Kalb. Ztg b 10 Schug deluei ting · 1 ftaxzosssche
7 err
t ectaten gelclk watsächlich 5 „ brrüdhagrti
Aar
t Crrtanz biet 1 21 walt 1 lebte 1 1 du en d n cult 775
5.
t pen
d .
eee
digungsspstem und eine Aenderung der Classti. cation nothwendig. Die Stadt Longwy, welche Frankreich geblieben ist, erhält durch ihre Lage, 5 Kilometer von der belgischen und 8 von der preußischen Grenze, erhöhte Wichtigkeit. Die schon im Jahre 1836 begonnenen inneren Arbeiten zur Aufnahme einer größeren Garnison sollen vollendet und die Höhen von St. Martin durch ein be— deutendes Werk gekrönt werden. Zwei anderen Plätzen, Verdun und Toul, die sich in ähnlicher Beschoffenheit wie Longwy befinden, wird die Regierung später ihre Aufmerksamkeit zuwenden.
— Wie der„Independance belge“ aus Paris geschrieben wird, seien zwischen Thiers und Bis- marck Verhandlungen im Zuge, welche die Be— freiung des Departements Seine et Oise und der Pariser Forts von den deutschen Besatzungstruppen unter der Bedingung einer längeren Occupation des Departements Seine inferieure(Rouen) be— zwecken. Diese Combination soll bereits zu Recla⸗ mationen der Deputirten des letzteren Departe— ments geführt haben.
— In Nancy ist das Museum vollständig mit seinen gesammten Schätzen niedergebrannt.
— Die Haussuchungen in den Pariser Hotels dauern fort. So fanden im Hotel Castiglione Nachsuchungen Statt. Es scheint, daß die Polizei auf ein wichtiges Mitglied der Commune fahndet. — Eine große Anzahl von Fremden nichtdeutscher Nationalität, welche früher Paris bewohnten, befinden sich augenblicklich hier. Dieselben haben aber nicht die Absicht, längere Zeit hier zu bleiben. Sie kommen nur, um ihre Angelegenheiten zu ordnen und dann wieder abzureisen.— Dem Berichterstotter der„Times“ in Paris zufolge ist es wahrscheinlich, daß die lästigen Preßbeschrän— kungen demnächst modificirt, wenn nicht ganz auf⸗ gehoben werden, nachdem sich herausgestellt hat, daß sie ihren nominellen Zweck doch nicht erfüllen.
— Es gewinnt den Anschein, als ob in Frankreich doch eine gewisse Besonnenheit zur Geltung käme. Der Jahrestag der Kriegser— klärung gibt Manchem zu denken. Das„Journal des Débats“ schreibt:„Gestern war der erste Jahrestag der tollen Kriegserklärung, welche das Kaiserreich zu Boden warf und Frankreich einem Feinde, der kein Erbarmen und keine Großmuth kennt, ausliefern sollte. Eine große Zahl aus- wärtiger Blätter hat aus Anlaß dieses düsteren Datums vom 15. Juli einen Rückblick auf das verflossene Jahr geworfen. Ein solcher Rückblick darf uns sicherlich kein Gefühl des Hoͤchmutbs eingeben. Selten ist eine Niederlage so vollkommen gewesen, wie die, welche wir erl'tten haben. Diese demüthigende Wahrheit dürfen wir uns nicht unter großen Redensarten und eitlen und abgeschmackten Prahlereien verhüllen. Nein, wir müssen sie im Gegentheil in aller ihrer Härte ins Auge fassen und uns von ihr durchdringen, damit diese ver nichtenden Schläge uns wenigstens heilsam wären; wir müssen die Fehler abstellen, die uns zu Grunde gerichtet haben, und ein Jeder von uns muß einen tiefen Abscheu gegen die Familie gewinnen, welche uns dreimal in einem halben Jahrhundert die Schande der Invasion zugezogen hat. Wir dürfen uns aber auch nicht verhehlen, daß der wahnwitzige Ehrgeiz des ersten und die anspruchs— volle Unfähigkeit des letzten Bonaparte nicht die einzigen Ursachen des Kriegsunglücks sind, welche dem Fremdling die Straße nach Paris geöffnet haben, sondern daß auch unsere persönlichen, nationalen Schwächen die Fehler, die uns eigen sind, wenn auch kein Kaiser uns regiert, einen großen Antheil an unserem Unglück gehabt haben, Es ist jetzt Zeit, diese besonnenen Betrachtungen anzustellen, zunächst um uns zu heilen, dann aber um einst durch eine kluge Politik wieder zu ge— winnen, was wir in diesem unvernünftigen Kriege verloren haben.“
— Es ist hier das Gerücht verbreitet, Pouper— Quertier habe seine Demission eingereicht.— Die Emigration aus Lothringen nimmt große Di— mensionen an. Aus Metz allein sollen 20,000 Menschen auswandern.(27)
Belgien. Brüssel. Auf eine Inter- pellation erklärte d'Anethan, die Regierung babe
eine Pflicht zu erfüllen geglaubt, indem sie den Paßzwang wieder einführte, um das Land vor dem Eintritt gewisser Persönlichkeiten zu schützen, deren Anwesenheit Unzukömmlichkeiten mit sich führen würde.
