übereingekommen„daß die Fragen, welche etwa von der einen oder der anderen Seite bei der Kaiser Begegnung in Berlin zur Sprache gebracht werden möchten, vorber in rubro mitzutheilen sein würden, und daß über keinerlei Fragen eine im⸗
suchungsrichter auch die Nothwendigkeit anerkannt haben, sich nach Metz zu begeben, um di Waker Schlachtfelder zu besichtigen. 755 2 — Es bestätigt sich, daß Oberst Stoffel seine Entlassung erhalten hat, und zwar durch Ver⸗
dagegen ein bedeutend billigerer ist. Für Unter⸗
bringung der Mannschaften und Pferde während der ÜUebungszeit soll durch Erbauung einer größeren Anzahl von Baracken in der Nähe Dudenhofens gesorgt werden. Bei Realisirung dieses Projects
dürfte die Verlegung der hessischen Artillerie nach provisirte Erörterung stattzufinden habe. fügung des Herrn Thiers, nicht wie sonst ül 0 1 Babenhausen, sowie der gesammten Cavalerie in— ueber die bevorstehenden Festlichkeiten ver vom Kriegsminister. Die„Röpublique frangafse“ 8 die Residenz sehr wahrscheinlich sein. 5 lautet, daß am 5 September, dem Haupttage nimmt sich des Obersten an und will nicht glauben, rtl — Wie das„Fr. J.“ aus guter Quelle er- derselben, Vormittags eine große Parade, Nach- daß man sich so ohne Weiteres eines Offiziers i 0 fährt, wird die„Main ⸗Zeitung“ in nicht ferner mittags ein Galadiner im königlichen Schlosse, entledigen werde, welcher unstreitig dem Lande 1 1 Zeit(man nennt den 1. October als den frag⸗ Abends Gala-Oper und großer Zapfenstreich bei] Dienste geleistet hätte. f 10 1 lichen Zeitpunkt) als solche eingehen und durch Fackelschein auf dem reservirten Platze zwischen Großbritannien. London. Ein Tele⸗ 8¹ 1 eine lithographirte Correspondenz ersetzt werden. dem kaiserlichen Palais und dem Schlosse statt. gramm der„Times“ aus Paris bezeichnet das dbu . Auch die„Karlsr. Zeitung“ bringt eine gleich- finden. Es ist für denselben Abend auch eine Gerücht, daß Thiers mit der Vorlegung einen n . e lautende Nachricht. allgemeine Illumination der Stadt in Aussicht ge- neuen Verfassung oder der Auflösung der National- i e Darmstadt. Es wurde bereits gemeldet, nommen, weßhalb der Stadtrath bei den Stadt- versammlung umgehe, als unbegründet. Richtig wi W daß der deutsche Kronprinz am 29. d. dahier verordneten um die Bewilligung der Kosten für sei jedoch, daß er die Bildung einer zweiten F eintrifft, um am 30. und 31. die Inspicirung die Illumination des Rathhauses nachgesucht hat. Kammer vorschlagen werde. 1 78 1 e der Hessischen Division vorzunehmen. Zur würdigen— Es ist dahin entschieden worden, daß die Spanien. Madrid. Die Resultate der 5 i Feier dieses für die Residenz so erfreulichen Er⸗ Bestimmung der Militärersatz-Instruktion, wonach stattgehabten Abstimmung gestatten die Wahl von Ei i eignisses hat nun der Gemeinderath einen feftlichen der nächstälteste Bruder eines vor dem Feinde 270 ministeriell Radikalen, 75 Republikanern und fu M Empfang des Prinzen beschlossen. An einem ge gebliebenen oder an den erhaltenen Wunden ge- 26 Conservativen aller Parteischattirungen als ge⸗ 0 5. eigneten Abende soll ferner dem Prinzen eine storbenen oder erwerbsunfähig gewordenen Sol- sichert zu betrachten. A 900 9„Serenade von den verbündeten Gesangvereinen daten, sofern durch die Zurückstellung den Ange Baponne. Die Behöcden lassen die in den 90 1 17 mit Musikbegleitung dargebracht werden. Auch hörigen des letzteren eine wesentliche Erleichterung Grenzdepartemens lebenden Carlisten interniren.