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Geiluge.
Hberhessischer Anzeiger.
M 32.
* Friedberg. Das Generalpostamt macht Fol- gdes bekannt: Da die Heimkehr der auf sranzoͤsischem Gebiete und in den neu erworbenen Landestheilen stehen— de Landwehrbataillone, Reserve-Jägerbataillone, Reserve— Cvalerie-Regimenter, Reserve-Batterien und der Ersatz buaillone derjenigen Regimenter, welche nicht zur Besetzung de neuen Provinzen bestimmt sind, nahe bevorsteht und,
whrend die Truppen sich auf dem Marsche befinden, die
Löglichkeit regelmäßtser Auelieserung von Post Sendungen a dieselben sehr beschränkt ist, so empfiehlt e sich, die Wendung besonders von Geldbriesen an Offiziere und Pannschaften der gedachten Truppenthbeile so lange aus⸗ Netzen, bis dieselben wieder nach ihren Friedensorten wückgekehrt sind. Das Publikum wird ersucht, bis dahin uvm der Einlieferung von Geldbriefen Abstand zu nehmen.
Frankfurt. Wie die„Fiks. Pr.“ meldet, ist dieser Age die 44 Mann starke Abtheilung des 2. Feldlazareths ( Armeccorps), welches bei dem Kampfe der Brigade zutler gegen Garibaldi vor Dijon sammt Verwundeten gangen worden war, hier durchpassirt. Ueber die er⸗ nene Behandlung und den Transport erzählten die wckeren Pommern ungefähr Folgendes:„Als unsere Bigade nach heftigem Kampfe der großen Uebermacht nüchen mußte, war unser General genöthigt, das ganze Lzareth, welches jedoch noch nicht etablirt war, zutück— wassen. Die Aerzte suhren in ibrer Arbeit fort, als uns d Feind gefangen nahm; allein derselbe ließ sie nicht wlenden, er führte uns und jene schleunigst ab, so daß 3 B. ein Ampulirter nicht fertig verbunden werden konnte. Zurch diese Grausamkeit und durch die Raubgier der Danctireurs und anderer Banden verloren wir zugleich ufer ganzes Gepäck, welches wir in einer Scheune ab— gent hatlen, wir durften es beim Abmarsch nicht holen, manchem von uns wurde der Mantel vom Leibe ge⸗ en und das bei jener Kälte! Unsere armen Verwun⸗ den blieben liegen, es mögen wenige davongekommen en. Wir wurden nun nach Dijon hineingebracht, wo 11s ein feindlicher Chef, es kann Garibaldi selbdst gewesen zu, in dem großen Saale besuchte und für Verpflegung gte. Von da ab aber wurde es schlimm; wir kamen dc Lvon und dort, sowie später in Montpelliar, wurden de mehrere Nächte in Kellern gefangen gehalten. Auf im Marsche durch die Stadt wurden wir in jeder Weise mullitt, mit Kolh und Steinen beworfen und bespien, und unsere Escorte konnte uns kaum gegen den wüthenden Joel schützen, welcher uns absolut umbringen wollte. Syter wurden wir dem Pack für 2 Sous Eintrittsgeld igt Der Transport bis nach Villefrance an den enden dauerte 6 Tage; während dieser ganzen Fahrt damen wir nichts Warmes, nur Brod, kum Wasser. lisere Rückfahrt nach den deutschen Vorposten war nicht u besser als die Hinreise: wir wurden nach Orleans tracht und daselbst ausgeliefert. Von da sind wir über Gicbeil hierher gefahren.“ Die meisten Leute waren aus⸗ tt ungert und schwach, manche krank; sie entwickelten chen guten Appetit, als das freundliche Damencomiis aa hier belfend eintrat. Außerdem wurden die Armen ut Leibwäsche und Tabak beschenkt. Acußerst vergnügt wren sie von dannen.
