Ausgabe 
13.1.1872
 
Einzelbild herunterladen

uch führung, Echbn, und

K pertiltt

nan, be derbeittt. 3

K ite! sergt.

Sn,

U. 16, 81.

4 1 500 San

deut

1125 pol. 1

btrg.

0

1

Veilage.

Oherhessischer Anzeiger.

N 5.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Unterm 29. v. M. wurden er nannt: Staatsanwalt Substitut Andreas Allwohn zu Alsfeld zum Landgerichts-Assessor bei dem Landgerichte zu Friedberg, die Landg.- Assessoren Adam Fritz in Homberg zum Landg.Assessor bei dem Landgerichte zu Alsfeld, Michael Bauer in Groß-Umstadt zum Landg.-Assessor bei dem Land gerichte zu Darmstadt, Albrecht Braun in Wald- Michelbach zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte zu Groß-Umstadt, Dr. Carl Gilmer in Grünberg zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte in Offenbach, Christoph Arnold in Offenbach zum Landg.⸗Assessor bei dem Landgerichte in Lorsch, Bezirksstrafgerichts⸗Secretär Dr. Friedrich Möbius in Gießen zum Landg.-Assessor bei dem Landge richte in Grünberg, sodann die Gerichts-Accessisten Eberhard Krauß aus Erbach zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte in Herbstein, Hermann Schäfer aus Zwingenberg zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte in Fürth, Carl Küchler aus Groß⸗ Gerau zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte in Wald-Michelbach, Carl Pückel aus Büdingen zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte in Hom⸗ berg und Dr. Heinrich Schneider aus Zwingen⸗ berg zum Landg.-Assessor bei dem Landgerichte in Ortenberg, serner der Substitut des Staatsanwalts in Gießen Ludwig Purgold zum zweiten Substi tuten des Staatsanwalts in Darmstadt, die Ge- richts⸗Accessisten Heinrich Gebhardt aus Battenberg und Wilhelm Müller aus Lorsch zu Staatsanwalt- Substituten, ersterer in Alsfeld, letzterer in Gießen, Bezirksstrafgerichte. Secretär Eduard Cellarius in Alsfeld zum Hofgerichts⸗Secretär in Gießen, die Gerichts⸗Accessisten Theodor Amend aus Büdingen und Carl Eigenbrodt aus Darmstadt zu Bezirks- strafgerichts⸗Secretären in Alsfeld und Gießen und endlich der Gerichts-Accessist Jakob Grünewald aus Babenhausen zum Hofgerichts- Advokaten in Darmstadt. Obersteuerrevisor Friedrich Diesler wurde zum Hauptzollamtsrevisor bei dem Haupt zollamte in Mainz ernannt, der Calculator II. Classe bei der Steuercontrole. Erust Peters zum Rendanten bei dem Salzsteueramte Wimpfen und Finanz Accessist Dr. Heinrich Frank zum Secretär bei der Ge. Ober⸗Steuer⸗Dircction mit dem Amtstitel als Obersteuerseerctär.

Berlin. Zu der Ceremonse der Ueber reichung der Accreditive Seitens des französischen Bo:schafters, Vicomte v. Gontaut-Biron, wurde derselte um 3 Uhr Nachmittags mit dem Bot schafts Personal vom Ceremonienmeister Baron von Rosenberg aus dem Hotel Royal in Hof Galawagen zur Audtenz abgeholt und vom Vice Ober ⸗Ceremonienmeister von Röder dem Kaiser zugeführt, welcher, umgeben vom Minister-Präsi denten Fürsten Bismarck, dem Ober-Ceremonien meister Grafen Stillfried, den General-Adjutanten, den Flügel- Adjutanten 1c. das Beglaubigungs schreiben entgegennahm. Gleich nachher hatte der Botschafter seine Antritts- Audienz bei der Kaiserin.

DieProv. Corresp. bemerkt anläßlich der Ueberreichung der Beglaubigungsschreiben des deutschen und dee französischen Botschafters: Die Wiederherstellung des früheren diplomatischen Ver kehrs zwischen Deutschland und Frankreich darf als ein neuer Beweis dafür gelten, daß die beiderseitigen Regierungen nicht bloß den Wunsch, sondern auch die Hoffnung hegen, daß es mehr und mehr gelingen werde, auch die Beziehungen zwischen den beiden großen Nachbarstaaten wieder zu befestigen.

