Ausgabe 
19.8.1876
 
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vorstandes gemeinschaftlich erfolgt.

Abschrift.

Knorr. Ministerial⸗ Erklärung.

Nachdem zwischen der Großherzoglich Hessischen und der Königlich Preußischen Staatsregie daß die dem Großherzogthum Hessen angehörenden Kinder, welche sich im Königreich Preußen aufhalten, und die dem Königreich Preußen angehörenden Kinder, welche sich im Großherzogthum Hessen aufhalten, nach Maßgabe der im Lande des Aufenthalts bestehenden Gesetze wie Inländer zum Besuche der Schule herangezogen werden sollen, daß diese Nöthigung zum Besuche der Schule sich nicht nur auf die eigentliche Elementarschule, sondern, wo daneben eine sogenannte Sonntags- oder Fortbildungsschule mit obligatorischem Character besteht, auch auf diese sich erstrecke, daß jedoch Kinder, welche sich durch ein Zeugniß der zuständigen beimischen Schulbehörde darüber ausweisen, daß sie der Schul

pflicht, wie sie nach der Gesetzgebung ihrer Heimath normirt ist, vollständig Genüge geleistet haben, vom

Darmstadt am 24. Juni 1876.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulanlegenheiten, an die Großherzoglichen Kreisschulcommissionen.

Wir theilen Ihnen nachstehend den Wortlaut einer zwischen der Großherzeglichen und der Königlich Preußischen Staatsregierung getroffenen Vereinbarung mit und bemerken dabei, daß die Zeugnisse über die Erfüllung der Schulpflicht diesseits von dem Vorsitzenden des Schulvorstandes aus- zustellen sind, während in Preußen die Auestellung dieser Zeugnisse durch den Lehrer und den Localschulinspector oder den Vorsitzenden des Schul-

Sie wollen hiernach sich bemessen und die Schul vorstände Ihrer Kreise geeignet bedeuten.

Fuhr.

rung eine Verabredung dahin getroffen worden ist,

ferneren Schulbesuche zu entbinden

seien, auch wenn das am Orte ihres Aufenthalts geltende Gesetz eine größere Ausdehnung des obligatorischen Unterrichts vorschreibt, so ist zu Urkund dessen die gegenwärtige Erklärung ausgefertigt worden, um gegen eine entsprechende Erklärung des Königlich Preußischen Ministers

der Auswärtigen Angelegenheiten ausgetauscht zu Darmstadt den 2. November 1875.

werden.

Großberzogliches Hessisches Gesammt-Ministerium. (L.

Beireffend: Die Feier des 2. September in den öffentlichen Schulen des Großherzogthums.

Die Großherzogliche Kreis-Schulcommisston Friedberg an

Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern sind wir von der obersten Sch

zu Nr. 11,256, beauftragt worden,

begehen, wobei nicht ausgeschlossen ist, sich verbindet.

daß diese

des letzten Krieges, dur

ge, f n ee Friedberg den 16. August 1876.

sämmtliche Schulvorstände des Kreises.

ulbehörde durch Verfügung vom 8, dieses Monats,

auch in den Volksschulen in diesem Jahre wieder am 2. September eine Schulfeier in ähnlicher Weise, wie seither, nach Maßgabe des Ausschreibens der vormaligen Großherzoglichen Oberstudien-Direction vom 26. Sie wollen darum Ihre Lehrer anweisen, dieses Nationalfest unter durch geschichtliche Erzählungen oder Vorträge über den Anlaß und Verlauf von Gedenkbüchlein(wozu sich z. B. die bei Radke in Essen erschienenen: Franzosenkrieg, Deutsches Volksltederbuch ꝛc., 4 1520 Pfennig, eignen) und, wenn thunlich, durch gemeinsame

August 1872, anzuordnen.

Aussetzung des gewöhnlichen Unterrichts in würdiger Weise, insbesondere

ch Gesang vaterländischer Lieder, durch Vertheilung

Sedanbüchlein, Friedrich Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reichs, der

Ausflüge und Spiele im Freien ꝛc. zu

Schulfeier mit einer etwa stattfindenden kirchlichen Feier und anderen Festlichkeiten in passender Weise

1

B. d. K.: Klietsch, Kreis ⸗Assessor.

Deutsches Reich. Darmstadt.

einzelnen Staaten für dienstliche Sendungen der raths Jvantscho Effendi begeben sich heute nach Kolb.

