Ausgabe 
29.6.1872
 
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Volkswirthe: es empfielt sich allerdings, daß der Staat einige Zweige des Versicherungs; wesens in die Hand nehme. In einigen Ländern sind die Gebäudeversicherungen bereits Staatsan- stalten. Diese und die Hagelversicherungen als Staatsanstalten dürften gewissermaßen als eine Folge der Staatshypothekenbank erscheinen, und, wie anzunehmen, mit den besten Erfolgen; denn der Staat gewährt die größte Garantie und als größte Versicherungsgesellschaft sordert er die ge- ringsten Prämien. Von größester Bedeutung aber könnte das Staatsversicherungswesen für die sotiale und Arbeiterfrage werden. Seit einem Menschenalter wird vergebens an einer befriedigen- den Lösung derselben gesucht. Lohnerhöhungen, Erwerbs- und Verbrauchsgenossenschaften, Partner- schaften, Kranken- und Sterbekassen, Stückarbeit, Beschränkung der Arbeitszeit ꝛc. ze. haben die Lage der Arbeiter nicht zu bessern, sie wenigstens nicht zu befriedigen vermocht; im Gegentheil, ge⸗ geigerte Unzufriedenbeit, zum Theil vergrößerte Noth, neue und gefährlichere Verbindungen unter den Arbeitern sind zu Tage getreten. Also sind wohl die rechten Mittel und Wege noch nicht gewählt worden. Wie bereits angedeutet, ist die Arbeiter⸗ frage eine Aufgabe der Gesammtheit, also eine Aufgabe des Staats. Seither beschränkte derselbe endessen seine Hilse auf Förderung und Besserung des Schulunterrichts sowie auf einige Schutzgesetze.

Bildung, Können und Wissen, das sind allerdings

die ersten Bausteine, sich ein gutes Haus und einen warmen Herd zu bauen; aber es ist dieser Weg gar mühevoll und langwierig, so daß die Arbeiter es fast wie Hohn auffassen, wenn ihnen gerathen wird, diesen Weg zu betreten. Dies sst die gegenwärtige sociale Situation. In ge- drückter, düsterer Stimmung finden Versucher und Verführer überall die Arbeiter, um deren ver⸗ ditterte Herzen noch mehr zu vergiften, daß diese ganz tugendleer werden und überströmen in Haß und Verzweiflung, in Gottlosigkeit und endlich dem Wahnsinn einer gräßlichen Vernichtungswuth verfallen. Aus solchen schweren, drohenden Wolken sahen wir bereits im März 1871 mehrere bange Wochen hindurch von Paris her ein entsetzliches

Wetterleuchten. O, daß demselben kein allge- meines Gewitter folgen möge! Bis daher blieb es in Deutschland, wenige Ausnahmen abgerechnet, bei Arbeitseinstellungen. Dieselben sind nur da zu geeignet, die allgemeinen Nothzustände zu ver⸗ größern, da hierdurch eine Steigerung der Waaren- preise eintritt und die Arbeiter diese selbst wieder zahlen müssen. Mit den Einnahmen steigen für die Unvermögenden auch die Bedürfnisse. Die Armen essen Alles; das Sparen ist für sie nicht der Mühe, nicht der Entsagung werth. Dem Ein sender dieses, welcher mit vieln Arbeitern geschäft- lich zu thun hat, ist die Arbeiterfrage eine wahre Herzensangelegenheit; sein fleißiges Nachdenken über diesen Gegenstand hat ihn zu der Ueber zeugung geführt, daß es nur eine wirksame Hilfe gebe und diese darin bestehe, daß man die Arbeiter zu Besitzenden mache. Da hier vomTheilen und Schenken nicht die Rede sein kann und der Erwerb durch Arbeit für gewöhnliche Arbeiter eine Kapitalansammlung deßhalb nicht gestattet, weil ein Theil des Arbeitswerthes den Kapitalisten und Unternehmern zufällt und von Rechtswegen zufallen muß, so bleibt den Arbeitern nur noch ein, in neuester Zeit vielvertretener Erwerbsweg übrig, nämlich: die Lebens versicherung. Einzelne Fabrikanten sind in dieser Richtung bereits vorgegangen und zwar mit bestem Erfolge, die vortrefflichsten Resultate großer Genossenschaften verbürgend. Eine so große Aufgabe, wie die vor⸗ liegende, kann, nochmals sei es gesagt, nur von der größten Gemeinschaft gelöst werden. Wenn der Staat die Sache in die Hand nehmen, die Arbeitgeber zur Prämienzahlung(statt der viel- fältig und freiwillig zu leistenden Unterstützungen) gesetzlich verpflichten wollte, wie diese ja auch von jedem Gehülfen seither schon einen Steuerzusatz zahlen mußten; wenn ferner die Versicherungs kapitalien nur an Wittwen und Kinder bezahlt und jene gegen Verpfändung und Beschlagnehmung gesetzlich gesichert würden, so ließe sich mit ge⸗ ringen Prämien schon viel erzielen und jedenfalls das, daß die Arbeiter, schon von der nächsten Generation an, nicht mehr und, von Geschlecht zu Geschlecht immer weniger, von Hand zu Mund

