Ausgabe 
5.8.1876
 
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Kaffee. Snegatt gebt

65 Pf K*

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A Kaffee, 70 Pi. per If Dan Kümnit.

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berhessischer Anzeiger.

dieselben als deutsche Laternen und versicherte mir Zwackerei nicht mehr möglich, zahlen sie, anstatt bereitwilligst, er beziehe sie aus einer süddeutschen mit baarem Gelde, mit einem erst in drei oder

Mehrfach haben wir schon darauf hingewiesen, Stadt, deren Namen mir entfallen. Als ich kurz mehr Monaten fälligen Wechsel. Man muß froh wie schwer unsere unglücklichen Creditverhältnisse nach dem letzten Kriege mich in Berlin befand, sein, wenn man im deutschen Geschäft das Be⸗ auf Handel und Industrie lasten. Mehr als die sollte ich mich dort ebenfalls nach diesen Laternen triebskapital zweimal im Jahre umschlägt. Um theoretische Erörterung thut aber bier das anschau- umsehen. Ich fand dieselben auch genau so, wie für 500,000 M. Geschäfte zu machen, bedarf liche Beispiel. In derVoss. Zig. erzählt Jemand, die in Paris gekauften, nur forderte man von man daher mindestens 150,000 bis 200,000 M. der die Pariser Verhältnisse kennt: Vor Jahren mir 2.5 M. für das Stück oder 0.25 M. mehr Capital, wogegen wir bei demselben Absatz in mußle ich einmal ein Ehepaar au seinen Wander- als in Parie. Trotz allet geäußerten Verwun- Frankreich mit 50,000 M. auskommen und weniger ungen durch die Weltstadt geleiten. In einem derung über diesen Preisunterschied versicherten in Verlegenheit oder Unannehmlichkeit gerathen. Modewaarenlager fand die Dame, welche nebenbei mir alle Berliner Händler auf Ehre und Gewissen, Da aber ein Fabrikant ein Capital von 200,000 M. als tüchtige Kennerin galt, alle Artikel ganz be- den Artikel ohne Verlust nicht billiger abgeben zu selten voll besitzt, muß er den größten Theil fort- sonders preiswürdig. Darunter befand sich auch können. Diese beiden kleinen Erlebnisse fielen mir dauernd durch Wechsel beschaffen oder von Capi⸗ Sammt, der dem Crefelder so durchaus ähnlich ein, als dieser Tage einer meiner Verwandten, talisten, meist zu Wucherzinsen bis zu 15 und sah, wie ein Ei dem anderen.Aber so billig Reisender für eine große Elberfelder Fabrik, mich 20 pCt., entnehmen. Dadurch geht der ganze

Kurzer Credit.

kann ich den Sammt ja nicht in einem deutschen in Paris besuchte und mir auf meine Frage sofort Laden kaufen, sagte sie verwundert zu uns;die versicherte, an dem Absatz in Frankreich hätten sie

Franzosen müssen doch das Geschäft außerordentlich trotz billigster Preise den besten Gewinn.

Wir

gut verstehen, daß sie so billig arbeiten. baben unser Geschäft(Posamentirwaaren, Besatz⸗ Gnädige Frau erlauben, fiel nun der Handlungs- artikel) hauptsächlich auf französische Kundschaft

Gewinn oft drauf und man hat Jahr aus Jahr ein seine liebe Noth. Die deutschen Detail- und selbst Großhändler glauben durch diese Kniffe und Zwackereien ein gutes Geschäft zu machen, zahlen aber in der That theuerer als jeder Andere. Hier

