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Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 4. April. Heute findet in der Sutorina eine Zusammenkunst des Statthalters Rodich und der Insurgenten⸗ Chefs statt. N
Frankreich. Parise. Der„Agence Havas“ zufolge sollen diejenigen Deputirten, über deren Wahlen eine Untersuchung eröffnet wurde, gesonnen sei, ihre Mandate niederzulegen. Alle Gerüchte von Aenderungen im Personal der diplo- matischen Vertreter Frankreichs im Auslande werden für unbegründet erklärt. Nigra erhielt die Nachricht, daß er als Gesandter Italiens in Paris bleiben werde.
— Die Fraectionen der Linken und des linken Centrums haben beschlossen, an die Regierung das Ersuchen zu richten, daß den Munitipal⸗Räthen das Recht der Wahl der Maires alsbald wieder zurückgegeben werde.
— 3. April. Der Senat hat den Gesetzent- wurf wegen Aufhebung des Belagerungs-Zustandes angenommen.— Die Amnestie-Commission der Deputirten⸗Kammer hat die Minister Ricard und Dufaure vernommen; dieselben weisen die Am- nestie zurück, stellen aber Maßregeln der Mensch⸗ lichkeit in Aussicht; Denjenigen, welche sich reuig erweisen, solle verziehen werden, dagegen den Ver⸗ stockten dürfe die Rückkehr nicht gestattet werden.
Dänemark. Kopenhagen. Durch offenen Brief des Königs werden die Neuwahlen für das Folkething auf den 25, April festgesetzt.
Großbritannien. London, 3. April. Das Oberhaus lehnte nach längerer Debatte mit 137 gegen 91 Stimmen den Antrag Sbaftesburh's, die Königin zu bitten, den Titel Kaiserin nicht anzunehmen, ab.
— Die Einnahmen des Staatsschatzes in dem letzten Finanzjabre beliefen sich auf 77,131,693 Pf. St. gegen 74,921,873 Pf. St. im Jahre 1874.
— 3. April. Im Unterhause zeigte Disraeli an, daß die Vertagung des Parlaments vom 10. bis 23. April dauern werde. Hierauf brachte der Schatzkanzler Northeote das Budget zur Vor lage; danach betrugen die Einnahmen des Vorjagres 77,131,000 Lst., die Ausgaben 76,121,000 Lst. und sonach Ueberschuß 710,000 Lst. Die Aus- gaben des neuen Rechnungsjahres werden veran- schlagt auf 78,044,000 Est., die Einnahmen auf 77,270,000 Lst., demnach würde sich ein Deficit von 774,000 Lst. ergeben. Northcote schlägt vor, die Einkommensteuer um einen Penny zu erhöhen, mit Ausnahme der Einkommen bis zu 150 Lst. Der hiernach zu erwartende Ueberschuß wird auf 365,000 Lst. veranschlagt.
Spanien. Madrid. Den carlistischen Auswanderern ist gestattet worden, mit ihrer be⸗ weglichen Habe nach Spanien zurückzukehren, ohne davon den gesetzlichen Zoll zu entrichten.
Italien. Rom. Cardinal Graf Ledochowski wird wahrscheinlich Rom nicht mehr verlassen und eine stabile Position bei der Curie erhalten.
— 3. April. Der Papst besetzte in einem heute abgehaltenen Consistorium mehrere erledigte Bischofssitze und ernannte zu Cardinälen den Jesuitenpater Franzelin und Davanzo.
Neapel, 3. April. Prinz Karl von Preußen und Gemahlin sind hier eingetroffen und im Hotel Louvre abgestiegen.
Serbien. Belgrad, 3. April. Nachdem die Aufnahme eines Anlehens im Auslande Mangels annehmbarer Bedingungen gescheitert ist, hat die Regierung unter Zustimmung des per⸗ manenten Ausschusses der Skupschtina beschlossen, ein freiwilliges Anlehen im Inlande in Höhe von 12 Mill. Francs auszuschreiben, an dem sich die Gemeinden nach ihrem Vermögen betheiligen sollen.
