Ausgabe 
30.7.1872
 
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Dienstag den 30. Juli.

88.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Znutelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Für die Monate August und September kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.

hier deren Einnahme-Dekretur.

2) Oppershosen 2 fl.

7

Jürgermeister Reitz zu Södel. Facob Wißler zu Butzbach. Hürgermeister Möbs von Nieder- Mörlen.

ouis Vogt von Butzbach.

fl. 59½ kr. 4) Nieder⸗Mörlen 6 fl. 293% kr. 5) Ober⸗Mörlen 5 fl. 12¾ kr. ) Rödgen 29½ kr. 7) Schwalheim 39½ kr. 8) Fauerbach v. d. H. 4 fl. 8 kr. ) Hoch Weisel 23½ kr. 10) Langenhain 17 kr. 11) Münster 25 kr. 14% U kr. 13) Ostheim 2 fl. 29½ kr. 14) Rockenberg fl. 44½ kr. 15) Assenheim 5 fl. 26½ kr. 16) Dornassenheim 1 fl. 39½ kr.

Zur Kenntniß der Kreisangeherigen wird hiermit gebracht, daß der gestrigen Sitzung des Bezirksraths des Kreises Friedberg zu f Mitgliedern und Ersatzmännern der Einschätzungscommission I. Ab heilung erwählt worden sind:

I. Für den Steuercommissariats-Bezirk Butzbach als Mitglieder: Sürgermeister Küchel zu Butzbach. fentamtmann Mengel zu Griedel.

Er satz männer:

bammerherr Freiherr W. Löw von und zu Steinfurth zu Ziegenberg.

Amtlicher Theil.

Zetreffend: Die den Gemeinden zukommenden Feldstrafen von der 6. Pertode 1871,

Von der 6. Periode.

r

II. Für den Steuercommissariats-Bezirk Friedberg. Bürgermeister Stoll von Nieder- Wöllstadi. Bürgermeister Schmidt zu Reichelsheim. Kaufmann und Agent Louis Winhe im zu Friedberg. Ersatz männer: Gewesener Bürgermeister Best von Bruchenbrücken. Bürgermeister Geibel von Bönstadt. III. Für den Steuercommissariats⸗Bezirk Büdingen. Oekonom Johannes Mai von Staden. Friedberg den 26. Juli 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

Friedberg am 24. Juli 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen in Abdruck das Verzeichniß der Ihren Gemeinden zukommenden Feldstrafen aus obiger Periode unter zem Auftrage mit, die Beiträge in Einnahme zu dekretiren und für Controlirung zu sorgen.

Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen.

Trapp.

1) Bönstadt 53¼ kr. 2) Bad⸗Nauheim 3 fl. 23½ kr. 3) Dorheim 17) Friedberg 7 fl. kr. 18) Melbach 4 fl. 40 kr. 19) Nieder⸗Florstadt

6 fl. 20 kr. 20) Nieder⸗Rosbach 3 fl. 59¾ kr. 21) Ober⸗Rosbach 7 fl. 37 kr. 22) Ober⸗Wöllstadt 4 fl. 14½ kr. 23) Butzbach 3 fl. 31 ½ kr. 24) Kirch⸗Göns 2 fl. 73/ kr. 25) Nieder⸗Wetsel 20 kr. 26) Pohl⸗Göns 35 ½ kr. 27) Staden 15 kr. 28) Reichelsheim 51½ kr.

nag.

ra p p.

Deutsches Reich. Darmstadt. Nach dem Reichsanzeiger werden boffmann, Pr.⸗Lt. vom 2. Großh. Hess. Inf. TFegt.(Großherzog) Nr. 116 zur Dienstleistung lei einer Militär- Intendantur commandirt, Eck- orm, Port. Fähnrich vom 3. Großh. Hess. Inf.⸗Regt.(Leib-Regt.) Nr. 117, zum Sec.⸗Lieut. tefördert.

-Nach der schon erwähnten, kürzlich ausge gebenen amtlichen Liste über die Verluste der broßh. Division in dem Feldzuge 187071 beträgt der Gesammtverlust: Gefallen oder an ü ten Wunden oder Krankheiten verstorben 43 Offi⸗ zere, 1030 Mannschaften, zusammen 1073 Todte. Jerwundet wurden ferner 60 Offiziere und 1460 Mannschaften, zusammen 1520 Verwundete. Als vermißt werden aufgeführt 39 Mannschaften. hiernach ergibt sich als Gesammiverlust an Todten und Verwundeten: 103 Offiziere und 2529 Mann- shaften, zusammen 2632 Mann.