Frankfurt. Am Sonntag kamen 900 f. Z. von u Franzosen gefangene Deutsche, theils Bayern tils Preußen, hier durch. Dieselben entwarfen ein
gruenbaftes Bild über die ihnen zu Theil gewordene handlung. Nur ein Bayer scheint es besser angetroffen u haben, denn derselbe hatte in Frankreich sein Herz c loren und führte mit Erlaubniß seiner Eltern eine anzösin als seine Frau heim i Frankfurt. Eine Anzahl Frankfurter, welche seit ner Reihe von Jahren in Paris etablirt und theilweise e Häuserbesitzer sind waren bei dem Friedensschlusse Paris zurückgekehrt. Dieselben fanden zwar ihr entbum unversehrt, jedoch in einem Zustande wieder, elcher auf cinen häufigen Gebrauch von Oritlen schließen 5. Die Zußsände in der Hauptstadt schildern sie als anz unerträglich; sie waren den gröͤbsten Insulten und gedrohungen ihres Lebens ausgesetzt, weßhalb sie es vor— hen, so schnell als möglich nach Franklurt zurückzukehren. nige beabsichtigen, nach Verkauf ihrer Pariser Liegen— haften für immer in der Vaterstabt zu bleiben; andere bellen in einem Vierteljahr den Versuch machen nach Junkteich zurückzukehren. N 1 Darmstadt. Die„H. V. bringen folgende Mit⸗ hilung: Das allgemeine kirchliche Friedensfest wird höchst— vihrscheinlich in ganz Deulschland auf des Kaisers Ge— Mrlsilag, am 22. d. Mi,, gefeiert. Ueberall trifft man virbige Vorbereitungen dazu. Zu Festgesängen empfehlen dir daher angelegenilich die von Stabteantor Völsing „ Darmstabt herausgegebenen drei Friedenslieder. y etlichen Orten haben sich die Jungfrauen creinigt, in mit den Schulkindern gemeinsam, da bie Jünglinge zh zum großen Theile im Felde weilen, die Festgesänge uus zuführen. Wahrlich, eine schöne Aufgabe, die nicht ine Segen bleiben wird. Wenn auch wegen Kürze der tes nicht überall möglich ist, die Gesänge mehrstimmig
müben, so wird schon die einstimmige Ausführung mit
gel begleitung Aller Herzen llef ergreifen.— Zur außer⸗ Naa 345 1 wir desselben Versassers J) Hurrah Germania! 2) An Deulschlands Heer. ) Deuisches Soldatenlied. 4) Zum Gebächtniß der ge— enen Krieger. 5) Des gefallenen Kriegers Kind. 0 Deutsches Reiterlied. 7) Wer liebt nicht warm sein
Vaterland? Bestellungen: bet allen Buchhandlungen und bei dem Herausgeber, sowohl auf einzelne, als auf alle diese Lieder. Die Nr. 1—0 sind auch für gemisch ten Chor oder für Gesang und Clavier zu haben. Von Dar mstadt schreibt man, daß das bei Beginn des Krieges prophetisch erklungene„Eilgut nach Paris“ jetzt einer anderen Devise Platz gemacht hat, indem an den Wagen, in welchen sich heimkehrende Soldaten be— finden, jetzt oft zu lesen ist:„Eilgut nach Muttern“. Gute Heimkehr den Wackeren allen! JNeustadt a. d. H. Bei dem Festzuge, der sich aus Anlaß der Friedensfeiet am Sountag durch unsere Stadt bewegte, befand sich auch die schwarz⸗roth⸗goldene Fahne, welche im Jahre 1832 bei der Versammlung der deulschen Patrioten aus allen Gauen dem Festzuge auf das Hambacher Schloß vorangetragen wurde. Sie wurde seildem durch ihren seinerzeitigen Träger, den ver— storbenen Herrn Phil. Abresch, und dann dessen Sohn, den heuligen Träger, Herrn Eugen Abresch, gegen polizei⸗ liche Untersuchungen in den verschiedenen Zeiten der Reaction(nach 1832 und nach 1848) treu bewahrt. Berlin. Mit einem Santtätszuge ist dieser Tage der verwundete Lieutenant v. Heß vom Garde- Artillerie regiment hier eingetroffen. Derselbe wurde bei Le Maus verwundet; es ist ihm ein Fuß amputirt und hat er außerdem 32 offene Wunden. Trotz dieser fürchterlichen Verwundung hofft man den Bedauernswerthen am Leden erhalten zu können. Auf Befehl des Kaisers und Königs wurde derselbe von einem Stabsarzt begleitet. Er ist nach dem hiesigen katholischen Krankenhause gebracht worden.
