II. Für den Musterungs-Bezirk Butzbach: Bürgermeister Küchel zu Butzbach, Bürgermeister Phillppi zu Wohnbach Pachter Reif zu Steinfurth,
als Mitglieder. Bürgermeister Jeckel zu Ober⸗Mörlen, 6 Schmied Georg Müller zu Butzbach Gastwirth Adam Joutz zu Butzbach, als Ersatzmänner.
III. Für den Musterungs Bezirk Friedberg: Bürgermeister Reitz zu Södel, Pachler Koch zu Assenheim Heinrich Stoll zu Nieder-Wöllstadt,
als Mitglieder.
Philipp Dörr zu Wisselsbeim, Georg Fritzel zu Schwalheim Heinrich Weith IV. zu Nieder⸗Wöllstadt,. als Ersatzmänner.
Zu Taratoren für Abschätzung der im Falle einer Mobilmachung auszuhebenden Pferde— 88 24 und 25— des oben allegirten Reglements vom 6. April 1876 wurden besummt:
I. Für den Aushebungs-Bezirk Vilbel: Müller Ströbel zu Klein⸗Karben, Balthasar Jakobi V. zu Rodheim Heinrich Ruppel zu Kloppenheim, als Taxatoren.
Heinrich Rupp zu Ober⸗Erlenbach, Pachter Müller zu Heldenbergen Kaspar Kleemann zu Rodheim, als Ersatzmänner.
II. Für den Aushebungs-Bezirk Friedberg: Wilhelm Kleeberger zu Södel, Jakob Wilhelm Küchel zu Butzbach Friedrich Keil zu Melbach, als Taxatoten.
Oekonom Kammer zu Gambach, Pachter Georg Heil zu Wickstadt Georg Pflug zu Nieder-Wöllstadt, als Ersatzmänner.
Unkerstützung der Ackerbauschule wurde das Schreiben des Präsidenten des
landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen vom 25. Februar dieses Jahres an das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg, wornach der Provinzialverein ferner nicht mehr in der Lage sei, die Ackervauschule in der seitherigen Weise zu unterstützen und daß deshalb der Kreistag die erforderlichen Mittel aufzubringen haben werde, vorgelegt. Der Kreistag beschließt einstimmig, daß eine weitere Unterstützung als den seither be— willigten Bettag von 1800 M. nicht gutgeheißen werden könne, da vor Allem der Staat verpflichtet erscheine, für die Ackerbauschulen des Landes mit den nöthigen Mitleln aufzukommen. Das Gesuch auf Erlaß der dem gewesenen Kreistagsabgeord— neten Steinacker von Vilbel wegen Nichtbesuchs der am 22. Dezember vorigen Jahres gehaltenen Kreistagssitzung angesetzten Strafe wurde als nichtbegründet abgewiesen, dagegen der Autrag auf Erlaß der dem Kreistagsmitgliede Ströbel zu Klein-Karben wegen Nichtbesuchs ohne Entschuldigung in obiger Kreistagssitzung angesetzten Strafe
Ober⸗Rechnungs-Kammer genehmigt.
nachträglich für begründet erkannt und die angesetzte Strafe erlassen. Für das als Landgerichteaktuar nach Schotten versetzte Kreisausschußmitglied Bürgermeister Stein⸗ acker von Vilbel wurde Jahannes Diehl J. von Münzenberg durch Stimmenmehrheil in den Kreisausschuß gewählt. Die Prüfung der Rechnung der Kreiskasse für 1875 hatte statt und wurde vorbehältlich des Ergebnisses der Revision durch Großherzogliche Der Verwaltungsbericht des Kreisausschusses
Deutsches Reich. Darmstadt, 28. Juni. Militär-Nachricht. Scharch, Sec. Lt, vom 2. Großh. Inf. Regiment (Großherzog) Nr. 116 zum Pr. Et. befördert. Joachim I., Sec.⸗Lt. vom 2, thüring. Inf.-Regt. unter Belassung in seinem Commando als Comp. Offizier bei der Unteroffizier⸗Schule zu Weißenfels in das 2. Großh. Inf. Regiment(Großherzog) Nr. 116 versetzt, Hartmann, Pr. Lt. vom 2. Großh. Inf.⸗ Regt.(Großherzog) Nr. 116 der Abschied ertheilt.
— 10. Juli. Prinz und Prinzessin Ludwig haben heute Nachmittag das Jagdschloß Kranich— stein zum Sommeraufenthalt bezogen.
