den Schullebrer zu Kettenbeim, Wagner, auf sein Nach⸗ suchen, in den Ruhestand zu versetzen.
IX. Concutrenz Ertffnungen. Erledigt sind: die Schulstelle zu Grüningen, Gebal! 771 M. 42 Pf.; dem Orltsvorstande zu Grüningen siebt das Präsentalionsrecht zu; die 1. Lebterstelle an der Schule zu Groß⸗Linden, Gehalt, 1028 M. 57 Pf.; die 1. Schulstelle zu Horr⸗ weiler, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die 7. Schulstelle zu Ebersladt, Gehalt 942 M. 86 Pf.
Darmstadt. Unmittelbar nach der Ver⸗ tagung der zweiten Kammer hat der Finanz: Ausschuß der letzteren seine Thätigkeit wieder aufgenommen und die aus neuerer Zeit stammenden Regierungs⸗Vorlagen so weit in Betracht genonmen, daß am 21. dieses Monats mit den Vertretern der Regierung eine gemeinschaftliche Sitzung statt⸗ finden konnte. Die Haupt-Gegenstände waren die Vorlage wegen Regelung der finanziellen Verhält⸗ nisse der evangelischen Kirche gegenüber dem Staat, die Proposition wegen Veränderung der Organi- sation der Bau-Behörden und die Vorlage wegen Erbauung eines neuen Justiz-Gebäudes in Gießen, für welches 498,000 M. vorgesehen sind.
— 21. März. Prinz Ludwig hat sich gestern nach Berlin begeben um daselbst im Auftrage S. K. H. des Großherzogs dem Kaiser Wilhelm zum Geburtstage zu gratuliren.
— 21. März. Der Vertrag wegen Ankaufs der Oberhessischen Eisenbahn durch den Staat ist von der ersten Kammer mit 15 gegen 2 Stimmen genehmigt worden.
Mainz, 18. März. Das Kreisgericht zu Münster hat in der gestrigen Sitzung den Bischof von Ketteler welcher persönlich erschienen war, wegen Beltidigung des Ober-Präsidenten v. Kühl welter zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt.
Berlin, 20. März.(Sitzung des Herren Hauses.) Der Handelsminister beantwortete eine Interpellation des Grasen Udo Stolberg: ob die Regierung dem Landtage über Abtretung der preußischen Bahnen an das Reich eine Vorlage zu machen beabsichtige, bejahend und fügte hinzu, die Regierung werde dabei lediglich von wirth- schaftlichen, nicht von politischen Motiven geleitet. Das Haus genehmigte sodann die Vorlage über Aufnahme von Wechselprotesten nach den Anträgen der Justiz-Commission und den Rechenschastsbericht über weitere Ausführung des Gesetzes betreffend die Consolidirung der preußischen Staats-Anlehen.
— 20. März. Sitzung des Abgeordneten- hauses. Die dritte Lesung des Etats wurde ohne erhebliche Debatte und Aenderung erledigt.
Paderborn. Nach der„A. Z“ hat der frühere Bischof von hier, Dr. Conrad Martin, Holland verlassen, wahrscheinlich in Folge von Reclamationen wegen der vor Kurzem von ihm ausgesprochenen Excommunication.
Kassel. Das„Kasseler Tageblatt“ meldet, angeblich aus sicherer Quelle, an den Bischof von Limburg sei die Aufforderung zur Amts- niederlegung ergangen.
Jen a. Ein Conflict zwischen Studenten schaft und Mil tär ist zu einer cause célèbre geworden, und man spricht bereits davon, daß die Garnison von Jena verlegt werden würde. Eine solche Maßregel würde besonders für die Stadt von empfindlichem Nachtheil sein, und man wird sich deßhalb bemühen, die Sache auszu— gleichen, wenn das überhaupt noch möglich ist. Der Verlauf der Sache ist kurz der: ein Offizier hatte einem Einjährigen(Studenten) zugemuthet, ihm etwas privatim zu besorgen. Hierauf forderte der Student den Offizier, der ihm jedoch Ge— nugthuung verweigerte. Hieraus entstand dann großer Spektakel zwischen der ganzen Studenten- schaft und dem ganzen Offizierkorps.
Frankfurt. Die Verwaltung des Reichs- Invaliden Fonds hat, unter Hinweis auf das dringende Bedürfniß dieser Berwaltung, wegen der in ihrem Bcesitz befindlichen süddeutschen Werthe auch in Frankfurt a. M. ein Bankhaus zu haben, mit welchem sie in geschäftliche Ver— bindung treten könne, das Bankhaus M. A. von Rothschild& Söhne in Frankfurt a. M. für diesen Zweck bei dem Bundesrath in Vorschlag gebracht. Der Letztere hat in seiner Sitzung vom 9. d. M. beschlossen, sich damit einverstanden,
und die Großherzogin begaben sich heute nach Berlin, um bis Ende d. M. dort zu verweilen.
