenten der deutschen Bank in London, Pietsch, der in einem

Briefe an dieTimes angeblich auf Ersuchen

und in Vollmacht der deutschen Regierung Erklär

ungen über deutsche Silber Verkäufe abgegeben, zu einer solchen Veröffentlichung keinen Auftrag oder Vollmacht ertheilt hat. München, 21. Juli. Kammer der Abge⸗ Referent Dr. Frankenburger bezeichnet ein jüngst colportirtes Gerücht, als habe der Kriegsminister die Vorlegung der Nachweisungen verweigert, als absurd. In der Discussion wurde die Verwaltung des Etats nicht bemängelt. Der Kriegsminister sichert dem won dem Abg. von Stauffenberg ausgesprochenen Wunsche nach einer mehr rationellen, die Gesund heit stärkenden Beköstigung der Soldaten möglichste Bedachtnahme zu. Der Antrag des Ausschusses, die Krone um die Anordnung zu bitten, daß der Pferdebedarf für die bayerische Armee thunlichst und unbeschadet der Leistungsfähigkeit der Armee in Bayern selber angekauft werde, wurde einstimmig angenommen. Die Gesammt-Ziffer des genehmigten Militär-Etats ist 41,446,222 Mark.

Ausland.

Jedoch hielt ein her⸗

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ai eigeeilter serbischer Major die Wachen vom Feuer

ab und verhütete so das sonst unvermeidliche Un glück. In Folge dessen ward der österreichische General ⸗Consul Fürst Wrede beauftragt, an die serbische Regierung die Forderung zu richten, daß sämmtliche serbische Wachtposten am Donau-Ufer gänzlich eingezogen würden, dies um so mehr, als es ja der österreichischen Intervention zu danken sei, daß die Türken sich verpflichteten mit ihrer Donau Flottille nicht über die Timok- Mündung hinaus zu operiren. Die serbische Regierung hat sich daraufhin beeilt, die Einziehung sämmtlicher Wachtposten am Donau-Ufer über das eiserne Thor hinaus zu verfügen. Im Falle die serbische Regierung auf die österreichischen Forderungen nicht eingegangen wäre, würde die ernsteste Re pression eingetreten sein.

Gegegenüber von Nachrichten über angeb lich von den Türken in Klek neuerdings bewerk stelligte Ausschiffungen von Kriegs-Material erfährt diePol. Corr. ganz positiv, daß lediglich bereits vor längerer Zeit für die türkischen Truppen ein- gelangte Monturen und Proviant, keineswegs aber eigentliche Kriegs»Contrebande(Munition und Waffen) ausgeladen worden. Alle Debarkations- Operationen fänden trole statt.

Salzburg, 20. Juli. Um 3 Uhr heute Nachmittags begann die Auffahrt zur Hoftafel. Seitens des deutschen Kaisers hatten Einladungen erhalten: Lamberg und Podstasky, Baron Wimpffen und Fürst Hohenlohe. Der deutsche Kaiser saß zur Rechten des Kaisers von Oesterreich neben Ersterem Fürst Hohenlohe, neben Letzterm der deutsche Bot schafter Graf Stolberg. Nach dem Diner fuhr Kaiser Wilhelm in sein Hotel zurück. Um 6 Uhr fuhren beide Kaiser unter Hochrufen der Volksmenge nach Hellbrunn.

21. Juli. Der deutsche Kaiser ist heute Vormittag 9 Uhr nach Gastein abgereist; der Kaiser von Oestecreich geleitete den Kaiser Wilhelm an den Bahnhof. Beim Abschiede küßten sich die Monarchen drei Mal und schüttelten sich herz- lich die Hände; vom Waggon aus grüßte Kaiser Wilhelm nochmals. Der Kaiser von Oesterreich reiste sodann nach Wels ab.

Frankreich. Paris, 20. Juli. Fürst Hohenlohe hat heute einen vierwöchentlichen Urlaub angetreten und ist heute Abend zu seiner in Aussee weilenden Familien abgereist.

