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1876.
Dienstag den 18. Januar. M. 8.
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hessischer Anzeiger.
ö Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Artis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstatz, Donnerstag und Samstag.
Betreffend: Das Armenwesen im Kreise Friedberg.
von 2—5 Uhr Nachmittags abgehalten. Altenstadt am 15. Januar 1876.
Das an die Kirchenvorstände, die Vorstände der Stiftungsfonds und die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Wir erinnern Sie an unverzügliche Erledigung unserer Auflage vom 25. September vorigen Jahres, in Nr. 1 resp. 25. October vorigen Jahres, in Nr. 126 desselben, andernfalls müßten wir schärfer gegen die Säumigen einschreiten.
Amtlicher Theil. Friedberg den 15. Januar 1876.
Großherzogliche Kreisamt Friedberg
113 des Kreisblattes von 1875, Tr a p pv.
Bekanntmachung.
Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstags und Mittwochs in den Stunden von 8— 12 Utr Vormittags und
richt Altenstadt. 8
Großherzogliches Landg— . May, Landgerichts-Assessor.
Deutsches Reich. armstadt. Militär nachrichten. von Röder wurde nach Erfurt versetzt und an
seiner Stelle Hauptmann v. Schmeling zum Major
mann ernannt.
— Am 3. Januar wurde der Gymnasial- Wortlaut l director Beßler zu Darmsladt, unter Anerkenuung vom 14. April 1867 an den damaligen Gesandten und Kassel, sowie etwa auch In Brückenau und seiner Dienste in den Rahestand versetzt und ihm in Wien, Frhrn. v. Werther, bezüglich der Mission Klasse des Ludewigs-Ordens des Grafen Tauffkirchen. verliehen, und an demselben Tage der Gymnasial- sich, daß es
das Ritterkreuz 1.
Director Weidner zu Gießen Director zu Darmstadt ernannt.
dem Gymnasium zu Constanz, Dr. Schiller, zum Gymnasial- Director in Gießen ernannt. g
— Ju der oberhessischen Eisenbahnangelegenheit spondenten der legitimistischen„Gazette de France“, haben die Referenten mit Zustimmung des Aus- Gardet, auszuweisen. Derselbe bewohnte sejt dem
Aufklärung bei der Regierung verlangt. Von der Beantwortung dieser Fragen hängt die weitere Behandlung dieser Sache wesentlich ab.
Berlin, 16. Jan: Der preußische Landtag ist beute um 11 Uhr im Weißen Saale des könig lichen Schlosses durch den Vicepräsidenten des Staalsministeriums, Camphausen, eröffnet worden. Im Ganzen waren etwa 80 Mitglieder des Land- tages anwesend. Die Feierlichkeit schloß mit einem enthustastisch aufgenommenen Hoch des Präsiden- ten des Herrenhauses auf den Kaiser und König.
— 16. Jan. Abgeordnetenhaus. Präsident v. Bennigsen eröffnete die Sitzung mit einem drei— fachen Hoch auf den Kaiser und König. Darauf wurde die Verloosung der 244 angemeldeten Mit- glieder in die Abtheilungen vorgenommen.
— Graf Ledochowski wird am 3. Februar aus seinem Gefängniß eutlassen worden.„Erst von seinem weiteren Verhalten— schreibt man der„K. 3.“— wird es abhängen, ob die Staats- behörde sich veranlaßt sehen wird, gegen ihn ein— zusc reiten. Sollte er die Leitung der Dibeese Posen und Gnesen wieder übernehmen und bischöf— liche Rechte in derselben auszuüben beginnen, se würde er auf Grund des Reichs⸗Gesetzes, be- treffend die Verhinderung der unbefugten Aus- übung von Kirchen-Aemtern, vom 4. Mai 1874 internitt, d. h. es würde ihm der Aufenthalt in bestimmten Theilen des Reiches untersagt, bezw. ibm die Staats Angehörigkeit entzogen werden, so daß alsdann seine Ausweisung aus dem Bundes- Gebiete die Folge davon sein würde.“ 1— Der„Reichs⸗Anzeiger“ schreibt gegenüber der Nachricht von der Indienststellung einiger 1 deulschen Kriegsschiffe: Das auswärtige Amt hat
1
Mojor Sollte dieselbe wirklich getroffen sein, 8 f sich dabei nur um die im Etat vorgesebene In- die katbolische Bevölkerung über die Ziele der dienststellung, nicht um ein außergewöhnliches Bewegung aufzuklären. ernannt. Premier Lt. Stamm wurde zum Haupt- politisches Bedürfniß handeln.
zum Gymnasial- gebenen Umständen mögliche Verständi dem — Am 14. Januar wurde der Director an nicht ohne Zuziehung Rußlands, gehandelt habe.
schusses vorerst über eine große Reihe von Punkten Kriege Berlin und lieferte seinem Blatte Anfangs
eine solche Anordnung in keiner Weise angeregt. Gedanken gekommen, in mehreren größeren Städten
so kann es durch öffentliche Vorträge die evangelische, wie
Wäbrend für Hanau Dr. Friedrich in München einen Vortrag in Auessicht — Die„National-Zeitung“ veröffentlicht den gestellt bal, sind Dr. Michelis in Freiburg und eines Erlasses des Fürsten Bismarck Pfarrer Riecks in Heidelberg gentigt, in Fulda
Römershag(in welch letzterem Orte bereits ein so Aus dem Erlaß ergibt bedeutender alikathelischerer Verein besteht, daß sich damals um eine unter den ge- demsel ben von der bayerischen Regierung eine zung zwischen Kirche sammt Inventar überwiesen wurde) Vor- doch träge zu halten.
