Ausgabe 
25.2.1871
 
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Samstag den 25. Februar.

M24.

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berhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Jnttlligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

1

Nur diejenigen Einsendungen, welche bis sp eingelaufen sind, können in dem nächsterscheinen

ätestens Vormittags 9 Uhr 7

den Blatte Aufnahme finden.

Kriegsnachrichten. Versailles, 22. Februar. In Folge der sestern bier zwischen dem Grafen Bismarck und Herrn Thiers stattgebabten Verhandlungen, in geren Berlauf sich der Bundeskanzler mehrmals am Kaiser begab, ist der Waffenstillstand um wei Tage, und zwar bis zum Sonntag Abend 2 Uhr, verlängert worden.

1 Der hlesigeMoniteur officiel warnt zum weiten Male Nie Pariser Presse, von ihren zügel⸗ osen Angriffen gegen Deutschland und Preußen bzusteben.

Aus Versailles wird gemeldet: Mit Ablauf as Waffenstillstandes ist Paris in unserer Hand. Der ursprüngliche Plan soll sich darauf beschränken, vaß drei Corps man nennt das Gardetorps, das 11. und 12. Corps,(vielleicht auch das 1. daperische) in die Stadt einrücken, daß der Kaiser auf einige Tage seine Residenz im Tuilerienpalast aufschlägt und auf den Champs Elpsees eine große Parade abhält. Auch verlautet aus der⸗ selben Quelle, es werde für den Rückmarsch der Truppen in's Vaterland nach dem Friedensschlusse beab sichtigt, das bah orps von der Tann über Berlin, dagegen daArmeccorps(General v Schachtmayer) über München heimkehren zu lassen. Ein solches Arrangement würde gewiß allgemeine Befriedigung in Deutschland erregen. Würden aber strenge Maßregeln gegen Paris nothwendig, so ist außer Zweifel, daß die Be · fetzung der Hauptstadt bis zur Zahlung des loczten Sous der Kriegsentschädigung und bis zur gänz⸗ lichen Räumung des französischen Territoriums durch die deulschen Jruppen überhaupt aufrecht erhalten würde. So sehr auch nach dem Ergebniß der Wahlen zur Nationalversammlung die friedliche Stimmung in einem großen, Theil Frankreichs vorzuherrschen scheint, so beweisen doch noch aller neueste Vorkommnisse, daß unter der Landbe völkerung noch Fanatiker existiren, die sich durch die Waffenruhe nicht abballen lassen, den Krieg auf eigene Faust fortzuführen. So wurde am 10. d. M. die Feldpost in der Näbe von Troyes von etwa 20 mit Gewehren bewaffneten Inkivi⸗ duen angefallen. Sie war von 10 Landwehr⸗ leuten des 59, Regiments zu Wagen als Bedeckung begleitet, von denen einer durch die seuergebenden Angreifer verwundet wurde; die Landwehrmänner aber so energisch, daß sie sofort drei ihrer Gegner todischossen und zwei so schwer verwundeten, daß dieselben nach kurzer Zeit starben; die Uebrigen entflohen.

DerKöln. Ztg. schreibt man aus Ver · sailles: Der General Ducrot, welcher zu fürchten scheint, daß ein Einmarsch der deutschen Truppen in Paris ihn zum unfreiwilligen Gefangenen dete selben machen müsse, hat sich jetzt freiwillig gestellt.

DieTimes melden aus Versailles, 22.

Daily Telegraph meldet aus Paris,

19. Febr.:Die Polizei hat bei Durchsuchung der unruhigen Bezirke nach Waffen und Hand- granaten bereits deren viele saisirt. Die Behör⸗ den fürchten unliebsame Demonstratlonen gegen Kaiser Wilhelm und Bismarck, wenn die Deut- schen in Paris einziehen. Der deutsche Präfect bat für St. Denis eine Contribution von 800,000 Francs auegeschrieben. DerTimes wird von ihrem Bericht⸗ erstatter in Paris unterm 20. telegraphirt:Die Centralhallen haben wieder ihr gewöhnliches An- seben angenommen. Pferdefleisch ist aus ihnen verschwunden; Rind- und Hammelfleisch sind wieder zu ungefähr den nämlichen Preisen zu daben, wie vor der Belagerung. An frischen Gemisen indeß herrscht noch immer Mangel. Welch enorme Quantitäten an Lebensmitteln in der Zeit vom 3. 14. Februar nach Paris allein durch die Nordbabn geschafft worden sind, geht aus folgen · der Zusammenstellung hervor, die man in den Pariser Journalen liest: 107 Trains mit 8948 Waggons sind innerhalb 11 Tagen nach Paris speditt worden; in den Zügen befanden sich 12,915,004 Kil. Mehl, 533,688 Kil. Reis, 1,896,897 Kil. Bisqufts, 1,305,955 Kit. gesal⸗ zenes Fleisch, 2,532,469 Kil. diverse Waaren, 537.534 Kil. Fische, 8658 Ssück Viech. Zu diesen Proviantmassen kommen noch 6,464,690 Kil. Breunstoffe.

