1— begl „ deltung auf ung gut .
uu. l. Ogde schlt und * baff
1871.
eises. enen vom allgemeine
Oemtinden tselden dier⸗ a pp. lage betreffs tints Parla⸗ Der„Staats ⸗ zune der Be⸗ en mit der
iderigen Ver ⸗ watts bisher
Vesttzig.“ den den amt Altr, bez.
2
Iren erden.
nutngetretent dilets Kaiser zachten auf nit Culschit
It. 1 9 9 garen cal
Ototgistüt
Mam f S 1 kt
1
re!
2
en f GT τ e e
S angegen de;
ar ee ö
ö e 7
7 Place Beranger vollständig verstummt. ½ Uhr Nachts griffen die Versailler in beträcht- licher Zahl die vor den Forts Issy und Vanvres gezogenen Gräben an. Zehn Mitrailleusenschüsse genügten, sie in die Flucht zu treiben. Eine halbe Stunde darauf wiederholte der Feind den Angriff mit demselben Mißerfolg.— Eine in St. Denis gestern angeschlagene Bekanntmachung des preußischen Commandanten vom 21. verfügt, daß alle Flüchtlinge und Nichteinwohner, welche kein festes Domicil besitzen, die Stadt in 48 Stunden zu verlassen haben.
— Die Nachricht, daß französische Truppen in St. Denis eingerückt seien, erweist sich als grundlos; nicht ein einziges Detachement hat den Ort betreten. Alle über die angebliche Räumung der Forts durch die Preußen umlaufenden Gerüchte werden als vollständig erfunden betrachtet. Eine Ordre Cluseret's ertheilt die Genehmigung zur Einstellung der Feindseligkeiten, damit die Bewohner Neuilly's diesen Ort räumen können. Man glaubt, die Waffenruhe werde noch heute eintreten.
— Ein Befehl der Commune ruft alle Männer von 19—55 Jahren zu den Nationalgarden.
— 23. April. In der letzten Sitzung der Commune haben Pyat, Rogeard und Briosne ihre Demisston eingereicht. Clement verlangte darauf die Verhaftung Ppat's, die aber von der Versammlung nicht genehmigt wurde.
— 24. April. Eine Meldung Cluseret's vom 23. April kündigt den Abschluß eines Waffenstill— standes für Neuilly an und sagt darüber: Die Lage zu Asnieres ist vortrefflich. Gestern kein Zusammenstoß von Bedeutung. In Asnieres sind Defensivarbeiten in großem Maßstabe von uns ausgeführt worden.„Mot d' Ordre“ zeigt an, daß Thiers gestern die Delegation empfangen habe, welche einen Waffenstillstand zu Gunsten der Ein— wohner von Neuilly zu verlangen beauftragt war, und außerdem eine Verständigung auf Grundlage der einfachen Anerkennung der Municipalfreiheiten von Paris vorschlagen sollte. Thiers antwortete: Hinsichtlich des ersten Punktes würde General Ladmirault einen Waffenstillstand auf Dauer der zur Räumung der bombardirten Ortschaften absolut nöthigen Zeit zugestehen, über den zweiten Punkt sei keine Verständigung möglich, da er sich gegen— wärtig nur an das ven dei Versammlung an— genommene Municipalgesetz halten könne.— Die Kirchen St. Roche und St. Sulpiee sind wieder geöff— net und die Geistlichen derselben in Freiheit gesetzt.
— 24. April. Den Tag über sind leichte Scharmützel bei Neuilly signalisirt. Das Bom— bardement war heftig. Eisenbahnzüge mit Zufuhr kommen nicht mehr an, sie werden bei St. Denis angehalten. Die Verbindungen der Nordbahn werden abgeschnitten werden.— Mehrere Bataillone haben diese Nacht sich geweigert, zu marschiren. Es tritt Entmuthigung ein.
— 24. April. Es ist heute kein Waffenstill— stand eingetreten. Viele Personen, welche nach Neuilly fuhren, um dort ihre Freunde aufzusuchen, waren genöthigt. schleunigst zurückzukehren. Gra— naten sielen in Masse in allen Quartieren nördlich vom Triumphbogen. Heute Nachmittag wurde versichert, daß ein Waffenstillstand morgen von 9 Uhr Vormittags bis 5 Uhr Abends eintreten würde; Delegirte von Paris und Versailles wür⸗ den bei den Vorposten gegenwärtig sein, um die Ausführung der Convention zu überwachen. Einige Plänkeleien fanden heute bei Asnieres und Neuilly vom einen Seineufer zum anderen statt. Die Versailler fahren fort, auf der Insel Grande Jatte und bei Gennevilliers bedeutende Erdarbeiten auszuführen. Das Feuer der gepanzerten Eisen- bahnwagen nöthigte die Versailler, ihre Batterien bei Schloß Becon einige Metres zurückzuverlegen; auch wurde cine Versailler Batterie, welche sich in Asnieres befand, durch diese Wagen zum Schweigen gebracht.
