N 14—* W e
* 2 8
5
n
det ger 1 115 Dolleg 1
Wonders f eee 1
Sießen. Der„Gieß. Anz.“ schreibt: Während man in Isenburg, wie unser Blatt meldet, aus Anlaß der Wahlen sich todt schoß und weidlich durchprügelte, wurden dei der hiesigen Landtagswahl mehrere Personen bei der zu starken Betheiligung todt gedrückt; es wählten nämlich von 1600 Wahlberechtigten in drei Tagen nur 192.
Frankfurt. Ein von hier flüchtig gegangener Kauf⸗ mann R., welcher unter der Anklage eines bekrügerischen
Bankerotts verfolgt wird, wurde in Köln verhaftet und
befindet sich auf dem Weg hierher. Müller und Frucht⸗ händler aus der Wetterau sollen an den Gemeinschuldner
„ Ni fig nicht unerbebliche Summen zu fordern haden. „ diecg„ Offenbach. Von den dei den Excessen in Neu⸗ u ue Dek,
Wien 21* Tun den dn Ae the
1 1 8 al. durde
Isenburg Betheiligten sind 11 Personen in das hiesige
1 Bezirksgefängniß eingebracht worden.
Darmstadt. Nach amtlichen Mittheilungen befinden
. e d i sich unter den Auswärligen, welche die hiesige Realschule Der
, besuchen, 7 Nordamerikaner, 1 Peruaner, 1 Portugiese, I Holländer, 1 Engländer und 3 Ostindier.
*
he G, Worms. Am 9. Dez. feierte das hiesige Bataillon * vnde den Jahrestag der Erstürmung von Chambord. Das — Süug; Bataillon hatte bort durch Muth und Enlschlossenheit e bent e, gegen eine colossale Uebermacht gekämpft und 5 bespannte
e wg 2 Seschütze, eine größere Anzabl Munitionswagen erobert,
datt den an i wie mehrere Hundert Gefangene gemacht. Zur Feier des
Tarn spti filbem * un d biesiger au mum warmen
u n. Aua ditser
u UMnntm Sanguer
Tages batten die Mannschaften des Bataillons gestern Nachmittag keinen Dienst und wurde ihnen des Abends in extraordinäres Abendbrod mit Bier gereicht, wobei vie Bedeutung des Tages hervorgeboben und die Mann⸗
in chaften zur Nacheiferung in ähnlichen Lagen angefeuert wurden. Die Offiziere des Bataillons versammelten sich
es Abends zur Feier des Tages zu einem Festmahl im Hotel Hartmann. Zur bleibenden Erinnerung an den eenkwürdigen Tag baben schon vor einigen Tagen S. K. H. der Großherzog dem hiesigen Bataillon 2 der bei Chambord croberten Geschütze geschenkt, welche ihrer Aufftellung in hiesiger Garnison demnächst entgegensehen. Köln. Ende der vorigen Woche haben wir einmal Steder den prachtvollen Galla⸗Eisenbahnzug des Exkaisers Napoleon in Köln geschaul. Dieser aus 7 Waggons zu⸗ ammengesetzte Extrazug passirte auf der Fahrt von Paris ach Rußland die hiesige Station. Der Zug ist angeb⸗ ich an den Kaiser von Rußland verkauft und die Trans⸗
1 vortkosten sollen sich auf 48,000 Frs. belaufen.
Stuttgart. Von der ghiesigen Sammelstelle wurden sereits 10,000 Thaler an den deutschen Hülfsverein für ie Ostsee⸗Beschädigten übersandt.
Paris. Die Affairen Tonnelett und Bertin haben in Seitenstück erhalten, welches der französischen Rechts-
* iflege kaum in geringerem Grade zur Unehre gereicht.
