Ausgabe 
22.7.1876
 
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een sind zwar einige Gedichte erhalten, die auf

leser Gedichte erzählt Abdallah, daß ihm eine 5* Wahrsagerin hundert Kameele für seine Umarmung

nuselmännischen chon Adam arabische Verse untergeschoben. Daß die

on dem mit, was Amina, die Mutter Mohameds mzählt haben soll. unnahte,

Donig; alsbald öffnete Gott meine Augen und

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ener öffentlichen Verstelgerung ausgesetzt werden.

Die mohamedanische Weihnacht.

Mohamed, der große Prophet der Moslemin, 1 im April des Jahres 571 auf die Welt. Er war Sohn Abdallah's und Amina's, von genen man sebr wenig weiß; Abdallah wird als in ausgezeichnet schöner Mann und Amina als

äne höchst tugendhafte Frau gepriesen. Von bei

inen gewissen Grad von Bildung hindeuten, doch ese sind gewiß ein späteres Machwerk. In einem

angeboten, weil sie wußte, daß er der Vater eines Propheten sein würde. Indeß darf man auf Zerse der Art nie zu viel bauen, denn bei den Historikern werden bekanntlich

Legende Mobamed's Geburt mit tausend Nirakeln überschültet, läßt sich denken. Zu diesen gehört, daß Chosroe's Palast sich spaltete und 4 Zimmer herunterstürzten, daß das heilige Feuer er Perser erlosch, die Götzen in den Tempeln zu Zoden stürzten, die bösen Geister aus der Nähe es Himmels vertrieben wurden, wo sie die Engel elauschten, um den Wahrsagern von den gött ichen Gebeimnissen Kunde zu bringen. Wir über gehen einige andere Wunder, wie das Austrocknen es See's von Lawa, die Ueberschwemmung der Wüste von Samawa, und theilen lieber etwas

Als meine Geburtszeit her besuchte mich Asia, die Gemahlin Dharaons, und Mariam, die Schwester Moses, mit einigen Huris und reichte mir einen Trank, delcher wie Milch aussah und süßer war als

ch sah drei Fahnen aufgepflanzt, die eine im tußersten Osten der Erde, die andere im Westen und die dritte auf der Kaaba. Sobald aber Mohamed auf die Welt kam, verbreitete sich ein licht über die ganze Erde, daß ich die Schlösser on Damaskus hell beleuchtet sah, dann ließ sich ine weiße Wolke herab, welche Mohamed um füllte, und eine Stimme rief:Machet mit Nohamed den Kreis um die Welt, und stellt ihn llen Engeln, Genien, Menschen und Thieren vor. Hebet ihm Adams Gestalt, Seths Wissenschaft, Noah's Tapferkeit, Abraham's Liebe u. s. w. Gott soll nämlich angeordnet haben, daß alle guten Eigenschaften der biblischen Größen in Mohamed vereint seien. Dies, um zu beweisen, Mohamed über sämmtliche, ihm vorausge sangenen Propheten zu stellen sei, über Jesus elbst, den die Moslemin als einen einfachen Pro sheten ansehen. Amina erzählt ferner, daß die Wolke dann verschwand, um drei Männern Platz zu machen, von denen der eine eine silberne Kanne,

der andere ein smaragdenes Becken und der dritte seuriger; sie springen auf und die von ihnen ausge: dern geschehe es recht,

