Ausgabe 
25.3.1876
 
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Im Flutbgebiet der Nidda bei Klein-Karben wurde am 19. dieses Monats die Leiche eines neugeborenen, anscheinend ausgetragenen Kindes

Bekanntmachung.

gefunden, die 14 Tage oder auch länger im Wasser gelegen haben konnte und in einen braunen blaugewürfelten Wollenlappen eingewickelt war.

Da bier zweisellos ein Verbrechen vorliegt,

kommende Indicien Mittheilung zu machen. Friedberg den 22. März 1876.

Bekanntmachung.

so empfehlen wir geeignete Nachforschungen anzustellen und uns über etwaige zur Ermittelung

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a pp.

Die durch Allerhöchste Kabinets-Ordre befohlenen Uebungen der Landwehr Infanterie werden bauptsächlich die Jahresklassen 1866 und 1867 betreffen.

Die Uebungen finden in der

Zeit vom 9. bis incl. 20. Mai und vom 6. bis incl. 17. Juni statt.

Etwaige Gesuche von Landwehrmännern um Einberufung zu dem früheren oder späteren der obigen Termine sind schriftlich und von der be⸗

treffenden Großherzoglichen Friedberg den 21. März 1876.

Bürgermeisterei beglaubigt, spätestens zum 4. April dem Bezirksf

eldwebel einzureichen.

Großherzogliches Bezirks-Commando Ja eg ee Oberstlieutenant und Bezirks-Commandeur.

Allerlei.

Linz. Der Insurgentenführer Ljubobratie ist am 20. März bier angekommen und wurde auf dem Bahnhose von Organen der k. k. Staatspolizei empfangen. In seiner Begleitung befinden sich seine Gattin und die Holländerin Markus. Die Reise der Genannten sand von Triest aus mit der Südbahn über Laibach, Graz. Leoben, dann weiter per Rudolphbahn dis Klein ⸗Reifling stalt, und mußte von da aus wegen eines Bergsturzes bei Reichraming die Route über Amstetten eingeschlagen werden. Dem auf dalmalinischem Gebiete betretenen Insurgentenführer Ljube⸗ bratic ist die Stadt Linz als Internirungsort angewiesen worden. Frl. Markus ist in der Tracht der Herzegowiner gekleidet und trägt Sandalen.

New⸗PYork. Als die näheren Daten über die Ka tastrophe von Bremerhaven bekannt würden, machte man darauf aufmerksam, das es wohl am Platze wäre, Nach sorschungen anzustellen, ob dieCity of Boston, jener seit 6 Jahren verschollene große Dampfer, nich! ebenfalls auf ähnliche Weise zu Grunde ging, wie sie Thomas für die Mosel geplant hatie. Iktzt findet sich in der Chicagoer Freien Presse folgende Noliz: Im Landungsverzeichniß der im Januar 1870 auf der Reise von NewYork nach Liverpool verloren gegangenenCity of Boston? finden sich allerdings 3 von Halifax nach Liverpool durch James Thomas verschiffte Kisten Pelzwerk, consignirt an C. M. Lampfen& Comp., und es steht sest, daß Thomas im December 1870 zu einer Zeit, also wo die Assecuranzgel⸗ der für dieCoy of Boston aus bezahlt wurden, persöa⸗ lich in New⸗York war und mutelst Wechsel 500 Pfund Sterling und 457 Thaler durch Vermittelung Hamburger und Londoner Banquiecs au seine Frau herüber sandte.

Neapel. Der langerwartete Ausbruch des Visuvs

vegann am 17. d. Abends; die Lava floß nach Pompeji zu hinunter. Eine gewallige Säule schneeweißen Rauchs,

colorirt durch das Feuer, welches der Spitze des Berges eutsteigt, bot einen prächtigen Anblick dar. La vamassen wurden auch in die Höhe geschleudert.

Pera. Eine telegraphische Depesche zeigt amtlich an, daß in Bagdad auf dem rechten Tigris Ufer die Pest aus gebrochen ist. Aus diesem Telegramm geht serner hervor, daß die seit 1838 in der Türkei nicht mehr vorhandene Pest nunmehr wieder endemisch wird, und daß wir dem nächst auf eine weitere Verbteitung derselben gefaßt sein müssen, wenn die Debörden nicht energisch eingreifen.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 22. März. Der heutige Heu- Stroh markt war sehr aut befahren. Deu kostete je nach Qual. per Centner Mk. 3.43 bis 5.37. Stroh per Centner Mk. 3.43 bis 4.29. Butter im Großhandel 1. Qual. das Pfund Mk. 1.9, 2. Qual. 97 Pf., 1. Qual. im Kleinhandel das Pfund M. 1.20, 2. Qual. M. 1.9 Taselbutter M. 1.26. Eier das Hundert M. 5.10.6 60, im Detail 6 bis 7 Pf. per Stück. Die Winterfrucht hat leider durch das Wasser viel Noth gelitten.