date Hertschafl dien e 9 A ickrit in e
t bach din g
„ denmung 1 „ 545 K, daß 00 K aten. 1 Ama zcbrechn 7 70. Aabzaben, d
1 0 de spring
beben zehn ehemalige Franktireurs, welche eine deuische
gene zwei Männer wurden freigesprochen, weil ibre Opfer
Deutsche waren. Von dem zweiten Kriegsgerichte sind nun
familie— wenigstens hielt man sie für eine deutsche—
don sechs Personen, darunter eine Frau und zwei Kinder, beraubt und ermordet hatten, freigesprochen worden; und,
das hervorgehoben zu werden verdient, die französischen zeitungen sprechen mit wahrem Stolze von diesen zehn Tatrioten und triumphiren über ihre Freisprechung. Vor Gem finde hier ein Auszug des Sitzungsberichtes Platz, nelchen„Siecle“ über die betreffenden Verhandlungen ver⸗ Hfentlicht:„Am 26. November 1870 arretirten die zehn angeklagten in der Nähe von Sezanne(Departement de Narne) eine deutschredende Familie unbekannter Personen, be sie für preußische Trödler hielten. Alles berechtigt zu br Annahme, daß sie sich nicht täuschten. Am Tage nach iter Verhaftung wurde über die Gefangenen, sechs an der Zahl, Standrecht gehalten.— Die Angeklagten werden u rnommen. Die braven Franclireurs antworten mit goßem Freimuthe. Zumal das Verhör des Angeklagten Folland ruft im Zuhörerraum berechtigte Theilnahme her⸗ bet. Präsident: Angeklagter Rolland, wer hat Ihnen den Befebl ertheilt, die sechs Personen zu erschießen, welche lin preußische Spione gehalten wurden?— Angeklagter:
N war Greollot.— Präsibent: Sie haben sie abseits m Hause geführt? Es war Nacht? Erzählen Sie den organg.— Angeklagter: Wir banden sie los; alsdann
sagte Lelarge zu mir:„Rolland, der Tag bricht an, wir müssen sie abthun.“ Dann nahmen wir sie paarweise vor. — Ptäsident: Sie sagten zu ihnen:„Der Augenblick ist da, wir müssen ein Ende machen; umarmt Euch!“— Angeklagter: Das ist wahr.— Präsident: Fahren Sie in Ihrer Schilderung fort.— Angeklagter: Ich gab dem Mann einen Bajonettstoß, er fiel in's Wasser. Als er sich an den Baumzweigen festhalten wollte, gab ich ihm einen zweiten Stoß, um ihn zum Loslassen zu zwingen, worauf er untersank. Dann holten wir die beiden Kinder und töteten sie auf dieselbe Art, mit einem Bajonettsteß. Es war ausgemacht, keinen Schuß zu thun, um nicht die Aufmerksamkeit des Feindes zu erwecken. Endlich wurden die beiden letzten herbeigebracht.— Präsident: Sie haben sie vorher bürchsucht?— Angeklagter: In der Mütze des Einen fanden wir 51 Thaler und einen deutsch geschriebenen Brief. Wir waren Alle überzeugt, daß wir es mit Preußen zu thun hatten. Was wir thaten, geschah in wohlmeinen⸗ der Absicht.— Es braucht wohl kaum hinzugefügt zu werden, daß auch diesmal die Vertheidigung nicht zufrieden den„Patriotismus“ dieser Banditen zu preisen, sie durch die niederträchtigsten und gröbsten Verdächtigungen des deutschen Heeres zu rechtfertigen trachtete. Wie gesagt: die Mörder wurden freigesprochen, und das nennt man in Frankreich: Justiz.
London. Das Tagesgespräch in der literarischen Welt ist Stanley's Werk„HOW I FOUND LIVING“ STONE“, welches, lange erwartet, jetzt erschtenen ist. In einem Tage wurden, trotzdem das Buch 21 Spillings (7 Thlr.) kostet, 10,000 Exemplare verkauft. Auf dem Gebiet der Reise- Literatur ist seit langer Zeit keine in⸗ teressantere Erscheinung zu verzeichnen. Abgesehen von den merkwürdigen Erlebnissen, welche, wie zu erwarten war, die kühne Expedition begleiteten, enthält das Buch bedeutende Bereicherungen unserer geographischen Kennt—⸗ niß desjenigen Theiles von Central⸗Afrika, welcher bisher nur aus Burton's Berichten bekannt war. Das„Athenäum“ sagt mit Recht:„Stanley hat seinen Anspruch auf den Namen eines Entdeckers gerechtfertigt.“ Wie wir erfahren, wird das Werk in Berlin in„Asher's Collection of Eng- lish Authors“ in brei Bänden erscheinen; auf dem Con⸗ tinent wird man also für 1½ Thaler kaufen können, was man in London mit 7 Thlr. bezahlen muß.
Literarisches.
Unter den vielen und mannigfachen Erzeugnissen der Kunst, welche den diesjährigen Weihnachtsmarkt erfüllen, wird ein seit Jahren vorbereitetes und nun endlich zum Abschluß kommendes Werk des Malers Leopold Bode von Offenbach a. M. der Aufmerkfsamkeit der Kenner sicherlich nicht entgehen. Es ist dies eine Reihe von Bil⸗ dern, welche Schillers„Lied von der Glocke“ illustriren und welche photographisch vervielfältigt im Kunstverlage von Heinr. Keller in Frankfurt a. M. erscheinen.