Würzburg, 10 Juli. Kaiser Wilhelm ist um 2 Uhr 20 Min. Nachmittags hier ange- kommen und von dem Publikum enthustastisch begrüßt worden. Die Stadt ist festlich geschmückt; für heute Abend ist Seitens der Einwohner ein großer Fackelzug vorbereitet. Fürst Bismarck, von der Bevölkerung mit Jubel begrüßt, ist heute Mittags 1 Uhr 5 Minuten bier eingetroffen. Der Kaiser stieg im Hotel Kronprinz ab.
— 11. Juli. Fürst Bismarck hat gestern Nachmittag 5 Uhr 15. Min. die Rückreise nach Kissingen angetreten. Der Kaiser ist nach Be— sichtigung der Stadt, der Residenz und des Domes nach 1 Uhr heute Mittag abgereist.
Kissingen. Fürst Bismarck wird, einer hiesigen Correspondenz zufolge, seine Kur dahier bis gegen Ende dieses Monats ausdehnen und sich dann nach einer kurzen Anwesenheit am hie— sigen Orte voraussichtlich nach Varzin begeben.
Ausland.
Oesterreich⸗lngarn. Wien. In der Angelegenheit des beschossenen Dampfers„Tisza“ verlangte Oesterreich von der serbischen Regierung die Abberufung und Bestrafung des serbischen Commandanten, eine entschuldigende Erklärung der serbischen Regierung und Garantien für Nicht- wiederholung. Die serbische Regierung hat diesem Verlangen in vollem Umfange entsprochen und
eine schriftliche Erklärung abgegeben, daß der
serbische Commandant bestraft und daß in Zukunft strenge Vorkehrungen? werden getroffen werden. Die von Verfügungen sollen im Amtsblatte veröffentlicht werden.
— Ueber das Ergebniß der Kaiser-Begegnung in Reichstadt verlauktet: Die beiden Großmächte stimmen in dem Prineipe der überein und behalten sich vor, sobald die kriegerischen Ereignisse eine Entscheidung herbeigeführt haben, mit allen christlichen Großmächten ein vertrauliches Einvernehmen zu erzielen. ist der, daß jede Gefahr, den Krieg über die bis— herigen Grenzen nach Europa getragen zu sehen,
als beseitigt angesehen wird.
Schweiz. Bern, 10. Juli. dienstersatzsteuer-Gesetz ist in der Volksabstimmung bis jetzt mit 163,434 gegen 142,764 Stimmen verworfen; eine Aenderung des Stimmverhältnisses wird nicht mehr erwartet.
Belgien. Brüssel, Nachmittag bestieg der deutsche Kronprinz, unter dem Geleite des Königs, der Königin, des Grafen und der Gräfin von Flandern den Eisenbahnzug, der ihn wieder über den Meerdyck nach dem Haag und Scheweningen zurückführt. solgte von der königlichen Eisenbahnstation von Laecken aus.
Türkei. Constantinopel, Der Regierung geht vom Kriegs ⸗Schauplatze folgende Meldung zu: Am Freitag wurden die Befestigungen von Novi⸗Bazar von den serbischen Truppen angegriffen, diese aber unter Zurück— lassung von 500 Todten und zahlreichen Verwun⸗ deten vollständig zurückgeschlagen. die serbischen Truppen, welche am Samstag die türkische Stellung bei Sokidja angriffen, gänzliche Niederlage.
viele Waffen und 2 Kanonen. Türken ist geringfügig.