Türkei. Constantinopel.
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einer Jagd, auf welcher 3 Bären erlegt wurden. Der Kaiser geht Ende April über Berlin nach Ems, dann nach Jugenheim, und kehrt zu den Lagerübungen von Krasnoje-Selo hierher zurück. Im Sommer besucht der Kaiser Helsingfors, und hält dann im August in Warschau und einigen andeten Orten Truppenrevue ab. Darnach geht der Kaiser und die Kaiserin nach Livadia, von wo dieselben im Spätherbste nach Petersburg zu- rückkehren. Im Laufe des Sommers werden Besuche erwartet von dem Kaiser von Brasilien, dem Könige von Dänemark und dem Prinzen und der Prinzessin von Piemont.
Amerika. Washington. Das Repräsen⸗ tantenhaue hat eine Bill angenommen, wonach die kleinen Papiergeldzeichen durch Silberschetdemünze ersetzt werden.
— 3. April. Die Kammer der Repräsen⸗ tanten hat den Antrag auf Versetzung des früheren Kriegssecretärs Belknap in Anklage-Zustand ange nommen. Die Insurgenten unter Porfirio Diaz haben Matamoras besetzt.
New Nork. Die Staatsschuld hat im Monat März um 4,240,000 Doll. abgenommen. Im Staateschatze befinden sich 73,756,000 Doll. in Gold und 5,965,000 Doll. in Silber.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Die Aufnahme-Prüfungen am Schul⸗ lehrerseminar sind beendet. Das Resultat ist folgendes: 2 wurden in die Oberklasse, 31 in die Mittelklasse(aus welchen nun eine Parallelklasse zur seitherigen 2. Klasse gebildet wird), 42 in die Unterklasse aufgenommen, 5 von letzteren jedoch nur provisorisch. Aus Anfrage haben sich 12 der für die Unterklasse Bestandenen zum Eintritt in das Bensheimer Seminar gemeldet. Die Unterklasse be— sieht also mit den 22 aus den Ptäparanden-Anstalten Aufgenommenen nun aus 46 Seminaristen. Unsere An⸗ gabe bezüglich der Zahl der Aufnahmesuchenden ist dahin zu berichtigen, daß dieselbe nur gegen die letzteren Jahre eine erhebliche Zunahme zeigte. In früheren Jahren war sogar schon einmal die beinahe doppelte Anzahl vorhanden.
Friedberg, 5. April. Die am 1. April im Saale des Hötel Trapp stattgebabie öffentliche Schlußprüfung der hiesigen Ackerbauschule war von nah und fern zahlreich besucht. Unter Anderen hatte sich die Prüsung der An⸗ wesenheit der Herren Ministerialraih Jaup, Freiherrn von Nordeck zur Rabenau, Generalsecretär Dr. Weiden⸗ hammer aus Darmstadt und Vereinssectetär Dr. Klaas aus Wiesbaden zu erfreuen.— Der Prüfung folgte ein gemeinschaftliches Mittagessen, an welchem circa 90 Per. sonen Theil nahmen. Aus den bei dieser Gelegenheit zablreich aus gebrachten Toasten ging die allgemeine Be⸗ friedigung über die Leistungen der Schule, sowie über den Verlauf der Prüfung deutlich hervor.
Friedberg. Einer Mirtheilung der Hessischen Volks⸗ blätter zufolge beträgt die Braunkohlensörderung der Pro⸗ vinz Oderhessen im Jahre 1874 806,857 Centner, im ungefähren Werth von 350 000 M. Die Zahl der beim Abbau beschäftigten Arbeiter belief sich auf 388.