— „ 1 soll bei der Abreise des Prinzen eine Abschieds⸗ gewährt werden kann, vom Militärdienste befreit Amerika. Nach Mittheilungen aus San 1 . f feierlichkeit im Bahnhofe stattfinden. werden soll, nunmehr auch Anwendung auf den] Francisco scheint dort ein Diamantenfieber auszu⸗ 1 e„Friedberg. Wie verlautet, wird des nächstältesten Bruder eines im Kriege oder in sbrechen wie zur-Zeit das Goldfieber, das ja auch 1 Folge der Strapazen des Krieges verstorbenen fin Californien besonders gespukt hat. Es hatte 1 i Großherzogs K. H. schon am 29. August, nach Soldaten it, finden soll. Ei 5 b N 5 1 mehrmonaflichem Aufenthalte dahier, unsere Stadt We begrü. wa hiernach vor- ssich zuerst eine Bergwerksgesellschaft gebildet, die i verlassen und nach der Residenz zurückkehren, handene 1 Reklamationen für bereits in der Nähe der Mändung des Rio Colorado 23 i woselbst man am genannten Tage den Kronprinzen dienende oder noch einzuziehende Militärpflichtige arbeitet und bereits für 100,000 Dol. grohe n 1 des deutschen Reiches erwartet. sollen den Kreisbehörden möglichst bald vorge— Diamanten zu Tage gefördert und bei der kali, 1 N Friedber Nach einer Bekanntmach legt werden. fornischen Bank deponirt hat. Außer Diamanten de i er g. Nach e ekanninechune Fulda. Am 17. Sept. soll dahier aber-Fhat man auf dem Gebiete d ten Gesell⸗ f
„ der Großherzoglichen Direction des evangelischen ine Gouftrenz der deutschen Bischöf: man auf dem Gebiete der genann 0
W Prediger⸗Seminars findet die feierliche Herbstent⸗ mals eine Confereaz der 0 chen ischöfe stattfinden. schaft Rubinen, Saphire und Smaragde von nicht der
1 lassung aus dem Prediger⸗Seminar am Mittwoch Als Zweck derselben wird bezeichnet, daß die Bi- geringem Werthe gefunden. Die Smaragde sehen 0
den 18. Sept. l. J., Vormittags 10 Uhr, statt.
Mainz. Dem„Fr. J.“ meldet man von hier, daß ein hiesiges Blatt, welches zuweilen nicht schlecht unterrichtet sei, die Existenz von Aner- bietungen andeute, welche der Hessischen Ludwigs⸗ bahn⸗Gesellschaft betreffs Verkaufes ihrer Hauptlinien (Frankfurt Mainz-Bingen und Mainz⸗ Worms) an die preußische Regierung gemacht worden sein sollen. Thatsache scheint es zu sein, daß Ankaufs⸗ unterhandlungen mit der Main⸗Neckar⸗Bahn ein⸗ geleitet und schon ziemlich weit gediehen sind, und die mancherlei Gerüchte über Eisenbahnverkaufs- Gelüste der badischen Regierung dürften auch wohl in Verbindung mit einer Eisenbahnpolitik zu bringen sein, für welche in hiesiger Gegend der Ankauf der Taunus⸗Bahn nur ein erster Schritt war.
Berlin. Nach neueren Mittheilungen werden für den Fall einer künftigen Mobilmachung gleich unmittelbar ein oder mehrere Belagerungstrains mit mobil gemacht werden, um dadurch für das Eintreten der Nothwendigkeit einer Belagerung
jeden Zeitverlust abzuwenden. a— Zwischen den Mainuferstaaten Preußen, Bayern, Baden und Hessen stehen Verhandlungen wegen gemeinschaftlicher polizeilicher Main⸗Schiff⸗ fahrts⸗ und Flößereiordnung in Aussicht.