Aufforderung.
Der Unterzeichnete macht bekannt, daß ihm von mehreren Orten Amerika's, insbesondere aber durch das deutsche Hülfs-Comité in Mil- waukee in Wisconsin, eine nicht unbedeutende Summe zur Disposition gestellt wocden ist, mit dem Auftrage, dieselbe zum Besten der Hinter— lassenen, Wittwen und Waisen der in dem deutsch— französischen Kriege Gefallenen oder Verwundeten zu verwendea.
Es werden daher hiermit alle Diejenigen, welche Anspruch auf eine derartige Unterstützung erheben zu dürfen glauben— und zwar zunächst aus dem Großherzogthum Hessen— aufgefordert, sich in frankirten Briefen unter Darlegung ihrer Verhältnisse, Bedurfnisse u. s. w. bald möglichst an den Unterzeichneten wenden zu wollen. Eine Beglaubigung dieser Darlegung durch die je— wesligen Herren Geistlichen, Ortsvorstände oder sonst völlig glaubwürdige Personen ist erforderlich.
Dr med. Louis Büchner in Darmstadet, Grafenstraße Nr. 39.
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Gustav-Adolf-Stiftung.
Friedberg. Der Verwaltungsrath des Hauptvereins der Gustav Adolf Stistung im Großherzogthum Hessen hat folgendes Ausschreiben an die Vorstände der Zweigvereine erlassen: Als wir mitten im Kriege vor unserm Reformations— feste an die Gemeinden uns wandten, geschah es in der freudigen Hoffnung, daß sie gerade in so schwerer Zeit auch derer liebend gedenken würden, die seit Jahren an diese helfende Liebe angewiesen sind. Und unsere Hoffnung hat uns nscht ge— täuscht. Die Reformationscollecte hat mehrere hundert Gulden mehr ertragen, als im Jahte 1869. Aber so dankbar wir auch dafür sind, so müssen wir doch gerade jetzt, da es sich um die Jahresbesträge handelt, unsere frühere Bitte mit allem Nachdruck erncuern. Es hat sich hier und da die Ansicht ausgesprochen, man solle in diesem Jahre die Sammlungen einstellen im Hin blick auf die größen Opfer, welche allenthalben der Krieg auferlege. Allein geschäbe es, was soll dann aus unsern Gustav-Adolfs Gemeinden werden, die seit ihrem Bestehen auf die jährliche Hulse des Vereins hoffen und hoffen müssen? Schwer ist die Zeit, aber so schwer sie ist, der vangetische Christ hat auch in schwerer Zeit noch immer etwas für seine Kirche und ihre hülfsbe— dürftigen Kinder. Darum bitten wir Sie, greifen Sie, wenn es noch nicht geschehen, ohne Säumen und im freudigen Vertrauen auf die Macht evan— gelischer Liebe die Sammlung an. Wir sind dessen in guter Zuversicht, es wird sich lohnen.
