Ausgabe 
23.1.1872
 
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1872.

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Dienstag den 23. Januar.

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nzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

N 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Vornahme der Feuervisitation im Jahr 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg au die Großherzogliche Polizei-Verwaltung zu Bad-Nauheim, den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt und die

Großherzoglichen Bürgermeistereien. herzog 9

Friedberg am 20. Januar 1872.

Indem wir Sie beauftragen, die Feuervisitation unter Zuziehung der Feuervisitatoren nach bestehender Vorschrift vorzunehmen, empfehlen wir Ihnen zugleich darauf zu achten, daß die Visitatoren hierbei ihr Augenmerk auch auf Nichtbefolgung der bestehenden Bau

vorschriften, die so oft die Ursache von Bränden sind, richten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige bringen.

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Als besonderen Erbebungstag bestimmen wir für den Landgerichtsbezirk Butzbach Freitag den 26. Januar N Bürgermeisteteien dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt

bei Herrn Gastwirth Joutz in Wir machen zu lassen, daß nach dem

Friedberg den 22.

Butzbach.

Januar 1872.

ersuchen 15. Februar die Mahnung erfolgt.

e kannt machung. Die Feldstrasen von der sechsten Periode 1871 können an den bestimmten Zabltagen Dienstag und Donnerstag an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden.

die Großherzoglichen

d. J., Vormittags von 8 dis 10 Uhr,

Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lindeck.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Kaiser hat unterm 13. Jan. d. J. zu besttmmen geruht: Pr.⸗Lieutenant Menges vom Gr. 3. Inf.⸗Reg. Nr. 117 wird von seinem Commando als Adjutant der Gr.(25.) Division zum General- Commando XI. Armeecorps ver setzt; Rittmeister v. Tresky vom Gr. 1. Dragoner⸗ Regiment Nr. 23, wird als Adjutant zu der Großb.(25.) Division commandirt; Rittmeister von Stegmann-Stein, Escadronschef im 1. Sctlesi

9 schen Husaren-Reg. Nr. 4, wird in das Großh. 1. Dragoner⸗Regiment Nr. 23 versetzt.

Mainz. DemFr. J. schreibt man von hier: Während die letzten Chassepots-Diebstähle dieser Tage vor dem Assisengerichte mit Verur tbeilung zweier Betheiligten zu schweren Freiheits- strafen geahndet wurden, scheinen die Lockungen zu solchen Veruntreuungen fortzubestehen. Man spricht abermals von unerklärlichen Lücken in den Vorräthen. Nachdem die belgischen Unterbändler verschwunden sind, haben sich nunmehr englische Firmen eingestellt, welche Gebote bis zu 48 Frs, per Stück, aber vergeblich, gethan haben. Wie es scheint, besteht höheren Orts nicht die Abficht, die eroberten Handwaffen zu veräußern, sondern es ist deren vollständige Herstellong in kürzester Zeit befohlen worden. Nicht ohne Interesse ist auch, daß in den Munitioyswerkstätten eine zum Theil ven weiblicher Handarbeit unterstützte Rübrigkeit herrscht, so daß bereits sämmtliche Bestände und Vorräthe auf den vollen Umfang der Schlagfertigkeit gebracht sind.

Berlin. Bei Gelegenheit des Bankets, welches sich an die am 18. d. slatutenmäßig stattgefundene Sitzung des Capitels des schwarzen Adlerordens anschloß, brachte der Kaiser und König nachstehen den Toast aus:Wir begehen heute eine doppelte Feier der wichtigsten Ereignisse der preußischen Heschichte. Vor 171 Jahren ward der erste önig von Preußen gekrönt; vor einem Jahre purde die Annahme der mir von allen Fürsten und freien Städten Deutschlands angetragenen veutschen Katserkrone proclamirt. Im Bewußtsein der hohen von mir übernommenen Verpflichtungen preche ich an dem ersten Jahrestage dieses großen Ereignisses den erhabenen Darbringern meiner zeuen Stellung meinen tiefempfundenen Dank, im Zeisein der Vertreter derselben, von Neuem aus, soffend, daß es unseren gemeinschaftlichen Be nühungen gelingen wird, die gerechten Hoffnungen Deutschlands zu erfüllen. Der bayerische Ge andte Freiherr von Perglas brachte darauf im Namen des Königs von Bayern und der erha

benen Bundesgenossen im Reich das Wobl des deutschen Kaisers, Wilhelms des Siegreichen, aus.

DieNationalzeitung schreibt vom 18. d.: Der König hat gestern Abend die Entlassung des Cultusministers v. Mühler vollzogen. Der König behielt sich vor, von den Diensten des Ministers später noch Gebrauch zu machen. Die Ernennung des Nachfolgers steht noch aus.