Darmstad t, 1. April. In der verflessenen Nacht starb nach längerem Leiden der langjährige Leiter der Expedition der Darmstädter Zeitung, Herr Karl Künzenbach. Der Verftlorbene war seit 1. Januar 1848 in dem Groß: herzoglichen Staatsverläg thätig, und es hatten ihn bis zu seinem letzten Leiden weder Unwohlsein noch irgend ein anderer Grund auch nur einen Tag von der Thätigkeit abgehalten, der er mit seltener Pflichttreue oblag. Noch während seiner letzten Krankheit, die ihn an sein Zimmer sesselte, lag er unausgesetzt seinen Berufsarbeiten ob. Er erteichte ein Alter von 54 Jahren und wird sowohl bei Denen, mit welchen ihn sein Beruf zu gemeinsamen Ar⸗ beiten verband, als auch bei allen Denen, welche ihn kannien, sich ein dauerndes Andenken bewahren.(Auch hier in Friedberg, wo Künzenbach längere Zeit in unserem Geschäsie thätig war, wird man seinen Tod bedauern; viele der älteren Friedberger werden sich seines biederen, heiteren, stieis gesälligen Wesens noch erinnern. Friede seiner Asche!
Die Redaction.)
Darmstadt, 2. April. Gestern wurde ein 7jäbriges Kind von einem Manne in den Wald gelockt und an demselben ein schreck iches Verbrechen begangen. Das be⸗ klagenswerihe Opfer liegt nun schwer krank darnieder. Der Verbrecher war nach Arheilgen flüchtig geworden, heißt Heinrich Wilhelm, genannt Schmitt, ist gebürtig und wohnhaft zu Darmstadt und wurde bereits gefänglich eingebracht.
Mainz, 3. April. Bei dem Gewitter gestern Abend ist in Heidesheim unterhalb Mainz ein Wolkenbruch nieder⸗ der mehrere Wohnhäuser stark mitgenommen
75 a gegangen Pascha ist an Stelle Namik Pascha's zum Prä- und den Bahnkölper so beschädigt hat, daß der Betrieb
sidenten des Staatsraths ernannt worden.
Auch unterbrochen ift. Zwischen Bischofsheim und Groß-Gerau
im Marineministerium und im Finanzministerium fieden bei dem Gewitter so massenhaft Kiesel, daß noch,
stehen Veränderungen bevor. Rußland. Petersburg. Alle
die
als ber letzte Zug von Mainz nach Darmstadt vorüber⸗ a ganze Strecken weiß erschienen.
sonderbaten, durch französische Blätter verbreiteten Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kaisers und seiner Reise nach Malta sind falsch und ab- surd.
Allerlei. Frankfurt. Am 28. März kam eine Frau zu einem 5 Metzger in der Weißadlergasse, machte Einkäufe und be⸗ Am Mittwoch war der Kaiser noch auf zahlte mit einem Fünsmakschein, wobei ihr ein weilerer
Fünfer zur Erde fiel. Metzger B. war 10 heben behülflich, hob ihn auf und gewahrte f
ein falscher war. Alsbald verglich er den eingenommenen damit, und es siellte sich heraus, daß auch dieser gefälscht war, Nun fragte er die Frau nach dem Namen, bessen Nennung sie verweigerte, weshalb ein Schußzmann
quirhit wurde. Dieser nahm bie Frau mit aufs Rev,
vorgenommen wurde, die zu dem Resultate führte, daß fünf bis sechs Platten, mit welchen bie Falsifleate wahr, scheinlich hergestellt worden, saisirt wurden. Die aus 6 Personen bestehende Familie(eines Lithographen) wurde verhaftet.
Cöln, 3. April. mit einem Schraubendampfer zusammen, in Folge dessen beide Schiffe sanken; von der Mannschaft des letzteren ging 1 Person zu Grunde und von dem Rabdampfet kamen 3 Passagiere um.
Berlin. Arbeitsverhältnisse werden immer srauriger; so hat die
bisher 700 Arbeiter beschäfligte, sich gezwungen gesehen, den größten Theil derselben aus Mangel an Beschäftigung zu entlassen. Aber auch die gegenwärtig, dort noch be⸗ schäftigten Arbeiter, etwa 200 an der Zahl, baben dit Arbeitszeit auf sechs Stunden des Tages einschränken müssen.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 4. April. Walzen M. 22.25— 22.50, Korn M. 18.60— 18.90. Gerste M. 17.5018. Hafer M. 17.— 17.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpfund.