Eine Correspondenz derKreuzzeitung gibt von der gegenwärtigen Situation in Frank reich solgende Schilderung:Ein Anglo-Ameri kaner, der vor einigen Tagen aus Paris und Lausanne kam, erzählt, es sei daselbst in der Handels- und Geschäftswelt eine große Besorgniß herrschend, daß sehr bald dort ein gewaltsamer

sende, welcher selbst der Handels- und Geschäfts welt angebört und darin einen sehr scharfen Blick zu haben scheint, ungleich mehr als in der Poli tik, berichtet ferner, die Aufregung sei so groß, daß die meisten englischen und amerikanischen Ge schäftsleute bemüht wären, ihre Fonds aus Paris und Frankreich zurückzuziehen, weil sie die Zu stände in diesem Lande für durchaus unhaltbar hielten und glaubten, daß der jetzige Zustand sich höchstens noch einen Monat halten könne. Er fügte hinzu, daß nicht allein die französischen Papiere im Sinken seien(wie dies ja anderweit bekannt), sondern daß auch unter den Franzosen ein großer Mangel an Vertrauen berrsche, so daß eine außerordentliche Menge von Häusern, bez.

Quartieren leer stände und Niemand den Muth hätte, sich neu einzurichten. Von dem figanziellen

Elend hatte er einen sehr klaren Begriff, aber er wußte nicht genau anzugeben, ob man den Um sturz von dert Commune oder von einer anderen der streitenden Parteien erwarte. Jedenfalle er schienen aber die Mittheilungen aus einer ganz unparteiischen Quelle sebr bemerkenswerth.

Ausland.

Schweiz. Bern. Ende Februar wird in Wien eine internationale Conferenz zusammentreten, um gemeinsame Schutzmaßregeln gegen die Rinder pest zu berathen.

Am 7. Imuar fand in Lausanne eine große Manisestation statt zur Erinnerung an die während ihrer Juternirung hier verstorbenen fran zösischen Soldaten. 6000 Personen, eine Musik- bande und eine dreifarbige, in Trauerflor gehüllte Fahne an der Spitze, nahmen an der Einweihung des Denkmales auf dem Friedhöfe von Montoire Theil. Französische Redner betonten in begeisterter Weise den Heroismus der unglücklichen Soldaten und Mobilgarden.

Frankreich Paris. Das Gesammt- resultat der siebzehn Wahlen gestaltet sich derart dahin, daß 6 Republikaner(Paris, Mezidres, Nimes, Besangon und Oran), 4 Radikale(Dra⸗ guignan, Marseille und Grenoble), 6 Conserva tive(Lille, Limoges, Chambéry, Amiens, Pau) und 1 Bonapartist(Arras) siegreich aus der Urne hervorgegangen sind.

Versailles, 9. Januar. Die National- versammlung genehmigte die Zusatz Convention zu dem Friedensvertrag mit Deutschland und begann sodann die Berathung über die Steuer auf die

Mobiliarwerthe. Der Finanzminister Pouper, Quertier wies auf die Dringlichkeit einer Ent- scheidung hin. Graf Arnim überreichte heute

2 Uhr seine Creditive als deutscher Botschafter. Ein feierliches Ceremoniell fand nicht statt, da solches unter der gegenwärtigen Regierung nicht gebränchlich ist. Im Laufe der Unterhaltung mit dem Präsidenten der Republik gab der Graf die Versicherung, daß die in seinem Schreiben vom 1. Januar hinsichtlich des Präsidenten und Frank reichs ausgedrückten Gefühle die Gefühle seiner Regierung seien. Nach dem offiziellen Empfang besuchten Graf und Gräfin Arnim den Präsidenten der Republik und den Minister des Aus wärtigen.

96 Die Frankfurter Zeitung vom 6. Dezember enthält unterMittheilungen aus dem Publikum? fol gendesEingesandt.

Von meiner Reise nach dem Nordwesten von Amerika zurückgekehrt, begegne ich vielfach dem Verlangen, Auf schluß über dortige Verhältnisse, besonders in Bezug auf Eisenbahnverlehr, Auswanderungssachen u. s. w. zu er halten. Da ich nun nicht in der Lage sein werde, alle darauf bezüglichen Zuschriften u. s. w. einzeln zu bean worten, das Interesse jedoch anerkenne, welches viele Ihrer Leser an den betressenden Ausschlüssen haben, so erlaube ich mir, durch Mittheilungen in Ihrer Zeitung das per öͤnlich Beobachtete und aus den glaubwürdigsten Quellen Erkundete über jene Verhältnisse kurz zu berichten. Für heute will ich mich auf einige allgemeine Angaben be

Umsturz der Dinge stattfinden werde. Der Rei-

schränken. Das Land Oregon, welches ich durch zwel Fahrten auf dem Columbiastrom, durch Besuche an den

Stapelplätzen Astorja, Monticelli, Kalama, Dalles-Giiy, Umatilla, Mallula u. s. w. ferner durch einen einwöchenl⸗ lichen Aufenthalt in der belebten Handelsstadt Portland und last not least burch eine Eisenbahnfahrt nach Salem, der politischen Hauptstadt des Staates, und bis an den Willametie River kennen lernte, gehört unbedingt zu den schönsten, fruchtbarsten und zukunftereichsten Gebieten der Union. Mit meinen Collegen konnte ich mich davon überzeugen, daß der Frachten-Andrang zu den Verkehrsanstalten Oregons jetzt schon ein überraschend lebhafter, mit den vorhandenen Betriebsmitteln kaum zu bewältigender ist, daß der Einwanderer ungemein frucht⸗ bares Land zu sehr billigen Bedingungen zu erwerben vermag, und daß selbst der ganz mittellose Arbeiter bei den Eisenbahn⸗, Häuser⸗, Berg- und jonst gen Bauten oder Unternehmungen gutbezahlle Arbeitsgelegenteit in Fülle, bei nicht sehr ibcurren Lebensmittelpreisen findet.