Die Commission der Nattonalversammlung, Thiers, Jules Favre, Faidherbe, Chanzy und noch ein fünftes Mitglied, ist Behufs Führung der Friedensunterhandlungen bereits in Versailles angelangt. Ueber die Art und Weise, wie der Marsch durch Paris ausgeführt wird, vernimmt man schon, daß zunächst zwei Armeccorps die Stadt besetzen und dort den Sicherheltsdienst bis zum vollendeten Durchmarsch sämmilicher Corps der Pariser Armee versehen werden, während der Kaiser in den Tuilerien residirt. Hand in Hand mit unseren Einzuge vorbereitungen, als da sind: Parademarsch, Dislecationen, Bau von Schiff- brücken, geben die Offensivarbeiten gegen Paris; so wur be beispielsweise am 19. d. trotz des heil. Sonntags eifrig auf Fort Issy geschaunzt und an

den Batterien im Norden gebaut, was der Auf⸗ merksamkeit der Pariser nicht entgeht und ihnen offenbar ein ernstlicheres Nachdenken über ihre wirkliche Lage erweckt, als uns ihre Orsinibomben. Der Berschterstatter desDafly Telegraph in Versailles sagt, dle Grafen Bismarck und Mollke, über viele Punkte im Meinungswibderstreit, seien insoweit einig, daß sie beide den Kaiser zum Eluzug in Paris rrängen, während der Kronprinz nebst seinem Stabe die entgegengesetzte Ansicht und die ernstlichsten Befürchtungen hegen sell. Aus Dieppe wird vom 19. Febr. ge- meldet: Das 8. deutsche Armetcorps trifft hier

Der Kaiset empfing Thlers im Präsectur⸗ gebäude 10 Uhr Morgens. General Chanzy war Der Frieden wird als geschlossen be: trachtet, wenn er auch noch nicht unterzeichnet ist. Thiers besuchte den Kronprinzen. Nächsten Sonn- tag erfolgt wahrscheinlich der Pariser Einzug, ruhig, ohne Triumphsfeierlichkeiten. Die Truppen bleiben nicht lange in Paris.

am Mittwoch ein. Die Viehscuche wüthet hier noch immer; 3000 Stück Rindvieh, welche nach Paris abgehen sollten, sind auch angesteckt. Straßburg, 21. Febr. Nach einem soeben veröffentlichten Erlasse des Civilcommissars im Elsaß soll zufolge höherer Anordnung eine außer- ordentliche Kriegssteuer von 25 Franken per Kopf zur Dedung der Kosten für die Naturalverpflegung

der Truppen auch im Departement Niederrhein erhoben werden. b 5

General v. Manteuffel hat unterm 14. d. M. folgenden Armeebefehl erlassen:Soldaken der Sudarmee! Ich habe die Freude, Euch wohlver⸗ diente Ruhe gewädren zu können. Se. Majestät unser Kalser und König haben auch für die Süd⸗ armet Wafsenstillstand abschließen lassen; aber selbst bei diesem Abschlusse springen die Folgen Eurts siegreichen Schlagens bei Belfort, Eures unaufhaltsamen Marsches über den hohen Jura, durch den ihr in blutigen Kämpfen die letzte feindliche Armee über die Schweizer Gränze warftt, in die Augen. Ihr räumt keine der tiu⸗ genommenen Positionen, alle drei Departements dis Lons le Saulnier herunter bleiben von Euch besetzt und die starke Festung Belfort hat ihre Schlüssel überliefern müssen. Soldaten der Süd⸗ armte! An Euch ist es jetzt, nach Euren großen Waffenthaten der Welt auch zu zeigen, daß die wahre Bildung in den germanischen Velksstämmen wohnt; Sitte, Milde, Schonung, Rücksichtnahme dem übetwundenen Feinde gegenüber thun dieß. v. Manteuffel.

Obderst Denfert, der mit allen kriegetischen Ehren und dem gesammten Gepäck der Garnison, die noch an 12,000 Mann beträgt, aus Belsort abmarschirt, wird, wie derKöln. Ztg. aus dem Jura geschrieben wird, seinen Weg über Mont⸗ bdeliard nach dem Departement der Haute Saone et Loire nehmen. So wie er hinter der Demar- cationslinie angekommen ist, kann er nach dem 24. Februat die Feindseligkeiten wieder anfangen, falls dann wider alles Hoffen und Erwarten der Krieg von Neuem beginnen sollte. Die Stadt Belfort und auch die Festungswerke der Forts Miotte und Justice haben durch unsere Kugeln sehr wenig gelitten und auch das Fort auf dem Rocher de Belsort soll ganz unverletzt sein. Auch an Lebensmitteln soll in Belsort noch kein Mangel gewesen sein, obgleich alle besseren- wagren zuletzt gänzlich ausgegangen sind. Es sollen aber böse Seuchen daselbst herschen, und wem nicht die Pflicht da zu bleiben gebietet, der meidet wobl jetzt diese Stadt.

Deutschland.

Darmstadt. Das Groß herzogliche Regie rungsblatt Nr. 6 enthält:

1. Bekanntmachung Großherzoglichen des Innern. Ucbersicht deß im Jahr Großberzogliche. Gendarmerie geschehenen und Denunciationen.

II. Gkanmmachung Großherzoglichen Oberconsisto⸗ viums, die Ergebnisse der Verwalfung des allgemeinen evangelischen Kürchensonds vom Jahre 1869 detressend.

111. Bak ennmachung Großberzoglicher Civildiener⸗ Wuswenkesse Commission, die Ergebnisse der Veiwaltung der Ctwüdienet⸗Wülwenkasse von den Jabren 1868 und 1869.

IV. Bekanntmachung Großberzoglicher Commission für Postangelegen heilen, den Postanweisungoeverkehr mit Geoßvriaunsen und Irland betressend. In Folge eines zwischen der norddeuischen Postverwaltung und der britt⸗ schen Postverwaliung getroffenen Uebetemkommens it seit dem 1. J. M. das Postanweisunge⸗Versahren im Verkebr nat England eingesübtt worden, und kommen blerdei nachstepende Bestimmungen zur Anwendung? Nach fämmt⸗ lichen Orten Großbrianniens und Irlonds können Post

Ministeriums 1870 durch die Arrestauonen

anweisungen bis zum Betrage von 70 Thalern der 122½ fl. südd. Wöbrung angenommen werden. Die