16. August. Der Vorstand

des Preß

dem wir uns gedrungen fühlen, in diesem Blatte einen

Welche Porto- Beträge 01 Büreaus Blaco⸗Bey und das Mitglied des Staats- ebrenden Nachruf zu widmen. Der Dahingeschiedene war

der an der hiesigen evangelischen Schule angestellte Lehrer Alt und Jung aus unserem Orte begleitele seinen

Behörden an die Reichs- Post- Verwaltung zu Bulgarien, um neuerdings eine Untersuchung der Sarg und zahlreiche Freunde aus Nah und Fern galten

entrichten sind, mag daraus erhellen, daß diese Ausgabe für Hessen nach amtlicher Aufstellung auf 122,000 Mk. veranschlagt ist. Hievon ent- fallen auf Oberhessen und Rheinhessen rund je 27,000 Mk., auf Starkenburg wegen der größeren Anzahl der Local- Behörden 33,000 Mk., wozu dann noch der Bedarf für die Central-Behörden in Darmstadt mit 35,000 Mk. kommt.

Am 14. Aug. wurde der Oberrechnungs⸗ secretär Lorbacher zum Oberrechnungsrath ernannt.

Der aus Beiträgen der Feuer⸗Versicherungs⸗ Gesellschaften gebildete Fonds für öffentliche und

ö ö ing S 5 76 emeinnützige Zwecke hat nach Maßgabe neuerer Falle ist selbstredend der Sturz Ristic' eine be- wofür der Berein 1 8 f 9 619 3 0 59 siegelte Sache, während er sonst noch eine Frage Dank und seine Segenswünsche auch über das Grab hin

amtlicher Feststellung jetzt die Höhe von 364,850 M. erreicht, wovon jährlich nahezu 13,500 Mk. ent⸗ fallen. Die Disposition über diesen Fonds steht dem Ministerium des Innern zu.

Kissingen, 17. Aug. Die Kroprinzessin des deutschen Neiches und die Prinzessin Aliee von Hessen mit Gefolge sind im strengsten Incognito heute Mittag zum Kurgebrauche hier eingetroffen und im HötelKaiser abgestiegen.

Ausland.

Frankreich. Paris. An Stelle Cisseh's, welcher seine Entlassung genommen hat, ist General Bathaut zum Kriegsminister ernannt.

Am 20. August soll, wie man erzählt, in Arenenberg ein kleiner Congreß bonapartistischer Senatoren und Abgeordneten stattfinden.

Großbritannien. London, 15. August. Das Parlament ist heute Nachmittag durch eine Botschaft der Königin geschlossen worden.

Die diplomatischen Vertreter Englands in

Belgrad nnd Konstantinopel sollen angewiesen sein,

der serbischen und der türkischen Regierung ein- tretenden Falles mitzutheilen, England stelle bei einer Mediation seine guten Dienste zur Verfügung. In Konstantinopel sei außerdem geltend gemacht worden, England müsse sich gegen eine etwaige Thron⸗Entsetzung des Fürsten Milan erklären. Türkei. Konstantinopel, 15. Aug. Der reorganisirte Staatsrath wurde in die vier Sectionen für Verwaltung, Justiz, öffentliche Arbeiten und Reformen eingetheilt. Admiral Drummond ist von der Flotten⸗ Station in der Besika⸗Bai hier eingetroffen und hat die Gemahlin des briuschen Botschasters in Therapia besucht.

dortigen Verhältuisse vorzunehmen.

Serbien. Belgrad, 14. Aug. Gerade so widersprechend wie die Nachrichten vom Kriegs schauplatz, sind auch die Nachrichten über Krieg und Frieden und die Fortdauer des Cabinets Ristic's. Heute heißt es: Fürst Milan hat in Belgrad die Einberufung des von der Skupschtina eingesetzten ständigen Siebzehner-Ausschusses ange ordnet. Derselbe soll entscheiden: ob die große Skupschtina einzuberufen sei, ob ohne Weiteres der Krieg fortgesetzt werde, oder ob man die

sich an seinem Grabe versammelt. Allen Denen, die ihn kannten, galt er als das Muster eines biederen beutschen Lehrers. In den 39 Jahren, welche er als Lehrer an der hiesigen Schule wirkle, entfaltete er nicht blos in seinem Berufe die größie Thätigkeit, sondern er war auch Allen, ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses, ein treuer Racbgeber und bereitwilliger Helfer. Deßhalb stand er geachtet und geliebt in unserer Mitte, und es wird von Allen in der Gemeinde Holzhausen unvergessen bleiben, was er gethan und gewirkt hat. Ein schönes Denkmal bat er sich in vielen Herzen damit gesetzt, daß er, als vor 14 Jahren ein Verein zur Unterstützung der Kranken da⸗ bier in's Leben gerufen wurde, nicht nur lebhaften Antheil an diesem Vereine nahm, sondern denselben auch kurz vor