Großbritannien London. Dem „Standard“ zufolge beabsichtigt Gladstone, den Stellenkauf in der Armee durch ein königliches Deeret aufzuheben.
Italien. Florenz. Von hier wird das Gerücht dementirt, daß der österreichische Ge— sandte Baron v. Kübeck in Rom Schritte wegen einer Aussöhnung des päpstlichen Stuhles mit der italtenischen Regierung gethan habe.
— Dem Parlament in Rom soll ein Gesetz, betreffend die Erhebung Italiens zum Kaiserreich, vorgelegt werden.
Rom. Die wieder neuerdings umtaufenden Gerüchte über den beunruhigenden Gesundheits— zustand des Papstes scheinen diesmal nicht unbe— gründet zu sein.
Turin. Zur Feier der Vollendung des Alpendurchstichs(Mont-Cenis-Tunnel), welche auf den 5. November angesetzt ist, werden große Vorbereitungen getroffen Die Regierung hat, wie versichert wird, eine bedeutende Summe für diesen Zweck bestimmt und sollen Einladungen an alle Mitglieder des am italienischen Hofe accredi⸗ titten diplomatischen Corps ergehen, den Feste bei— zuwohnen.— Pather Hyaeinth geht nach München,
„Friedberg. Aus der Gegend von Wohnbach! Münzenberg u. a. O. laufen die traurigsten Schelde⸗ rungen von den enssetzlichen Verheerungen ein, welche ein überaus schweres, mit beftigstem Hagelschlag begleitetes Gewitter am Abend. des 19. d. dort in den Feldern und den Ortschaften angerichtet hat. Eisstücke in der Größe von Hühnereiern sollen mehrere Minnten lang zur Erde niedergefallen sein. Eisenbahnreisende drachten solche Schloßen mii nach Gießen, wo fünf derselben noche Pfd. gewogen haben sollen. Leider soll der größte Theil der Beschädigten nicht versichert sein.
Hungen. Die hiesige Einwobnerschaft beabsichtigt den aus dem Kriege zurückgekehrten hiesigen Soldaten, 40 an der Zabl, worunter 4 mit dem eisernen Kreuz decorirt sind, zu Ehren nächsten Sonntag auf Kosten der Stadt ein Fest zu geben. Dem Programm gemäß wird des Mittags um 1 Uhr im Gasthaus„zur Traube“ Fest⸗ Bankett stattfinden, an welchem sich voraussichtlich eine große Anzahl Bürger betheiligen wird; bieran wird sich ein Zug durch die Stadt anschließen, dessen Ziel die vor derselben belegene sogenannte Gänseweide sein wird, wo— selbst ein Tanzvergnügen das Fesi zum Abschluß bringen soll. „Frankfurt. Beim Abbruch eines Hauses in der Stelzengasse hat man ein menschliches Gerippe gefunden, das noch mit einem wohlerhaltenen Hemde bekleidet war, Wie man hört, ist das Gerippe das eines Frauenzimmers und war in einem sogenannten Wandschrank eingemauert. Die Haare des Schädels, welcher verschiedene Fracturen hat, sind zum Theil noch wohl erhalten. Das Gerippe wurde sehr vorsichtig seinem Grabe emnommen und dem Pyysicat zur Untersuchung übergeben.
