en Platt. grentlebret dich bares zen Cultus⸗
cht Trup⸗ d Militärbe⸗ itt Artablise⸗ n Gentral t 5250 fl. n 250 fl, 875 f., ein „tin Ober ⸗ 1 131½ l. ut. Case u dit Ber⸗ Feld geistlichen pos ·Eisen · 6 Naßgabe Ignite i. 3. neldtt, ttt zur hatten des
den ingen 28 Kirchen det Abitise 714 geführt, 6 Gabinets „ Aendtrung
— Abends. auf der ganzen Linie äußerst heftig, die der Buttes Montmartre haben ihr Feuer eröffnet. Bis nach Levallois fielen die Geschosse derselben und tödteten 30 Mann Nationalgarden, worauf
Das Bombardement ist heute
Batterien
dem Feuer sofort Einhalt gethan wurde. Die Bomben der Versailler fallen bis zur Mairie von Passy; Auteuil ist arg zerstört. Die Verhaftungen dauern heute noch auf den Straßen von Paris fort.
— 15. Mai. Die Versailler stehen vor den Wällen von Paris von der Porte de la Muette bis zum Thore von Issy und wechselen Schüsse mit den Insurgenten. Die Föderirten haben die Schanze zwischen Vanvres und Issy geräumt. In den Tuilerien und dem Tuileriengarten sind Batterien errichtet, um ein Flankenfeuer gegen die Champs Elysees zu unterhalten. Der Luxem- bourg ist geschlossen und von 4 Bakaillonen National- garde besetzt. Die Commune scheint einen Auf- stand u befürchten. Es herrscht die allgemeine Ueberzeugung, daß eine weitverzweigte Verschwörung gegen die Commune besteht.
— Oberst Masson, der Stabschef des Kriegs- ministeriums, wurde verhaftet. Das 144. Ba⸗ taillon der föderatären Nationalgarde, welches nach Issy beordert wurde, verweigerte den Marsch. Pascal Grousset hat eine Proclamation erlassen, in welcher er die Hülfe der großen Städte an- ruft. Paris, sagt er am Schluß, wird bis zuletzt hinter Barrikaden von Haus zu Haus kämpfen. Das Feuer der Versailler verhindert die wirksame Befestigung der Porte Dauphine(zwischen Porte Maillot und Porte la Muette). Der ganze Westen und Sädwesten von Paris ist jetzt unbe⸗ wohnbar; Bomben und Kugeln regnen überall und verursachen großen Schaden. Die Zahl der Verwundeten und Getödteten ist groß.— Fort Vanvres wurde gestern von der Besatzung ver- lassen und von den Versaillern besetzt, doch weht die Tricolore noch nicht auf dem Fort. Der Fall von Montrouge ist bevorstehend.
Versailles, 13. Mai. Jules Favre gab in einem kleinen Kreise vertrauter Freunde den bestimmten Entschluß kund, nach der Ratification des Friedensvertrag zurückzutreten.— Die deutsche Besatzung von Rouen wird in Kürze abziehen; dafür rückt, wie es heißt, das 10. französische Rürassterregiment als Garnison dort ein
— 14. Mai. Die Breschbatterien sind bereit, das Feuer gegen die Enceinte zu eröffnen.
— 15. Mai. In der verflossenen Nacht hat sich nichts von Belang zugetragen. Dae Feuer der Batterien von Montretout und der anderen auf dieser Seite errichteten Batterien bringt fort⸗ dauernd beträchtliche Verwüstungen in der Um⸗ vallungsmauer hervor. Zahlreiche auf derselben Hacirte Geschütze der Föderirten wurden demon— sürt; andererseits decken die diesseitigen Batterien insere Annäherungsarbeiten, welche ununterbrochen bortschreiten. Im Fort Vanvres wurden gestern 60 Kanonen aufgefunden(2).
— Abends. In der Umwallungsmauer von Paris sind bereits mehrere Breschen sichtbar. Die orte d'Auteuil ist vollständig zerstört. Das Ge⸗ sbützfeuer dauert fort, um die Breschen zu er⸗ eitern.
Rheims, 15. Mai. Das Hauptquartier tes Kronprinzen von Sachsen geht von Com- segne nach Margency: Das Generaleommando E ist von Seulis nach Montmorency berlegt.
