Ausgabe 
5.8.1871
 
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dienten Kriegsgratificationen des Reichs im Betrage von 30000 fl. unter den Beamten der Bahn zur Verthellung gekommen. a 4

Darmstadt. Im Jahre 1861 beförderte die Station Darmstadt der hessischen Ludwigsbahn 166 telegraphische Depeschen; 1870: 18971 Mainz im Jahre 1861 mit 405 Depeschen wies voriges Jahr deren 5723 auf u. s. w.

In Einsheim(Rheinhessen) wurde ein völlig aus⸗ getragenes Kalb geboren, das an einem Halse zwei mit den Hintertheilen aneinander gewachsene Köpfe hatte. An diesem Zwillingskopf waren zwei nach vorn und zwei nach den Seiten stehende Augen, zwei nach dem Halse hängende Ohren. Beide Köpfe hatten die Gestalt eines Doggen⸗ hundkopfes. Außerdem war auch der Schwanz nicht der eines Kalbes. Merkwürdig ist, daß das Thier einige Tage lebte und in dieser Zeit durch beide Mäuler Nahrung zu sich nehmen konnte.

Stockstadt a. Rh. Dieser Tage wurde dem hiesigen Bürger Jacob König der St. Georgen⸗Orden 4. Classe durch S. Maj. den Kaiser von Rußland verliehen. Der Decorirte machte als Gefreiter in der 8. Comp. des 3. Inf. Regiments den ganzen Feldzug mit und erwarb sich . in der Schlacht von Metz am 18. August das eiserne

reuz.

Aus Dortmund wird ein Fall mitgetheilt, der in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Der Vater von zwei in genannter Stadt wohnenden Mädchen starb kürzich in Münster und binterließ ein mehrere hundert Thaler betragendes Vermögen. Kurz vor seinem Tode ließ derselbe einen katholischen Geistlichen rufen, um theils von ihm die Sterbesacramente zu empfangen, theils aber auch um sein Vermächtniß in dessen Hand niederzulegen. In diesem war die Bestimmung enthalten, daß der größte Theil der Hinterlassenschaft der Kirche zufallen sollte. Der Priester, ein wirklicher von Gottes Gnaden, wendele nachdem er das Vermächtniß gelesen Alles an, die Rückgängigmachung der Bestimmung der Schenkung an die Kirche im Testamente zu erlangen, und zwar, wie er ausdrücklich sagte,weil einem Vater seine Kinder näher stehen müßten, als die Kirche. Der Testator fügte sich denn auch dem geistlichen Zuspruche und so wird zwei Waisen, die sich mübsam durch Hände⸗ arbeit ernähren müssen, das välerliche Vermögen erbalten.

In Röttingen, einer bayerischen Gemeinde in B.-A. Ochsenfurt, erhielt jeder der beimkehrenden Krieger einen Thaler und eine silberne Cylinderuhr, in deren Gehäuse die Widmung, sowie die Daten des Ausmarsches und der Heimkebr verzeichnet sind, als Ehrengeschent.

Aus der Schweiz. Während der letzten schönen Tage war der Fremdenzufluß auf dem Rigi, wie die Schwpzer⸗Zig. meldet, ein wahrhaft ungeheurer. Es wimmelte von Besuchern. Vorleitzten Samstag Abend dauerte der Durchpaß von Zug und Zürich her bis Nachts 12 Uhr fort. Von Betten war für die Gäste auf dem Rigi keine Rede mehr; sie mußten sich in Gängen und Gastzimmern begnügen, um nur wenigstens unter Dach zu sein. Der Besuch war noch nie so stark.

Paris. Zu der Zeit, als Raoul Rigault als Poli⸗ zeipräftet der Commune Paris terrorisirte, kam einst ein Schul freund zu ihm, um die Freilassung eines aus nich tigen Gründen verhafteten Freundes zu verlangen. Rigault freute sich sehr, den alten Schulkammeraden wieder zu sehen, aber den Wunsch desselben zu erfüllen, sagte er, sei ganz unmöglich.Einen Gefangenen frei lassen, be⸗ theuerte er,ist gegen mein Gewissen. So leid es mir auch thut, hierin kann ich Dir nicht gefällig sein; aber willst Du, daß ich irgend wen verhaften soll sag' nur ein Wort und der Bursche sitzt hinter Schloß und Riegel.

In Wilna fängt derMock. Ztg. zufolge die Cholera an, bedeutend um sich zu greifen, und nähert sich der preußischen Grenze; am 17. Juli erkrankten in Wilna 100, starben 40 Personen; am 18. erkrankten 62, wovon 30 starben. Am 19. Juli waren 281 Cholera⸗ kranke in Behandlung. Wie dieRiga'sche Ztg. mittheilt, sind in Riga bereits Choleraspitäler und ärztlicher Nacht⸗ dienst eingerichtet; in Riga erkrankten vom 22.24. Juli 25 und starben 14 Personen an der Cholera; in Behand lung verblieben 124 Personen.

Die Internationale.