Mit dem künftigen Anschlusse der Oregon-California an die Calisornia⸗Otegon⸗Bahn, wodurch der beschwerliche Seeweg von det Columbia⸗Mündung nach San Franzisco für den Personen⸗, Post⸗ und se Güterverkehr überflüssig wird, feht natüclich eine bedeutende Steigerung des Verkeurs beider Bahnen bevor. Auch die beabsichtigte Vermehrung der schon jo lebhaften Schifffabrt zwischen den Häfrn Oregon's und Washington⸗Terrilotv's einetseuts und den asiatischen, australischen und curopäi⸗ schen Häfen anderersens wird auf die Belebung des Ver⸗ kehre und die Hebung des Wohlstandes günstig einwirken, Was speciell die Oregen- und California Bahn betrifft, auf welche zahlreiche Farmer mit der Versendung ißtrer ungeheuren Waizenvortäthe angewiesen sind, je bat die⸗ selbe ihren Tarif so boch gestellt, daß ein großer Theil des Erlöses aus dem reichen Nalursegen des Landes in ihre Kassen fällt.

Weilete Mittheilungen, theils aus eigenen Aufzeich⸗ nungen, theils nach authentischen Daten, die ich durch persöuliche Verbindungen erlangte, werde ich folgen lassen.

Otto v. Breitschwert.

3 44 0 1

Hungersnoth in Persien. Das Londoner Coms zur Unterstützung der

vom Hungertode Bedrohten in Persien hat am

5

5. Januar von Pfarrer Bruce in Is pahan

die telegraphische Mietheslung erhalten, daß der Hunger schrecklichere Verheerungen denn je in Persien anrichtet und daß namentlich

2

die dortigen Israeliten, wenn nicht schleunige Hälfe kömmt, dem Hungertode verfallen scien. Auch der Oderrabbiner von Großbritannien, Irland und denColonsen, Herr Dr. Adler in London, schildert in Schreiben an die unterzeichnete Redaction nach den ihm zu⸗ gekommenen neuesten Nachrichten die Lage der teraelitischen Glaubensgenossen in Persien els eine schreckliche und nur durch die allgemeine Hulfe der Glaubens genossen den Nothieidenden einige Linde rung gewährt werden könne. Die unter⸗ zeichnete Redaction bat ˖

dereits dedeutende Summen gesammelt und nach London geschickt.

tmem

nen 5* 888 demertt, daß

Sie ist auch ferner bereit, Spenden entgegen zunehmen, dieselben weiter zu befördern und Namen der Geber zu ver⸗

imJeragelit die offentlichen. ile

Eilet, zu Hulfe den vom schrecklichen Hungertode

7

4

I

ellet Bedrohten! Mainz, 7. Januar 1872. Redactton desIsraeli. Dr. Lehmann.

Die

7 N 9 N 3 U 7 1 5 Empfangs- Bescheinigung. Für die hülfebedürftige, derwaiße Familie des ver storbenen Lehrers Kost in Frechenhausen gingen dei der Exp. d. Bl. ferner ein von: Georg Hanstein 1 fl., Dekan Buchhold in Ossenheum 1 fl., Dekan Blumhof in Mel⸗ bach 2 fl., Lehrer Walther in Dorbeim 11 fl., Lebrer Weiz in Dorbeim 1 fl., Ungenannt 30 kr, Reallehrer Dr. Klein 1 fl., Reallehrer Blickbdahn 1 fl., Reallebrer Dr. Winter 1 fl., Reallehrer Dr. Schmidt 1 fl., durch Hen. Schulin⸗ spector Schaub in Nauheim von Gebrüder Rosenthal 1 fl., Ungenannt 2 fl. 24 kr. Von Dr. Wagner 1 fl. 30 kr.

Für Lebrer Kost's Wittwe in Frechenhausen sind ein⸗ gegangen: Von Lehrer Wiederhold in Schwalheim 1 fl., Hosgerichtsadvokat Jökel 1 fl. 40 kr., Ungenannt 18 kr., Aktuar Nau 1 fl., Kaufmann Groß 1 fl., Ochsenmeßzger Hanstein 1 fl., Maler G. Hieronymus 30 ke., Otto und Richard Trapp 1 fl., Mina Alimannsberger gesammelt 24 kr. Summa aller bei mir eingegangenen Gaden: 63 fl. 48 kr. Weine.

9

5