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Beilage.
Deutsches Reich.
Darmstadt. In den nächsten Tagen wird innerhalb der hessischen(25.) Division an einzelne Abtbeilungen das Mausergewehr zur Vertheilung, bzw. Einübung gelangen.
— Das Hofgericht der Provinz Starkenburg wird demnächst Gelegenheit haben, die Frage zu entscheiden, ob ein Unterrichter befugt ist, einem Anwalt bet etwaigen Irregularitäten eine Dis: ciplinarstrafe anzudrohen.
Berlin, 24. Mai. Der Reichstag genehmigte bei fortgesetzter Beratgung des Reichshaushalts- etats, nach unerheblicher Debatte die Etatgruppe für die Post⸗ und Zeitungsverwaltung und nach einstündlicher Debatte auch die Etatgruppe für die Telegraphenverwaltung, endlich die Etatgruppe der Reichseisenbahnen in Elsaß Lothringen, wobei Staatsminister Delbrück einen umfassenden Gesetz— entwurf über die Erweiterung und Ausrsistung der Reichseisenbahnen in Aussicht stellt.
— 25. Mai. Der Reichstag ist in die zweite Lesung des Gesetzes über den Rechnungshof ein— getreten. Die§§. 23 und7 wurden zunächst dis- cutirt und in der von der Commisston vorgeschlagenen Fassung angenommen. Nach langer Berathung wurden sodann die§§. 19 und 21 sowie die §§. 8 und 22 nach den Commissions- Anträgen gleichfalls angenommen.
— Der Kaiser hat allen denjenigen Souveränen, deren Truppen als kleinere Contingente im Reichs- heerc am letzten Kriege betheiligt waren, je zwei eroberte Geschütze zum Geschenk gemacht.
— Die„Corr. St.“ erfährt, daß, in Folge der Beschlüsse des Reichstags in Sachen der Jesuiten, nicht ein einzelner hierauf bezüglicher Gesetzentwurf, sondern gleich ein ganzes Fascikel solcher Vor⸗ lagen im Schooße de Bundesregier ungen in Aus-
München. Es wurde bereits gemeldet, daß die baperische Regierung die Einführung der Ge— werbeordnung des norddeutschen Bundes beabsich⸗ tige. Im Namen ihrer Regierung haben nunmehr, wie man der„Köln. Ztg.“ schreibt, die bayer ischen Bundesraths bevollmächtigten dem Bundes- rathe einen Gesetzentwurf über die Einführung der Gewerbeordnung in Bayern vorgelegt, welcher zwölf Paragraphen umfaßt. Danach träte die Gewerbeorduung mit dem 1. Januar 1873 als Reichsgesetz in Kraft.
Straßburg. Die Stadt wird demnächst von einem größeren Grundstück-Complexe Besitz ergreifen, welches zur Anlage neuer Straßen be- stimmt ist. Ein Enteignungs- Urtheil gibt der Stadt das Recht, sofort den Besitz anzutreten, so⸗ bald die Entschädigungen an die Berechtigten be⸗ zahlt sind.
Mülhausen. Welch ungeheuren Schaden das jüngste Hagelwetter angerichtet hat, mag aus dem Umstand erhellen, daß der Schaden für Glas— scheiben allein auf 200,000 Fres. abgeschätzt ist, die Markthalle allein mit einem Antheile von 5 bis 6000 Fr. In der Fabrik von Dollfus und Miege hat das Wetter etwa 3000 Scheiben zer— chlagen; die meisten der hier vorhandenen photo— zraphischen Ateliers müssen zum Theil ganz neu wieder hergestellt werden; auch die neue evange— ische Kirche hat mehrere ihrer schönen und theueren Fenster zu beklagen. Sämmtliches hier vorräthig zehalten gewesenes Fensterglas ist vergriffen, in Folge dessen colossale Bestellungen nach auswärts irgangen sind; man spricht von ganzen Eisen- vahnzügen.
Ausland.
Frankreich. Paris. Der„Gaulois“ veröffentlicht eine Zuschrift Napoleons, welche dem latte nach erfolgter Publikation des Urtheils der Enquetecommission über die Capitulation von Sedan jugegangen ist. Die Zuschrift weist das Urtheil
ser Commission zurück. Napoleon erklärte, er babe
don seinem Recht Gebrauch gemacht, als er die
Hherhessischer Anzeiger.
