Ausgabe 
20.7.1876
 
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Es werden deßhalb alle diejenigen Grundbesitzer, welche ihren neuen BesitzZ an mehr als 3 Grundstücke und diese wieder in verschiedene Ge wannen getrennt gelegt haben wollen, hiermit aufgefordert, dieses längstens bis zum 3. August c. scheiftlich ihren auf dem Rathhause offenliegenden Gütergeschossen beizulegen. Spätere Anmeldungen in dieser Beziehung

können nicht mehr berücksichtigt werden.

Ferner haben diejenigen Grundbesitzer, die Grundstücke käuflich er- worben, oder solche durch Theilung, Erbschaft ꝛc. erhalten haben, die

zuzuschreiben.

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Betreffend: Die durch die Beitreibung der Gemeinde-Intraden entstandenen Kosten im II. Quartal 1876.

ihnen noch nicht zugeschrieben sind, diefes ebenfalls innerhalb der bestimm⸗ ten Frist anzumelden, damit diese mit ihren Grundstücken und nicht mit denen der früheren Besitzer zusammengelegt werden. Geschieht dieses nicht, so haben sich die betreffenden Grundbesitzer, die hierdurch für sie entstehen⸗ den Nachtheile, die dann nicht mehr ausgeglichen werden können, selbst

Mündliche Anmeldungen und solche, die nach dem 3. August c. ab- gegeben werden, werden nicht berücksichtigt.

18. Juli 1876. Für die Commission:

n Friedberg am 18. Juli 1876.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Es sind noch Viele mit der Einsendung der rubricirten Verzeichnisse im Rückstand, weshalb wir hieran bei Meidung unangenehmer Ver-

fügung erinnern.

Betreffend: Das Landgestft, insbesondere die Bedeckung

der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1876.

r Friedberg am 18. Juli 1876.

Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt.

Da noch viele mit der Einsendung der Verzeichnisse, Kreisblatt Nr. 79 von diesem Jahr, im Rückstande sind, so erinnern wir an die sofortige

Erledigung. Ter a pip. Deutsches Reich. hierher zurück. Wie verlautet, wird der Kronprinz Kriegsgeräth wurde erbeutet. In Folge Vor Berlin. Kaiser Wilhelm wird, nach den des Deutschen Reiches im Laufe dieser Woche dem marsches des Corps unter Suleiman Pascha haben

darüber getroffenen Bestimmungen, am 19. Juli von der Insel Mainau nach Salzburg abreisen und am Abend desselben Tages, Uhr daselbst eintreffen. In Salzburg findet das Zusammen treffen mit dem Kaiser Franz Josef statt. Beide Kaiser bleiben am 20. Juli beisammen, worauf Kaiser Wilhelm am 21. Juli Nachmittags die Reise nach Gastein fortsetzt, wo derselbe bis zum 12. August bleiben wird.

Würzburg, 14. Juli. Gestern Abend kam

Minister Eulenburg aus Berlin hier an, über- nachtete imKronprinz und ging heute zum Fürsten Bismarck nach Kissingen. 18. Juli. Gestern starb dahier nach längerem Leiden die Fürstin von Obrenowich, die Mutter des gegenwärtig regierenden Fürsten Milan von Serbien. Dieselbe hielt sich in den letzten Monaten hier auf, um die hiesigen Aerzte zu consultiren. Die Leiche wird hier einbalsamirt und nach Belgrad übergeführt werden.