— 24. April. Ein Dekret der Commune bestimmt, daß sämmtliche Vorräthe von Petroleum, die in Paris vorhanden sind, in den drei nächsten Tagen der Regierung überliefert werden sollen, ebenso alle chemischen Produkte und gerostatische Maschinen. Seit Samstag sind 170 junge Leute aus
Gegen] dem 10. Arrondissement gewaltsam gepreßt worden
in Ausführung des neuen Rekrutirungsgesetzes. — Cluseret hat die Straßenbettelei verboten, damit man nicht erkenne, welche colossalen Dimen— sionen bereits das Elend angenommen, das die rothe Herrschaft über Paris gebracht. Man sah u. A. ein Ehepaar betteln, beide fast 70 Jahr alt, der Mann war mehreremale Deputirter unter Louis Philipp, die Frau eine Generalstochter mit 20,000 Frs. Rente, in voriger Woche war ihr Haus zerstört und alle Besitztitel verbrannt.
Versailles, 22. April. Eine von der Nationalversammlung abgesandte Commission hat die im Militärhospiial befindlichen Verwundeten besucht und den Aerzten und barmherzigen Schwestern den Dank der Versammlung für die bewiesene Hin- gebung ausgesprochen.— In Paris macht sich der Mangel an Lebensmitteln sehr füblbar; auch be— ginnt es an genügenden Streitkräften zu fehlen, um die Kämpfenden zu unterstützen und abzulösen.
— 23. April. Das amtliche Blatt veröffent- licht die Namen mehrerer ehemaliger Sträflinge, welche sich unter den neulich gemachten Gefangenen befinden. Der Mont Valerien hat gestern die Porte d' Auteuil und den Point du jour beschossen, wo die Insurgenten eine Batterie errichtet haben.
— Für Neuilly beginnt Montag Morgen 8 Uhr eine Waffenruhe und dauert bis zur Nacht.
— Die Zahlung der halben Milliarde wird dementirt. Die Deutschen behalten sämmtliche Nordforts besetzt. In der letzten Nacht griff Dombrowski Asnieres an, nahm die erste Barri— kade, wurde aber bei der zweiten über die erste Stellung wieder zurückgeworfen.
— 24. April. Den Meldungen einiger Blätter entgegen hat ein Angriff noch nicht begonnen, nur der Mont Valerien fährt fort, die Positionen der Insurgenten zu beschießen. Neue Truppen sind gestern und beute hierselbst eingetroffen. Die Nachricht des„Gaulois“, daß die Regierungs- truppen gestern das Fort von Charenton besetzt hätten, ist unrichtig. Man versichert, die Preußen hätten gestern in St. Denis in Folge von Streitig— keiten mit der Commune einen für Paris bestimmten Zug mit Lebensmitteln angehalten. Die Batterien der Insurgenten haben gestern den diesseitigen auf dem Mont Valerien, dem Schloß Becon und den anderen, welche gegen sie feuerten, nur schwach und ohne Erfolg geantwortet.
— 24. April. Das„Paris-Journal“ meldet, daß Ducrot seine Demission gegeben hat, weil er sich mit einigen Mitgliedern der Regitrung nicht im Einverständniß befindet. Gestern fanden zwei Berathungen des Ministeriums statt.
— 25. April. Das„Journal officiel“ mel— det:„Eine 200 Mann starke Insurgenten-Ab— theilung hat vergangenen Sonntag Bagnenx an— gegriffen, wo zwei Compagnien Regierungstruppen sich verbarricadirt hatten. Die Insurgenten wurden zurückgeworfen. Ein gestern von einer etwa 1000 Mann starken Abtheilung neuerdings unternommener Angriff hatte dasselbe Schicksal wie der erste. Die feindliche Avantgarde erlitt sehr beträchtliche Verluste und büßte eine Fahne ein, deren Träger gefaugen genommen wurde.“— Thiers besichtigte gestern mit Mar Mahon die bei Cbatillon ge— zogenen Gräben.
Havre. Vier große Dampfschiffe der Trans— atlantischen Compagnie, welche nach Hamburg abgegangen waren, um Kriegsgefangene abzuholen, sind leer zurückgelehrt.
Großbritannien, London. Die„Times“ melden aus Versailles: Die Regierungstruppen haben Fort Charenton besetzt. In der National- versammlung besteht eine einflußreiche Partei, welche für die Candidatur des Herzogs von Aumale zum Präsidenten der Republik agitirt. In drei Provinzen bildet sich eine starke Partei zu Gunsten Napoleons. Gestern hatte Tü iers
eine Unterredung mit dem Kronprinzen von Sachsen und General v. Fabrice zu St. Denis.
Spanien. Madrid. In der Sitzung der Cortes erklärte Castelar den Krieg ber Neepubnenne gegen die savopische Dynastie und kündigte zugleich den Antrag an, wonach diese Dynastie der Thron-! rechte verlustig erklärt würde. ä
»Schwalheim. Am Sonntag Nachmittag wurde unter entsprechenden Feierlichkeiten eine Friebenslinbe in hiesiger Gemarkung gesetzt.