— Hinsichtlich des in der Stelzengasse aufgefundenen Gerippes verlautet, daß nur ein Theil der Knochen und des Schädels als von einem Menschen herrübrend er— kannt wurden, während der weitaus größte Theil der Knochen von Thieren stammt.
Frankfurt. Die Untersuchung über die abhanden gekommenen 12.000 Frs. von den französischen Kriegs⸗ kosten ist in vollem Gange. Die Plombe der sämmllichen Eisenbahnwagen war unversehrt. Der Dieb batte ein Loch in den Wagen gebrochen, durch welches er eindrang.
Mainz. Der unglückliche Finder von zwei je über 1000 L. St. lautenden Creditbriesen und etwa 80 L. St. in Banknoten u. s. w., zusammen eines Werthes von etwas über 30,000 fl., welche ein Amerikaner auf dem Perron des Ludwigsbahnhofes verlor und für deren Rück⸗— llejerung 300 fl. Belohnung ausgesetzt waren, wurde in einem sonst gut situirten Locomotivsührer der Bahn er⸗ mittelt und unser der Beschuldigung des Fundeiebstahls jener bei der Haussuchung erhobenen Effecten verhaftet.
Von Coblenz und Ems liegen Nachrichten vor, daß auch dort am 18. d. furchtbare Gewitter mit an— haltendem starken Hagelschlag sehr großen Schaden ange— richtet haben; Fensterscheiben und Glasdächer wurden in Masse zertrümmert, ebenso haben die Früchte außerordent— lich von dem Unwetter gelitten.
„Straßburg. Am 18. d. hat sich hier eine schauer— liche Begebenheit zugetragen. Auf dem Guttenbergsplatz (Obsümarkt) saß auch heute, wie schon lange, eine ziemlich alte Obsihändlerin, als plötzlich ein Mensch mit einem Messer auf sie zusprang, sie emporriß und ihr mit einem Ruck den Hals durchschnitt, nun aber, in voller, Wuch, sich am Knebelbart packend, den eigenen Kopf in die Höhe zog und sich ebenfalls eine tödtliche Schnittwunde am Halse beibrachte. Nach einigen Secunden war die Frau eine Leiche und ihr Mörder soll im Spital, wohin er ge⸗ bracht wurde, auch bereits gestorben sein. Die getödtete Frau, deren Mann gegenwärtig Galeerenstrafe verbüßt, lebte mit ihrem Mörder in strafbarem Verhältniß; sie soll
dieses schließlich aufzulssen versucht haben, was die Eifer⸗ sucht und den Zorn ihres bisberigen Gesponses hervorrlef.
Bei Forbach hat nach dem„Fr. J.“ ein furchtbares Elsenbahnunglück einen nach Frankreich unterwegs be⸗ findlichen Zug von Ersatzmannschaften des 74. preußischen Infanterie-Regiments betroffen. Eine ledige sogenannte Rangirlocomotive fuhr mit voller Kraft quer in den auf dem richtigen Geleise haltenden Zug ein, drei Wagen
desselben in Trümmer reißend. Neun der Soldaten blieben augenblicklich todt und die Zahl der mehr oder minder schwer verwundeten soll sich auf vierzig belaufen. Die Aufregung, ja Wuth der unverletzt Gebliebenen war un— beschreiblich und drohte dem Siationsvorsteher lebensge— fährlich zu werden, als sich zu dessen Glück xasch die Einsicht verbreitete, daß der Führer der Locomotive, welche das Unglück angerichtet, allein die Schuld trage. Derselb⸗ ist, als der Zusammenstoß unvermeidlich schien, sammt dem Heizer von der Maschine gesprungen und hat die Flucht ergriffen.