St. Wendel, 13. Juli. In dem Meile von hier entfernten Dorfe Marpingen wollten zwei kleine Mädchen vor etwa 14 Tagen im Felde die Jungfrau Maria gesehen haben, die ihnen unter Anderm auch sagte, sie käme dann und wann wieder. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde von der Wunder Erscheinung, und alsbald strömten Tausende hinaus nach der be zeichneten Stelle, den Rosenkranz betend und auf den Knieen rutschend. Gestern Abend erschien endlich eine Compagnie Soldaten aus Saarlouis, feldmäßig ausgerüstet, mit Ambulanz versehen, so wie der Regierungs-Präsident von Trier. Alle Vorstellungen Seitens des commandirenden Offiziers blieben resultatlos; die gemessensten Befeble zum Auseinandergehen wurden mit höhnendem Lärm von der auf circa 12,000 Köpfe angewachsenen bethörten Menge beantwortet; als jedoch die Soldaten mit Kolben und Bajonneten vorgingen, und es verschiedene blutige Köpfe und Verhaftungen abgesetzt hatte, stoben die Massen in wilder Flucht auseinander, über Stock und Stein, Felder, Hecken und Gräben, Alles unter die Füße treiend.

Ausland.

Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Die Presse erhält über das Gefecht des Peko Pav- lovits am 13. Juli mit den türkischen Truppen bei Ranjiro- Selo und Nepun in der Küsten⸗ Enclave Klek ein Telegramm, wonach auch ein im Hafen liegendes Kriegsschiff durch Geschützfeuer an dem Kampfe Theil genommen hat, welches kotz der nachdrücklichen Einsprache des Comman⸗ anten des österreichischen Stationsschiffes sein Feuer fortsetzte. DiePresse erklärt es als selbstverständlich, daß hier eine flagrante Rechts- verletzung von türkischer Seite vorliege.

Holland. Haag, 16. Juli. Der Kron-

mittag um 4 Uhr von bier nach Berlin, um den Kronprinzen und die Kronprinzessin von Italien in Potsdam zu begrüßen und kehrt am Mlitwoch

Prinzen Heinrich in Soestdyk einen Besuch ab- statten, wohin sich zu derselben Zeit auch der König der Niederlande begeben wird. Großbritannien. London, 17. Juli. Im Unterhause antwortete Disraeli auf eine An- frage Baxter's, die Depeschen des Botschafters Lord Elliot bewiesen, daß die Berichte von neuen Grausamkeiten in Bulgarien stark übertrieben seien. Eine Depesche Elliot's vom Freitag Abend melde den Eintritt chrisil. Freiwilligen in die türkische Armee. Spanien. Madrid, 16. Juli. Nach einer stürmischen Debatte gaben die Cortes dem

Ministerium mit 211 gegen 26 Stimmen ein Vertrauens votum. Türkei. Constantinopel, 15. Juli.

Das JournalStambul meldet: Der heutige Ministerrath, welchem mehrere Ulemas und hohe Würdenträger beiwohnten, hat über die Grund lagen einer Verfassung neuerdings berathen, soll das constitutionelle Prineip angenommen und be schlossen haben, demnächst die neuen Institutionen zu definiren.

16. Juli. DemTel.⸗Corr.⸗Bür. wird

von Widdin gemeldet: In Folge der am Mitt-

woch bei Widdin stattgefundenen Kämpfe sind die Serben, von den Türken verfolgt, über den Timok zurückgegangen.

DieAgence Havas meldet von Ragusa aus slavischer Quelle, daß am 14. Juli in einem heftigen Gefechte bei Ljubowitza unweit der Grenze bei Kleinzwornik die Serben geschlagen wurden. Die Türken eroberten Geschütze und zerstörten die Floß, welche auf der Drina zu dem Zwecke einer Invaston in das türkische Gebiet bereit lagen. Der Verlust der Serben betrug 500, jener der Türken 300 Mann.

Ein der Regierung von Ali Pascha, dem Gouverneur der Herzegowina, aus Mostar vom 16. Juli zugegangenes Telegramm sagt: Sämmt⸗ liche Nachrichten aus Cettinje über angebliche Siege und Eroberungen des Feindes sind unbe gründet: es hat seit dem Kampfe Selim Pascha's im Engpasse von Zallan, worüber am 13. Juli berichtet wurde, kein Zusammentreffen mit dem Feinde stattgefunden. Die Montenegriner stehen im Gebirge und in drei verlassenen Ortschaften und haben sich den türkischen Positionen nicht ge nähert. Somit sind auch die Nachrichten von Gazko, Bilecki, Stolaez und Nevesinje erfunden. Am 13. Juli wurde eine Wasser holende Com- pagnie von Klek aus einem Hinterhalte überfallen. Dieselbe vertheidigte sich tapfer und unter schweren Verlusten gegen die Uebermacht der Insurgenten bis zu dem Eintreffen ihres Bataillons, vor welchem sich die Insurgenten zurückziehen mußten.