Rouen, 13. Mai. Der„Rouvelliste“ sagt: Die Truppen im Lager von St. Germain er⸗ helten die letzte Nacht Befehl zum Abmarsch; kin starkes Corps derselben passirte die Seine auf Jontons zwischen Surenes und Neuilly. General kadmirault hat sein Hauptquartier im Acclimati— saionsgarten aufgeschlagen.— Dasselbe Blatt, Oigan von Pouyer-Quertier, zeigt an, daß be⸗ hefs sofortiger Räumung der drei Departements Seine inférieure, Eure und Somme gemäß der Frankfurter Friedensvertragsclausel Pouyer⸗Quer⸗ ter schon in dieser Woche eine halbe Milliarde * Deutschland bezahlen wird.
. Großbritannien. London. Im Ober⸗ haus kündigte Lord Russell für nächsten Montag einen Adreßantrag an, dahin lautend, daß die Königin den Vertrag von Washington nicht rati⸗ ficire, insofern in Folge davon England durch völkerrechtliche Grundsätze gebunden würde, welche vor dem amerikanischen Bürgerkriege nicht existirten.
Italien. Rom. In den nächsten Tagen wird ein Circularschreiben Antonelli's abgehen, in welchem das in Betreff des Papstes von dem italienischen Parlament beschlossene Garantiegesetz zurückgewiesen wird.
K Friedberg. Es ist sonderbar, daß das Postamt Friedberg im Vergleich zu anderen Postanstalten hinsicht⸗ lich seiner äußeren Räumlichkeit so stiefmütterlich behandelt wird. Die kleinste Postexpedition unserer Umgebung hat keinen so Armlichen, ungesunden, den Anforderungen des Publikums so wenig entsprechenden Schaltervorplatz auf— zuweisen, wie das hiesige Postamt. Wäre es nicht endlich einmal an der Zeit, durch Errichtung eines verschließbaren Glasverschlags oder durch sonstige zweckmäßige Veränderung einem längst gefühlten Uebelstande abzuhelfen und dadurch den Wünschen des Publikums wie der Postbeamten, deren Gesundheit in noch viel höherem Grade gefährdet ist, ge⸗ recht zu werden. Auf wiederholt vorgebrachte münd— liche Beschwerden hat das Postamt auch bereitwilligst Abhülse versprochen; wir hoffen, daß in diesem Sommer dies Versprechen sich bewahrheiten und uns demnächst ein anständiges verschließbares Schaltervorzimmer vor den Unbilden der Witierung schützen wird.
Aus Baden. Ein Freiburger Blatt bringt eine Mittheilung aus Kehl bezüglich der dort auf der Heim⸗ reise durchpassirten Mannschaft(ca. 15 Mattosen) eines don den Franzosen in den japanesischen Gewässern ge⸗ kaperten Bremer Kauffahrteischiffes. Der Einsender hat die Leule, darunter 16jährige Schiffsjungen, die nach einer mehr als 7monatlichen Gefangenschaft eutlassen worden, selbst gesprochen und über ihre Erlebnisse, nament⸗ lich ihre Behandlung als Gefangene, befragt, und da lauteten denn die Erzählungen wirklich haarsträubend hin⸗ sichilich der über Alles gehenden brutalen und unmensch⸗ lichen Behandlung. Bei äußerst schlechter und forlwährend unzureichender Verpflegung(Wasser und Schiffozwieback) mußten sie noch die schwersten und niedrigsten Arbeiten verrichten, sogar die Matrosen und Schiffsjungen des französischen Kriegsschiffes bedienen und sich von diesen alle möglichen Quälereten gefallen lassen. Wegen einer Beschwerde über die Verweigerung der Mittel zu ihrer körperlichen Reinigung wurden sechs mit Keuen aneinander geschmieder und sieben Tage lang zu gleichfalls aneinander geketteten Chinesen in den untersten Schiffsraum geworfen, wo sie sich in ihrem eigenen Unrath aufhalten und legen mußten.(1) Dieß Alles könnte übertrieben scheinen, ttimmten nicht leider manche andere Erfahrungen damit überein. Trotz aller Mißhandlungen und Enbehrungen verloren die deutschen Malrosen keinen Mann und mußten sie häufig hören:„Diese deulschen Hunde, diese Bestien sind nicht umzubringen; sie haben ein Leben wie Katzen.“ Auch auf ihrem Transporte durch Frankreich hatten die Leute noch viel von dem Pöbel zu leiden und nur der Schutz der Gendarmen und Liniensoldaten wahrte sie vor Mißhandlung und Tödtung.