Kaufbeuren. Külzlich ereignete sich zwischen Gün⸗ zach⸗Aitrang beim Eilzuge der Unfall, daß eine Knabe von 8 bis 9 Jahcen, vornehmen Eltern von Basel ange⸗ hörig, aus dem Wagenfenster stürzte, während der Zug sich im raschesten Lauf befand. Der Zug konnte nach einer Weile angehalten werden, und die Eltern suchten nun das verlorene Kind. Der Kleine hatte sich aber, da ihm außer ein Paar unbedeutenden Verletzungen nichts geschab, schon auf den Weg zur nächsten Station begeben; nach seinen Acußerungen fiel er schon zweimal in der Schweiz aus dem Coups.
Paris. Es ist bekannt, daß die Wiedererrichtung
der Vendome-Säule ungefähr 300.000 Frs. kosten wird. Interessant dürfte herbei das Factum sein, daß der Fall dae Säule mehr als das Doppelte dieser Summe dem Pariser Handel eingebracht bat. In England sind 1,200,000 Photographien der Säule vor und nach ihrem Falle verkauft worden, in den Vereinigten Staaten über eine Million, in Deutschland gegen 800,000 und etwa eben so viel in verschiedenen andern Ländern. Diese Ziffern, welche die Pariser„Vörits“ meint verbürgen zu können, geben eine Totalsumme von 3,800,000 Photo⸗ grapbien, von denen jede im Durchschnitt zu 50 Centimes verkauft worden ist. Es sind also 1,900,000 Frs. aus diesem Handel gelöst worden, der bei einem Procentsatz von 30 pCt.(mehr bringt solcher Handel in Paris ge⸗ wöhnlich nicht ein) einen Reingewinn von eircg 600,000 Frs. abgeworfen hat.
Aus Neapel wird gemeldet: Die Eruption des Vesuvs ist foridauernd heftig; das Observatorium ist stark bedroht. Palmieri verlangt von der Regierung die An⸗ lage eines Dammes behufs Ableitung der Lava.
Erfrischung der durchpassirenden Truppen. 27. Liste.
An Naturalien: G. Philippi 1 Ohm Bier. b. An Geld. Von C. Th. Kranz hier. fl. 5 aus der bei Herzn Jac. Burk aufge⸗ stellsen Büchse, fl. 18 Summa fl. 23 Hierzu den Betrag von voriger Liste mit fl. 3178 25 kr. im Ganzen fl. 3199. 25 kr. Wir sagen den freundlichen Gebern unsern besten Dank. Am Schlusse unserer Mission können wir es nicht unterlassen, sämmilichen Gebern in Stadt und Umgegend, welche uns in so reichem Maaße milähren Spenden unter- stützt haben, nochmals unsern wärmsten Dank auszusprechen; besonders sagen wir allen Denjenigen unsern besten Dank, die bei der Bewirthung mit Hand an das gute Werk ge⸗ legt haben, bier gedenken wir vornämlich der einzelnen Damen, welche es nicht scheuten, im Winter bei Wind und Wetter und bis zum Schlusse in der Kaffeeküche aus⸗ zuhalten. N Auch den Herren Bindernagel und Schimpff sagen wir noch für die unentgeltliche Aufnahme der vielen Inserate in ihrem Blaite unsern besten Dank. Das Comite.
d
Berichtigung.
In unserer ersten Bescheintgung vom 4. August 1870 wurde überseben 5 N
fl. 22. 35 kr. von den Gem. Beienheim und Weckesheim, gesammelt durch Herrn Seiler Dielrich hier, speziell auf⸗ zuführen und erklären wir hiermit, daß uns diese Summe bebändigt wurde und in der Gesammtisumme von fl. 217. 2 kr. inbegriffen ist. Das Comite.
Kaffeeküche.
Da wir nach Einstellung unseter Thäligkeit nunmehr unsere Schlußrechnung stellen müssen, so bitten wir alle Diejenigen, welche noch Ansprüche und Forderungen zu machen haben, dieselben spätestens innerhalb 8 Tagen dei Herrn J. Koob einreichen zu wollen, indem wir nach dieser Zeit für nichts mehr hasten können.
G. Schwarz, Schriftführer.
Halsbinden
42 und Shlips in schöner Auswahl, sowie Foulards
seidene Umknöpftücher und schy seidene Halstücher de N. Friedrich neben der Post.
ri.