lebten, sondern mit Hoffnung und Zuversicht auf eine Zukunft diejenigen Grundsätze und Anregungen gewannen, welche für das wirthschaftliche und sitt⸗ liche Leben unerläßlich sind, nämlich: die Be⸗ thätigung der Sorge um eine Zukunft. Wer nicht für eine Zukunft arbeitet, der taugt absolut nichts für das wirthschaftliche Leben. Der Proud- hon'sche Satz:Eigenthum ist Diebstahl, auf die Spitze gestellt, hat für das materielle Leben dieselbe Wirkung, wie das Leugnen des Fortlebens der menschlichen Seele für das geistige. Hier wie dort fehlt das Interesse für eine Zukunft, das Streben, Arbeitsresultate zu kapitalisiren, zu sam⸗ meln. Wenn bei allgemeinen Nothzuständen die einzelne und die freigenossenschaftliche Selbsthülse nicht ausreichen, dann muß absolut die Staats- hülfe eintreten. So wird es bei der Arbeiterfrage sowie bezüglich der Hypothekenfrage und endlich auch mit dem Versicherungs⸗ und Eisenbahnwesen werden. Ob dabei vorstehend erörterte Gedanken als ausführbar befunden werden 7 Darauf giebt es nur die Antwort: Prüfet Alles und das Beste behaltet!

D. Frankfurt a. M., 27. Juni 1872. Die heutige Uliimo⸗Liquidation nahm in erster Linie die ganze Aufmerk⸗ samkeit der Börse in Anspruch und wurden noch zu letzter Stunde zahlreiche Deckungskäufe namentlich in Creditactien und Staatsbahn effectuirt. Für letztere stellte sich der Report auf ca. 30 kr. per Stück. Das Geschäft nahm in Folge dieser Contant⸗Käufe namentlich auf speculativem Gebiet eine lebhaftere Färbung an und erhoben sich Credit⸗ actien bis 265. Später griffen auch die Speculanten füt Medio thätiger ein und wurden namentlich Staatsbahn und Creditactien gekauft, während für Lombarden so wie gar kein Begehr war. Oesterreich. Nationalbank holte die an gestrigem Börsenschluß erlittene Einbuße wieder nach und wurde mit 902 bezahlt. Für österr. Bahnen enwickelte sich heuie wieder mehr Frage, jedoch nicht hin⸗ reichend, um die Course über ihr gestriges Niveau zu heben. Nur Donau⸗Drau war in Folge auswärtiger Kaufaufträge höher. Bayr. Ostbahn umgehend und eine Kleinigkeit besser. Prioritäten ohne Veränderung. Von Banken waren es wieder nur Effectenbank, in denen großer Umsatz stattfand, sowie Darmstädter und junge Meininger. Hiesige Banken fest. Russische Bodencreditpfandbriefe am Markt. Staaispapiere still. Loose ohne besonderes Animo. Für ößerreich. 60r zeigte sich wieder etwas mehr Kauflust. Amerikaner flau. Von Prioritäten nur Oregon bei billigem Cours degehrt.

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