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etzt im Ueberflusse vorhanden.
Beilage.
berhessischer Anzeiger.
M 24.
Oesterreich. Wien. Der Augsburger Allg. Zig.“ wird von hier geschrieben:„Der haiser Franz Joseph hat dem Vernehmen nach en Entschluß ausgesprochen, für den Fall der seutschen Kaiserkrönung sich bei derselben nicht zurch einen einfachen außerordentlichen Gesandten, ondern durch das ihm am nächsten stehende Mit- lied des Kaiserbauses, durch den Erzherzog Karl zudwig, vertreten zu lassen.
Schweiz. Bern. Auf die eidgenössische Inleihe wurden 105 Millionen gezeichnet. Aus- ändisches Geld war direkt schwach, durch die ermittlung von Basel, Zürich und Bern jedoch ark betheiligt.
Frankreich. Paris. Die Deputirten in Zordeaux sind über die Frage uneinig: ob eventuell er definitive Sitz der Regierung außerhalb Paris u verlegen sei?— Vorräthe an Mehl sind hier Der Preis der zebensmittel geht wieder auf seine normale Höhe urück.
— Das„Journal officiel“ meldet: Thiers, Jules Favre und Picard sind am 20. d. hier ingetroffen. Jules Favre schrieb sofort an den Brafen Bismarck, daß Thiers heute nach Versailles zehen werde, um mit ihm zu konferiren.— Wie „Siecle“ vernimmt, sind zwei Kriegsschiffe nach Jorsica gesandt worden, um die dortigen Unruhen zu unterdrücken.
— General Trochu veröffentlicht in der„Liberté“ einen Brief gegen den Marsch der Deutschen durch Paris und sagt:„Nach der Convention, welche nur der Hunger dictiren konnte, wollte der Feind die militärische Ehre von Paris respectiren und die Trauer der Bevölkerung achten. Der Feind hat die Enceinte nicht genommen, die detachirten Forts nicht gestürmt und das äußtre Verthei⸗ vigungsspstem nicht nehmen können.(2) Wenn die Deutschen einzuziehen versuchen, sollten sie auch allein das Odium der Verantwortlichkeit für diesen Gewaltakt tragen. Mit einem feierlichen Protest sollte die Sladt ihre Thore schließen und es dem Feind überlassen, dieselben mit seinen Geschützen wieder zu öffnen. Das entwaffnete Paris kann der Geschichte das Urtheil über ein solches Ver- fahren überlassen. Der Britf Trochu's hat Auf⸗ regung hervorgerufen.— Die Behörden haben 3000 Bomben mit Beschlag belegt.— Die Deut- schen treffen Vorbtreitungen zum Einmarsch.
— Der„Rappel“ meldet, daß Naquct, der Präfekt vnn Corsika, von den Bonaparltsten er- mordet worden ist.
Bordeaux, 21. Febr. Das„Journal de Bordtaux“ schreibt:„Wir erklären ohne jeden
Vorbehalt: man kann den Frieden so gut wie
unterzeichnet betrachten. Die Territorialfrage
dürfte desinitiv in dem für die
Ehre vollständig Rechnung getragen werden. Thiers ist heute vom Kaiser empfangen worden.—
Die deutsche Armee wird nur einen kurzen Durch- morsch durch Paris halten.— Die Regierung hat(vor dem Friedens abschluß.) alle von Gambetta. — Präsident Gran! Regierung Sei-
ernannten Präfecten abgesetzt. telegrephirt die Anerkennung der tens Amerika.
— Auch die Türkei die französische Regierung anerkannt.
wartet.
— Alle Pariser Journale, mit Ausnahme von Rochesort's„Mot d'ordre“ und Pyat's„Vengeur“, Geist der Versammlung
spenden dem versöhnenden von Bordeaux Beifall.
— Die„Liberté“ sagt:„Der Zar hat seinem Geschäftsträger Okuneff lelegraphischen Befehl er-
theilt, die Regierung anzuerkennen.“
— Der Waffenstillstand ist bis zum 26. Febr.,
Mitternachte, verlängert.
— Es herrscht die allgemeine Ueberzeugung, daß der Friede gesichert ist. Graf Chaudordy
französischen Inte- tessen günstigsten Sinne erledigt und der nationalen
und die Schweiz haben Die An- erkennung der übrigen Mächte wird baldigst er-
übernimmt während der Abwesenbeit Jules Favre's die Leitung des Ministeriums des Auswärtigen. Buffet hat das Portefeuille der Finanzen hauptsächlich aus Befürchtung
vor Empfindlichkeiten, welche aus seiner früheren politischen Rolle entstehen würden, abgelebnt. Remusat hat den Posten eines Gesandten in Wien nicht angenommen.
— Der Herzog v. Broglie ist zum außer- ordentlichen Gesandten in Londos ernannt.
— Der„Moniteur“ zeigt an, daß Thiers am 21. d. in Versailles mit Bismarck conferirte, und daß alle Gerüchte, welche über die preußischen Forderungen coursirten, jeden Grundes entbehren. Die Theilnehmer an den Verhandlungen beobachten absolutes Stillschweigen über den Gegenstand derselben.