Die Ernennung eines neuen Cultusministers ist, dem Vernehmen nach, noch nicht erfolgt und dürfte sich, derKreuzzeitung zufolge, noch einige Tage verzögern, weil es sich bei der Personen⸗ frage zugleich um die Wahrung der höchsten und tiefgehendsten Staatsinteressen handle. Die Zei tungs-Nolizen über neue Bedingungen, welche ein in Aussicht genommener Candidat gestellt baben soll, werden als irrthümlich bezeichnet. Dasselbe Blatt bezeichnet die Nachricht, Herrn v. Müßhler solle eine andere Stelle, namentlich das Ober präsidium der Rheinprovinz, verliehen werden, als unrichtig.

DerReichsanzeiger veröffentlicht Gesetze für Elsaß⸗Lothringen, betreffend die Einführung des Reichsgesetzes wegen Beseitigung der Doppel- steuer und betreffend das Verbot der Zahlungs- leistung mittelst außerdeutschem Papiergeld.

Am 18. d. wurde das Ordenscapitel vom Schwarzen Adler abgehalten, welchem die Investitur der letzternannten Ritter, zunächst des Prinzen Ludwig von Hessen, des Prinzen Wilhelm von Württemberg und des Prinzen Athur von Großbritannien, sodann des Ministers a. v. d. Heidt, des Generals Vogel v. Falckenstein, des Generals v. Manteuffel, des Botschafters Grafen Bernstorff und des Staatsministers, Chef Präsidenten des Obertribunals v. Ühden vorausging.

Wie Petersbürger Blätter melden, hat der dort beglaubigte preußische Militärbevollmächtigte, General von Werder, am Nenjahrstage an alle russischen Militärs niederen Ranges, die während des Aufenthalts der preußischen Gäste in Petere burg den mitanwesenden preußischen Soldaten bei gegeben waren, die denselden vom deutschen Kaiser verliehenen. Ordens- Auszeichnungen und ein Geld geschenk von 20 Louisd'ors für jeden Mann aus-

gehändigt. Frankfurt. Am Jahrestage der Procla mirung des deutschen Kaiserreichs begann die

Frankfurter Münzstätte die Prägung der neuen Reschsmünze.

München. Die Abgeordneten Gerstner und Herz interpellirten das Gesammtministerium, ob dasselbe gewillt sei, seiner Erklärung zu Frage

2 der Interpellation Herz und Genossen(vom 14. October 1871) volle praktische Geltung und Wirkung durch eine allgemeine principielle Anord⸗ nung zu verleiben, wodurch den Eltern die Be- fugniß eingeräumt wird, ihren in öffentlichen Unterrichtsanstalten befindlichen Kindern den Be such des von infallibilistischen Lehrern und Priestern abgehaltenen Religionsunterrichts und Gottesdienstes zu verwehren. Der Cultusminister wird die Inter⸗ pellation nächstens beantworten.

Die Nichtigkeitsbeschwerde des Bischofs von Regensburg gegen das denselben verurthei⸗ lende Erkenntniß zweiter Instanz wurde dom döchsten Gerichtshof verworfen.

Nach derAllg. Ztg. verlieh der deutsche Kaiser dem König die Kette des schwarzen Adler⸗ Ordens, begleitet von einem eigenhändigen Schreiben.

Stuttgart. Die Finanzcommission der Ab- geordnetenkammer beantragt einstimmig die Be willigung der Gesandtschaft in Petersburg, ebenso der in München mit 8 gegen 7 Stimmen; da- gegen Streichung der Wiener Gesandtschaft eben- falls mit 8 gegeg 7 Stimmen.

Am 18. d. telegraphirte der König von Würtemberg an den Kaiser:An dem heutigen ersten Jahrestage der Verkündigung der Kaiser⸗

würde sende ich Dir meinen herzlichsten Glück⸗

wunsch. Ich bitte Gott, daß er auch ferner unser deutsches Reich segnen möge. Der Kaefer dankte auf telegraphischem Wege und fügte hinzu:Du

bas zur Herbeiführung dieses großen Ereignisses D.

persönlich und durch Deine tapferen Truppen so hervorragenden Antheil genommen, daß Dir der Dank des geeinten Vaterlandes wohltbun muß.

In der Abgeordnetenkammer interpellirte Pfeiffer, ob die Regierung Schritte zur Einfüh- rung der Reichspost in Würtemberg beabsichtige. Oesterlen erneuert seine Interpellation, betreffend den Maßstab der Vertheilung der Kriegscontributton.

Karlsrube. Dem General von Werder, commandirenden General des 14. Armeeccorps, ist nach derKarlsr. Z. von dem deutschen Kaiser unter dem 16. d. M. felgendes Telegramm zuge- gangen:Dem General v. Werder in Karlsruhe. Die Erinnerung an ewig denkwürdige drei Sieges tage begehen wir in diesen Tagen und muß ich Ibnen, unter dessen Führung so Wichtiges er fochten wurde, meine ganze Anerkennung und den Truppen, die se heldenmüthig fochten und aus- dauerten, meinen innigen Dank wiederholt aus- sprechen.(gez.) Wildelm.

Straßburg. Hier sind 80 Millionen Frs. französischer Kriegsentschädtgung eingetroffen und