diener ein, der uns verstanden,Ihnen zu ver- eingerichtet, erzählte er,denn es geht dabei am in Paris kann man dies bei jedem Commissionär sichern, daß die gnädige Frau sich nicht getäuscht. glattesten und vortheilhaftesten zu. Wenn nach erfahren. In allen Pariser Geschäftshäusern wer- Es ist wirklich Crefelder Sammt, und wir verkaufen den Bedingungen gefragt wird, antwortete ich den den deutschen Käufern um 10 15 pCt, höhere ihn trotz hohem Eingangszoll billiger, als die regelmäßig: Nun, die gewöhnliche Zahlung erfolgt Preise gestellt, als den Amerikanern und Englän Läden ir Köln und Berlin.Aber wie ist dreißig Tage nach dem Datum der Factura, wie dern, einfach weil man aus Erfahrung alle die das möglich?Sehr einfach. Wir kaufen es in Frankreich üblich. Die Franzosen zablen bezeichneten Kunstgriffe kennt, wemit dieselben nach- nur gegen baar und deshalb stellen uns alle pünktlich und in gutem Gelde. Deshalb, beson-träglich abzwacken wollen, und weil man ihnen Fabrikanten die genauesten Preise, um so mehr, ders aber wegen der kurzen Zahlungsfrist, welche längeren Credit geben muß. Der Commissionär, als unser Geschäft eines der größten in Paris ist fast der Baarzahlung gleichkommt, können wir der ja immer ein Landsmann ist, macht es nicht und deshalb immer sehr bedeutende Bestellungen, ihnen auch die möglichst billigsten Preise stellen. besser; denn hier in Frankreich muß er in kurzer von Hunderten und Tausenden von Stücken auf Wenn wir ihnen um 10 15 pCt. niedrigere Frist, oft sogar baar bezahlen, während der einmal, geben kann. Wir verkaufen natürlich auch Preise zugestehen, als unseren deutschen Kunden, Empfänger, dem er die Waare besorgt, ihn oft nur gegen baar, schlagen deshalb unser Geld un- machen wir trotzdem ein viel besseres Geschäft Monate lang über die Zeit gängelt oder direct zählige Male um in einem Jabre, und haben dabei. Die deutschen Kaufleute beanspruchen in an dem fest eingegangenen Kaufspreise sich ver⸗

trotz unserer gewiß außerordentlich billigen Preise greift. Dagegen ist es eine wahre Lust, zu sehen, größeren Gewinn, als die meisten anderen Hand lungshäuser. Die Fabrikanten aber bewerben sich um die Wette um unsere Bestellungen, liefern uns nur tadellose Waare und steben sich trotzdem sehr gut dabei. Einige Monate später kaufte ich in

Paris mehrere Reiselaternen für einige an der

nicht fälligen Coupons,

der Regel sechs Monate Credit von uns und drücken sich dann noch beim Ziele, indem sie statt mit vollwichtigen, landesüblichen Münzen, mit österreichischen oder holländischen Silbergulden, wilden Thalerscheinen, nicht vollwichtigen, aber trotzdem zum böchsten Course angesetzten Goldstücken bezahlen, an denen

wie die Pariser großen Geschäftshäuser, namentlich die Mode⸗Waarenlager und Ellen⸗Waarenhändler, arbeiten. Sie kaufen nur gegen baar oder auf dreißig Tage Ziel, verkaufen seibstverständlich auch ausschließlich gegen baar, gehen in keiner Weise von dem festgesetzten Preise ab und machen dabei

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damaligen deutsch- französischen Grenze auf dem wir immer ein oder einige Procente verlieren, trotz billiger Preise einen guten Gewinn.

Lande wohnende Freunde. Der Händler bezeichnete Seitdem durch die Reichswährung dergleichen

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2587 Mit Genehmigung königl. Intendantur 11. Armee⸗ Corps sollen Donnerstag den 10. d. Mts., Vormittags 10% Uhr, in der Dragonerkaserne dahier für 596 Mark Dachdeckerarbeiten mitteist öffentlicher Submission zur Ausführung verdungen werden. Lusttragende Unter⸗ nehmer beleben ihre Submissionen, in welchen die Auf⸗ resp. Abgebote in Procenten anzugeben sind, versiegelt und mit der Aufschrift:Submission auf Dachdecker⸗ Arbeiten in der Dragonerkaserne zu Butzbach versehen, vor dem Termine in dem Geschäftszimmer des Garnison Lazareths dahier(Zimmer Nr. 2), woseldst auch Kosten⸗ Anschlag und Bedingungen zur Einficht offen liegen, ein⸗ zureichen. Butzbach den 2. August 1876. Großherzogliche Garnison-Verwaltung.

Immobiliar-Versteigerung. 2601 Dienstag den 15. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause die Hofraithe und ein Grabgarten auf Antrag der Johannes Binz Erben nochmals öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Bei entsprechenden Geboten nehmigung stattfinden.

Friedberg den 2. August 1876.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo u ea r.

Schafpferch⸗Versteigerung.

2600 Dienstag den 8. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus 10 bis 15 Schafpferche öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Friedberg den 3. August 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car.

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