Ausgabe 
20.1.1876
 
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tande sind, werden hieran erinnert.

1876.

Donnerstag den 20. Januar.

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erhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Artis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

7

Für die Monate Februar und Marz kann auf ö der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden.

den

Oberhessischen

Anzeiger bei

en Säumigen Wartboten zu.

Amtlicher Theil.

Betseffend: Die Stalistik üder die Bewegung der Bevölkezung in 1875. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. an die evangelischen und katholischen Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Bis zum 25. dieses Monats sehen wir der rückständigen Vorlage der Register über die Geburten, Heirather, Sterbefälle, Zuzüge und Weg- züge in 1875, oder der Mittheilung eines deßfallsigen Anstands entgegen.

Betreffend: Die Trennung der Kassen des Mathiloenstifis des Kreises Friedberg, Butzbach und Friedberg.* Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vom 8. November vorigen Jahrts(besonderes Ausschreiben) noch im Rück Treffen die von den Ortsvorständen verlangten Erklärungen bis zum 30. laufenden Monats nicht ein, gehen

Friedberg den 17. Januar 1876.

1 r 4.

Friedberg den 19. Januar 1876.

Trapp.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Großherzogliche Regier- ungsblatt Nr. 2 enthält:

I. Bckanntmachung, die Einführung gleicher Holz- ortimente und einer gemeinschaftlichen Rechnungseinhen ür Holz im Deuischen Reiche betreffend. N II. und III. Uebersicht der für das Jahr 1876 ge⸗ netzmigten Umlagen zur Bestreitung der Bebürfnisse in en ieraelinschen Religionsgemeinden des Kreises Oeppen⸗ zeim und der Umlagen zur Bestreitung von Communal⸗ edürfnissen in den Gemeinden des Kreises Mainz. IV. Erhebung in den Adelstand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 30. Juni 1875 die Vetlobte des Grasen Constantin zu Jsendurg-Pyhilippeeich, Anna Ma ver aus München, in den Adelfland des Großherzogtbums zu erheben.

V. Ertheilung von Erfindungepatenten.

VI. Namens veränderungen.

VII. Diensinachrichten. Seine Königliche Hobeit der Großberzog haben Allergnädigst gerubt: am 22. Decem; zer 1875 dem Schulverwalter Karg von OberzKinzig eine ehrerstelle zu Darmstadt, am 23. December dem Schul⸗ fewalter Ackermann von Hammelbach die 1. Schulslelle u Acspisheim zu übertragen; am W. December den auf de Schulstelle zu Sandbach präsentirten Schulverwalten Tnöll von Hainvach für diese Stelle zu bestätigen; am 40. December dem Schullehrer Vierbeler zu Groß Zimmern die 1. evangel'sche Schulstelle daselbst zu über, ragen; am 3. Januar 1876 den Revisor Müller zum stevisor der Ober⸗Rechnungekammer zu ernennen; am Jauuar dem Schulverwaller Kaiser aus Wonsheim die 2. Schulslelle zu Lörzweilet, dem Schulverwaller Hart mann aus Engelsiadt die 3. Schulstelle zu Westhosen zu kber tragen.

VIII. Charakterertheilung.

IX. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Heheil set Großberzog haben Allergnädigst gerubt: am 27. Decem⸗ der 1875 den Hauptsleneramis⸗Assistenten Finger zu Offen ach bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, am

70. December den Nentamtsdiener Becker zu Reinheim in ten Ruhestand zu versetzen.

X. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: die 2. Schul⸗ elle zu Büdesbeim, Gehalt 1114 M. 29 Pf.; eine Lehrer- elle an der Knabenschule St. Ignaz⸗Stephan zu Mainz,

nfangsgehalt 1285 M. 71 Pf.

Darmstadt, 18. Jan. Ministerpräsident Hofmann hat sich heute Abend wieder nach Berlin

begeben, um sich dort an den weiteren Verhand- een des Bundesraths und des Reichstags zu hetheiligen.

Berlin, 16. Jan. Die bei der Eröffnung des Landtages gehaltene Threnrede gedenkt des auf Handel und Industrie lastenden Druckes und bofft mit höchster Zuversicht und in nicht ferner 80 die Ueberwindung der schwierigen Lage von ter Arbeitsamkeit und der bewährten Thatkraft es preußischen Volkes, Die Einnahmen des 1 e Staates hätten nicht so hoch wie in den Vorjahren veranschlagt werden können, reichten