Ausland.
Frankreich. Paris, 19. März. Die gemäßigte Linke hatte heute eine Zusammenkunft. Die Rede des Präsidenten Ferry bekräftigt die gemäßigte Haltung dieser Partei. Ferry sagte: Die republikanische Partei entsagt auf die Spitze getriebenen Forderungen und enthält sich absolutet Thesen, die bisher stets der Republik den Unter- gang bereitet haben. Die Rede wird als Beweis dafür angesehen, daß die Linke das neue Ministerium unterstützen wird.— Die Seine ist um einen Meter gefallen.
Versailles, 20. März. Die Commisston der Deputirtenkammer zur Vorberathung des An- trags, betreffend die unverzügliche Aufhebung des Belagerungs-Zustands, hat sich einstimmig für Annahme des Antrags ausgesprochen. Diese ist
erklärt hat.— Victor Hugo und Raspail bringen morgen im Senat und in der Kammer den Amnestie— Antrag ein. Derselbe ist nur von 27 Deputirten und von 8 Senatoren unterstützt. Die Linke erklirt den Antrag für inopportun und wird gegen die Dringlichkeit stimmen.
Belgien. Brüssel, 20. März. Der Anwalt der Banque de Belgique zeigte dem Handels-Gerichte, vor welches die Bank wegen Rückerstattung der Depots citirt war, officiell an, daß die Bank in kurzer Zeit in der Lage sein werde, alle in Depot erhaltenen Titres zurückzuer— statten. Ein Consortium von Bankiers werde ihr mit 16 Mill. Francs zu Hülfe kommen.
Großbritannien. London. Nach nun⸗ mehriger Bestimmung wird die Königin am 27. Mätz ihre Reise nach Baden Baden antreten, und zwar über Portsmouth, Cherbourg, Paris und Straßburg, ohne jeden Aufenthalt. In Baden⸗Baden wird die Königin eine Woche verweilen und hierauf nach Gotha und Coburg reisen. Ende April erfolgt die Rückkehr nach England.
— 21. März. Im Unterhause erklärte der Unterstaats⸗Seecretär Lowther gegenüber Jenkins,
die Unterbandlungen wegen Abtretung des Gambia
Gebietes an Frankreich seien abgebrochen worden, weil Frankreich Bedingungen stellte, welche England die vollständige Controle über die Küstenschifffahrt
Berathung der Titelbill, die Königin würde keinesfalls den Titel Kalserin in England an— nebmen. Das Gerücht, daß die Kinder der Königin „Kaiserliche Hoheit“ heißen würden, sei unbe— gründet. Die Amendements, die dahin gehen, auszusprechen, daß der Titel Kaiserin lediglich localer Natur sei, wurden abgelehnt und die Bill angenommen.
Spanien. Madrid, 20. März. Der König hat an der Spitze von 25,000 Mann seinen feierlichen Einzug in die Hauplstadt gehalten und ist mit Begeisterung empfangen worden. Sämmtlichen Soldaten, welche gegenwärtig der Armee angehören, ist durch k. Deeret ein Jahr von ihrer Dienstzeit erlassen; auch soll in diesem Jahre keine Conscription stattfinden. Die Reduction im Effectivstande des Heeres wird sich dem Ver— nehmen nach auf ca. 100,000 Mann belaufen. Ein königliches Decret ordnet ferner die Er— richtung einer Unterstützungs⸗Casse für die Invaliden, Verwundeten und Waisen, sowie die Familien der Opfer des Bürgerkrieges an.
Italien. Rom, 18. März. Im Verlaufe der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer erklärte der Minister-Präsident Minghetti, die Regierung beabsichtige über die Frage des Ankaufs der Eisen⸗ bahnen ein Votum der Kammern zu provociren; bis dahin möge man auch die Berathung über die von Morana beantragte Motion vertagen. Dieser Antrag des Ministers auf Verschtebung wurde jedoch von Depretis, Correnti und Piccioni bekämpft und, nachdem Minghetti denselben noch zu wiederholten Malen befürwortet hatte, schließlich mit 242 gegen 181 Stimmen abgelehnt. In
Folge hiervon gab das Cabinet seine Demission.
zu erklären.
— 20. März.
In der heutigen Sitzung der
gesichert, zumal sich die Retierung gleichfalls dafür
1
Demission des Cabinets angenommen habe, daß
Bildung eines neuen Cabinets weiter fungiren werde.
Türkei. Konstantinopel, 20. März. Amtlicher Meldung aus Mostar zufolge ist der Insurgenten⸗Führer Pfarrer Giovane Mussich mit 80 Insurgenten auf österreichisches Gebiet gedrängt; derselbe wurde, wie die„Politische Correspondenz“ mittheilt, in Metkovich von einer österreichischen Patrouille verhaftet,
— Der„Times“ geht von hier folgende Nachricht zu: Da die Pforte den ihr bewilligten Credit von 3 Millionen weit überschritten, so habe
für das diplomatische Corps der Türkei im Auslande beanstanden.
