N. 44.
Dienstag den 11. April.
berhessischer Anzeiger.
. Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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menten zu* * IN., f AI rec, g. 48 —.— 175 vor gefundenen Grenzgebrechen wieder hergestellt sind.
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treffend: Den von den Feldgeschwornen vorzunehmenden Rundgang.
f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 21. November 1874 und 24. April 1875(in Nr. 139 des Kreisblattes von 1874 und von 1875) fordern wir Sie auf, binnen 8 Tagen zu berichten, ob die von den Feldgeschwornen bei ihren Rundgängen in 1874 und
Friedberg den 8. April 1876.
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Deutsches Reich. chen Darm sta det. Am 3. l. M. — uluariats- Aspirant Steinacker
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— Post-Personalnachrichten. Versetzt sind: die stsekretäre Weber von Bingen nach Gießen und Fab don Mainz nach Darmstadt, der Obertele- de 1. gephist Barchmann von Darmstadt nach Donau— e enn ingen und der Postassistent Plier von Darmstadt Bingen. Angestellt wurde: der Postassistent dock in Offenbach a. M. als Postsekretär. Ge— sben ist: der Postsekretär Henning in Darmstadt. — Militärnachrichten. Lichtenberg, Prem.-Lt.
* n 3. Großherzoglichen Infanterie ⸗Regiement 7 Widder 5 Calbregitment) 117, Soldan, Seconde-Lieutenant „„en ersten Großberzoglichen Infanterie(Leib de) Regiment Nr. 115, zum 1. Mai curr.
a m ihrem Commando als Erzieher bei dem Adettenhause, ersterer zu Potsdam, letzterer zu Fusheim entbunden.
8 8. April. Gestern haben sich die hier wesenden Mitglieder des Ministeriums nach nge didesheim begeben, um sich von den Verwüstungen dann u n Ort und Stelle zu überzeugen. Hoffentlich
ved die Regierung hiernach energische Maßregeln ata Mxeifen, um das dortige Elend wenigstens einiger zeige.
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nchen zu lindern, denn die Privalwohlthätigkeit einem so furchtbaren Unglück gegenüber total F naureichend.
77 Mainz, 6. April. Gestern war der Bischof 1 den an geladen, um sich über Vente Were i am 21. Februar erfolgte Bestätsgung der —— 901 des a Pf. Vierling zu -Auzeige. Nrlenbach zum Decan des Capitels Heppenheim 1 i h erklären. Die hessische Regierung glaubt . knlich in dieser Bestätigung eine Verletzung der il Gesetze zu finden. n Berlin, 7. April. Das Haus der Abge⸗ „Imeten erledigte heute die Tagesordnung von
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Srtichtenden großen Staatsanstalten für Wissen— galt und Kunst in Berlin, wurde angenommen. ee Haus vertagle sich sodann bis zum 24. April. 11 Beratbung der Reichs- Eisenbahn- Vorlage D am 26. oder 27. April stattfinden ö— Die Leibärzte widerrathen dem Kaiser die I e nach Baden, da er sich erkältet hat und hustet. 5— Der Abg. Dr. Laeker ist, wie man hört, mals erkrankt. Er wird genöthigt sein, auf 4 nere Zeit den parlamentarischen Geschäften fern bleiben und abermals im Hause seines Bruders „Freiburg im Breisgau Erholung zu suchen.
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loffen-Gerichte für unannehmbar erklärt.
Wiesbaden. Die hicsige altkatholische Gemeinde wählte Pfarrer Klein aus Linz zum Geisitichen. Am 9. April ersolgte seine Einsetzung.
Dresden. Das„Dresdener Journal“ be⸗ zeichnet die Nachricht des„Hannöver'schen Couriers“ von einer partiellen Minister-Krisis in Sachsen anläßlich der Eisenbahnfrage als unbegründet und vollständig erfunden.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 6. April. Der„Pol. Corr.“ wird aus Ragusa gemeldet: Gestern trafen die Insurgentenführer Vukalovich, Bazevie, Gjaricic, Zimunie, Radovic, Perovie und Sotschitza nebst zwanzig hervorragenden Unter-Anführern in der Suttorina ein. Abends introducirte sich bei denselben ein russischer Agent, Bozedar Wesselitsklͤ, als mit Vollmachten von Fürst Gortschakoff ausgerüstet. Derselbe erklöͤrte den Insurgentenführern, der Czar rathe ihnen auf das ernstliche, Frieden zu machen und die vom Sultan gebotenen Resormen gutwillig anzunehmen. Die Insurgentenführer erklärten hierauf, sie würden im Lause der Nacht über die Eröffnungen Wesse—
litsky's Berathung abhalten.
— 8. April. Die Minister-Conferenzen über die Erneuerung des Zoll- und Handels-Bündnisses wurden heute in Anwesenheit des Grafen Andrassy fortgesetzt.