Amiens. Chanzy hat an die Armee eint Aufforderung erlassen, worin er sie auffordert, sich zum Kampf bis aus's Messer bereit zu halten, wenn Deutschland beabsichtige, Frankreich zu de⸗ müthigen. Frankreichs Gebiet müsse ebenso intact bleiben, als seine Ehre. In Cherbourg trifft die Armee Faidherbe's zur See von Dünkirchen ein, um Chanzp zu verstärken.
Belgien. Brüssel. Das„Journal de Bruxelles“ dementirt das„Echo du Parlament“ in Betreff der Nachricht von der Uebersiedelung des Papstes nach Belgien. Es sei durchaus keine Rede davon.
Großbritannien. London. Der„Times“ wird aus Versailles unterm 20. d. gemeldet: Der Friede ist als gesichert zu betrachten. Der Tag des Einzuges der deutschen Truppen in Patris ist noch nicht endgültig festgesetzt.
— Eine„Times“- Depesche aus Paris vom 20. sagt, die Waffenslillstands verlängerung bis zum 1. März sei gewiß. Die Post nach Paris geht jetzt über Calais. Am Samstag wird Paris wieder Gasbeltuchtung bekommen.
Spanien. Ueber Bordtaux kommt die Nachricht, daß Serrano aus einem noch unbe- kannten Grunde in Madrid verhaftet worden sei.
Wiesbaden. Als mit Beginn des Krieges die viel- besprochene Auswelsungs- Verfügung der Deulschen aus Frarkecich in Kraft trat, wurde u. U. auch ein im Elsaß arbeitender Wiesbadener bierron betroffen. Der junge Mann verließ seine Arbtitsstelle und benachrichtigte seine Eliern, daß er demnächst über die Schweiz zurückkommen werde— aber alles Harren seiner Angebörigen war ver— geblich, der Sohn kam nicht. Man stellie Recherchen nach ihm an privatim und amtlich, allein umsonst, er war und blieb verschwunden. Da endlich trifft zur freudigen Ueberraschung seiner Eltern vergangene Weche ein Schreiben des längst verloren gehlauvten Sohnes hier ein, welches ihnen durch Vermuthung eines Freundes aus Algier zugestellt würde. Es geht daraus hervor, daß der junge Mann auf der Rö ise nach der Schweiz von den Franzosen aufgegriffen, als der Spionage verdächtig in Belsort lange Zeit inhaftirt und alsdarn wach Algser transportirt wurde, wo man ihn kurzer Hand einem Regiment der Fremdenlegion an⸗ verleibte. Verschiedene von ihm hierher gerichtete Briese sind nicht an ihre Adresse gelangt, sie wurden vermutbltch nicht befördert. Die nöthiyen Schritte, um die baldige Auslieferung des Gefangenen zu bewinken, sind bereits ersolgt.
Worms. Der Ausschuß des Lutherdenkmal⸗Vereins verbssentucht seinen definitiven Rechnungsabschluß, wonach die Einnahmen des Denkmals 229.992 fl. 22¼ kr., die Ausgaben 218.567 fl. 12½½ kr. beuagen. Der Ueber⸗ schuß beträgt sonach 21425 fl. 10 ke.
Hamburg. Die Norodeuische Bank hal in ihrer Generalversammlung 30,000 Mark Banco für die deutschen Verwundeten mit allen gegen 2 Stimmen bewilligt.
Königsberg. Ju unserer Stadt derrscht gegenwärtig eine Aufregung, wie wir sie in ähnlicher Weise nur zur Zeit der Cyolera Epidemie 1866 erlebt haben. Gleich die ersten, schon im August bier eingetressenen sranzöͤsischen Kriegsgefangenen, also Bestandtheile der besten sranzösischen Armee, baben biet die Pocken eingeschleppt, die sich jetzt in dem Maße über die Stadt verbreitet haben, daß sich bei der ohnehin schon verkälimißmäßig großen Sterblichkeil von wöchentlich ewa 120 Personen durchschnitilich 20 25 Pocken Todesfälle ereignen. Die Epidemie ist noch im Zunebmen, so daß die 5 so eben die sorgfältigsten Vorsichtomaßtegeln durch eine Publication auf's Dringendste angeraiben hat.