— 10. Juli. am Sonntag Abend ein Telegramm aus Salonichi erhalten, wonach die Garnison von Salonichi plötzlich zur Verstärkung der Türken bei Mitrovitza
Glauben und Würdigung, als er von serben— freundlicher Seite stammt. Der Verfasser, welcher der Affaire von Zajcar wohl als Augenzeuge
4 8
für genanntes Jahr gab keinen Anlaß zu einer Bemerkung. Dann kam der Voran⸗ welche 1 schlag für 1877 zur Berathung und wurde wie folgt festgestellt: dies, dit ie itrtg f Einnahme: 1 1. Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen M. Pf. l a) nach dem für die Gemeinde-Umlagen gültigen Gesammtsteuerkapiial 20,000— Zwo b) auf dasselbe die Bezirksbauaufsehergehalte mit Ausnahme der Stadt der G Friedberg] hötige 2 Für Kriegsleistungen e,,—— nien, w bn 8 3 1 15— in dem 4, Sirgse n A i. 5. Stiftungen, Schenkungen, Vermächtnisse... 9 276 27 rüclie 6, Napitalzinenn, 8 V»—'lfß 800— Widdin 7416. Nichts. 5 I und di 17. Neu aufzunehmende Kapitalieieiein ns.—— 1 5 15 18. Zurückzuempfangende Kapita lien. 1 22490— Die d. 19. Ausstände aus vorhergehenden Jahren. 5— I Cindel 20. Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren.. 0.384 65.. Summe der Einnahme 74,465 92 1 gemeltt Ausgabe: m. W. F Z. gitelzins fn 8 3— roh 22 Besol dungen; 1 23. Diäten und Gebühren.. 6900— 6. Juli 24. Botenlohn und Verkündigungskosten Tf. 120— b Höhen 25. Für Bureaugegenftände und Gerähschaflen.. 289 8 ballen 26. Kreisunkerslützunge n ß 1 . e nenne,„ 85—— hartnäc 28 Uneibaftung und Erbauung, m/— Fahnen, 29. Für Schulzwecke!! ß N 500— Ni 30% Beitrag zur Ackerbauschu le 8 2100— 0 Erlach 31. Für Zwecke der Vogt'schen Stiftung 276 27 0 32. Beitrag der Gemeinden zum Ausschlaag g—— die De 33. Zuschuß in die Provinzialkas.s]... 1600—% Commi 3436. Nichts. 8 0 menten 37. Auszuleshende Kapiiglien ,,,, 8 2300—. 38. Zurückzuzahlende Kapitaliieie ss—— 1 Finanz 39. Neservefonds für unvorhergesehene Fallll ll 112 80 Reduti 40. Betriebskapital und zwar baaree s 29000—% Jahre indisponihles e, 35.000.— 3 Summe der Ausgabe 74,465 92 Deput Friedberg den 10. Juli 1876. Der Vorsitzende des Kreistags: i eine! Ter a pp. Rum 5 traliss (im Sandjak Novibazar) mittelst der Eisenbahn“— abgesendet wäre. Die Serben seien im Vormarsche der serbischen Regierung getroffenen gegen Mitrovitza; es werde befürchtet, daß die 3346 Verbindung zwischen der türkischen Armee und Friedl Salonichi unterbrochen werden könnte. berg, — 11. Juli. Nach einem Regierungs⸗Tele⸗ Beklog gramm fand bei Sabahkadi(Bezirk Belgradschick) 8 Nichtintervention ein fünfstündiger Kampf statt. Oberst Hassan⸗Bey Aetuart schlug ein serbisches Corps von 2000 Mann und Fri verfolgte es bis zu einem auf serbischem Gebiete gelegenen Dorfe, welches im Laufe des Gefechts 8 Der Eindruck im Ganzen abbrannte. Die Türken eroberten viele Waffen ö und Munition. Der Befehlshaber des Reserve- 18 corps griff die Insurgenten bei Sobire(Bosnien) am 0. gan und zwang dieselben nach zweistündigem Kampf, 75 Das Militär- auf das österreichische Gebiet überzutreten, 15 5 Serbien. Belgrad, 9. Juli. Aus officieller Quelle wird gemeldet, daß gestern ein vierter Angriff Osman Pascha's auf Saitschar mit großem Verluste zurückgewiesen worden sei. Die 9. Juli. Heute serbischen Truppen überschritten die Grenze bei( Bu; Negotin und fielen in eine Flanke der Truppe hern u Osman Pascha's ein. In der Richtung nach J don Lea Widdin überschritt die serbische Armee bei ihrem Lengröß Uebertritte auf das türkische Gebiet den Timok. 1 5 Die Abfahrt er⸗— 9. Juli.(Amtliche Meldung.) Die und gl serbischen Truppen rücken im Paschalik Novibazar und gl vor. Archimandrit Dueie traf am Freitag Abend f 10. Juli. mit dem Feinde bei Nowawarosch zusammen und Sund griff am Samstag früh die in befestigten Positionen unbekat stehenden Türken an; nachdem er zwei Schanzen J geforde derselben eingenommen, erhielten die Türken zahl“ babung reiche Verstärkungen; in Folge dessen mußte er die Wand eine Schanze wieder aufgeben. Gegenwärtig daß 0 Ebenso erlitten steht Ducie mit seiner Heeres Abtheilung vor auf sole Nowawarosch. d,! eine— Ueber die Schlacht bei Zajcar erhält das(, Sie verloren 300 Todte,„N. Wiener Tagbl.“ aus Orsowa vom 5. d. M. N Der Verlust der einen Bericht, welcher alle etwaigen Zweifel über 4 die Niederlage der Serben behebt. Der Bericht IN Die griechische Regierung hat verdient, so meldet die„N. fr. Pr.“, umsomehr n