— Um weitere Verbreitung der Rinderpest zu vermeiden, ist von der preaßzischen Regierung und denen der anderen deutschen Seestaaten die Ein- fuhr und Durchfuhr von Rindern, Schafen u. s. w. aus Rußland verboten worden. Preußischerseite erstreckt sich dieses Verbot auch auf die preußisch⸗ russische Grenze. Um möglich zu vermeiden, daß durch russisches Vieh, welches auf dem Wege über Oesterreich zu uns gelangen kann, die Rinderpest in Deutschlaad eingeschleppt wird, haben die Re— gierungen von Preußen und Sachsen ihre Grenzen auch gegen Oesterreich für die Einfuhr von solchem Vieh verschlossen.
— Die erste Rate der drei noch übrigen Milliarden von der Kriegs⸗Entschäbigung wird innerhalb der ersten Septemberwoche geleistet werden. Uebrigens ist nach Maßgabe einiger Blätter ein großet Theil dieser Summe, zwischen 300 und
400 Millionen, bereits in Baar hier eingetroffen
und schon zur Verfügung der Regierung.
— Wie der„Ung. Loyd“ vernimmt und die „K. Ztg.“ bestätigt, sind die leitenden Staats- männer Ocsterreichs, Preußens und Rußlands
schöfe sich über ein gemeinsames Verhalten gegen- über den auf dem kirchenpolitischen Gebiete einge⸗ tretenen und sich weiter vorbereitenden Aenderungen zu verständigen versuchen werden.
Essen. Am 22. d. haben hier aus Anlaß des Einschreitens gegen die Jesuiten bedauerliche Excesse stattgefunden. Die Aufforderung der Polizei zum Auseinandergehen wurde mit Steinwürfen beantwortet, und dann kam es zu einem längeren Handgemenge; die Polizeibeamten säuberten Platz und Straßen, wobei von der blanken Waffe Ge⸗ brauch gemacht wurde und mehrere Verwundungen vorgekommen sind. Die Schließung des Collegiums, des katholischen Casinos und anderer Anhängsel des Ordens ist Seitens der Behörde erfolgt. Die Jesuiten mußten ferner auf Anordnung der Polizei die Stadt verlassen.
München. Der König stiftete an dem Doppel- feste(Geburts⸗ und Namenstag) eine goldene Verdienst⸗ Medaille für Wissenschaft, Kunst und Industrie für hervorragende Leistungen.
Straßburg. General- Feldmarschall Prinz Friedrich Carl, k. H., wird zur Inspection der hiesigen Truppen am 29. d. hier eintreffen und bis zum 4. September in Straßburg verweilen.
Ausland.
Oesterreich. Wien. Der Kaiser trifft am 1. Sept. in Pest zur Eröffaung des unga⸗ rischen Reichstags ein; am 3. September trifft dort Graf Andrassy ein, um den Kaiser bei der am 4. September erfolgenden Abreise nach Berlin mit dem Sectionschef Hofmann, Hofrath Depont und Sectionsrath Vavrik zu begleiten. Am 5. Sept. trifft der Kaiser in Dresden ein, woselbst er zum Besuche des sächsischen Hofes bis zum 6. Sept. Mittags verbleibt und dann nach Berlin obreist.