Frankfurt, 3. April. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nt. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29, Nr. 5 M. 23,, Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 22., Waizenschalen M. 9.40, Waizen eff. hies. M. 23.75, Roggen M. 17.50, Gersse M. 17—21., Hafer M. 18— 20. Erbsen M. 21—24, Wicken M. 23—24., Linsen M. 21—30., Rüböl M. 74. im Detail. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zoll⸗Gewicht= 100 Kilo.
Kranksurt, 3. April.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren: 400 Ochsen, 310 Kühe, 320 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 65.14, 2. Qual. M. 60., Kübe 1. Qual. M. 56.57, 2. Qual. M. 51.43, Kälber M. 56.57, Hämmel 1. Qual. M. 54.86, 2. Qual. M. 51.43.
Mainz, 3. April. Producten⸗Markl. Walzen per Mai 21.30, per Juli 22.15. Roggen per Mai 15.40, per Juli 15.60. Hafer per Mai 17.40, per Juli 17.30. Rüböl per Mai 31.90, per October 32.60.
Gießen. Die Stückzahl des auf unsetem am 28. und 29. d. M. abgehaltenen Markie aufgeiriebenen Biehs erreichte wirklich eine außergewöhnliche Höhe. Trotz det ungünstigen Witterung waren 1713 Stück Rindvieh und 1394 Stück Schweine auf dem Markie. Die Preise für feues Vieh, für guigehaltene Zugochsen und Kälber⸗Kühe waren noch hobe, für weniger gut gehaltenes Zugpieh, Kälber und nicht gemästete Schweine dagegen ewas mäßiger als auf vorigem Markte. Nächster Markt den 25. und 26. April d. J.
Dacmstad 1. Nach den vorläufigen Feststellungen betrugen die Bruitoeinnahmen der Main⸗Neckarbahn im verflossenen Jabie 4,379 161 Maik, also per Kilometer in runder Summe 50.000 Mark, ein sehr befriedigendes Erträgniß, wenn man namentlich noch die trüben Geschästs⸗ und Berkebrsverhältnisse im Allgemeinen mit in Betracht zieht. Die Einnahmen der Main⸗Weserbahn beliesen sich auf 9,206,781 Mark, was einem Erträgniß von 46,300 Mk. per Kilometer entspricht.
Zur Verwendung für das hiesige Bürger⸗Hospital sind weiter folgende Gaben eingegangen, für welche wit hierdurch unseren berzlichen Dank aussprechen. Ducch Frl. Dieffendach von Frau Kammerdirecior Hüffel 1 M. N. N. Dörrobst, N. N. ein Tischtuch. Durch Herrn Prosessor Dr. Diegel von einem Ungenannten am 30. Matz 17 M. zu Anschaffung von Büchern. Ferner von N. N. ein Paar Krücken und andere Schreinerarbeit. Friedberg den 31. März 1876. Für die Armen ⸗Commission: Meyer. Foucar.
Geld ⸗Cours. Frankfurt am 4. April 1876.
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Pistolen 4%. Mk. 16 35 G. Holländische fl. 10-Stücke.„ 16 65. enn 0 9 50—55 Ducaten al mareo 9 9 57-62 20⸗Frankenstücke. 16 23—27 Englische Sovereigns„ 20 42.47 Russische Imperiales.„ 16 70-75 Dollars in Gold 5 11619
Obstbäume⸗ Verkauf.
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Häuserhof werden einige Hundert hochstämmige Aepfel à 1 M. 20 Pf., sowie Halbhochstämme à 1 M. abge geben. Auch sind Pyramiden in Aepfel und Birnen daselbst zu haben. 1 Was die Sorten anbelangt, so wird den verehrlichen Interessenten eine hübsche Auswahl in Tafel⸗ und Wirth schafts-Obst geboten.
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Die Bossische Zeitung schreibt: Die hiesigen
Aus der von Harnier'schen Baumschule zu
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wo die Persönlichkeit festgestellt, gleichzeitig aber auch Durchsuchung ihrer Wohnung in der alten Schlesingergasse 1
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