Zur Kennzeichnung der Gefahr für die Gesell schaft, welche in dieser internationalen Ver brüderung liegt, bedarf es nur eines Hinweises auf die Gräuelthaten der Pariser Commune, auf den blinden Fanatismus, der den

dieser neuen socialen Lehre von den rassinirten

Führern eingeimpft wird, und auf den blinden Gehorsam, der diese gesellschaftsstürmenden Prole⸗ tarier auszeichnet. Eine Vereinigung, die so fest organisirt ist, die ihre Zweige über die ganze Welt verbreitet, deren Irrlehren in allen Ländern Wurzel zu fassen suchen, bietet eine nicht zu unter- schätzende Gefahr für das Gemeinwesen, nicht nur durch den dirceten Angriff gegen den ruhigen Be sitz der Staatsbürger und den Geist der socialen Ordnung, sondern auch durch das Gist, welches sie den Anbetern des von ihr hochgehaltenen gol denen Kalbes einflößt, durch den Geist der Un- zufriedenheit, in welcher sie die leicht erregbaren und urtheilsgeschwächten Arbeitsklassen zu er halten weiß.

Eine Opposition gegen Einschleppung dieser communistischen Seuche ist daher sehr wohl am Platze, und auch Deutschland wird auf der Wacht bleiben müssen, wenngleich der wohl ausgebildete politische Verstand und die Urtheilskraft seines Volkes bisher das beste Bollwerk dagegen gewesen. Seltsam, daß trotzdem gerade ein Deutscher der Association ihre Tendenz und Organisation gegeben.

Der unmittelbare Anlaß zur Gründung der internationalen Arbeiter- Association war bekanntlich die letzte polnische Insurrection. Die Londoner Arbeiter hatten eine Deputotion an Lord Palmer⸗ ston geschickt, mit einer Adresse, worin sie ihn auf; forderten, für Polen einzuschreilen. Sie erließen gleichzeitig einen Aufruf an die Pariser Arbetter, und so wurde denn am 28. September 1864 auf einem Meeting in St. Martino Hall und unter Theilnahme von Engländern, Deutschen, Franzosen, Polen und Italienern die Basis zu einer Vereinigung gelegt, die unter den Auspicien eines Deutschen, des bekannten Karl Marx, auf den Congressen zu Genf im September 1866 und zu Lausanne im September 1867 bald jene feste Gestalt und Organisation erhielt, die sie heute besitzt.

Wie bestechend die Grundsätze der Internatio- nale sind, beweist die ungeheure Ausbreitung, welche dieselbe mit der Zeit gewonnen. Unter

ihren Fittigen und ihren Tendenzen, die dahin gehen, Regierungen, Einzelstaaten, Religionen, Grundeigenthümer ꝛc. in dem einen Wort:Herr schaft der Arbeit aufgehen zu lassen, sammeln sich alle die Schaaren, die in der Fluth socialer Verirrung einen festen Punkt finden in der Kriegs- erklärung gegen das Kapital, das sie, nöthigenfalls mit Gewalt, unter die Herrschaft des Proletariats bringen wollen.

Den fruchtbarsten Boden findet die Gesellschaft in Frankreich; in Deutschland hat sie sich noch nicht eingenistet. In England haben sich der internationalen Arbeiterassociation seit dem Be schluß des Coygresses der Gewerbevereine zu Sheffield im Jahr 1866 ungefähr 50 Gewerbe⸗ vereine mit ihren Zweiggesellschaften im vereinig- ten Königreich angeschlossen; darunter Arbeiter gruppen, z. B. 30,000 Erdarbeiter an den Eisen⸗ bahnen, die bisher sich nie, weder an Gewerbe

vereinen noch anderen Bewegungen, betheiligt hatten. In Irland befindet sich eine Section zu Dublin.

In den Vereinigten Staaten von Nordamerika beschloß am 20. Aug. 18656 der föderale Arbeiter- congreß zu Chicago, mit der internationalen

Anhängern

Association sich zum gemeinsamen Wirken zu ver-

in Correspondenz mit der allgemeinen nationalen Arbeiterassociation in den Vereinigten Staaten. n Frankreich sind die direct und ausschließ⸗ lich mit London correspondirenden Gruppen sehr zahlreich. Es bestehen Sectionen zu Paris, Rouen, Lyon, Marseille, Bordeaux, Lille, Roubaix, Havre, Lisieux, Neuville, Vienne u. s. w., u. s. w. Be⸗ merkenswerth ist, daß auch mehrere französische Landgemeinden der Asfsociation beigetreten sind. In den französischen Colonien existirt eine Gruppe in Algier und eine in Guadeloupe. In Belgien sind die Hauptsitze der Association zu Brüssel, Lüttich, Verviers und Louvain. Unter den Kohlen- und Eisenarbeitern hat in diesem

Jahr ein Massenbeitritt stattgefunden. In Holland existiren zwei Sectionen zu Rotterdam und Amsterdam.

In Spanien eine Section zu Barcelona. In Italien steht die aus 600 Arbeitergesellschaften bestehende allgemeine Arbeiterassociation, mit dem Hauptsitz zu Neapel und Mailand, zur internatio- nalen Association in demselben Kartel, wie die Gewerbevereine in England und die nationale Arbeiterassociation in den Vereinigten Staaten. Außerdem existiren besondere Gruppen der inter- nationalen Association in Genua und Bologna.