M 61.
Parlamentärflagge aufpflanzen ließ und beansrrucht
die Verantwortlichkeit dafür allein.
— Die Journale zeigen die Vertheilung des Berichts der Budgetcommission über den Vorschlag Goulard's an, welcher dahin geht, das Gesetz über die Besteuerung ausländischer Börsenwerthe abzuändern, folgernd, daß die Veröffentlichung des Gesetzes dessen unbedingte Anwendung noch nicht implicire.
— Die Nationalversammlung hat den Gesetz— vorschlag über die Reorganisation des Staats-
raths angenommen und die Discussion des neuen
von dem Finanzminister eingebrachten Gesetzvot schlags, betreffend die Besteurrung ausländischer Börsenwerthe, beschlossen.
— Der Prinz und die Prinzessin von Walee sind hier angekommen und werden etwa acht Tage verweilen.
— Die Voruntersuchung in dem Prozeß Bazaine wird mindestens sechs Wochen beanspruchen. wird officibs die Nachricht dementirt, daß zu den— selben preußische Generale als Zeugen erscheinen würden.
Versailles. Dem Vernehmen nach wird die Regierung den Gesuchen der Generale Wimpffen und Uhrich, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden, nicht entsprechen.— In parlamentarischen Kreisen verlauttt, daß über das Kriegsdienstgesetz ein Ein- verständniß zwischen Thiers und der Commission vollkommen hergestellt sei.
— Das über die Communarden Serisier und Boudin gesprochene Todesurtheil ist am 25. Mai auf der Ebene von Satory vollsireckt worden. Dieselben starben unter dem Rufe:„Es lebe die Commune!“— Das Gerücht, wonach in Paris Verhaftungen politischen Characters vollzogen wären, wird als grundlos erklärt.— Thiers wird sick am 25. d. nach Paris begeben, um dem Grafen Arnim einen Besuch abzustatten.— Nachrichten aus Spanien zufolge ist Topete mit der Neu- bildung des Cabinets betraut worden(s. unten).
— Die Nationalversammlung nahm in ihrer Sitzung am 25, d. den Gesetzborschlag Goulard's, betreffend die Abänderung des Gesetzts über die Stempelgebübr für ausländische Börsenwerthe, an. Dasselbe bestimmt eine Stempelgebühr von 75 Cent. für Werthe bis zu 500 Frs., von 1 Fr. 50 Cent. für Werthe von 500 bis 1000 Frs. und von 1 Fr. 50 Cent. für jedes weitere 1000 Frs. oder einen Theil dieser Summe.
— Alle Offiziere und Generäle, die bei Sedan commandirten, übersandten Thiers das Schreiben, das Napolton an sie gerichtet hat.
Großbritannien. London. Der auf der Fahrt von Baltimore nach Bremen begriffen gewesene Dampfer des norddeutschen Lloyd,„Balti— more“, ist in Folge eines Zusammenstoßes in der Nähe von Hastings leck geworden und auf den Grund gerathen. Der Verlust des Schiffes wird befürchtet. Die Passagiere und Mannschaften sind gerettet, in Hastiugs gerandet und untergebracht.
Italien. Rom. Prinz Humbert trat am 16. Mat die Reise nach Berlin an. Schon zu Ende dieses Monats will er hier zurück sein.
Spanien. Madrid. Das neue Ministe- rium werden wahrscheinlich bilden: Topete, Präsi⸗ dium und Krieg; Alloa, Auswärtiges; Croissard, Justiz; Ednazen, Finanzen; Balaguer, Colonien; Candau, Inneres; Auteguera, Marine. Wahr- scheinlich wird Marschall Serrano in Kurzem Topete ersetzen.
Afrika. Die unlängst aus Zanzibar ge- meldete, Anfangs angezweifelte Nachricht, daß vivingstone Üoschidschi erreicht habe und dort mit dem amerikanischen Reisenden Stanley zusammen⸗ getroffen sei, schtint sich nun doch zu bestätigen.
Persien Die offizielle Zeitung von Teheran bestätigt die Kunde, daß der Schah von Persien im Herbst eine Reise nach Europa zu unternehmen beabsichtigt. Er wird sich im August nach St. Petersburg, Londen, Paris und Berlin be—
Es
geben, und über Wien, Pesth und Constantinopel nach seinem Reiche zurückkehren. Es wäre dies das erste Mal, daß ein persischer Monarch Europa besucht.