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Erfrischung
der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im hiesigen Bahnhofe. 21. Liste
der Gaben aus hicsiger Stadt und Umgegend An Naturallen: 8 Laib Brod von Friedberg. An Geld: Major Jäger, hier 10 fl., H. Schimpff beim Friedensabschluß 10 fl., durch Verloosung hier 1017 fl. 57 kl., von Mathildenstift(Ausgaben für Verwundete bis Ende Februar) 354 fl. 8 kr., Büchsengeld 10 k., zusammen 1392 fl. 15 kc., hierzu vorige Lite mil 398 fl. 19 ke., im Ganzen 1790 fl. 34 ke,, wofür wir allen freundlichen Gebern unsern besten Dank sagen. Wir können es nicht unterlassen, den Damen hiesiger Stadt, welche sich besonders um die Verloosung, die eine so große Einnayme uns brachte, verdient gemacht haben, unsere volle Ancikennung auszusprechen und denselben hiermit nochmals unsern besten Dank öffenilich abzusta tten.
Durch die Rückkehr der Truppen haben wir jedenfalls noch sehr große Ausgaben zu machen, besonders da wir unsere Krieger und Sieger so bewicthen müssen, wie sie es verdienen. Wir richten deßhalb nochmals an Um- gegend und Stadt die Bitte, uns mlt
Geld, Brod, Butter und Fleisch weiter zu unterstützen.
Friedberg den 15. März 1871.
Das Comité.
Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung
der verwundeten und erkrankten Soldaten sind vom 20. Februar bis 12. März ferner eingegangen und werden
dankbac bescheinigt: kc. von Herrn Joh. Mörler II. in Ockstadt ge⸗
sammelt auf d⸗u Hochzeiten seinec beiden
Söhne 8— durch Hrn. Gg. Krauch durch einen Vortrag
in dessen Wiribschaft— 23 von Frau Bürgermeister Best in Bruchenbrücken 8 durch Herrn Pfarrer Breidenstein Kirchenopfer
von Södel 12 17 durch Hrn. Pfarrer Walloth Kirchenopfer von
Ostheim 9— von Ober⸗ und Nieder⸗Rosbach bei der Stroh⸗
Collckte 154 durch Hrn. Regierungsrath Trapp aus der
Synagoge von Mänzenderg— 36 durch Hen. Pfarrer Müller Kirchenopfer aus
Nieder-Rosbach 9 44 von den monatlichen Spendern Friedbergs
pro Februar 89 36 von Hrn. Ph. Ad Schneider in Södel durch
Ausspielung eines Bildes der Schlacht bei
Königsgtätz 5— durch Hru. Baumeister Reuß Reinertrag des
Conceris des verehrl. Mußkoereins dahier 60— von Hrn. Major Bichmann 5 von Hin. Hr. Langedorf 5— von einer Södler Damen-Gesellschaft 1 36 don Hru. Or. König in Dorheim 22 von Hrn. Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1— durch denselben Kirchenepser aus Fauerbach 145 von Hen. Isak Stern in Bruchenbrücken
Wieggebüdren— 20 durch Hrn. Bürgermeister Reitz in Sdͤdel ge—
sammelt von Hrn. Peter Fourier bei der
Friedensfeier 6 15 durch Hru. Decan Blumhof Kirchenopfer aus
Melbach 11 58¼
An Materialien: Von Frau Bürgermeister Best in Bruchenbrücken zwei Säckchen Dörrobst; aus den Ge— meinden Fauerbach, Ossenbeim, Baueruheim, Dorbeim, Ober- und Nieder-Rosbach, Ober- und Nieder-Mörlen Stroh zu Strohdecken und Füllung der Strobsäcke in den Lazarethen; von Heu. Landrichter Reitz 6 Flaschen Wein; von Hrn. Gasthalter Holler in Fauerbach 1 Korb Weißkraut
Friedberg den 12. März 1871.
Für das Comits: J. Huber, Rechner.
Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg eit vorräthig:
Zur Friedensfeier.
3 Festchoͤre von Ehr. Völsing. Preis sür die dresstümmige Ausgabe 6 kr. Preis für die Ausgabe für Chor und Orgel 18 kr.
Ferner sind auch die früheren Publicattonen von Ehr. Völsing noch zu baben:
Fünf Kriegslieden Preis 9 kr. Hurrah Germania 1„ Hurrah Germania für Chor„ 18„ Drei Lieder für Chor* 1


