Ausgabe 
7.1.1871
 
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Samstag den 7. Januar.

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erhessischer Anzeig

er.

Enthält die amtlichen Erlasse für,den Kreis Friedberg.

Flitdberget Jutelligetzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. a

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Mit dem 1 Januar beginnt ein neues Abonnement auf den O berhe Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. und bemerlenswerthesten Tagesbegebenbei Aussätze, landwirthschastliche und gewerbliche Mittheilungen, geschästliche Nachrichten, Markt-

ten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Ex

und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt

Anekdoten, Rätbsel, Bildercäthsel ac.

Das Abonnement beträgt bei der Verlagserprdition ohne Bringerlohn halbjährlich

jährlich 47 kr. mit Bringerlohn.

ssischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der intetessantesten

trablätter, allgemein belehrendt und unterhaltendg

und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatepapieren

interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte,

1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel

Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersag mit 8 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden.

brechung eintritt.

Den verehrlichen Abonnenten in Abbestellung erfolgt.

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Bestellungen beliebe man bal digst zu machen,

blesiger Stadt werden wir das Blatt auch für d

damit in der Zusendung des Blattes keine Unter-

as neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaktion. g

Betreffend Taubffummenffatiffsk.

an die Schulvorstände zu Assenheim,

Amtlicher Theil.

Friedberg am 3. Januat 1871.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedbetg Beienheim, Butzbach, Juedberg, Griedel, Ilbenstadt, Kirch⸗Göns, Münster, Fauerbach v. d. Maibach, Bodenrod, Nieder-Mörlen, Rockenberg, Staden, Wolfersheim, Weckesheim,

H., Wickstadt und Wohnbach. N

Die Erkedigung unserer Verfügung vom 3. v. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 145, bringen wir in Erinnerung.

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Kriegsnachrichten.

Offteiel l militärische Nachrichten. W 3. Jan. Vor Paris auf der Ostfront am 3. Jan. diesseits lebhaftes Geschüg · feutr, welches der Feind nur aus Fort Nogent

schwach erwidert. v. Podbiele y. Boulzicoutt, 3. Jan. Mezieres ist gestern Mittags 12 Uhr von den preußischen Truppen tesetzt worden; üder 2000, Gesangene gemacht, darunter 98 Offiziere. 106 Geschütze wurden

erbeutet und viele Vorräthe an Lebensmitteln.

v. Woyna.

General v. Manteuffel telegrapbirt:Amiens, 3. Jan. General Prinz Bentheim überstel mit Truppen des 1. Armertorps früh Morgene die Franzosen auf dem linken Seineufer. 3 Kanonen und 3 Fahnen wurden genommen, 500 Gefan⸗ gene gemacht. 111

Ferner telegraphirt General Prinz Bentheim: Rouen, 4. Jan. Theile der 1. Diviston und das 44. Regt überfielen den Feind in Moulinaux la Londt und nahmen 8 Offiziere, 300 unverwundete Gefangene, 2 Geschütze und 3 Fahnen. Die Verfolgung geht über Bourgachard hinaus. Das Gesecht dauerte den ganzen Tag über(La Londe nordwestlich von Elboeuf; Bourgachard westlicher.) 1

Aus einem Telegramm Sr. Maj. des Königs an J. M. die Königin: Versailles, 5. Januar, 10 Uhr Morgens. Seit 9 Uhr Morgens beginnt die Beschiißung der Südforts vor Paris bei herrlichem windstillen Wintertage und 9 Grad Kälte ohne Schnee. Wilhelm.

Bourogne(Arrond. Belfort), 4. Januar. Am 2. Recognoscirungsgesecht bei Croix, südlich Delle, in Folge dessen 200 zurücgedraͤngte Fran⸗ josen senselts der schweizer Gränze entwaffnet wurden. Die Belagerung har ihren Fortgang.

v. Tresdkow.