Leopold Bode, ein Schüler Steinle's,— wegen mehrfacher Compositionen von Stoffen der Sagen- und Legendenwelt ein unter den Kunstkennern schon längst mit Auszeichnung genannter und durch sein im Auftrag des deuischen Vereins für historische Kunst gemaltes Bild„Der Graf von Habsburg? renommirter Name,— bringt uns in seinen Bildern zur Glocke das eigenthümliche, die Seele so tief ergreifende Wesen dieses Gedichtes, wie vor ihm kein anderer Künstler, zur Anschauung. Indem er aus den so lebenswahren Schilderungen des Gedichtes die zwölf Hauptscenen herausgriff, schuf er einen Ciclus der wesentlichsten Momente, durch die das menschliche Leben hinducchschreitet. Ein Zwiefaches ist es, was er in diesen zwölf Bildern bekundet und was aus ihnen so ergreifend an unser Herz redet,— mit der innigsten Empfindung
und tiessten Erfassung des poetischen Liebreizes, den Gedicht in sich schließt, verbindet er ein Verständnz eine Kenntniß des Lebens, wie sie so sichtbar m anderen Maler abgeht. Darum sind diese Bilder so poetisch und dabei so wahr, zugleich aber, wie das Gedicht, so edel und so einfach. Sie sind ganz geeignet, dem Haus⸗ schatz der gebilbeten deutschen Familie einverleibt zu werben. Die Ausstattung der zwölf Blätter ist eine nobele und ihr Preis— in verschiedenen Größen 16, 12 und 6 fl.— ein verhältnißmäßig sehr geringer. Luft.
Das Dezember⸗Heft der„Musikalischen Welt“ jährlich 54 kr.) enthält: Ausgabe 4. J.⸗B. Ronge, LIEtoilé od Pon saime.— mann, Immergrün. Aug. M. Canthal, Vöglein flieg! — A. Loeschhorn, Princesse royale. Valse de Salon.— Franz Behr, Veilchen am Bach.— Fr. Brisson, Souven de Voyage. Espagne.— Musikalische Rundschau.— Ausgabe B und C. Lieder für hohe resp. tiefe Stimme. Joseph Schulz Weida, Champagnerlied.— W. Tschirch, Ich möchte singen.— Walter von Rosen, Wem Gott ein braves Lieb bescheert.— Carl Oberthür, Ständ⸗ chen.— Sustav Wagner, Du grüß' sie lieber nicht!— Eduard Tauwitz, Singe mit. Duett.— Musikalische Rundschau.— Ferner eine neue Ausgabe D, Clavier⸗ stücke und Lieder mit Pianofortebegleitung enthaltend, erscheint vom Januar ab zu gleich billigem Preise.
(viertel Clavierstücke. Albert Jung⸗
ür die
F*
Sturmflut)-Beschädigten sind ferner folgende Gaben eisgechndd:
Bei D. Nebhuth: E. Löb 1 fl., Frau Hilbrecht's Wiltwe 1 fl. 10 kr., Frau Dr. Renner 1 fl., A. Feiling 1 fl. Simon Strauß 1 fl., Productenbörse-Sekrelär Faatz 30 kr., H. Schudt zu Görbelheimer Mühle 7 fl., ein Dorheimer Bergmann 35 kr.
Bei br Schmid: Frau Professor Dieffenbach 1 fl., Frau Dr. Wagner 1 fl. 10 kr., Bergdirector Stift 1 fl. 45 kr., Schüler der 1. Klasse der Realschule 2 fl. 12 kr.
Bei G. Hieronymus: F. R. 5 fl., Ad. Rausch 1 fl. 45 kr., G. H. 1 fl. 30 kr.
Bei Th. Tecklenburg in Nauheim: Durch Frl. Else Bode und Frau Bergmeister Tecklenburg in Nauheim gesammelt 64 fl. 40 kr. und zwar von: Geh. Medlcinal⸗ rath Bode 5 fl., Baron Fischer 5 fl., Baron Hertz 5 fl. 30 kr., Bergmeister Tecklenburg 5 fl., Major v. d. Hardt 3 fl., Frau Amalie Schmidt 3 fl., Frau Dr. Bromeis 1 fl., Postsekretär Foucar 1 fl., Ph. J. Weiß 2 fl., Dr. Bode 5 fl., Kaufmann Grünbaum 3 fl. 30 kr. George 3 fl. 30 kr. Lehrer Knoll 1 fl., Schulinspectok Schaub 1 fl., Diarikts⸗Einnehmer Wenzel 1 fl 30 kr., Landrichter Ulrich 2 fl., Frau Rieß 3 fl. 30 kr. Pfarrer Münch 1 fl., Bürgermeister Schutt 1 fl. 10 kr., Frl. Münch 1 fl. 45 kr., Salineninspector Weiß 1 fl. 45 kr., Rentmeister Dr. Siebert 2 fl., Forsimeister Wilhelmi 2 fl. Frl. M. Meinhardt 30 kr., Frau Inspector Wilhelmi 1 fl., Oftermeier 1 fl., Frau Dr. Gassner 1 fl.