Jn voriger Woche tagte hier der Aus- sguß des Landes- Lehrervereins. Sicherem Ver⸗ tehmen nach bildete den Hauptgegenstand der berathung und Beschlußfassung die Vorlage der Jegierung über die Aufbesserung der Gehalte der Volksschullebrer. Artikel 1 dieser Vorlage, die sauptbestimmungen enthaltend, wurde einstimmig as die Interessen der Schule, der Lehrer und

erung und Ständen in dieser Beziehung zu

ener großen Zahl der Gemeinden in hohem Grade gäbigend erklärt, und der Beschluß gefaßt, sofort ne außerordentliche Generalversammlung zu be⸗ tasen, um derselben die Schritte, welche bei Re-

thun seien, zur Berathung und Beschlußfassung 38 Todesfälle jährlich. Berlins Sterblichkeits⸗

zu unterbreiten.

Berlin. DieSpener'sche Ztg. schreibt: Wir haben leider unsern Lesern mitzutheilen, daß hier die ersten drei Fälle von Erkrankung an der Cholera, und zwar in einem Hause unter den Linden angemeldet sind. Während die unheimliche Krankheit also jetzt bei uns aufzutreten beginnt, hat sie in Rußland an Kraft verloren. Nur in St. Petersburg ist die Zahl der Todesfälle noch erheblich, es starben dort am 20. Juli 54 Per- sonen. Dagegen sind in Moskau am 19. Juli nur noch 2 Todesfälle vorgekommen, bei einer Bevölkerung von über 500,000 Seelen. haupt ist die Krankheit während ihres ganzen diesjährigen Verlaufes in Rußland vergleichsweise ziemlich milde aufgetreten, etwa Kiew ausgenommen, wo sie während einiger Wochen ziemlich viele Opfer gefordert hat.

DieSpen. Zeitung brachte vor einiger Zeit aus englischen Quellen Zahlen über den Ge

Ueber⸗

sundbeitszustand verschiedener großen Städte, welche

in Bezug auf die Sanitäts verhältnisse gerade Berlins wahrhaft erschreckend sind. Es kommen danach auf je Tausend Einwohner nach der Sterb⸗ lichkeit der zweiten Juliwoche: in London 20, Portsmouth 20, Bristol 20, Birmingham 20, Liverpool 22, Manchester 20, Salsord 19, Brab⸗ ford 23, Leeds 23, Shessield 19, Hull 23, Neweastle- upon Tyne 20, Bombay 28(Woche 4. 11. Juni), Madras 35(24. 31. Mai),

0

Newyork 35(Woche 15. 22. Juni). Paris hat 20, Brüssel 21, Berlin 40, Wien 36, Rom gerichtet,

ziffer übertraf also die der englischen Städte und von Paris um das Doppelte, und selbst Bombay und Madras im heißen Indien bleiben dahinter zurück. Es sind vorstehende Zahlen allerdings das Resul tat nur einer Woche, sie müssen also auch hier⸗ nach ihre Würdigung finden.

Die Gesammtausprägung von Reichsgold münzen stellte sich bis 13. Juli auf 212,120,240 Mark, wovon 203,965,180 Mark in Zwanzig⸗ markstücken und 8,155,060 Mark in Zehnmark- stücken bestehen.

Nach einer Verfügung des Generalpostamts vom 6. Juni v. J. sind Correspondenzkarten mit Mittheilungen solchen Inhalts, welchen offenbar die Absicht der Injurie oder einer sonst strafbaren Handlung zu Grunde liegt, insofern die Postbe amten dergleichen wahrnehmen, von der Postbe förderung auszuschließen, oder, wenn die Karten bereits abgesandt sein sollten, dem Adressaten nicht zuzustellen, sondern als unbestellbare Briefsendungen zu behandeln. Derartige Correspondenzkarten kamen sehr häufig vor.

Wiesbaden. Der Kaiser traf, nachdem er die Kronprinzessin von Italien in Schwalbach be sucht hatte, am 27. d. Abends, von einer zahl- reichen Menschenmenge mit Hochrufen begrüßt, hier ein.

München. Der Erzbischof von Utrecht hat bei seiner Rückkehr nach Holland von Landau aus ein Schreiben an das altkatholische Actionscomite worin er demselben für die ihm