Amiens, 4. Jan. Am 2. und 3. Januar blutige, aber siegreiche Kämpfe vorgeschobener Ab⸗ sheilungen der 1. Armee bei Bapaume. Am 2. zämlich wies die 30. Brigade von Mittag bis Ubend alle Angriffe überlegener feindlicher Massen b und machte dabei 200 Gefangene. Am 3.

behauptete sich die versammelte 15. Diviston und ein Detachement unter Prinz Albrecht Sohn in neunstündigem Kampfe gegen zwei seindliche Armee⸗ corps, webe unsere Truppen am Abend zwei Dorer mit, dem Deionnet nahmen und wieder einige Hundert Gefangene machten. Der Feind trat nach den erlittenen außerordentlichen. Ver⸗ lusten in der Nacht zum 4. den Rückzug nach Arras und Douai an, wobti die verfolgende Ca- dalerie feindliche Bataillone krselgreich atlaquirte und dabei noch, Gefangene machte. N Graf Wartensleben,

Amiens, 4. Jan. Von der 1. Armee hal General v. Bentheim am 4. Jauuar früh die feindlichen Truppen auf dem linken Seineufer unter General Rope überfallen und zetsprengt, ihnen 3 Fahnen, 2 Kanonen, 4500 Gefangene abgenommen. v. Sperling.

Versaflles, 5. Jen. Genkral v. Man- teüffel meldet:Der Feind ergriff am 2. Mittags mit ffarken Massen die Offensive, Brigade Strubberg bei Savignz wies mit geringem eigenen und großem feindlichen Verluste alle Angriffe bis zum Abend zurück und machte 250 Gefangene. Am 3. behauptete General v. Göben mit der 15. Diviston und dem Dctachement Prinz Albrecht Sohn die Stellung bei Bapaume glorrtich gegen die feindliche Nord-Armee und machte 260 Ge⸗ fangene. Der Feind hatte außerordentlich große Verluste und trat in der Nacht den Rückzug an, von diesseitiger Capalerie versolgt. Vor Parts setzten am 4. unsere Batterten gegen die Oslfront trotz vichter Nebel die Beschleßung fort,

v. Podbielskp.

Hauptquartier Bersfallles, den 2. Jannar. Seit dem Splvesterabende sind die Forts ruhig, man berestet sich gegenseitig zum großen Artillerie- lampfe vor. Nach der Einnahme von Mont Avron wird unsere Artillerse im Osten mit der Beschießung der Forts Roeny, Romain ville und Aubervillers beginnen, während man im Süden fündlich die Beschleßung des Forte Issp von Meudon aus e wartet. In der vergangenen

Nacht sollen die Geschütze vom Artslleritparke zu

den Speise ausreicht) um so fühlbarer ist. haben Unruden in der Stadt begonnen, ein Theil

Billa Coublap in ihre Positionen eingefahren worden sein. Noch hat also das Feuer auf die Pariser Forts nicht von allen Seiten begonnen, und schon sind alle aus Paris herausgelangende Nachrichten voll K a de Men Selbst⸗ vertrauen des Bevölkerung, der Glaube an die Unüberwindlichkeit der Schanzen, an die Ueber⸗ legenheit der französischen Artillerie und an die Unmöglichkeit, daß die Kugeln der preußischen Batterien die Stadt erreichen, könnten alle diese eiteln Hoffnungen sind geschwunden und daben der allgemeinen Muthlosigkeit Raum gegeben. Dazu tritt die furchtbare Kälte, die dei dem Mangel an Brennholz(das in genügender Quan⸗ dität nur mit schwerem Gelde zu erkausen ist, den Unbemittelten in Nationen zugetbeilt, kaum zur Bereitung der täglichen, immer kärglicher werden⸗ Schon der Armee muß in der Stadt zur Abwehr dog Kusstandsversuchen consignirt gehalten werden, die Truppen können der Kälte und der leichten Be⸗ kleidung wegen im Freien nicht Verwendung finden, da in einer Nacht 600 Mann erkrankt und 200 erfroren sein sollen. Außerdem aber find Ge⸗ bäude, welche für bombensest gehallen wurden, bereits zertrümmert. Bembardement, Dunger und Kälte, werden nun bossentlich bald Paris zum Falle bringen.

Dem Angriff auf den Mont Avron und die benachbarten Forts wird ein solcher auf den Mont Valerien folgen. Die preußische Artillerie konnte sich in Garches und Genne⸗ villiere zu diesem Behufe einlogiren.

Versailles. DerK. Z. schreibt man; Am Morgen des 29. wurde das ganze Plateau des Mont Avron von Truppen des 12. Corps besetzt und die französische Batterie alsbald mit unserem schweren Geschüg armirt. Schon am selben Tage, dem 20., halte man Gelegenheit, die Tragfaͤhigkeit unserer Geschüge weiter zu erproben. Auf der Ostbahn kam ein Eisenbahnzug bis Noisp⸗ le- See berangedampft, voran elne der neuen Panzer- Lokomotiven, die auch ibrerselts mit von der Partse sein wollse und neben den Forts eig ilemlich heftiges Feuer gegen uns eröffnete. Aber