— Wie aus dem Insurgentenlager für be⸗ stimmt gemeldet wird, hätte Achmed Muhktar Pascha soeben einen 12tägigen Waffenstillstand den Jasurgenten proponirt, was aber von ihnen zurückgewiesen wurde. Aus Cettinje ist der serbische Diplomat und Unterhändler, Oberst Alimpich, beute hier eingetroffen und reist unverzüglich nach Belgrad weiler.
Griechenland. Athen. Der Justiz-
dieses jedoch auf Wunsch des Königs bis zur
Minister hat, durch die Partei Zaimis bewogen,
den kürzlich wieder angestellten Richter Dalaro
zur Demission veranlaßt und sein eigenes En, lassungs⸗Gesuch zurückgezogen.
Aus Stadt und Land.
1
E. Ilbenstadt. Am vergangenen Sonntage hatte die hiesige Fortbildungsschule zum Schlusse des jetzigen Winlercursus eine öffentliche Prüfung vor versammeltem Schulvorstande, dem Ortsvorstande, den Eltern und. sonstigen Freunden der Schule abgehalten. Die Resullate in den einzelnen Fächern, als Rechnen, Schönschreiben, Zeichnen und Lesen ꝛc. fielen zur größten Zufriedenheit aus, weßhalb beiden Theilen, Lehrern und Schülern mit gebübtendem Danke hiermit lobende Erwähnung geschieht. Vielleicht dürfte es sich empfehlen, die Stunden an den Sommer⸗ Sonntagen fortzusetzen. nachdem man sich von dem praklischen Nutzen der Fortbildungsschule über⸗ zeugt bat.
Allerlei.
Caub, 20. März. Sämmlliche Leichen bis auf ein kleines Töchterchen des Fritz Hehner sind jetzt aus den Trümmern gefördert; Bericht über den Zustand der ver⸗ schiedenen Leichen noch nicht bekannt.
Paris.
läufig beerdigten deulschen Soldaten nach den äußeren Friedbösen der Hauptstadt fand man viele dieser Leichen noch sebr gut erhalten. Einige sahen aus, als ob sie erst seit Kurzem verscharrt wären und boten den Anblick des rubigen Schlafes. Die Behörde hat über Alles ein Protokoll aufgenommen und die Kleidungs-Stücke und die Gegenstände von Werth, die bei den Leichen vorge— funden worden, der deutschen Botschaft dahier zustellen lassen.
Handel und Verkehr. Friedberg, 21. März. Waizen M. 23.— gcorn M. 18.80. Gerste M. 17.30. Hafer M. 17.—. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Frankfurt, 20. März.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war in Ochsen nicht so gut wie auf dem vorigen Markie. Angetrieben waren ca. 340 Ochsen, 310 Küße, 350 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich; Ochsen 1. Qual. M. 65.14, 2. Qual. M. 60, Kühe 1. Qual. M. 58.29, 2. Qual. M. 51.43, Kälber M. 60, Hämmel 1. Qual. M. 54.86, 2. Qual. M. 48. Frankfurt, 20. März. Feuchtbericht. Mehl Nr. 1
Waizen eff. hies. M. 24.—. 17.50, Gerste M. 1721, Hafer M. 17.50— 18, Kohlsamen M.„Erbsen M. 21—24, Wicken M. Linsen M. 21—30, Rüböl M. 74 im Decail. in sich sämmtlich per 200 Pfd. Zoll⸗Gewicht = 100 Kilo.
—
21.70, per Mal 21.90, per Juli 22.40. März 15.40, per Mar 15.50, per Juli 15.70. Hafer per
October 33.—.
Für die Ueberschwemmten in Schönebeck sind Mühle 10 M., Frau Kammerdirector Hüffell 3 M., K. Nauheim 3 M., J. K. 3 M., Reif in Steinfurth 5 M.
. Becker in Bruchenbrücken 3 M., Adam Söllner II. 2 M.
Mainz, 21. März. Producten⸗Markt. Waizen per März Roggen per
0. 5 5 5 Bei der am 18. März bewirkten Ueber⸗ entzogen haben würde.— Disraeli erklärte bei tragung der in der Nähe von Chalillon vor Paris vor⸗
die Banque Ottomane dem küͤrkischen Ministerfum erklärt, sie müsse die Auszahlung der Summe
Die
März 17.80, per Mai 17.50. Rüböl per Mai 32.70, per
ferner eingegangen: Von L. Schudt a. d. Görbelheimer
Meyer in Wölsersbeim 3 M., Asssssor Schnittspabn in
M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28, Nr. 5 M. 22., Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26, do. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M. 9. bayer. M.—. Roggen M.
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Karlsruhe, 19. März. Der Großberzog Kammer zeigte Minghetti an, daß der König di ö 000
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