welches ein Siegel eingewickelt war. Sie wuschen das Kind Mohamed siebenmal, drückten ihm das Siegel des Prophetenthums auf und verschwanden wieder. Trotz aller göttlichen Protektion fand der Kleine nur mit Mühe eine Amme. Die Mekka nerinnen pflegten damals nämlich ihre Kinder auf das Land zu geben, nicht um mehr Kinder be kommen zu können und sich besser zu erhalten, sondern weil sie glaubten, daß eine gesunde Land luft viel zur Entwicklung des Rednertalents bei trage. Amina mußte den zu solch hohem Loos bestimmten Knaben selbst stillen, weil sich keine Beduinin des unbemittelten Kleinen annehmen wollte. Endlich entschloß sich eine Frau aus dem Stamme Saad Mohamed anzunehmen, aber nur, weil schon alle anderen Kinder vergriffen waren. Diese und äbnliche Mährchen schmücken die Ge burt Mohameds. Sein Geburtstag ward schon von jeher gefeiert, aber zum nationalen Feste wurde er erst unter dem osmanischen Sultan Achmed I. und zwar im Jahre 1610. Seit jener Zeit wird dieses Fest, welches am Ende nichts anderes, als das mohamedanische Weihnachten ist, mit großer Herrlichkeit und Bedeutsamkeit gefeiert. In Kairo besonders ruft diese Prophetengeburt alljährlich eine Masse Menschen zusammen, was in der mit derselben verbundenen barbarischen Feier- lichkeit seine Erklärung findet, denn Hinrichtungen sind ja überall sehr beliebte Schauspiele. Um wie viel mehr Gefallen muß diese Barbarei finden, wenn sie noch durch religiösen Fanatismus ver herrlicht wird! Doch ist auch manches Anmuthige, manches Liebliche zu schildern, bevor man zur grausamen Ceremonie des Dosseh d. h. des Tretens kommt. Lieblich in der That ist der unermeßliche Plan der Esbekijeh während dis wochenlangen, zu Ehren des Propheten gefeierten Festes. Um den etwas tiefer als die Bulakstraße gelegenen Plan ziehen sich Reihen haushoher Zelte, deren Außen- seite blendend weiß, während das Innere mit reichen Teppichen und buntgestreiften Draperien behängt ist. Inmitten des Platzes stehen mast⸗ ähnliche Schäfte, von deren Gipfel zahlreiche Seile

schräg in den Sand laufen, was ihnen mit ihren bunten Fähnchen und glitzernden Laternen den Anschein festlich aufgeputzter Schiffe gibt. Oben auf der Straße reihen sich Buden an Buden, in denen, wie auf unseren Messen, das verlockendste Zuckerwerk aufgestellt ist. Auch hier sind Zelte aufgeschlagen, viel kleiner als die oben genannten. Unter jenen matt erleuchteten Zelten hielten die Derwische den Zikr ab.La illah ill Allah! lautete es aus jedem Mund.Es gibt teinen Gott außer Allah! rief jeder Einzelne, indem sie

a. O berhessischer Anzeiger. ue

wilder Thiere. Dazwischen rauschen Raketen auf, Kanonenschläge donnern, Leuchtkugeln steigen, Schwärmer schlängeln und platzen, leuchtende, grüne, rothe und blaue Sterne fallen herab, die Räder zwischen den Caroussels kreiseln schneller und schneller, Schaukeln schwingen mit schwindelnder Eile, Alles schreit aus voller Keble und Pferde, Wagen, Esel und Menschen wogen unausgesetzt auf und ab. Das ist diegesegnete Nacht. Auf den darauffolgenden Tag war das Dosseh anberaumt. Dicht vor den Zelten der Honoratioren bildeten zwei Reihen von Pfählen eine Straße. Lustig flatterten die Fahnen, welche auf diesen Schäften aufgesteckt waren, überall waren neu gierige Menschenkinder zu sehen, die mit ihren verschiedenen Trachten ein buntes Schauspiel dar⸗ boten, doch herrschte Todtenstille auf diesem weiten großen Felde. Endlich hört man ein fernes Ge⸗ töse, das immer näher und näber kommt. Es sind die verschiedenen Derwisch-Orden Kairo's, die mit zahllosen Fahnen und überlautem Geschrei vorüberstürmen. Ihnen folgen die besessenen Fa natiker, in getrennten Schaaren von 12 bis 14 Menschen, umringt von nüchternen, kräftigen jungen Leuten, die sich die Hände reichen und so einen geschlossenen Kreis bilden, die Besessenen gleichsam forttragend. Aussätzige könnten nicht greulicher anzusehen sein. Ihre Arme hängen schlaff herunter, die Augen rollen, der Kopf hängt vorwärts oder rückwärts, als wolle er alle Augenblicke wegfallen, die Beine versagen ihren Dienst; sie werfen sich nieder oder stürzen vielmehr zusammen, ihre Führer zerren an ihren Beinen, damit sie gerade zu liegen kommen. Der Kopf liegt auf den Armen. Das ist ein Stöhnen, ein Röcheln, zu Häupten und zu Füßen fächeln die Führer mit ihren Gewändern die Besessenen, die dem Zuschauer nicht einmal Mitleid einflößen. Jetzt treten mehrere Fahnen- träger über diese Menschenstraße, sie bilden die Vorläufer des weißen Pferdes. Nach einer kleinen Weile erscheint das Thier, geritten von einem feisten Scheich, geführt von 2 Arabern. Es ist auf's Reichste aufgeschirrt. Der Scheich trägt einen riesiggroßen Turban und ist in werthvolle indische Shawle eingewickelt. Langsam und schwankend, als gehe er auf Wellen, durchmißt der Schimmel die von Menschen belegte Strecke. Vor dem Zelte des obersten Scheich aller Derwisch- Orden steigt der seiste Scheich der Saadyeh ab, um seinen Segen zu empfangen. Sobald dieser ertheilt ist, ist die Ceremonie aus. Wo die Fa natiker hinkamen, das kann man nicht sagen. Manche wurden heulend und stöhnend in aller Eile sortgeschleppt, die anderen verloren sich in