Belgien. Brüssel, 8. April. Die Re- präsentantenkammer hat mit 78 gegen 26 Stimmen den gesammten Gesetzentwurf, betreffend die Ver— leihung der akademischen Grade, angenommen. Fast sämmtliche Amendements sind abgelehnt worden.
Holland. Haag, 7. April. Die zweite Kammer hat einen Antrag angenommen, wonach die Regierung ersucht wird, mit Frankreich, Belgien und England wegen Abschlusses einer neuen Zucker Convention Verhandlungen einzuleiten, jedoch nur unter der Bedingung, daß für Holland die volle Freiheit, die Zuckersteuer ganz aufzuheben, ge— wahrt werde.
Großbritannien. London, 6. April. In der heute fortgetzten Verhandlung gegen den Capitän der„Franconia“ sagten die vernommenen Entlastungs-Zeugen meist zu dessen Gunsten aus. Morgen wird voraussichtlich der Schluß der Ver— handlungen erfolgen.
— 7. April. Die Geschworenen haben den Capitän Keyn von der„Franconia“ schuldig ge— funden. Der Richterspruch wurde vertagt, bis das Appellgericht die Competenzfrage entschieden hat.
— 8. April. Das Oberhaus hat in dritter Lesung die Titelbill ohne Amendements ange— nommen; das Haus hat sich bis 27. April vertagt.
Italien. Rom. Zu Gunsten des allge- meinen Stimmrechtes haben neuerlich Demonstra— tionen in Livorno und Mantua stattgesunden.
schall Graf Moltke für die Dauer seines hiesigen Aufenthaltes attachirt.
Serbien. Belgrad. Der„Pol. Corr.“ schreibt man: Unbekümmert um die Pacifications- Verhandlungen in der Herzegowina und um die wiederholten Friedens⸗Versprechungen, welche die hiesige Regierung den fremden Mächten gegeben, ventilirt man hier die Kriegsfrage nach wie vor in derselben rüden Weise, als ob es sich nur mehr um Tage handeln würde, welche die ge— wünschte Enischeidung bringen müßten. Die Miliz wird nächstens zu großen Manövern zusammenbe— rufen werden.— Es heißt, der Cultus minister Boskovits will seine Demission nicht zurücknehmen. Jetzt fehlen bereits zwei Minister dem Cabinete Kal— jevits: der Finanzminister und der Cultus minister.
Türkei. Constantinopel, 7. April. Die Führer der Insurgenten haben heute dem Feldzeugmeister von Rodich die Bedingungen mit— getheilt, unter welchen sie sich zur Niederlegung der Waffen verstehen würden. Danach verlangen dieselben ein Drittheil von dem Grund besitz der Begs, Aufbau der Häuser und Kirchen, Versorgung mit Sämereien, Rindvieb und Ackerbaugeräthen, Errichtung von Kornmagazinen mit Vorräthen für ein Jahr, Befreiung auf 3 Jahre von der Zebnt Steuer, Abzug der regulären türkischen Truppen mit Belassung kleiner Garnisonen in Niesie, Stolac, Fotscha, Mostar, Trebinje und Plewje; in jedem der letzteren Orte sollen russische und österreichische Agenten als Ueberwachungs— Organe residiren. Ferner wird noch die Garantie seitens aller Großmächte und die vorherige Ent- waffnung der eingeborenen türkischen Bevölkerung gefordert.
— 7. April. Wie versichert wird, wäre in in einer gestern stattgehabten Conserenz zwischen dem Großvezier und dem Finanzminister einerseits und dem französischen und englischen Delegirten andererseits die Grundlage für ein finanzielles Uebereinkommen definitiv festgestellt.
— Die Wiener„P. C.“ enthält authentische detaillirte Meldungen aus Sernjevo vom 7. c. über unerhörte Grausamkeiten, welche Seitens bosnischer Insurgenten an Mohamedanern verübt worden seien. Mehrere Dörfer in Chledna seien von den Insurgenten angezündet, zwei türkische Gendarmen sowie ein Wirth mit Frau und vier Kindern in Perzavor lebendig verbrannt, ein gegen die Zumuthungen der Insurgenten widerspenstiger Christ sammt seiner ganzen Familie niedergemegelt; ferner wurden angeblich in Grahovo zwei Zapties von den Insurgenten lebendig verbrannt, in Pas- nitza 200 Häuser angezündet und die unschuldigen Bewohner derselben verbrannt.
— Mit der Verproviantirung von Niksie hat es selbst jetzt, nachdem die Insurgenten zugestanden haben, derselben keine Hindernisse in den Weg zu legen, seine Schwierigkeiten. Der für Niksie be— stimmte Proviant liegt in Risano und kann nicht an seinen Bestimmungsort gelangen, weil die Türken weder Tragthiere noch sonstige Transport- Mittel aufzutreiben im Stande sind.


