Ausgabe 
3.12.1872
 
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4. *

Vorzüge der conservativen Republik vor der von

er in die Rechte der Nationalversammlung eintreten wolle. Sein Vorschlag habe nicht der Procla- mirung einer definitiven Regierungsform gegolten, er beanspruche nur für die gegenwärtige Regie- rungsform die nothwendigen Regierungsattribute; es bestehe nicht blos in Frankreich, sondern überall in Europa eine Partei der Unordnung, welche den Leidenschaften und Begierden des unwissenden Volkes schmeichle und überwacht werden müsse. Thiers spricht sich auf's Formellste gegen den Socialismus, das Strikewesen und den Atheismus aus, setzt die Regierungspolitik bezüglich des päpst⸗ lichen Stuhles auseinander und tadelt die Politik des Kaiserreiches, welche unklug dem Papst seine dpnastischen Interessen geopfeßt habe. Thiers be⸗ klagt die Verdächtigung seiner politischen Haltung, von welcher er der Ordnungspartei fortwährend Proben und Pfänder gegeben habe, und drückt die Ueberzeugung aus, daß die Monarchie jetzt un möglich sei.Wenn Sie die Monarchie für mög lich halten, so lassen Sie mich von meinem Platze heruntersteigen, noch an diesem Abend werde ich nicht mehr an der Spitze sein, aber meinem Ge wissen Genüge geleistet haben.(Die Linke applau⸗ dirte. Die Rechte schwieg.) Thiers schilderte vie

Batbie angekündigten Regierung des Kampfes und schloß mit der Erklärung: Es handelt sich nicht um Ministerverantwortlichkeit, sondern um eine Vertrauensfrage. Wenn ich dieses Vertrauen nicht vollständig und unbedingt besitze, werde ich gern in ein ruhiges Leben zurücktreten. Die Legiti misten Ernoul, Lucien und Brun vertheidigten die Commissionsanträge. Bei der Abstimmung wurde indeß der(Regierungs-) Antrag Dufaure's mit 370 gegen 334 Stimmen angenommen.

Die Nationalversammlung nahm mit 305 zegen 299 Stimmen eine von der Rechten bean kragte Tagesordnung an, durch welche der Minister des Innern aus Anlaß der Nichtunterdrückung der Adresse von Municipalräthben, welche sträfliche stundgebungen seien, zur Anwendung der betreffen den Gesetze aufgeferder wird.

Das Votum der Nationalversammlung vird als entscheidender Sieg der Regierung ange ehen und hält man die Organisation der con er vativen Republik dadurch für gesichert. Die Zureaus werden am Montag die Commission er zennen, welche mit den betreffenden Entwürfen be tuftragt ist. Wie dieAgence Havas hinzufügt, dird durch Telegramme constatirt, daß die Abstim- nung überall große Genugthuung hervorgerufen habe.

Italien. DieItalienischen Nachrichten lestätigen, daß die Regierungen von Frankreich ind Italien die guten Dienste Oesterreichs, Ruß-

lands und Englands nachgesucht haben, um das griechische Cabinet zur Annahme eines Schiedsge⸗ richts in der Laurionsfrage zu bewegen oder eine directe Verständigung desselben mit der betreffenden Gesellschaft herbeizuführen. Wenn die in Aussicht genommene Vermittelung zu einem Resultate nicht führen sollte, würden Frankreich und Italien zum Schutze ihrer Nationen anderweitige geeignete Maßnahmen ergreifen müssen. Auf dem Bahn- hofe von Livorno ist, wie von daher gemeldet wird, eine nach Rom bestimmte Kiste mit Orsini- Bomben von der Polizei mit Beschlag belegt worden. E In der Kammer der Abgeordneten wurde die Berathung über das Budget des Ministeriums des Aeußern fortgesetzt. Der Minister des Aeußern will die klerikale Partei zu dem Geständnisse zwingen, daß sie nur die Eutflammung eines europäischen Krieges behufs Wiederherstellung der weltlichen Papstmacht zum Programme habe; er betont das gute Verhältniß Italiens zu Deutsch⸗ land, erwähnt, daß trotz der Mäßigung, welche Italien der griechischen Regierung gegenüber be⸗ wiesen habe, die Laurionfrage noch nicht beigelegt sei und erklärt schließlch die Interessen Italiens am Frieden, liberalen Fortschritt, Erhaltung der socialen Verhältnisse für identisch mit den In⸗ teressen Europas.