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aber dennoch aus, um die Verwaltung des Staates in der bisherigen Weise weiter zu führen, auf manchen Gebieten für die Pflege der geistigen Interessen und die Förderung des Wobhlstandes

bestimmte Fonds neuerdings auszuwerfen und die

eingeleiteten großen Unternehmungen des Staats- bauwesens zu fördern. Die Vorlage des Etats werde sofort erfolgen. Als weitere Vorlagen sind bezeichnet: ein Gesetz zur Regelung der Zuständig keit der nenen Staatsbehörden auf den Gebieten der allgemeinen Landes- Verwaltung und in streitigen Verwaltungs Sachen, eine Städte- Oronung für die Ost- Provinzen, ein Entwurf, betreffend die Bildung eines Communal Verbandes für Berlin und die angrenzenden Gebiete, eine Wege Ord- nung, mehrere Gesetzentwürse zur Uebertragung der in den alten Theilen der Monarchie erprobten Agrar⸗Gesetzgebung auf die neuen Landestheile, eine Vorlage über die Gründung von Ansiedel⸗ ungen für die Ostprovinzen sowie zur Regelung der Rechtsverhältnisse land- und forstwirthschaft⸗ licher Arbeiter, ein Gesez zum Schutz der im Besitz von Gemeinden befindlichen Waldungen, eine Vorlage betreffs der landesgesetzlichen Sancttonir ung einer Reihe von Bestimmungen der General synodal- und Synodal-Ordnung, sowie zur Regel- ung des Aussichtsrechts des Staates über die tvangelische Kirche und zur Feststellung des Staats-Aussichtsrechtes hinsichtlich der Vermögens- Verwaltung der katholischen Dibcesen. Die Thron rede schließt mit dem Wunsche, daß das seitherige vertrauensvolle Zusammenwirken beider Häuser des Landtazes mit der Regierung weltere Ergebnisse übereinstimmenden Strebens für die Wohlfahrt des Landes zur Reife bringen möge.

17. Jan. Abgeordnetenhaus. Nach der Constituirung der Abtheilungen erklärt Löwe, seine eventuelle Wiederwahl zum ersten Vice-Präsidenten wegen Berufs-Geschäften nicht annehmen zu lönnen. Windthorst sieht deshalb von einem Antrag auf acclamatorische Wiederwahl des Präsidiums ab und beantragt nur die Wiederwahl Bennigsens durch Acclamation. Dieselbe erfolgt und wird von Ben nigsen acteptirt. Bei der Wahl des ersten Vice-Präsidenten erhielt Hänel 188 von 344 Stimmen. Von den übrigen Stimmen er hielt Reichensperger 82, Bethusy-Hue 36 und Köller 29. In der heutigen Sitzung des Herrephausee waren 66 Mitglieder anwesend. Dasselbe hat sein seitheriges Präsidium(Präsident Graf Stolberg, Vice-Präsidenten Bernuth und

Hasselbach) wiedergewählt und die übrigen Mit- glieder des Bürtau's durch Acclamation ernannt. 18. Jan. Im Abgeordnetenhause legte Finanzminister Camphausen den Staatshaushalte⸗ Etat pro 1876 vor. Derselbe erinnert datan, daß das Jahr 1874 einen Ueberschuß von 20,350,202 Mark ergeben habe. Der Druck der Verhältnisse von 1875 sei nicht erfolglos für die heutige Etate-Aufstellung geblieben, namentlich bei den Einnahmen der Eisenbahnen sei ein Defitit von 6 Millionen Mark vorauszusehen, ebenso werde ein Ausfall von Millionen bei der Stempelsteuer, ein gleich hober bei der Verwaltung des ehemaligen Staatsschatzes erwartet. Dagegen liefere die Forstverwaltung einen Ueberschuß von 6 Mill., die Bergwerke einen Ueberschuß von 1 Mill., die directen und indirecten Steuern würden das Etats-Quantum erfüllen. Die Ver- kehrs-Verhältnisse des Landes liegen nicht so un- günstig. Trog der Ermäßigung des Steuersatzes für 1876 stien nur 1949 Mark weniger Classen- steuer veranschlagt als 1875. Der Einkommen- steuer unterlagen im Vorjahre 550,775 Köpfe, 1876 unterliegen ihr 571,945, also 21,170 mebr. Der Minister glaubt, das Etatsjahr 1875 werde nicht nur kein Defieit, sondern sogar einen geringen Ueberschuß ergeben; à Conto der Eisenbahn⸗Credite pro 1875 seien verbraucht 81,539,662 M., die aus den Contributionsgeldern entnommen wurden, von denen noch 12 Millionen verfügbar sind. Der Minister kündigt die Einbringung eines Ge setzentwurfe au, betreffend die Verwendung von 29,730,000 M., welche der Preußischen Bank von dem Reiche für Eisenbahn-Bauten zustelen. Bezüglich der Conttibutions- Ueberschüsse für Preußen bemerkte der Minister, daß gleich An⸗ fangs 142,918,063 Tolr. zur Verfügung standen, wovon er 42,818,390 Tolr. zur Schuldentilgung verwandte. Die Brutto-Einnabmen pro 1876 sind auf 651,488,800 M. gegen 694,498,910 N. im Vorjahre veranschlagt, betragen also 43,010,110 M. weniger. Die Minder- Einnahmen belaufen sich schließlich auf 24,191,573 M. Durch die Um⸗ wandlung der preußischen Bank in die Reichsbank sind 6,632,270 M. weniger vereinnahmt. Die Ausgaben haben sich um 43,010,0 M. ver- ringert. Gleichwohl mußte das Ordinarium um 5,576,000 Mark ertzöht werden. Das Extras, ordinarium ist um 484,861, verringert. Das

des Hauses beifällig aufgenommen.

Extraordinarium des Etats wurde in allen Theilen