Mainz, 23. März. Broducten-Markt. Waizen per März 21.80, per Mai 22., per Juli 22.60. Roggen per März 15.50, per Mai 15.60, per Juli 15.80. Oafser per März 17.90, der Mai 17.50. Nüböl per Mai 32.50, per October 32.90.

Für die Familie Feuerbach in Ober- Wöllstadt sind dei der Expedition des Anzeigers noch eingegangen von: J. Ehrlich 50 Pf., Schulinspector Schmidt 1 M. Gesammisumme der Gaben 20 M., welche am 23. März an Wiulwe Feuerbach abgegeben wurden. Dieselbe beauf tragt uns, allen edlen Gebern hiermit öffentlich ihren Dank auszudrücken. Die Expedition des Oberhessischen Anzeigers.

Pfarrbausbaues nicht staugegeben werden.

Beschlüsse aus der Sitzung des Gemeinderaths zu Friedberg

vom 20. März 1876.

Gegenwärtig: Gr. Bürgermeister Foucar, der Gr. Bei⸗ geordnete Reuß, Gemeinderathsmitglieder Schloß, Huber, Rausch, Pfeffer, Reuß, Hieronimus, Scriba, A. Trapp, Trapp II., Seyd.

1. Die Forderung des Apothekers Görtz dahier, wegen Lieferung von Des infections mitteln für die katholische Schule zu Friedberg, hier Bezahlung derselben von Seiten der Siladubelr., wurde auf ein vom Gr. Kreisamt mitgetheiltes Schreiben des kalh. Pfarrers Bauer vom 21. Febr. 1876 beschlossen: Der Gemeinderath beharrt auf seinem Be⸗ schlusse resp. Bericht der Gr. germeisterei vom 22. De⸗ zember 1875. 2. Auf das Gesuch des Alexander Gondolf um Erhöhung des Lohnes für die Arbeiten auf den Vicinalwegen wurde beschlossen, daß in dem Voranschlag für 1876 die nötbige Vorsehung geschehen soll. 3. Auf das Gesuch der Einwohner der Usger-Vorstadt um Er⸗ richtung eines Brunnens wurde beschlossen, daß mit dem Gr. Beigeordneten Steinhäußer Rückprache genommen werden soll, ob er seinen Pumpbrunnen an die Stadt käuflich abtreten will. 4. Dem Gesuch der Pfofessor Dieffenbach Wittwe um käufliche Abtretung eines städtischen Gärtchens vor ihrer Wohnung kann wegen des neuen 5. Den Vor⸗ anschlag über Einnahmen und Ausgaben der Gr. Real⸗

schule zu Friedberg betr., wurde eine Verfügung des Gr.

Ministeriums des Innern zur Kenntniß des Gemeinde⸗ raihs gebracht. 6. Die Abhaltung eines Fohlenmarktes zu Friedberg beir., wurde eine Verfügung Gr. Ministeriums des Innern vom 8. März d. J. zur Kenntniß des

Gemeinderaths gebracht.

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938 Auf dem Heimwege vom letzten Friedberger Schweinemarkt fand Jemand zwischen Friedberg und dem Ossenheimer Wäldchen eine silberne Taschenuhr.

Dieselbe wurde am 20. März auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Echzell abgegeben, wo der Sigenthümer dieselbe wieder in Empfang nehmen kann, wenn er durch glaubhafte Angaben sein Eigenthum beweist. Echzell am 22. März 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell. Sit o l:

939 Ein Mädchen, welches das Putzgeschäft erlernt und bereits ½ Jadr als Gehülfin condinonttte sucht ge flützt auf gu e Zeu in sse sesor Stelle. Franco-Offerten beförbart Central⸗Annoncen⸗Expedition von G. L. Daube 8 Co. in Offenbach a. M. unter Ch ffte E. S. D. 13752.

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Friedberg den 23. März 1876.

Marie Sauer.

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Ein Cigarren-Etuis, welches außer einer Brille, eine Quittung und

volle Papiere enthielt, ist hier verloren worden. Der

Tische, Stühle,! Kleiderschrank, 3 Bettstellen, 1 Wand- redliche Finder wird gebeten, solches gegen eine gute uhr, Spiegel, Portraits, 4 Lampen, 10 Töpfe Honig, Belohnung dem Sigenthümer, welcher aus Qulttung und eine Parthie Brennholz, 1 Haferkasten, sowie sonstige] den Papieren zu ersehen ist, zurückzugeben.

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