17. Juli. Nach einem Reg.-Telegramm haben gestern die Truppen der unter dem Com- mando von Hafiz Pascha bei Akpalanka operirenden Dipision die Serben unter Tschernaseff angegriffen, nach sechsstündigem Kampfe mit dem Bajonnet deren Verschanzungen eingenommen und dieselben vollständig geschlagen; viele Waffen und anderes

die Serben ohne Widerstand die Verschanzungen bei Babina Glava verlassen und sich zurückgezogen. Die Niederlage soll eine vollständige sein.

Montenegro. Cettinje, 17. Juli. Aus flavischer Quelle wird gemeldet: Die Mon- tenegriner sind in Blagaj, eine Stunde von Mostar entfernt, eingetroffen, nachdem sie das Defilé da vor, ohne Widerstand zu finden, passirt hatten. Die Einnahme von Mostar wird erwartet.

Nachdem am 14. Juli bei Nevesinje Türken und Montenegriner erbittert miteinander gekämpft hatten, rückten letztere am 16. Juli in Blagaj ein; in Folge dessen herrscht unter den dortigen Christen große Aufregung und Furcht vor türkischen Rache-Acten. Bei Glavsko oberhalb des Golfes von Breno ist ein montenegrinisches Corps einge troffen, wodurch die Verbindung zwischen Ragusa und Trebinje unterbrochen ist.

Serbien. Belgrad, 16. Juli. Officiell wird gemeldet: Die Nachricht, daß ein serbisches Detachement die österreichische Grenze bei Frenkowa verletzt habe, ist erfunden; ebenso die Nachricht von einem Angriffe der Serben auf Akadale. Die Türken versuchten Klein-Zwornik wieder zu nehmen, wurden aber zurückgeschlagen. Verwundete Türken werden in serbischen Spitälern gepflegt. Ein Bericht des betreffenden Präfecten constatirt, daß die Türken, als Dueie Novavaros angriff, in ihren Verschanzungen die Weiber und Kinder von Christen aufstellten, von denen Viele von den serbischen Geschossen getroffen wurden.

18. Juli.(Amtliche Meldung.) Der Versuch der Türken, über Ljubovig an die Drina vorzudringen, wurde zurückgeschlagen. Ein türkisches Detachement, welches auf die Serben bei Mokra Gora(auf dem südlichen Kriegsschauplatze) einen Angriff machte, wurde in die Flucht gejagt. Die Türken stehen nirgendwo auf serbischem Gebiete. Die türkische Nachricht von der Zerstreuung einer serbischen Diviston bei Novavarosch ist falsch; das Detachement unter Führung von Ducie wurde nicht zerstreut, sondern hält noch die am 8. Juli den Türken entrissenen Verschanzungen vor Nova varosch sest.

Rumänien. Bukarest, 16. Juli. An⸗ gesichts der immer sich bedrohlicher gestaltenden Kriegsgefahr brachte der Kriegsminister in der Kammer eine Vorlage über die Mobilistrung der activen Armee, sowie über die Einberufung eines Theiles der Reserven ein.

Rumänien verlangt von der Pforte als Preis seiner Neutralität das Recht, mit dem Aus- lande unabhängig Verträge abzuschließen, die Er laͤssung des jährlichen Tributs und die Abtretung der Sulina-Mündungen.

Amerika. Washington. Der Bericht des landwirthschaftlichen Departements constatirt, daß der Stand der Baumwollen-Ernte in der ersten Woche des Juli ein guter, das Wachsthum aber weniger vorgeschritten ist, als zu der gleichen Zeit im Jahre 1875.