Vom Rhein. Der Pariser Oberst Rofsel ist dem Rh. K. zusolge nassauischet Herkunft. Sein Valer ist zu Bleiden⸗ siadt im Untertaunuskreise geboren, ließ sich später als Inftüuts-Vorsteher in Aachen nieder und heirathete eine Französin, die nach dem Tode ihres Mannes mit ihren Söhnen nach Metz auswanderte. Dombrowski, der ihn im Commando ersetzte, soll früher in der Schweiz zu acht Monaten Gefängniß und Landesverweisung verurtheilt worden sein, weil er einem in Nähmaschinen reisenden Handelsagenten 2000 Franes gestohlen hatte.
Bonn. Ein mysteriöser Vorsall hält bereits seit mehreren Tagen weitere Kreise in großer Aufregung. Vorigen Samstag Abend ist Dr. T., Assistent der hiesigen Sternwarte, bekannt durch seine Theilnahme an der von Preußen vor mehreren Jahren zur Beobachtung der großen Sonnensiusterniß entsendeien Expedition, auf dem Heim⸗ wege aus einer Gesellschaft spuxlos verschwunden. Mehrere andere Mitglieder unserer Universität begleiteten noch den Dr. T. eine Strecke und nahmen dann Abschied von einander, ohne daß irgend etwas Auffälliges an Dr. T. bemerkt worden, so daß man vielfach geneigt ist, zu glauben, Pr. T. sei das Opfer eines Verbiechens geworden. Trotz der eifrigsten Nachforschungen hat es bis jetzt nich: gelingen wollen, das undurchdringliche Dunkel irgend zu heben.
Berlin. Der Historiker Fr. v. Raumer hat am Sonntag sein 90. Lebensjahr angetreten. Straßburg. Ein früherer französischer Soldat, Elsässer, ist vor Kurzem dem bier befindlichen 25. deutschen Jufanterie-Regiment als Musiker beigetreten. Der Arme i nun seitber hier kaum seines Lebens mehr sicher. So mußten gestern 3 Individuen, die sich während der Parade— musik guf dem Broglie an ihm zu vergreifen suchten, ver⸗ haftet werden und heute wieder hatte ihn die Polizei vor Beschimpfungen zu schützen. Man sollte sich weniger wundern, wenn nicht alle diese„Patrioten“, zu Denen gehörten, die sammt ihren Frauen und Kindern läglich [von ber deutschen Regierung umsonst gespeist werden.
Landwirthschaftliches.
Die Vertilgung der Maikäfer. Aus vielen Gegenden kommt die Nachricht, daß die Maikäfer in biesem Frühjahr sich in außergewöhnlich großer Anzahl zeigen. Der Maikäfer nährt sich während seiner Flugzeit von dem Laub der Bäume und Sträucher— bei massenhaftem Vorkommen nur zuerst verwüstend— und legt demnächst nach der Begattung seine Eier, 20 bis 30, im Boden ab, in wenigen Wochen enisteht aus diesen der Engerling und o ist dann für die kommenden Jahte die Engerlingsplage begründet. Wie ist dieser Plage abzubelfen? Am meisten wird dies immer geschehen durch Hegung der natürlichen Feinde der Engerlinge und Maikäfer, der Maulwürfe, der Saatkrähen, der Eulen, Bussarte, Staare und einer Menge anderer insekteufressender Vögel. Aber es kann auch Vieles geschehen durch unmittelbares Eingreifen. Die Natur hat gerade in dieser Beziehung einen unverkenn⸗ baren Wink gegeben dadurch, daß der Malkäfer während seiner Flugzeit gegen Morgen sich auf Bäume und höhere Sträucher begiebt, dort eine Anzahl von Stunden in einem schlummeräbnlichen betäubten Zustand verharrt und während dieser Zeit leicht abgeschüttelt werden kann. Hierdurch können ungeheure Mengen des verderblichen Jnsektes unschädlich gemacht und in gleichem Grade die Verwüstungen des Ungeziefers für die nächsten 4 Jahre eingeschränkt werden. Nun liegt es aber auf der Hand, daß nur ein gemeinsames, ganz allgemeines Einstehen für diesen Zweck letzteren bis zu einem bedeutenderem Grade erreichen lassen kann. Erfahrungen haben gelehrt, was auf diesem Wege erreicht werden kann. Zu solcher ge⸗ meinsamen Arbeit regt nun nicht nur die Gewißheit an, daß dadurch ein mehrjähriger Schaden an