Vermittlung der Mächte anrufen solle. In letzterem seinem Ende noch mit einer namhaften Schenkung bedachte,

der Zeit bleibt. Ferner:Nach Eröffnung des gestrigen Minister Ralhs erklärte der Fürst, daß die Consuln die Nothwendigkeit betont hätten, einen Wechsel in der Person der Minister eintreten zu lassen. Darauf erwiederte Ristic sofort, wenn seine Person als ein Hinderniß, zu einem ehren vollen Frisden zu gelangen, gelten sollte, so sei er jeden Augenblick zum Rücktritt bereit. Die übrigen Minister gaben ähnliche Erklärungen. Man glaubt, daß Gruie den Auftrag erhalten und annehmen wird, die neue Regierung zu bilden. Der Fürst ist von der Nutzlosigkeit der Fortsetzung des Kampfes durchdrungen

DieIntern. Telegr. Ag. meldet aus Semlin: Von gut unterrichteter Seite wird mit getheilt, daß nach dem Beschlusse der serbischen Regierung und nach einem zwischen den Fürsten von Serbien und von Montenegro getroffenen Uebereinkommen der Krieg bis zur vollen Befrei ung der serbischen Nation fortgesetzt werden wird. Oberst Despotovitsch mit den bosnischen Insurgenten schlug am 14. August die Türken bei Petrovatz, eroberte die Stadt und machte reiche Beute. Die Stadt ist theilweise verbrannt. General Alimpitsch, Commandant der Drina Armee, soll durch Kameroft ersetzt werden.

Numänien. Bukarest, 17. Aug. Das hiesige JournalTimpu bringt die sensationelle Nachricht, die Türken hätten die in Serbien be⸗ findliche rumänische Ambulanz gefangen und voll ständig niedergemetzelt.

Aus Stadt und Land. R. Holzhausen v. o. H. Am 26. v. M. wurde von den Bewohnern Holzhausens ein Mann zu Grabe geg

Verein dem Dahingeschiedenen seinen besten

aus nachruft.

Offenbach. In Rotterdam scheint sich neuerdings eine kaufmäunische Schwindler⸗Bande etablirt zu haben, welche in deuischen und französischen, theilweise mit aufge⸗ druckten Firmen versehenen Briefen mindestens an hiesige Häuser mehrfach um Probe-Sendungen schrieb und, wenn diese erfolgt waren, sich mit größeren Aufträgen einstellte, Auf alsdann eingezogene Erkundigungen ergab sich, daß die Creditsähigkeit dee Auftraggeber gleich Null, ihre angeb⸗ lichen Firmen zum Theil am Platze ganz unbekannt waren. Man nehme sich in Acht!

Darmstadt. Der bei Reichenhall verunglückteOpern⸗ Sänger Maier ist ein früher in Darmstadt beschäftigt gewesener Chorist.

Darmstadt, 17. Aug. Heute Nacht verschied in Bensheim General v. Wachler, der letzte hessische Kriegs⸗ minister. Der Verblichene, welcher sich noch bis in die litzten Tage einer selienen Geistesfrische erfreute, socht schon 1809 bei Wagram, wo er ein Auge einbüßte. Geboren war er 1788, war somit gerade 88 Jahre alt geworden. Er war ein braver Soldat und ein Ehrenmann in des Wortes vollster Bedeutung.

Allerlei.

Frankfurt. Ueber den Waldbrand am Feldberg vom vorigen Sonntag schreibt man dem Fr. Journ. noch weiter von Arnoldshain: Am Sonntag Nachmittag enistand in einem Kiesern-Bestand Wald-Feuer und legte nach unge fährer Schätzung über 150 Morgen in Asche. An Gegen⸗ wehr war nicht viel zu denken. Der Anblick des Feuers war ein grausiger. Mit besonderer Wuth fiel die Flamme in eine Masse gefälltes und bereiis aufgemachtes Klafter und in noch lagerndes Windfall-Holz. Ein Hirsch, vom Feuer versengt, rannte verzweiflungsvoll über die Brand⸗ stätte, hier vom schauerlichen Elemente, dort vom Menschen⸗ strom zurückgeschreckl. Der Schaden trifft zum größten Theil die Gemeinde Arnoldshain, nur eiwa 20 Morgen brannten dem Fiscus nieder.

Hanau, 12. August. Heute Nachmittag brannte auf der Mainkur ein Scheune, Heu und Stroh enthaltend, nieder. Dem raschen und thätigen Eingreifen der Bewohner Fechenheim's gelang es jedoch, die sehr gefährdeten, be nachbarten Wirihschaftsgebäude vor Feuerschaden zu schützen.

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