7 Friedberg Bei Exrichtung der hiesigen Ackerbau schule halle das Curatorium, um die Schüler für das landwirthschastliche Vereinsleben zu interessiten und ihnen Gelegenheit zu geben, sich zu befähigen, später in ihrem Wirkungskreise activ daran Theil zu nehmen, die Errich⸗ tung eines landwiribschaftlichen Casinos in Aussicht ge nommen. Die Versammlungen wurden regelmäßig alle vierzehn Tage in einem öffentlichen Local abgehalten und waren dieselben fast alle über Erwarten zahlreich besucht. Es waren die verschledensten Fragen aus der Landwirtbh- schaft zur Erörterung gekommen und hatten sich auch einige Schüler mit Vorträgen dabei betheiligt. Unleugbar hatten diese Versammlungen nach vielen Seiten angerent

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und waren für die Ackerbauschüler von großem Interesse. Deshalb sollen auch in laufendem Winter dieselben wieder alle vierzehn Tage stattfinden und ist zu hoffen, daß ihnen eine gleich zahlreiche Theilnahme zugewendet wird. Die am 20. v. Mts. abgehaltene Versammlung war in Folge der ungünsligen Witterung nur schwach besucht; trotzdem war dieselbe recht interessant, An die Vorlräge der Herren Dr. Nücker und Rückert hatten sich sehr leb hafte Discussionen angeschlossen und war man mit dem Wunsche geschieden, daß die nächste Versammlung, welche Miitwoch den 4. Dezember, Abends 8 Uhr, im Gasshaus: Zu den drei Schwertern stattfinden soll, sich wieder einer recht zahlreichen Betheiligungezu erfreuen haben möge.

* Bad⸗Nauheim. Dem für vergangenen Samstag Abend erwarteten Schlußakte der hiesigen Spielbank sah man hier mit leicht erklärlicher Spannung und dazu nicht ohne einige Beunruhigung entgegen, da mancherlei Ge rüchte von zu erwartenden Excessen unter dem Publikum colportirt wurden. Die Direction der Bank ließ jedoch ganz unerwartet die Schließung des Spiels schon am

Freitag Abend erfolgen und vereitelte so einen etwa wirk lich beabsichtigten Skandal. Das am Samstag Nachmittag dahier eingetroffene spiel-und schaulustige Publikum aus der Nähe und Ferne, welches, dem feierlichen oder nicht⸗ feierlichen Finale in der Spielhölle beizuwohnen ge⸗ dachte, war freilich auch gefoppt, es durfte sich aber damit trösten, daß es für heute wenigstens unger upft durch⸗ gekommen war.

Büdingen, 30. Nov. weilte der berühmte Afrikareiser Mauern unserer Stadt, Darmstadt. Dieser Tage wurde ein als militär⸗ pflichtig eingezogener Bursche, weil untauglich, wieder ent lassen. Seiner Freude hierüber gab er dadurch Ausdruck, daß er verschiedene Sachen seiner Kameraden mitgehen hieß. Dieselben verstanden den Spaß jedoch schlecht und veranlaßten noch auf dem Bahnhof die Verhaftung des Eutlassenen. 5

In Biedenkopf, Kassel, Witzenhausen u. a. O. wurde am Abend des 27. Nov. zwischen 6 und 9 Uhr ein ungewöhnlich starker Sternschnu ppenfall beobachtet, eine Erscheinung, welche zu Ende November als eine ganz ungewöhnliche bezeichnet werden kann; bekanntlich

In ben letzten Tagen ver⸗ ide v. Heuglin in den

sind etwa 56 größere und kleinere Jahres-Perioden von

Sternschnuppenfällen wissenschafllich festgestellt, darunter die beiden größten Anfangs August und Anfan gs November. Von Kassel wird hierüber berichtet: In dem Quadranten Ost bis Süd erschienen in der Zeit von 7 Uhr 30 Min. bis 7 Uhr 40 Min. 177 Siernschnuppen, von 7 Uhr 40 Min. bis 7 Uhr 50 Min. 187 Steruschnuppen; in dem Quadranten Südwest bis Nordwest wurden gezählt: von 8 Uhr 55 Min. bis 9 Uhr 5 Min, 144 Stern⸗ schnuppen. Bald nachher umzog sich der Himmel mit leichtem Gewölk. Die Zählung konnte sich nur auf Slernschnuppen bis etwa zur vierten Größe abwärts er⸗ strecken. Es befanden sich unter denselben verhältnißmäßig viele erster Größe und noch hellere; eine große Zahl er schien mit glänzenden, funkensprühenden Schweisen, deren Sichtbarkeit oft einige Secunden lang andauerte; die Farben varfirten zwischen weiß und feuerfarben.

London. Die berühmten Diamantfelder von Arizona sind nicht mehr. Die Gesellschaft mit dem An lagecapital von 2000000 L. bat sich in Woylgefallen aufgelöst. Ein Telegramm aus Californien meldet, daß die ganze Geschichte sich als ein infamer Schwindel herausgestellt hat

Marktberichte.

Grünberg, 30. November. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkie betragen: Waizen(100 Kilo) 14 fl. 50 kl.; Korn(90 K.) 8 fl. 33 kr.; Gerste(80 K.) 7 fl. 26 kr.; Hafer(60 K.) 4 fl. 24 kr.; Molter(90 K 7 fl. 50 k.; Erbsen(110 K.) 10 fl. 16 ke.; Linsen (400 K.) fl. kr.; Saamen(90 K.) 15 fl. 50 1 Kartoffeln(100 K.) fl. kr.