In der Schweiz hat seit der Genfer Arbeits- einstellung ein Massenbeitritt von Arbeltern statt⸗ gefunden. Hauptgruppen finden sich in den Städten der Cantone Basel, Bern, wo auch Landgemeinden in den villages de la montagne des Bois bei- getreten sind, Genf, hier allein zählt die Gesell⸗ schaft in der Stadt Genf über 6000 Mitglieder, Canton Neufchatel, Canton de Veaux, Canton Zürich, der schweizer Grütliverein und verschiedene deutsche Arbeiterbildungsvereine der Schweiz sind der Association affiliict.

In Deutschland existiren mehrere Gruppen. Doch erklären die meisten dieter Gesellschaften, trotz ihrer Sympathien aus Mangel an gesetzlicher Autorisation officiell nicht beitreten zu können. Die Verbindung mit Deutschland ist daher noch mangelhaft.(G. A.)

Verloosungen.

Bei der am 1. August 1871 stattgehabten 11. Braun- schweiger Serien-Ziebung sind die nachfolgenden 45 Serien gezogen worden: 213 358 470 544 1023 1209 1434 1496 2492 2497 2532 2730 2814 2950 3474 384 37613779 4114 4528 4535 4711 4719 5042 5350 5607 5758 5800 6061 6204 E322 6721 6731 6805 6974 7686 7704 7994 8625 8781 8951 8980 8985 9120 9715.

Wien, 1. Aug. In der heutigen Serienziehung der 1860er Loose wurden folgende Serien gezogen: 185 755 1107 1147 2088 2568 3089 3526 3555 3787 3977 4229 4691 4762 4793 4892 5335 5470 5580 5905 6181 6406 7101 7113 7395 7405 8048 8160 8232 8491 8795 8939 9053 9674 9992 10051 10143 10461 10612 10882 11070 11195 11558 12671 12811 13178 13274 13626 13873 1462 15717 16716 16802 16881 17107 17458 17823 18058 18192 18308 18495 18572 18777 19152 19207 19255 19261 19359 19610 19857.

Fünfte Serien⸗Ziehung des Gräflich Pap⸗ penheim' schen Prämien⸗Anlehens: Serie 56 126 796 856 913 1034 1062 1262 1284 1363 1442 1755 1987 2044 2373 2626 3061 3477 3657 3826 3899 3959 1035 4191 4228 4405 4558 4671 4734 4750 4824 4944 4965 4995 5071 5282 5300 53315523 5644 5724 5779 5839 6047 6065 6086 6229 6394 6651 6703 6911 6912 6925 6970. Die Gewinnziehung findet am 1. September 1871 statt.

Lütticher Loose. Ziehung am 1. August Haupk⸗ preise: Nr. 31320 10,000 Fr., Nr. 60911 82130 und 118522 je 1000 Fr., Nr. 49518 71195 81486 und

binden. Seitdem steht der Londoner Generalrath

92682 je 500 Fr., Nr. 7289 13250 16793 42683 66077 81049 83469 86133 95875 und 111600 je 200 Fr.

Wilhelm Bernbeck,

Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg

1487 nächst der Burg.

Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren.

1922 Esnem verehrlichen Publikum mache ich hiermit

die ergebenste Anzeige, daß ich niich als Wagner dahser

etablirt habe und in dem Hause der A. Hanstetn

Witwe auf dem Haagk wohne. Unter Zusicherung

reeller Bedienung bitlet um genelgten Zuspruch Friedberg den 29. Juli 1871.

Georg Stoll,

Wagner melsler.

1935 Ein tüchtiger und selbftstaͤndiger

Fahrknecht,

der gut mit Pferden umzugehen versteht, findet auf einer nahe gelegenen Mühle bei hohem Lohn dauernde Stellung.

Diejenigen, welche schon in einem gleichen Geschäfte thätig waren, erhalten den Vorzug. Näheres bei ber Expedition d. Bl.

1947 Eine schöne Werkstatt⸗ Einrichtung nebft

1916 Meine seit längeren Jahren bestehende, mitt bestem Erfolg betriebene Bäckeret nebst Conditotet mit fsaͤmmt⸗ lichem dazu gehörigen Inventar ißt zu verpachten, auch kann ein Logis im dritten Stock meines Hauses, destebend aus 3 Zimmern und Küche, abgegeben werden.

Friedberg. Bäckermeister Rauch.

Schwarze Kaiser-Einte

ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bet

allem dazu gehörigen Werkzeug und eine elegante Laden⸗Einrichtung, zu einem Spenglergeschäft ge hörig, sollen wegen Geschäfts Aufgabe billig abgegenen werden. Für einen tüchtigen Spengler ist zugleich Ge⸗ legenheit geboten, ein in besser Kundschaft sehendes feines Geschäft zu übernehmen. Näheres bei Karl Gaulé, Elisabeihenstraße 12 in Darmstadt.

Bindernagel& Schimpff. 5

Erbsen S. Fröhlich.

1933 zur Stoppelaussaat btlülgst bet Bad⸗Naubeim.