Bei der Exp. d. Bl.? Ungenannt von Weckes heim 1 fl. 45 kr., Lehrer Bullmannn in Bauernheim und seinen Schulkindern 2 fl. 30 kr., Frau Neg.⸗Rath Trapp 1 fl., Pfarrer Breidenstein in Södel 5 fl., G. Schulhof 1 fl. 12 kr. Durch Kreisassessor Haas gelegentlich der Bezirksralhswahl in Münzenberg gesammelt von den Herren Dr. Völker, Pachter Kammer, Kaufmann Lölsler, Verwalter Lorenz, Eberhard Fenchel, Oeconom Schmidt, Bürgermeister Gorr, Oeconom Gorr, Bürgermeistet Krämer, Oeconom Diehl, Wirth Müll, Bürgermeister Laux, Bürgermeister Schöpf, Oeconom Reitz, ODeconom Schäfer, Lehrer Metzler, Bürgermeister Jäger, W. Jäger und ihm selbst 8 fl. 30 kr., E. Haustein 1 fl.
Gleichzeitig empfehle Stickereien.
3398 Auf bevorstehende Weihnachten empfehle mein wohlassortirtes Lager in Portefeuille⸗ Waaren, als: Wandtaschen, Uhrenhalter, Kalender, Notes, Schreib“, Poesie. und Photo- graphie⸗Album, Notenmappen, Schreibmappen, Cigarren Etuis, Portemonnaies, Necessaires⸗ börsen, Hausschlüssel⸗Etuis ꝛc. ꝛc. zu den dilligsten Preisen.
mich den verehten Damen
im Verfertigen aller Arten von Wilh. Weis
zwischen den Apotheken.
Bad⸗Nauheim im November 1872.
nm gänzlich damit zu räumen
3954 verkaufe von heute ab eine Partie Sommer-, Winter-, Glacé, und Dänische Hand⸗ schuhe, Herren- und Damenbinden, seidene Kopf⸗ und Umknöpftücher, Weißwaaren, Papier. hagen und Manschetten, Corsetten und Crinolines, Strümpfe, Socken, Beinlängen, Bänder und Besatzartikel, farbige Sammtbänder, Moiréeschürzen ꝛc. unter dem Einkaufspreise.
Carl Hartmann. Alicen platz.
Georg Groß
Jorzellanwaaren, weiß, las, sowie böhmische Crystallwaaren,
wlligsten, aber festen Preisen.
3372 empfiehlt auf bevorstehende Weihnachten sein neu assortirtes Lager in Steingut und bemalt und vergoldet, ordinäre, Gypsfiguren und broncirte Thon waaren u schöner Auswahl, alle Sorten Tampen, Spiegel nit braunen und vergoldeten Rococo, glatten Nußbaum“
in Friedberg feine und vergoldete Hohl—
in allen Größen, viereckig und oval und Mahagoni-Rahmen zu den
Productenbörse zu Friedberg
am 12. Dezember. Heutiger Preis loco Waizen, gute Qualität, fl. 14. 40—45. Korn, fl. 9. 5010. Gerste, fl. 10. Hafer, fl. 7. 15. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund= 100 Kilo. Nächste Börse Donnerstag den 19. December.
Mobiliar-Versteigerung. 3431 Donnerstag den 19. Dezember 1872, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Behaufung des ver⸗ storbenen Heinrich Anton Backes II. Erben zu Ober⸗
Rosbach gegen gleich baare Zahlung versteigert:
2 Kühe, Gänse. Hübner,
1 Wagen mit Zubehör,
2 Pflüge, 1 Egge, 10 bis 15 Ctr. Heu, eine Parte Grummet, mehrere CTentner Stroh aller Gattung, ferner alle Sorten Hausgeräthschaften und eine Hobelbank nebst sämmtlichem Schreinerwerkzeug.
3439 Bei meiner Abreise nach Amerika allen Freundes und Bekannten ein herzliches Lebewohl, besonders Herrn Uhrmacher Stadelmann und Denen, die mich so zahlreich zur Bahn begleitet. Bremen den 12. Dezember 1872. Adolph Garde