Mainz, 29. Nov. Am heutigen Markte war es bei kleinem Umsatze ziemlich unverändert. Zu notiren ist: Waggen effectiv 14⅝ bis 15 ¼ fl., per März 148 bis 15 fl., Korn effectiv 10¼ fl., per März 10 ½ fl., Gerste, Pfälzer, 10/3 bis 10d fl., Franken 11¼ bis 11½ fl., Hafer esfectiv fl., per März 5 fl. Rüböl wenig verändert, effectiv rohes 23 fl. ohne Faß, per Mai 24¼ bis 24½ fl. mit Faß. Leinöl 23½¼24 fl., Mohnöl 36. Kohlsamen 19½ 20 fl., Bobnen 12½ 13 fl., Erbsen 10½ 13 fl., Linsen 10 14 fl. Deutscher Kleesamen

2628 fl., Luzerner 3031 fl. Repskuchen 8590 fl.

Bekanntmachun 3307 Mittwoch den 4. k. M., Vormittags 11 Uhr, wird ein der Gemeinde Ober⸗Rosbach gehöriger Fasel ichse auf dem Rathhause daselbst versteigert.

Ober⸗Rosbach den 28. November 1872.

Großherzogliche Bürgerm sisteret Oder Rosbach.

Blecher.

Bekanntmachung 3313 Die Anfuhr des Salzes von der Saline Naubelm h die Niederlagen zu Homburg v. d. H., Usingen und 1 Ortenberg im Jahre 1879 ist guf dem Submissions⸗ nege an den Geringfifordernden zu vergeben und find Anerbictungen dis zum 6. k. Mio., Vormittags 10 Uhr, berflegell auf unserem Amtslocale, wo auch die näheren

Ledingungen elngesehen werden können, abzugeben. Bad⸗Naubeim den 30. November 1872. 0 Großherzogl es Salinenamt Nauheim. Weiß.

Bekanntmachung. zo Den Bewohnern hlesiger Stadt und Umgegend vnd hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dehler elne städiische große Brückenwaage errichtet und ele zu derselben gebracht werdenden Gegenstände gegen Errichtung der fessgesetzten Wieggebühren gewogen nden; sowie daß Jacob Welckbardt von hier als Egagemelster für dlese Waage angenommen und ver⸗ fuüchtet worden ist. f Butzbach den 30. November 1872, Groß berzogliche Bürgermelsterei Butzbach. nch el

Neue Bohnen, Erbsen, Linsen 205 in gut kochender Waare empfiehlt bill iast Friedberg. Loeb.

3305

Der

Königtrank

önigtrank, eine mit eirca 100 milden Pflanzensäften bereitete Kräuter⸗Llmonade, größtes Labsal für alle Kranke, ist nichts weniger alsMediein oder Geheimmittel; er liefert dem Organismus eine Fülle von Gesundheitsstoffen, durch welche die Natur(durch Blut und Säftebesserung) so um gewandelt wird, daß die Krankheits-Ursachen und dadurch die Krankheiten selbst verschwinden. Pyglöist Karl Jacobi, Berltu.

Die Flasche Extract, zu dreimal so viel Wasser, kostet in Berlin einen balben Thaler; in Fried; berg bei W. Bernbeck und in Naubeim bei Ph. J. Weist je 1 Gulden rh.

EPF c Coaks

3314 wird auf der Gasanffalt zu Nauheim per Hekto lter Af fl., in größeren Quantitäten von mindestens 20 Hektoltter à 34 kr. verkauft und wird derselbe nur gegen Lieserungeschelne, die in meiner Wohnung, Burg⸗ straße Nr. 209, in Empfang zu nehmen sind, verabfolgt. W' Meyer.

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Mein Laden mit Comptoir

3306 in der besten Lage der Stadt ist zu vermiethen und kann soglesch bezogen werden.

S. G. Katzenstein Wittwe.

Versteigerung

eines

großen Spielwaaren- Lagers.

3286 Donnerstag den 5. Decemder, von Vormittags 9 Übr anfangend, läßt Kaufmann Bingmann in seinem Dause durch den Unterzeichneten seine fämmtlichen Spiel⸗ wagen, bestehend in den mannigsaltigften Gegenständen, in und aufer Schachteln, für Knaben und Mädchen: Wagen, bis zu den feinsten in Blech; Haarpferde und andere große wilde und zahme Thiere mit Stimme; Waffen, delme, Peltschen, Trompeten, Handwerks zeuge ꝛc.; preuß., bapr., österr. und franz. Militär; Kriegs und andere Schiffe; Puppenstu sen und Küchen; gekleidete Puppen; elegantesse Blechmöbel u. Servicen aller Art; sebr viele neue Gesellschaftsspiele(Schachs, Dominos zc.) und eine Menge nützlicher Gegenstände auch für Erwachsene; 255 sowie ferner: 1 Stehpult, 1 Badewanne, 1 Kochöschen zr. an den Meistbietenden öffentlich gegen baare Zablung versteigern.

Hofapotheke Zum Engel

3311 empfieblt neben sämmtlichen Gegenständen zu We shnachtsbäckerei fein gessoßenen Zucker zum bill gsten Preise. C. Görtz

In Auftrag: Schwarz, Hoftoxator.

Mühlsteine

Friedr. Holl in Worms.