Gastein. Kaiser Wilhelm hat wegen eines Fußleidens den Besuch beim Kaiser von Oester⸗ reich in Ischl aufgegeben und reist am 28. d. nach Salzburg und am 29. d. nach Berlin. Er entschuldigte sich telegraphisch beim Kaiser Franz Joseph und schickte den Grafen Lehndorff nach Ischl, um bei der Kaiserin sich entschuldigen zu lassen. Frankreich. Paris. Laut„Avenir National“ wird die Untersuchung gegen Bazaine nicht vor Ende dieses Jahres zum Schlusse kommen. Die Zahl der diese Sache betreffenden Actenstücke wächst nämlich tagtäglich, und dann sollen die Unter-
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übrigens einigermaßen blaß aus. In den letzlen Tagen hat sich mit 10,000,000 Doll. Capital darauf eine zweite und unmittelbar nachher eine dritte Gesellschaft gebildet, um Diamanten zu suchen und die Aufregung soll noch immer im Steigen sein. 5
Newyork Wie der„Agence Havas“ ge⸗ meldet wird, gewinnen die Aussichten für eine Wiederwahl des Präsidenten Grant an Wahr scheinlichkeit.
Frankfurt. Die am letzten Sonntage stattgehabte Eröffnung des neuen Anbaues zu dem Feldberghaus hat einen sür alle Theilnehmer höchst befriedigenden, von der herrlichsten Witterung begünstigten, gelungenen Ver⸗ lauf genommen.— Neue Kartoffeln wurden hier zu 2 fl. angeboten. 5
Darmstadt. Seit einigen Wochen herrscht hier die Ruhr wieder in so hohem Grade, daß sich das Kreis · medicinalamt Darmstadt veranlaßt gesehen hat, sanitätische Vorkehrungen anzuordnen. Dieses Mal scheint es die Neustadt zu sein, welche vorzugsweise von der Krankheit heimgesucht ist, und zwar ist es die Capallerie⸗Caserne, welche als Ansieckungsheerd betrachtet werden darf; von der Schwadron des Rittmeisters Follenius soll die Hälfte im Lazareth liegen.
Michelstadt. Zimmermann Wegel von Erbach, welcher seine Frau in schauderhafter Weise ermordet, hat sein Leben durch Selbstmord geendet. Derselbe hatte nam⸗ lich dieser Tage bereits versucht, sich die Pulsadern zu durchbeißen, wurde aber noch rechtzeitig entdeckt. Mit der Binde, welche ihm als Verband angelegt wurde, hat sich der Mörder nun erbdrosselt. 5
Mainz. Vom 17. bis 19. Sept. d. J. findet dahier die 5. Generalversammlung der landw. Vereine des Groß⸗ herzogthums statt, mit welcher eine Aussiellung von Vieh, landw. Gerätben und Producten der Landwirihschaft des Obst⸗ und Gartenbaues verbunden ist. Eine Reihe der zur Besprechung gelangenden Themata greift tief in bren⸗ nende Tagesfragen ein, und dürfte daher die Mittheilung der Tagesordnung nicht obne Interesse sein. Dieselbe lautet für den 17. Sepl.; 1) Entsprechen die bestehenden Einrichtungen hinsichtlich der Entwässerung dem Bedürf⸗ nisse der Landescultur im Groß herzogthum und welche Grundsätze können für weitere Mißnahmen im Interesse derselben geltend gemacht werden? Referent: Gutsbesitzer Touchon zu Hohenau. Correferent: Kreisassessor Haas zu Friedberg. 2) Wie kann der Peruguano nach seinem baldigen Aufhören ersetzt werden? Referent: Dr, P. Wagner, Vorsteher der landw. Versuchs⸗ und Auskunftsstation zu Darmstadt. 3) Ueber die Besteuerung der Landwirthschaft. Referent: Gulspächter Schaum zu Herrnhaag. Corxeferent! Dr. Frhr. Dael v. Köih zu Sörgenloch. Am 18. Sept. kommen zur Besprechung; 1) Ist die Errichtung einer Prüfungsstatlon für landw. Maschienen und Gerätbe für das Großherzogthum wünschenswerth und wie soll dieselbe eingerichtet sein? Referent: Prof, Dr. Hugo Thiel in
Darmstadt. Correferent:
Lehrer Hirsch in Wörrstabt.
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