Feldfrüchten ꝛc. abgewebrt wird, sondern auch noch der Umstand, daß die Maikäfer sowohl ein werthvolles Futter für Federvieh und Schweine, als auch einen guten Dünger gewähren. Der Centner Maikäfer hat bei dem reichen Gehalt derselben an Stickstoff, sowie an Fett⸗ und minerallschen Stoffen einen Düngerwerth von 20 bis 21 Sgr. Zum Zweck der Verwendung zum Dünger empfiehlt es sich, die ge⸗ tödteten Maikäser 1—1½ Zoll boch auszubretten, ste mit staubigem gelöschtem Kalk zu überstreuen, nächstdem eine Erdschichte folgen zu lassen und dann mit diesem Auf⸗ schichten fortzufahren. Auch ein schichtweises Vermengen mit dem Stallmist auf der Düngerstätte wird den Zweck erteichen lassen. Nach allem diesem liegt es im eigendsten Interesse der Landwirthe und Gemeinden, während der Flugzeit ein allgemeines Einsammeln der Maikäfer zu veranlassen. Das Sammeln der Maikäfer muß beginnen, sobald sie erscheinen, es darf nicht abgewartet werden, bis große Massen da sind, weil dann die meisten schon ihre Eier abgelegt haben. Die Flugzeit dauert circa 5— 6 Wochen, die Morgenstunden von 5—8 Uhr find zum Sammeln die geeignetsten, ebenso rauhe Tage. Das Sammeln geschieht so, daß die Maikäfer auf untergelegte Tücher geschüttelt und in Säcken gefüllt werden, welche dann zuzubinden sind. Getödtet werden die Maikäfer am besten, wenn sie in den geschlosseuen Säcken in siedendes Wasser eingetaucht werden; wo ein Dampfk ssel zur Ver⸗ fügung steht, kann die Tödtung auch mit heißen Dämpfen ausgeführt werden. Werden die Maikäfer zu Dünger verwandt, so muß die Tödtung so geschehen, daß auch die Lebensfähigkeit der Eier zerstört wird.
Literarisches.
Der große Krieg hat eine fast unübersehbare Reihe von Zeitschriften und Büchern hervorgerufen, welche ihn zu schildern und zu illustriren suchten. Eine hervorragende Stellung unter diesen einzunehmen, dazu bedurfte es außerordentlicher literarischer und künstlerischer Kräfte, und diese vereinigen sich in keinem Unternehmen in so reichem und glänzendem Maße als in der Zeilschrift: „Vom Kriegsschauplatz“(Stuttgart, Hall⸗ berger), welche zweis, ja dreimal in der Woche er⸗ erscheinend— eine in der illustrirten Literatur unerhörte Thatsache— weitaus die größte Masse von Illustrationen brachte, und durch die ebenso gediegene als anziehend und verständlich geschriebene Geschichte des Kriegs, wie durch ihren übrigen Text, ihre Karten und Pläne an der Spitze aller ähnlichen Untenehmungen ging. Ein glücklicher Ge⸗ danke des Verlegers war es, was zuerst in Form einer Zeitschrift erschienen und das Gepräge einer solchen tragen mußte,— die Bilder konnten weder in geordneier Reibe folgen, noch bei der drängenden Zeit von gleichem Werthe sein— zu einem geordneten Buche, zu einer wirklichen Ge⸗ schichte zusammenzufassen, seinen verschisdenen auf den Krieg bezüglichen Unternehmungen die besten, werthvollsten Bilder zu entnehmen, Pläne und Karten in noch reichetem Maße und am passendsten Orte einzurethen, um Alles recht an⸗ schaulich und klar zu machen und dazwischen unterhaltende Stücke aller Art einzureihen— kurz eine Geschichte des Kriegs dem Volke und Krieger zu bieten, wie es eben das Volk und der Krieger der aus dem Felde heimkehrt, braucht und getue liest. Das ist die Volks⸗Ausgabe„Vom Kriegsschauplatz“. Wir wüßten kein schöneres und billigeres Geschenk für den Soldaten bei der Heimkehr, als eben dies Buch, und so sei es Volk und Krieger auf's Wärmste empfohlen! 4
Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorräthig:
Der Canarienvogel.
Genaue detaillirte Beschreibung der Hecke, Behand⸗ lung der Jungen, Krankbesten ꝛc., nebst Anweisung, Vögel von allen Farben zu züchten. 2. Auflage.
Preis: 27 kr.