mit einer wahrhaft verzweifelnden Monotonie sich( dem Gedränge, das zuletzt einen unbeschreiblichen

vor⸗ und rückwärts beugten und den Kopf bald[Grad erreicht.

Die Derwische behaupten, daß

nach rechts, bald nach links warsen. So beginnt der heilige Schimmel die Liegenden unbeschädigt

die Ceremonie.

Allmählig werden die Derwische läßt, wenn sie keine Sünder sind.

Den Sün⸗ ein Bischen zerquetscht

tn weißes, seidenes Tuch in der Hand hielt, in stoßenen Töne gleichen fast dem dumpfen Geheul] zu werden.

.* Versteigerung.

4404 Dienstag den 25. l. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Maschinenwärters Drott in der 1 saer Vorstadt die zu dem Nachlaß dessen Ehefrau ge lörende Gegenstände, als:

verschiedene Möbel, Kleider, Weißzeug, Bettwerk,

Küchengeräthschaften, 2 Ziegen und sonstige Gegen

ände

Fee öffentlich an den Meistbietenden ver seigert werden.

Friedberg den 14. Juli 1876.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. due a r.

Arbeits-Versteigerung. 2351 Montag den 24. d. M., Morgens 8 Uhr, sollen in Rathhaus zu Rodheim v. d. H.

Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 230 Mark, Glaserarbeit 1 Spenglerarbeit 9

sowie die Lieferung von Backsteinen will ich vergeben

Bad⸗Nauheim den 18. Juli 1876. Brückel, Bezirks⸗Bauaufseher.

Arbeits-Versteigerung. 2452 Montag den 24. d. M., Morgens 10½ Uhr, sollen im Rathhaus zu Holzhausen v. d. H.

Maurerarbeit, veranschlagt zu 274 Mark, Zimmerarbeit 108 Schreinerarbeit 12 Weißbinderarbeit 188. Dachdeckerarbeit 28 Rohrsteinlieferung 72

einer öffent ichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bad⸗Nauheim den 18. Juli 1876. Brückel, Bezirksbauaufseher.

2453 Die behufs Erbauung eines Hauses vorkommende Maurer-, Zimmer-, Dachdecker- und Weißbinderarbeit,

und wollen Uebernahmslustige die Forderungen im Einzel

preis bis zum 30. d. Mts. an mich gelangen lassen. Bad⸗Nauheim den 18. Juli 1876.

Brückel, Bezirks bauaufseher.

r Fommerhandschuhe

1938 zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich.

Arbeits-Versteigerung. 244] Montag den 24. d. Mts., Morgens um 9 Uhr, sollen in dem Versteigerungs-Local zu Ober-Mörlen nach⸗ stehende Arbeiten und Lieferungen in Accord gegeben werden:

Dachdeckerarbeit, laut Kostenüberschlag 279 Mark,

Weißbinderarbeit Chaussirarbeit 1000 Mauersteinlieferung 748 5 Plattenlieferung 8 Lieferung von hydraulischem Kalk 183 Kies- oder Sandlieferung 123 Chaussirsteine zu brechen G Steinfahren 830 Steinschlagen und Kiesmessen 192 Butzbach den 20. Juli 1876. Metzger,

Bezirks-Bauaufseher.

Fliegen-Fang-Flaschen 2236 mit Glasstöpsel, das Stück 40 Pfennig, bei Georg Groß.