Wiesbaden. Zum Landrath des Ober- — Wie man bört, sah sich die Polizei vor tunuekreises it— Briefen, 8 5 Kurzem veranlaßt, den bekannten Berliner Corre- ald des Kreises Neuß und im Jahre 1870 Civil
commissar in Homburg, ernannt worden.
Coburg. Wie die„Dorfzeitung“ sich von hier schreiben läßt, wird am 10. April die Königin
b 8* 0 England mit einem Gefolge von nabezu Berichte, welche von einem bei Franzosen se 4 Ent 8. 1 l 0 nen e 30 Personen hier eintreffen und während ihrer
elten anzutreffenden Verständniß für deutsche Dinge ge f cee zu eff 5 maine ge auf 10 Tage berechneten Anwesenbeit im Palais
Später gerieth er, wie die Offieiösen n 2 1 N 1 1 5 3 N He*** 1 1 9 I sagen, immer mehr in das ultramontane E—— 3 ** l 3 eden 4 a 2 u ge f wasser und ließ sich in der letzten Zeit sogar zu Aus gedenkt bie wenigen na ng Majestäts Beleidigungen verleiten, welche die un. Karlsruhe. Die Milldeilung 5 einer Wilbelm
norddeutschen Bunde und Oesterreich,
mittelbare Veranlassung zu seiner Ausweisung ab-„bedenklichen Erkrankung des Prinzen gaben. an seiner 1870 bei Nuits erbaltenen Kepfwunde — Die„Post“ hört, daß Prinz Reuß in bedarf der Richtigstellung. Der Prinz leidet aller- 4 2 5 2 3 9 4 2 1 Uebereinsummung mit den Wünschen der groß- dings an neuralgischen Schmerzen, welche mit herzoglich sächsischen Familie zunächst auf jede zener Verwundung im Zusammenbang stehen öffentliche Stellung im Staatsdienste verzichtet hat[mögen; es ist aber darin, wie wir vernehmen,
und daher weder bei der Besetzung des Botschafter- bereits eine wesentliche Besserung eingetreten. Postens in Wien noch bei der des Oberpraͤsidiums Meg. Fremde wundern sich in der Regel von Hessen-Nassau in Frage gekommen ist. darüber, daß in unserer ursprünglich ganz im — Der Reichskanzler hat unterm 11 Januar ranzösischen Sprachgebiete gelegenen Stadt so viel
85 N 5 1 N 4 1 bei dem Bundesrath beantragt, derselbe wolle sich Deulsch gesprochen wird. In der That hat das mit der reichsgesetzlichen Retzelung des Verkebrs Deutsche in berbältnißmäßig kurzer Zeit ganz ere mit Sprengmitteln einverstanden erklären und die staunlich Fortschritte gemacht. Wagen 1. B. Bundesregierungen ersuchen, sich über die zutreffen Per 4 Jahren nur an einzelnen Geschästelolalen f i g se:„Hier spricht Deutsch“ den Bestimmungen gegen das Reichskanzleramt zu lesen war:„Hier spricht man Dertsch! 7 äußern l findet man gegenwärtig in der ganzen Stadt kein 175 5 N einziges Geschaͤstshaus mehr, in welchem nicht Köln. Die„Kölnische Zeitung“ meldet: Nach 10 W
4 A mehr oder weniger gut Deutsch gesprochen wird. 4 28 5 8 L 0 1 einer entsprechenden Erklärung an die Staatsr Namentlich sind es kleinere Geschaͤftsleute, welche
gierung hat diese auch für den Domprobst Dr. dadurch, daß der größere Theil ibrer Kundschaft München die Staatsleistungen wieder aufgenommen. der deulschen Bevölkerung angebört, gezwungen
Cassel. Nach einer telegraphischen Depesche wurden, Deutsch zu lernen. Am wenigsten dat der„H. N.“ ist der bisherige Regierungspräsidents das Deutsche in den Kreisen Eingang gefunden, in Düsseldorf, v. Ende, zum Oberpräsidenten der welche zu der eingewanderten Bevölkerung, sowie Provinz Hessen-Nassau ernannt worden. Sein zur Regierung in keiner Beziehung stehen und dei Nachfolger in Düsseldorf wird Hr. Bitter, bisher denen s zur Mode gehört, diese Sprache nicht Regierungspraͤsident in Schleswig. zu verstehen. Daß dagegen in den unteren Schichten
Hanau. Die katholische Reformbewegung der Bevölkerung das Bedürfniß vorhanden ist, macht im ehemaligen Kurhessen keine bemerkens«[Deutsch zu lernen, zeigt die starke Frequenz, wel- werthen Fertschritte. Man ist deßhalb auf den cher sich die von der Stadtgemeinde ins Leben