22. Juli. Das französische Mittelmeer- Geschwader, bestehend aus fünf Panzerschiffen, ist am 17. Juli, von Tunis kommend, in Tripolis angekommen. In Tripolis werden Hülfstruppen für die Türken nach Konstantinopel eingeschifft.

Die einzige Nachricht, welche dem Marine Mini-

unter aufmerksamer Con-

Statthalter Graf Thun, die Grafen

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lautet folgendermaßen:Ein Eingeborener hat einen anderen Eingeborenen um's Leben gebracht. Der Mörder ist in die Wälder geflohen, wo er einen kleinen Anhang hat. Eine Truppen- Ab- theilung ist zur Verhaftung des Schuldigen aus gesandt worden. Weder Transportirte, noch Deportirte haben in dem Zwischenfall figurirt.

Versailles, 20. Juli. In der heutigen Senats Sitzung bekämpften Laboulaye und Broglie den Gesetz⸗Entwurf über die Verleihung der aka demischen Grade, während der Unterrichts ⸗Minister für denselben eintrat.

21. Juli. In der heutigen Sitzung des Senats befürwortete der Conseils-Präsident Du faure den Gesetz- Entwurf wegen Verleihung der akademischen Grade; gleichwohl wurde derselbe mit 144 gegen 139 Stimmen verworfen.

Belgien. Brüssel, 22. Juli. Der König und die Königin von Griechenland sind heute, von London kommend, hier eingetroffen.

Italien. Rom. Die russische Regierung hat, wie die ZeitungFanfulla meldet, den seit⸗ herigen russischen Gesandten Baron Uxküll⸗Gyllen⸗ bandt endgiltig zum Botschafter am hiesigen Hof ernannt. Sobald General Cialdini seine Be glaubigungs⸗Schreiben in Paris überreicht haben wird, gedenkt, derselben Zeitung zufolge, die französische Regierung ihre hiesige Vertretung zum Range einer Bolschaft zu erheben.

Türkei. Constantinopel. Bejüglich der Gerüchte über die Regierungsunfähigkeit des Sultans wird demN. W. Tagbl. von hier geschrieben:Der Sultan ist in der That sehr leidend und kann weder die Schwert- Umgürtung vornehmen lassen, noch die Accreditive der Ge sandten empfangen, noch irgend eine andere, selbst formelle Staats-Action begehen, da er momentan an einer Geistes-Krankheit leidet. Wie bekannt, hat Murad schon als Prinz sich den Genüssen des Lebens in maßloser Weise hingegeben. Seine Neigung für europäische Frauen war ebenso be kannt, wie sein Hang zum Trinken. Gewisse Quartiere von Pera, die der Prinz häufig ferquentirte, können aus eigener Anschauung Beides constatiren, und namentlich soll der Prinz im Genusse geistiger Getränke maßlos gewesen sein. Wiewohl Murad von Haus aus gewöhnt war, diesem Dämon zu huldigen, da sein Vater, der Sultan Abdul Medjid, fast jeden Tag betrunken war und seine Söhne an diesen Gelagen theil nehmen ließ, so ist es immerhin möglich, daß die schlechte Behandlung, die der Prinz von Seite seines Onkels erhielt, denselben bestimmt haben mag, im Schoße des Lasters Trost und Zerstreu- ung zu suchen, oder es hat die von Abdul Aziz eingesetzte Umgebung Murad's die Aufgabe gehabt, den Kron-Prätendenten auf diese Art physisch und geistig zu Grunde zu richten. Murad soll auch schon als Prinz an den Folgen seiner Lebeneweise

zu wiederholten Malen gelitten haben, namentlich

sollen periodische Geistes Störungen zu Tage ge treten sein, wie selbe bei Personen vorkommen,

sterium durch den letzten Courier zugegangen ist,(die dem Trunke ergeben sind.