Gießen. Während der Sitzungen des Schwurge⸗ richtshoss vom II. Quartal d. J. wurde in folgenden Anklatzesachen eikannt:— Am 17. April gegen Werner Hedrich von Lauterbach, weil er sich in einer dortigen Apotheke— deren Besitzer die Offtein auf einen Augen⸗ blick verlassen hatte— aus dem in einem Recepturtische befindlichen Geldkäsichen die Summe von 2 fl. 6 kr. widerrechtlich zueigneie und hierdurch im 4. Rückfalle handelte, in oontumatiam eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.— Denselben gegen Conrad Kehr von Kirch⸗Göns, weil er sich am 15. Januar d. J. aus dem Laden des Hermann Bücking zu Alsfeld, in welchem er bettelte und auch ein Geschenk erhielt, zwei sogenannte Seelenwärmer im Werthe von 52-56 resp. 56—58 kr. widerrechtlich zueignete und hierdurch im 3. Rückfalle han⸗ delte, eine Zuchthausstrase von 1 Jahr 3 Monat und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.— Den 18. April gegen Conrad Klos von Nieder ⸗Weisel, wegen zu verschiedenen Zeiten begangener Gelddiebstähle von 3 fl. 10 kr. resp. 4 fl., sowie wegen widerrechtlicher Zueignung zweier eiserner Keile im Werthe von 1 fl., eine Zuchthausstrafe von 1½ Jahr und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. — Denselben gegen Conrad Albus von Michelnau wegen Meineids, in contumatiam eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr 5 Monat, an welcher jedoch die während der Zeit vom 3. Januar bis 3. März a. o. unverschuldet erlittene Haft als verbüßt in Abzug zu bringen sei.— Außerdem wurde derselbe der bürgerlichen Ebrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren für verlustig eiklärt.— Den 19. April gegen Johannes Adolph III. von Burkhards, weil er am 15. Februar l. J. gegen Abend unweit Schotien auf der von da nach Gedern führenden Staatsstraße dem Peter Groth von Burkhards mit Gewalt gegen dessen Person einen demselben gehörigen Geldbeutel nebst Inhalt— Acht Gulden und einigen Kreuzern— in der Absicht weggenommen hat, sich diese Sachen rechtswidrig zuzu⸗ eignen, eine Gefängnißstrafe von 6 Jahren, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren und Stellung unter Polizei⸗Aufsicht.— Den 20. April gegen Georg Heinrich Döring von Alsfeld, wegen Brandstistung — zu welcher das Motiv in dem Umstande gelegen sein soll, daß ihm die Eigenthümerin der eingeäscherten Scheuer Nachtlager verweigert habe— eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren und Stellung unter Polizei-Aufsicht. — Den 21. April gegen Adam Schäser von Hutzdorf, wegen Meineids, Gefängnißstrafe von 4½ Monaten.
Frankfurt. Wie man vernimmt, soll den Beamten der Staatseisenbahnen, deren Kräste settber durch die massenhasten Militärtraneporte Tag und Nacht in Anspruch genommen wurden, eine Remuneration gewährt werden,
welche einem 1½ monatlichen Gehalte des Beamten gleichkommt. Landau. Der hiesige„Eilbote“ meldet eine Säbel—
Affaire, die in der Bierbrauerei zwischen einem Geniesol— daten und einem Arttllerie-Trompeter gespielt hat und wobei dem ersteren die linke Hand abgehauen wurde. Der Verwundete hatte ungeschädigt den ganzen Krieg in Frank— reich mitgemacht. Der herbeigerufene Arzt mußte die nur noch an einem Fleischfetzen hängende Hand völlig ablösen. Auch trug der Verletzte noch eine Kopfwunde davon.
Berlin. Ein Strike so absonderlicher Art, daß man ihn mit Recht als„noch nicht dagewesen“ bezeichnen darf, steht bevor. Die Herren Schuhmacherlehrburschen werden sich demnächst, wie die„Ger. Zig.“ erzählt, in einem Locale in der Oranienstraße„versammeln“, und die Tages- ordnung wird in dem Antrage bestehen: Die Berliner Schusterjungen verlangen die Abschaffung der Sonntags— arbeit und Beschränkung der Arbeitszelt an den Wochen— tagen auf die Zeit von 6 Uhr früh bis 7 Uhr Abends— event, erfolgt Arbeitseinstellung.
1033 Im Ver sage der Unterzeichneten erschien soeben: Der neue Maß⸗ und Gewichtsumrechner für das Großherzogthum Hessen von G. Köpp.
Preis: 6 Kreuzer.
Ferner ist nun vollständig und bereits in zweiter Auflage erschienen:
Neue Aufgabensammlung Zum schriftlichen Rechnen
Nr nach der metrischen Maß- und Gewichts-Ordnung 5 G. Köpp.
on Preis für Heft 1: 4 kr. 1 Wei nn „ 1„ 6. 7*** 4: 6** „ 1 N. 9 Bensheim im April 1871. Lehrmittelanflalt J. Ehrhard& Comp.