Weitere Anltitung zum Zucherrübenbau.
Die Witterung war für den Einbau der Fel- der sehr günstig. Insofern also unsere Zucker rübenbau-Vetsuche feblschlagen sollten, kann nur die Behandlung der Rübenfelder die Ursache davon sein. Darum möge man es doch ja nicht an dem nöthigen Fleiße fehlen lassen.
Der Satz: die Zuckerrübe muß groß gehackt werden ist sehr richtig; zuviel kann darin nicht geschehen. Man schürfe deßhalb den Acker, sobald die Pflänzchen hervorstechen, einerlei ob der Acker unkrautig ist oder nicht; man helfe den Pflanzenstellen, wo es Noth thut, mit der Hand nach durch Zerdrücken der Erdkruste und Zuführung frischen Bodens, damit die Atmo— sphäre wieder einwirken kann. Finden sich ver einzelte Fehlstellen, so ist es jetzt noch Zeit, durch Nachlegen von Samen, welcher vorher mit Jauche angetrieben, eine Ergänzung vorzunehmen. Dieses ist nämlich dem späteren Aussegzen kinzelner Pflanzen vorzuziehen. Ist ersteree versäumt und letzteres nothwendig, so geschehe das Aussetzen in Pflanzenbüscheln mit Erde, damit die Wurzeln nicht gestört und nicht verletzt werden.
Außer der Hacke leistet auch die Walze gute Dienste, wenn sich der Boden nach der Saat etwas aufgezogen, aufgelockert hat oder wenn nach starken Regengüssen die Kruste zerbrochen werden muß. Man gebrauche in solchen Fällen die Walze ohne Sorge um die Rübenpflänzchen; denn der Nutzen dieses Verfahrens ist viel größer als sein Schaden.
Vierzehn Tage nach dem ersten Schürfen des Ackers folgt die zweite Behackung, welche quer- über und etwas tiefer auszufühern. Hierbei schon läßt sich der Hackpflug anwenden.
Haben die Rübenpflanzen 2 Zoll Höhe er reicht, so wird bei nicht zu trockener Witterung das Verziehen oder Einzelnstellen vorge⸗ nommen. Man zieht hierbei die Erde von den Pflanzenbüscheln etwas auf die Seite, so daß sich die Rüben aus einanderlegen lassen ohne die Pfahlwurzel zu enterden oder zu beschädigen; dabei ist die kräftigste Pflanze leicht zu erkennen. Diese bleibt stehen und wird mit etwas Erde umschlossen, nachdem die Pflänzchen entfernt wor⸗ den sind. Das nachfolgende und letzte Behacken der Rüben ist ein tieferes, wobei Erde an die Rübe zu ziehen und diese bis zum untersten Blattansatz einzuhäufeln ist.
Ende Juni sind die Felder von den Blättern vollständig beschattet, wodurch jede weitere Bear- beitung sich von selbst verbietet, um die Arbeits- kräfte für die Getraideernte disponibel zu machen. Die Arbeiten auf den Zuckerrübenfeldern kommen also ganz recht zu einer müßigeren Zeit. Eins sei hier noch bemerkt: Eine Rübe, die zur Ge- winnung von Zucker cultivirt wird, darf nicht geblattet werden.
Friedberg den 20. Mai 1872.
Die Commission des Friedberger landwirthschaftlichen Casines für Zucker rübencultur ic.
In deren Namen: Hill. Seibert. Nebhuth.
Haas.
Landwirthschaftliches. Wie viele Eier vermag ein Hausbuhn zu legen? Eine Henne hat in ihrem Eiersiocke in runder Zahl angenommen nur 600 Elerchen, die sie enwickeln und legen kann. Von den 600 Eierchen legt sie, wenn es gut gebt, im ersten Jahre nach dem Ausbrüten elwa 20 Stück, im zweiten 120, im dritten 135, im vierten 114, die folgen. den vier Jahre nimmt die Zahl der Eier stetig um 20 ab und im neunten Jahre legt sie im bdesten Falle nur 10 Eier. Wer also eine richtige Ueberelnstimmung zwischen Futter und Leistung haben will, bält sich keine Henne
länger als vier Jahre, es wäre denn der seltenen oder werlhvollen Race halber, der sie angehört.