Brüssel. Ueber die angeblichen„Zehn, Millarden
Kriegoconnibution“, welche Frankreich zaplen müßte,
macht ein beigisches Blait solgenbe Glossen: Zehn Milliarden in Fünffrankenstücken wiegen 50 Millionen Kilogrammes. Um sie auf einmal per Bahn zu transportiren, würde man, jeden Waggon zu 5000 Kilo Tragfäbigkelt ange⸗ nommen, einen Train von 10.000 Wagen nöthig haben. Wenn man aus den zehn Milliarden in Füuffcanken⸗ stücken einen Gürtel hersiellen wollte, so daß immer ein Geldstück an das andere gereiht wird, erhielte derselbe eine solche Länge, daß er ein- und dreiviertelmal um die Ertkugel gelegt werden könnte. Aufeinandergehäust würden die zehn Milliarden Fünffrankenstücke eine Höhe von 5400 Kilemeter oder 1080 Lieues erreichen. An⸗ genommen diese Geld stückäule hätte ihre Basis in Paris, und sie flele in der Richtung auf Berlin zu, so würde der Theil, welcher diese Stadt verübrt, kaum den Abschnitt eines Fünftels der ganzen Länge dieser Säule ausmachen. Weng ein geschickter Kassier, der durchschnitllich per Stunde 40,000 Franken in Fünffrankenstücken zählen kann, die Zahlung der zehn Milliarden allein besorgen will und et im Alter von 30 Jahren anfängt, um 300 Tage per Jahr und 8 Stunden per Tag beschäfligt zu sein, so müßte er 135 Jahre all werden, um diese Aufgabe zu lösen. Et würde dann sicherlich die Wahrheit des Sprich⸗ wortes begreifen:„Geld macht nicht glücklich.“
Paris bat ungeheuer viel während dieses schrecklichen
Winters gelitten. Die Sterbeliste der letzten 13 Beloege⸗ rungswochen weist nach:
Vom 13. bis 19. Nov. 1870 2061 Todte 82 n* 1928„ „ 27. Nov. bis 3. Dez. 2 ß Juen Rr 2 „ 18. 17 24. 7 7 2728 0 535 5 2 1 320 5 8 3. Jan. 1871 2880 „5* 11 5 8 14 „ 3292„ 4465 FCC 2 1 „ 28. Jan. bis 3. Febr. 4671*
„ 5 4451 Die Durchschnittszahl in gewöhnlichen Zeiten füt Patis ist 1100— 1200 Sterbefälle in der Woche.
Aus Rußland kommen Nachrichten von sclöst füt russische Verhalinisse sehr flarken Fiksten; so waren u. A. am 6. Febr. in Archangelks 33 Grad Kälte nach Calfius, in Kasan 31, Moc kau 23. Orenburg 40, am 7. in Wilna 25, Helsingsors und Dorbal 32, Kasikt 35, Reval 30, Niga 6 und Petersturg selbstam 8. um 7 Uhr Morgens 33.8 und um 1 Uhr Nachmittags 27,4, und am 10. resp. 22,6 und 16.2 Grad.
Die Spinnstube, ein Volksbuch für das Jahr 1871. Begründet von W. O. v. Horn (Wübelm Oertel). Im Berein mit namhaften Volkeschriftstellern fortgeführt von G. Oertel. 26. Jahrgang.
Der gewaltige Krieg mit seinen tiesigen Ereignissen bat j des andere Interesse in den Hintergrund gedrängt. Namentlich die Bücher, deren Inhalt nicht in ditektester Beziehung zu demselben stand, mochten sich deschweren. Urbeachtet und unberührt lagen sie ouf dem Pult; wer dachte viel an sie, wo mit fieberhaster Spannung Alles nat nach Zentungen griff, nur den neuesten Depeschen ent⸗ gegenbarrie! doch ist die große Blutarbeit vollendet und — peffentlich recht bald!— der goldene Friede wieder bei uns eingezogen, so werden auch sie wieder zu ihrem Rechte kommen. Dann wird unter den am weitesten ver⸗ breiteten Volkobüchern auch die Spinnstube wieder ihren alten Rang und zwar mit patriouschem Stolze behaupten. Denn daß wie überall in deuischen Marken so besonders auch in den Rbeinlanden die deuische Fahne hochgehalten wurde zur Akwendung der entsetzlichen Gefahr, mit der uns Frankreich bedrohte, und daß wir uns heute so herr⸗ licher Thauen deutscher Volkekrast und der dadurch er⸗ kämpften Ausferstehung deuischer Reichseinbett erfreuen dürßen, dabei kann auch die„Spinnstube“ ihr be⸗ scheiden Theil Verdienst in Anspruch nehmen. Die Pflege deulschen Geistes, valerländischer Gesinnung war immer ihre angelegentliche Sorge. Darum wurde der alte „Schmiedjakob“ nicht müde aus seinen Erlebnissen in den Zeiten der Erniedrigung Deuischlands zu erzählen von wälschem Uebermuth und wälscher Gewaltihar, wäͤlscher Tücke und Unsiite und dem gegenüber zu ermahnen zu neuem Festhalten an guter deuischer Sille und deutschem Wesen, und mancher unserer jetzt im Felde stehenden deulschen Jünglinge, dem vielleicht sonst nicht sonderlich viel Bücher in dle Hande flelen, hat aus der Spinustude für sich den Entschluß berausgelesen:„Nein solche Schmach wie dazumal darf uns Deuischen von dem unruhigen Nachbar nicht mehr geboten werden!“
Zur Erhaltung der edlen Güter deutschen Volkslebeus; deusscher Kraft und Ausdauer, deutscher Einfachbeit und
Genügsamkeit, deutscher Treue und Biederkeit, deutscher Gotteesurcht und Frömmigkeit beizutragen, ist auch der
Grundton der großen und kleinen Erzärlungen der „Spinnstu be“ für 1871. Einsache Gemüther werden
auch sie gerne lesen und kein Gist daraus einsaugen. Q


